Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Alexander Tutsek-Stiftung

Karl-Theodor-Str. 27 • 80803 M
Tel. +49 89 552 730 60
www.atstiftung.de info@atstiftung.de
Tue–Fri 2–6 p.m. • national holidays closed

 

Karl-Theodor-Str. 27
80803 München

Current exhibitions

About us. Junge Fotografie aus China

About us. Junge Fotografie aus China

04.06.2020 - 29.01.2021
Adou . Birdhead . Cai Dongdong . Chen Ronghui . Chen Wei . Gao Mingxi . Jiang Pengyi . Liang Xiu . Ren Hang . RongRong . RongRong & Inri . Wang Ningde . Yang Fudong . Zhang Xiao

Chen Ronghui
Freezing Land 30, 2016-2018
© Chen Ronghui, Image courtesy Three Shadows +3 Gallery
Sammlung Alexander Tutsek-Stiftung

 
 

Upcoming exhibitions


Past exhibitions

Primäre Gesten

22.03.2019 - 18.10.2019
Fotografien aus China von Robert Rauschenberg
Arbeiten in Glas von Mona Hatoum, Hassan Khan, Jana Sterbak, Terry Winters

 

 
 

Das Andere Sehen

Arbeiten in Glas

26.01.2018 - 16.11.2018
Tony Cragg
Mona Hatoum
Ki-Ra Kim,
Raimund Kummer
Alejandra Seeber
Kiki Smith
Pae White

 

 

 
 

lebenswelt | life-world

lebenswelt | life-world

20.01.2017 - 20.10.2017
Japanese contemporary art at Alexander Tutsek-Stiftung, Munich/ Photographs by Rinko Kawauchi and sculptures by 21 japanese artists / Installation by Tadao Ando

Guided tours:  www.atstiftung.de

Rinko Kawauchi
Untitled, from the series „Aila“
2004
C-Print
30,5 x 25,4 cm
©Rinko Kawauchi, courtesy | PRISKA PASQUER, Köln

 
 

Life Is Not A Beach

Life Is Not A Beach

Fotografie und zeitgenössische Skulpturen

22.01.2016 - 02.09.2016
Abbildungen
Galerieseite und Reihung: Matthieu Gafsou, Lausanne I
Slider: Janusz Walentynowicz, Hazardous Goods

 

 
 

Ann Wolff

Ann Wolff

Persona

17.10.2014 - 14.08.2015
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.
Eva-Maria Fahrner-Tutsek
Ann Wolff PERSONA
Mit Textbeiträgen von Mark Gisbourne und Klaus Weschenfelder.
Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart 2014.
120 Seiten, 100 Abbildungen in Farbe.
Hardcover. Englisch und Deutsch. € 29,80. ISBN 978-3-89790-416-3
 

Erwin Eisch

Erwin Eisch

Wo bist Du? Skulpturen

15.10.2013 - 23.05.2014
Abbildung links:
Erwin Eisch, Buddha, 1982
bemalt: formgeblasenes Glas, 50x24x22 cm
Foto: H.-J. Becker
© Alexander Tutsek-Stiftung

Abbildung Startseite (Slider: Ausschnitt):
Erwin Eisch
Die Einsicht, 1989
Formgeblasenes Glas, Graviert, Vergoldet, 47x20x30 cm
© Alexander Tutsek-Stiftung

„Wo bist du? Skulpturen von Erwin Eisch“
Der Bildhauer und Maler Erwin Eisch, Pionier und Antriebsmotor der internationalen Studioglasbewegung, hat in seinem 60-jährigen Schaffen mit vielfältigen Themen und Techniken gearbeitet. Die aktuelle Ausstellung der Alexander Tutsek-Stiftung zeigt vom 15. Oktober 2013 bis zum 10. April 2014 das facettenreiche Werk von Erwin Eisch. Es ist geprägt von der kritischen Auseinandersetzung mit seiner Umwelt und seinem ganz eigenen die alltäglichen Dinge verfremdenden Humor. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den eindrucksvollen Serien von großen Porträtköpfen von Weggefährten, berühmten Persönlichkeiten und Selbstporträts. Sie vermitteln einen Eindruck von Eischs innovativer skulpturaler und malerischer Sprache. Ihre Machart ist beeindruckend: Sie sind aus Glas geblasen und malerisch so bearbeitet, dass das ursprüngliche Material nur zu erahnen ist.

