Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

max goelitz

Maximilianstr. 35 / Entrance Herzog-Rudolf-Str. • 80539 München
+49 89 890 63 944
www.maxgoelitz.comgallery@maxgoelitz.com
Tue–Fri 11 am–7 pm • Sat 11 am–4 pm

Maximilianstr. 35
80539 München

Current exhibitions

Rosemarie Castoro | Liz Deschenes

Rosemarie Castoro | Liz Deschenes

a changing ratio

10.07.2020 - 22.08.2020
max goelitz präsentiert in Kollaboration mit der Galerie Thaddaeus Ropac ein generationenübergreifendes, weibliches Duo-Statement zur Post-Minimal Art mit den zwei US-amerikanischen Künstlerinnen Rosemarie Castoro und Liz Deschenes.

In ihrer zweiten Ausstellung setzt die Galerie max goelitz ihr internationales, konzeptbasiertes Programm mit einer Duo-Präsentation der zwei US-amerikanischen Künstlerinnen Rosemarie Castoro (1939-2015) und Liz Deschenes (*1966) fort. Der Dialog dieser beiden weiblichen Positionen stellt eine erweiterte Perspektive der Post-Minimal Art vor, die als Ergänzung zu ihren Protagonisten seit den 1960er Jahren gesehen werden kann und zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum präsentiert wird.

„Seit vielen Jahren verfolge ich Liz Deschenes’ Werk und bewundere die Technik, mit der sie ihre subtilen raumgreifenden Fotogramme entwickelt. Gleichermaßen wird das Lebenswerk von Rosemarie Castoro gerade zu Recht wiederentdeckt und verdient eine beachtete Einordnung innerhalb der medium- und zeitbezogenen künstlerischen Ansätze. Ich freue mich sehr, diese zwei wichtigen weiblichen Positionen ihrer Generationen in a changing ratio zusammenzuführen und – gemeinsam mit unseren Partnergalerien für diese Ausstellung – einen Beitrag zu leisten, den Kanon der Minimal und Post-Minimal Art zeitgemäß zu ergänzen.“ – Max Goelitz

ROSEMARIE CASTORO (1939-2015) wurde in Brooklyn geboren und arbeitete ihr gesamtes Leben in New York, wo sie in der Kunstszene der Minimal- und Concept Art zu einer zentralen Figur wurde. Nach ihrem Studium am Pratt Institute experimentierte sie mit verschiedenen Ausdrucksformen und Medien – von Zeichnung, Malerei und Installationen hin zu Choreografie und modernem Tanz. 1969 wandte sich Castoro von der Malerei ab und begann, sich mit neuen experimentellen Kunstformen der New Yorker Avantgarde zu beschäftigen: es entstanden in den folgenden Jahren konzeptuelle Textstücke, konkrete Poesie und performative Interventionen auf den Straßen. Ihren strengen, formalistischen Arbeiten liegt oft eine allegorische Doppeldeutigkeit zugrunde. Umfangreiche Einzelausstellungen fanden zuletzt im MAMCO, Musée d’art moderne et contemporain, Genf (2019) und im MACBA, Museu d’art contemporani de Barcelona (2017) statt. Rosemarie Castoros Werke wurden außerdem in zwei von Lucy Lippards legendären Numbers Shows, „555,087“ im Seattle Art Museum (1969) und „995,000“ in der Vancouver Art Gallery (1970), gezeigt.

LIZ DESCHENES (*1966) wurde in Boston geboren und lebt und arbeitet heute in New York. Sie besuchte die Rhode Island School of Art and Design, wo sie sich zunächst zum Studium der Malerei einschrieb, aber schließlich ihren Schwerpunkt zur Fotografie wechselte und 1988 abschloss. Deschenes beschäftigt sich in ihrem künstlerischen Werk mit der Definition von Fotografie als fixiertes Bild und erweitert diesen klassischen Blick, indem sie mit den Eigenschaften und Möglichkeiten des Mediums experimentiert. Durch kameralose Langzeitbelichtungen von lichtempfindlichem Papier, entstehen ihre einzigartigen Fotogramme. So entwickelt sie auch skulpturale und architektonische Objekte, die sowohl ihre Umgebung als auch den Betrachter durch Spiegelungen miteinbeziehen. Liz Deschenes Werke wurden zuletzt 2019, parallel zur 58. Biennale von Venedig, innerhalb der Ausstellung „Luogo e segni” in der Pinault Collection – Punta della Dogana präsentiert. Einzelausstellungen der Künstlerin wurden im ICA in Boston (2016), MASS MoCA in Massachusetts, Walker Art Centre in Minneapolis (beide 2015) und in der Secession in Wien (2012) gezeigt, während im selben Jahr Deschenes’ Werke auch auf der Whitney Biennale vertreten waren. Weitere ausgewählte Gruppenausstellungen fanden unter anderem im Musée d’Art Moderne in Paris (2016), im Whitney Museum of American Art (2015) und im Museum of Modern Art (2014) in New York, als auch im Fotomuseum Winterthur (2013) statt.

Galerieseite:
Rosemarie Castoro, Black Flasher B, 1979, courtesy Galerie Thaddaeus Ropac, London • Paris • Salzburg © The Estate of Rosemarie Castoro | Foto: Charles Duprat

Home (Reihung und Slider, Ausschnitt):
Liz Deschenes, Prototype for Gallery 7 (3), 2016, courtesy the artist and Miguel Abreu Gallery, New York | Foto: Stephen Faught
 

Upcoming exhibitions

Niko Abramidis & NE

Niko Abramidis & NE

NE><ECON

03.09.2020 - 24.10.2020
Niko Abramidis & NE (*1987 in München, DE) öffnet in seiner Kunst ein vielfältiges Spektrum, das sich mit ökonomischen Strukturen und Zukunftsvisionen beschäftigt. In seinen Zeichnungen, Malereien, Skulpturen und Rauminstallationen erschafft der Künstler Paralleluniversen, in denen er fiktive Corporate Identities erstellt und sich Ausdrucksformen der Finanzökonomie aneignet. Dazu gehört auch das Sprachspiel aus archaisch wirkenden Zeichen, Symbolen und Chiffren und der Einsatz neuer Technologien. Innerhalb dieses Komplexes entfaltet er eine Kryptografie der Gegenwart: eine fröhliche Wissenschaft über den heutigen Kapitalismus. Für die aktuelle
Ausstellung NE><ECON hat Abramidis neue Werke geschaffen, die er in einem Gesamtkonzept zur Bespielung der Galerie zusammenführt.
2018 wurde er mit dem ars viva-Preis für Bildende Kunst 2019ausgezeichnet. 2019 waren seine Arbeiten in Gruppenausstellungen im Kunstmuseum Bern und in der KAI 10 | Arthena Foundation in Düsseldorf ausgestellt.

HYDRACON Office
Kunstmuseum Bern (2019)
Photo: NA&NE

 
 

Past exhibitions

take me to

take me to

02.04.2020 - 27.06.2020
„Unsere erste Ausstellung in neuer Konstellation soll die Besucher/innen – ganz im Sinne des Titels – mitnehmen nicht nur auf den inhaltlichen Weg einer programmatischen Weiterentwicklung,
sondern auch auf den gedanklichen Weg einer Evolution des Galerienmodells selbst. Der Großteil der Künstler/innen wird in der Folge in fokussierten Präsentationen nochmals in Tiefe zu sehen sein. Gleichzeitig möchten wir – nicht nur aus aktuellem Anlass – von Beginn an unser Augenmerk auf eine innovative und substanzielle digitale Präsenz legen.“ – Max Goelitz

Der Titel take me to verweist dabei bewusst affirmativ sowohl auf die Fortsetzung des eingeschlagenen, konzeptbasierten Weges, als auch in seiner Offenheit auf eine gestalt- und definierbare Zukunft. Es werden sieben internationale Künstler/innen verschiedener Generationen präsentiert, deren Werke ein abstrakter, meist technologiebasierter und den Betrachter unmittelbar involvierender Materialeinsatz verbindet.

Niko Abramidis & NE
Neïl Beloufa
Nina Canell
Brigitte Kowanz
Haroon Mirza
Gabriel Rico
Keith Sonnier

In diesem Sinne wird take me to sowohl im analogen (vorerst nach persönlicher Terminvereinbarung gemäß den jeweils geltenden Regelungen) als auch verstärkt im digitalen Raum stattfinden: vom Online Viewing Room bis hin zu einer Serie an begleitenden digitalen Formaten. Eine offizielle und breiter angelegte Eröffnung der Galerie max goelitz wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.
Folgen Sie uns auch auf Social Media #maxgoelitzgallery

Installation view: Courtesy max goelitz | Photo: Christian Kain

 

 
 