In einem weiteren Themenbereich der Ausstellung werden die ganz frühen Arbeiten von Erwin Eisch vorgestellt. Diese Objekte mit frei gestaltetem Glas sind nur selten zu sehen. Als Sohn einer Glasmacherfamilie und Absolvent der Münchner Kunstakademie stand er der Glasmachertradition kritisch gegenüber und experimentiert in den 1950er und 1960er mit dem Material Glas am heimischen Glasofen. Im Gegensatz zu seiner Glas produzierenden Umgebung im Bayerischen Wald entwickelt, Erwin Eisch zweckentfremdete, gerade nicht gebrauchsfähige Objekte. Sie werden in verschiedenen Galerien im Bayerischen Wald ausgestellt, wo sie Harvey K. Littleton, ein amerikanischer Keramikprofessor entdeckt, der in Europa auf der Suche nach neuen Möglichkeiten im künstlerischen Umgang mit Glas ist. Damit beginnt 1962 in Frauenau die lebenslange Freundschaft und ein künstlerischer Austausch zwischen Eisch und Littleton. Diese Begegnung war einer der wichtigen Zündfunken für die internationale Sudioglasbewegung, die 2012 weltweit ihr 50-jähriges Jubiläum feierte. Mit der Studioglasbewegung hat das Material Glas eine dramatische Veränderung erfahren: weg von dekorativen, gebundenen Formen wie Vasen oder Schalen, hin zu Objekten und Skulpturen mit vieldeutigen Aussagen.

Die aktuelle Ausstellung beschäftigt sich in einem dritten Themenbereich mit der bewegten Studienzeit von Erwin Eisch an der Kunstakademie München. Noch als Student war Eisch 1957 Gründungsmitglied der Gruppe SPUR und gründete einige Jahre später selbst die skandalumwitterte Gruppe „Radama“. Die Schwabinger
Jugendstilvilla der Alexander Tutsek-Stiftung bietet für diesen Blick in die Geschichte des Künstlers eine ideale Kulisse. In einer Galerie in Schwabing wurde 1961 von der Gruppe Radama ein nicht vergessenes Event inszeniert: Die Ausstellung über den nicht existierenden Maler Bolus Krim. Die Kritiker, an der Nase herumgeführt, schrien „Skandal“ und die etablierte Kunstszene zeigte sich zu tiefst geschockt. Anhand von Zeitungsartikeln und anderen Dokumenten, sowie Skulpturen und Malereien aus der Zeit wird das damalige Projekt wieder lebendig gemacht.

Mit der aktuellen Ausstellung „Wo bist du? Skulpturen von Erwin Eisch“ beginnt die Alexander Tutsek-Stiftung eine neue Ausstellungsreihe:
Nach ihren Länder- und Themenausstellungen folgt nun eine weitere Reihe zu herausragenden Künstlerpersönlichkeiten, die in ihrer Arbeit Glas als Medium des künstlerischen Ausdrucks einsetzen.
 

In the Name of Love

In the Name of Love

Skulpturen zu dem großen Thema Liebe

07.02.2012 - 30.04.2013
Li Zhenning
People #21, 2010
Gegossenes Glas
Foto: H.-J. Becker
© Alexander Tutsek-Stiftung

Die Alexander Tutsek-Stiftung beteiltigt sich mit ihrer aktuellen Ausstellung „In the Name of Love“ am Münchner Stiftungsfrühling. Zum ersten Mal präsentieren sich Stiftungen der bayerischen Landeshauptstadt beim Münchner Stiftungsfrühling. Vom 15. bis 22. März zeigt München, wie reich die Stadt an bürgerschaftlichem Engagement ist. Acht Tage lang präsentieren sich rund 200 Stiftungen in zahlreichen Veranstaltungen mit ihren thematischen Schwerpunkten und zeigen dabei, dass sie einen erheblichen Teil zum Bestehen unserer Gesellschaft beitragen.

Die Ausstellung In the Name of Love der Alexander Tutsek-Stiftung ist am 19. und 20. März von 10 bis 14 Uhr sowie am 21. März von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Zu entdecken sind Objekte, in denen sich die vielen Facetten der Liebe spiegeln. Nicht nur die helle, erwünschte Seite der Liebe wird beleuchtet, sondern auch ihre verborgene, geheimnisvolle, dunkle. Und dies mit einem Material, das in der Kunst eher selten zu sehen ist: Glas und Mixed Media. In der schönen Schwabinger Jugendstilvilla der Stiftung werden 30 Objekte von 26 Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt ausgestellt.