Jürgen Partenheimer

08.11.2019 - 10.01.2020
 

Idee – Konzept – Objekt

Idee – Konzept – Objekt

13.09.2019 - 31.10.2019
Bill Bollinger
Hubert Kiecol
Brigitte Kowanz
Gary Kuehn
Barry Le Va
Haroon Mirza
Keith Sonnier

Seit rund dreissig Jahren vermittelt Häusler Contemporary konzeptuelle Malerei, Zeichnung und Skulptur. Zur diesjährigen OPEN art fokussieren wir nun in einer Ausstellung darauf, auf welch spannungsvolle Weise die beiden letztgenannten künstlerischen Bereiche interagieren: Mit ausgewählten Arbeiten auf Papier von international renommierten Kunstschaffenden zeigen wir die Vielfalt dessen auf, was Zeichnung sein kann. Ihr Ausdruck reicht von der notizartigen Aufzeichnung erster Objektideen – wie etwa bei Gary Kuehn – bis zur präzisen Darstellung einer Produktionsanleitung, zum Beispiel bei Barry Le Va. Viele Bildhauer, unter anderem Hubert Kiecol, entwickeln zudem das zeichnerische Werk eigenständig und parallel zum skulpturalen Schaffen weiter. Die neuen Impulse, welche die Konzeptzeichnung im Zeitalter der Digitalisierung erfährt, werden bei Brigitte Kowanz ersichtlich.

Diese eindrückliche und in gewisser Hinsicht sehr intime Palette des zeichnerischen Spektrums bringen wir in unserer Schau in Dialog mit ausgeführten Objekten von Brigitte Kowanz oder Keith Sonnier und lassen das Publikum so auch den künstlerischen Weg vom Blatt in den Raum nachvollziehen.
Deborah Keller
 

Michael Venezia

03.05.2019 - 28.06.2019
 

Nur Skulptur

Nur Skulptur

group show

14.02.2019 - 18.04.2019
Sébastien de Ganay
Hubert Kiecol
Brigitte Kowanz
Judy Ledgerwood
Haroon Mirza
Jürgen Partenheimer
Koka Ramishvili

Haroon Mirza
3rd Stone, 2015

 

 

 
 

Alejandra Seeber

Alejandra Seeber

Rather Ripped

07.11.2018 - 07.02.2019
Alejandra Seeber
Sicily, 2017
Courtesy: Die Künstlerin und Häusler Contemporary München | Zürich

 
 

Gary Kuehn

Gary Kuehn

Niagara and Related Work

15.09.2018 - 26.10.2018
Häusler Contemporary München freut sich, anlässlich der OPEN art 2018 neue Werke von Gary Kuehn zu präsentieren.
Mit dem Fokus unserer Galerie auf postminimalistische Tendenzen und deren Erbe ist Kuehn (*1939, New Jersey, lebt in New York) ein wichtiger, langjähriger Pfeiler unseres Programms. In den 1960er-Jahren gehörte er zu den bedeutendsten Vertretern des Post Minimalismus und der Process Art. Seine skulpturalen Werke, in denen die Autorität des Materials und der geometrischen Form hinterfragt wird, entstehen oft in Serien, die in unterschiedlichen Werkphasen weiter entwickelt werden.
Die aktuelle Auseinandersetzung des Künstlers dreht sich formal um die Schablonentechnik und die Shaped Canvas, inhaltlich um das zentrale Thema seines gesamten Schaffens: Das Spannungsfeld zwischen Begrenzung und Freiheit von Geste und Materie. Neue Variationen der 1969 begonnenen Black Paintings, die eine skulpturale Interpretation der Malerei offenbaren, sind in unserer Ausstellung ebenso zu sehen wie neue Werke von Kuehns langfristig angelegtem Gesture Project und Arbeiten der seit 2014 entstehenden Niagara-Serie, die bei uns erstmals in Europa präsentiert wird.

Gary Kuehn
Niagara, 2014
Acryl, Latex und Graphit auf Papier
91,4 x 61 cm
Credits: Der Künstler und Häusler Contemporary München | Zürich
 

Blutiger Boden – Tatorte des NSU

Blutiger Boden – Tatorte des NSU

Photographs by Regina Schmeken

17.07.2018 - 14.10.2018
NSU-Tatort: Das Geschäft des Obst- und
Gemüsehändlers Habil Kılıç in Ramersdorf
© Regina Schmeken

 

 
 

Transformationen

Transformationen

group show

04.05.2018 - 27.07.2018
Mit Werken von Günter Brus | Hamish Fulton | Cindy Hinant | Brigitte Kowanz | Haroon Mirza | Klaus Rinke | Roman Signer

Klaus Rinke
Der Wasserträger, 1971 (Detailansicht)
Primärdemonstration | Kunsthalle Baden-Baden

 
 

Hubert Kiecol

Hubert Kiecol

Der richtige Augenblick

21.02.2018 - 20.04.2018
Hubert Kiecol
Ohne Titel, 2017
Zeichnung, Monotypie, Foto, Trägerplatte
100 x 140 cm

 
 

Judy Ledgerwood

Judy Ledgerwood

Every Day is Different | Paintings and Majolica

09.11.2017 - 26.01.2018
»Patterns are a part of all life – a heartbeat, breathing, sunrise and sunset, but I work to distinguish difference in these patterns of life.«
Judy Ledgerwood
Judy Ledgerwood
»Celadon Large Bowl with Scored Motif«, 2017
Majolika | Produktion: Porzellan Manufaktur Nymphenburg
H: 18, Durchmesser: 42 cm

 
 

Brigitte Kowanz

Brigitte Kowanz

Codes and Cables 9

09.09.2017 - 30.10.2017
Brigitte Kowanz (*1957, Wien) thematisiert in ihrer Arbeit vor allem die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Lichts. Neben der Sprache dient ihr das Licht als künstlerisches Gestaltungsmedium, das in Behältnissen eingefangen, auf Flächen zerstreut oder in feste Formationen gezwungen wird und so stets neue Gestalt gewinnt. Licht wird dabei zum Material und zur Metapher bei der Suche nach neuen Formen der Darstellung der sichtbaren Wirklichkeit.

Brigitte Kowanz repräsentiert mit Erwin Wurm die Republik Österreich bei der 57. Biennale von Venedig.

„Wahrnehmung ist Übersetzung, Kunst ist Trans- formation – ein Wechselspiel aus Zeigen und Imaginieren, bei dem zugleich auch die Kriterien und Prämissen dieser Erfahrung transparent werden.” Brigitte Kowanz

Brigitte Kowanz
Charter of Paris for a New Europe 21.11.1990, 2017
Neon, Spiegel
90 x 90 x 19 cm
© Brigitte Kowanz und Häusler Contemporary München | Zürich

 
 

James Turrell

James Turrell

Alien Exam

18.05.2017 - 28.07.2017
»We do have prejudiced perception. I do use that to make up gentle reminders of how we could form up reality.«
James Turrell

Perceptual Cell Series: Alien Exam«, 1989
Installation 260 x 150 x 50 cm
Foto: © Florian Holzherr
 

Hamish Fulton

Hamish Fulton

Walking without a Smartphone

09.02.2017 - 28.04.2017
Hamish Fulton
Transition (Nepal)
2011
Foto/Text
Unikat
111.2 x 133.5 cm
Courtesy: Hamish Fulton und Häusler Contemporary München | Zürich
»Big experiences, small art, I reject all associations with any form of Land Art.«
Hamish Fulton

We cordially invite you to visit the new solo show »Walking without a Smartphone« by British artist Hamish Fulton. For the exhibition the artist conceived a selection of works on paper and sculptures. He also designed in situ the new wall work »Mugu Nepal« which is based on a 28-day walk in Nepal. Once more Hamish Fulton proves his status as a representative of an art focussing on an active perception of walking.
For further details and installation shots please klick on our Website.

 

 
 

Räume auf Papier

In Kooperation mit Florian Sundheimer

21.11.2016 - 19.12.2016
Bildhauerzeichnungen von
Norbert Kricke | Gary Kuehn | Olaf Metzel | Roman Signer | Keith Sonnier

Ort: Odeonsplatz 16

 

 
 

Roman Signer

Roman Signer

Arbeiten mit Sand

09.11.2016 - 10.01.2017
Roman Signer
Sand auf Radio, 1997
Videostills auf Aluminium hinter Glas | Ed. 1/10 |
aus 4-teiliger Serie, je 40 x 53 cm
Foto: Aleksandra Signer
 

Koka Ramishvili

Koka Ramishvili

Independent Organism

09.09.2016 - 03.11.2016
»My new photographical images do not need a story or an explanation. They stand for themselves, independently.«
Koka Ramishvili