Liebe war und ist in der Kunst ein wichtiges Thema. Der Mensch sehnt sich danach, Liebe und Liebesleid erfassbar zu machen. Von diesem ewigen Versuch zeugen über die Jahrhunderte Literatur, Musik, Malerei und Skulptur. Die neue Ausstellung der Alexander Tutsek-Stiftung in München „In the Name of Love“ zeigt die vielen Facetten der Liebe. Nicht nur die helle, erwünschte Seite der Liebe wird beleuchtet, sondern auch ihre verborgene, geheimnisvolle, dunkle. Und dies mit einem Material, das in der Kunst eher selten zu sehen ist: Glas und Mixed Media. In der schönen Schwabinger Jugendstilvilla der Stiftung werden 30 Objekte von 26 Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt ausgestellt. Zur Ausstellung ist ein aufwendig fotografierter Katalog erschienen. Er gibt auch denjenigen die Chance die Ausstellung hautnah zu erleben, die nicht nach München kommen können.

Das Material Glas in der Kunst
Glas ist eines der Interessengebiete der jungen und dynamischen gerade zehn Jahre alt gewordenen Stiftung, die gerne Ungewöhnliches aufgreift. Glas in der Kunst gibt es schon lange. Ein Beispiel sind die zweckbefreiten Vasen von Emile Gallé oder Daum. Mit der Studioglasbewegung, die im Jahr 2012 ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, hat das Material Glas eine dramatische Veränderung erfahren: weg von dekorativen, gebundenen Formen wie Vasen oder Schalen, hin zu vieldeutigen Aussagen. Das Medium Glas hat sich – unbemerkt von Vielen – zu einem eigenständigen Bereich in der Kunst entwickelt.

Die Facetten der Liebe in der Ausstellung
Die Ausstellung zeigt Objekte von international bekannten Künstlerinnen und Künstlern, aber es lassen sich auch junge und in Europa noch unbekannte Talente entdecken. Gerade sie verwenden das Material Glas unbekümmert in Kombination mit anderen Materialen wie Äste, Stoffe, Fotografien oder Drahtgeflecht, um die hellen und dunklen Seiten der Liebe zu erspüren. Wie zum Beispiel die aus vielen Teilen zusammen genähten Flügel der jungen Kanadier Tanya Lyons & Mathieu Grodet. Sie vermitteln die Hochstimmung die Liebe auslösen kann, lassen aber auch die Gefahr denken, sich zu verbrennen.
Im „Land der Dichter und Denker“ scheinen komplizierte Themen für die Künstlerinnen und Künstler nach wie vor ein Anliegen zu sein. Sie sind vom Norden Deutschlands bis in den Süden zahlreich mit emotional eindringlichen Arbeiten vertreten. Diese demonstrieren drastisch die grausame Macht der Liebe, Herzen zu zerstören (Ariane Forkel) oder gar herauszureißen (Simone Fezer). Das neben-einander stehende glatt geschliffene rote Paar von Franz X. Höller lässt deutlich werden, dass partnerschaftliche Liebe Anforderungen stellt und Kompromisse die gute Partnerschaft formen. Berührende Aspekte der ganz eigenen Zuneigung von Geschwistern offenbaren die Objekte von Christiane Budig und Sibylle Peretti.

Die spezifische Liebesbeziehung zwischen Mutter und Kind ist eines der vorherrschenden Themen der großen verstörenden Skulpturen von Christina Bothwell (USA). Gleichzeitig deuten sie die Gefahr der zu großen Liebe an, die – als Oktopus dargestellt – alles umschlingt und erdrückt. Der gläserne HI-Virus thematisiert eine der dunklen Seiten der sexuellen und partnerschaftlichen Liebe und erinnert in diesem Zusammenhang auch an die Nächstenliebe im Umgang mit Kranken (Luke Jerram). Aus Israel und Neuseeland kommen Objekte, ebenso wie aus China und Japan. Lino Tagliapietra, der große und verehrte Lehrmeister vieler Künstler, beschäftigt sich mit der Liebe zur Heimat in Form von tiefgründig farbigen Reflektionen im Wasser Venedigs.

Katalog
Eva-Maria Fahrner-Tutsek, IN THE NAME OF LOVEt
Vorwort von F. Hufnagel, Beiträge von E.-M. Fahrner-Tutsek, C. Schack von Wittenaut
Hardcover, englisch / deutsch, 112 farbige Abbildungent
Kerber Verlag, 2012, ISBN 978-3-86678-589-2