On the occasion of Open Art, Häusler Contemporary München proudly presents the latest developments in the multimedia based work of Koka Ramishvili. Selected new works again make apparent, how skillfully Ramishvili fathoms the specific characteristics of different media, thus expanding their boundaries.
In his third solo exhibition at Häusler Contemporay München, Koka Ramishvili (*1956 in Tbilisi, GE) presents a selection of black and white photographs and sculptural paintings of 2016.  The Geneva based artists who became internationally known mainly for his video pieces thus again shows the masterful complexity of his work.
In his current black and white pictures he confronts photography’s supposed ability to reproduce reality and its narrative aspects with formal concepts such as contour and blurriness, still life and motion recording. The very poetic images that result from this approach seem to capture the structure of light and depict painterly qualities of photography, pushing the static medium to the limits of the filmic one.
With his series »Lost Landscape«, Ramishvili tests landscape painting as an abstract, atmospheric fragment – in the technique of the Flemish Old Masters. Furthermore, the subtle color gradients on wood figure somewhere between picture and object.

Koka Ramishvili got wide attention thanks to his participation in the Venice Biennial of 2009. Apart from that, institutions such as the MAMCO in Geneva (2004) or he M HKA in Antwerp (2011) showed his work extensively.

Koka Ramishvili
Lost Land (Night I), 2016
Öl und Amber auf Holz
Courtesy der Künstler und Häusler Contemporary München | Zürich

 
 

Collector’s Choice »Ordnung und Farbe«

Collector’s Choice »Ordnung und Farbe«

Ein Dialog mit der Sammlung Günter Hackenberg

06.07.2016 - 02.09.2016
Michael Venezia
Untitled TR7.12, 1993
Öl auf Holz | 21 x 90 x 7 cm
Foto: Kris Graves, Brooklyn

 
 

Jürgen Partenheimer

Jürgen Partenheimer

One Hundred Poets | Teil 1

12.05.2016 - 30.06.2016
Jürgen Partenheimer
Inside the Clouds, 2015
Gouache, Tinte und Bleistift auf Papier | Blattmasse 27 x 33 cm

 
 

Richard Allen Morris & David Reed

Richard Allen Morris & David Reed

From the Studio

07.04.2016 - 05.05.2016
»I learned it takes at least one artist to share your work with or art will die in a vacuum.«
John Baldessari

David Reed, »Color Study #65«, 2013/1015 | Öl und Alkyd auf Zeichenkarton | 31.8 x 40.7 cm
Richard Allen Morris, »From Start to Finish«, 2010 | Acryl auf Leinwand | 30.5 x 22.9 cm
 

Gary Kuehn

Gary Kuehn

Black Paintings

18.02.2016 - 01.04.2016
Gary Kuehn
Black-Painting, 1972
Acryl auf Leinwand
113 x 199,5 cm

»Materials and mechanical procedures have enormous expressive (or subjective)
potential.« (Gary Kuehn)

 
 

Kyung-Lim Lee

Kyung-Lim Lee

Echo of Geometry

03.11.2015 - 29.01.2016
Kyung-Lim Lee
2015, Pastell auf Papier
41,9 x 59,1 cm

 
 

Sébastien de Ganay

Sébastien de Ganay

Fold

11.09.2015 - 30.10.2015
Sébastien de Ganay
Large Blue Folded Flat 01
Aluminium lackiert
134 x 150 x 15 cm

 
 

Keith Sonnier

Keith Sonnier

Portal Investigations

04.06.2015 - 31.07.2015
 

Harriet Korman

Harriet Korman

Developing Format – Malerei und Zeichnung 2010-2014

19.03.2015 - 06.06.2015
Harriet Korman
Point, 2011
Öl auf Leinwand
120 x 150 cm

»Paintings are the moon in a dew drop – a reflection of everything. I think
humankind will no longer exist when there are no more paintings.«
Harriet Korman
 

Alejandra Seeber

Alejandra Seeber

22.01.2015 - 21.03.2015
Alejandra Seeger

Prism Pyramid, 2014
 

Alles Papier!

Alles Papier!

07.11.2014 - 17.01.2015
Jessica Diamond
Be Happy You Are Loved, 1990
collage on paper
61 x 97,7 cm

with:  Jessica Diamond, Hubert Kiecol, Judy Ledgerwood, Larry Bell, Reto Boller, Ryan Brown, Koka Ramishvili

 
 

Craig Yu

Craig Yu

Negative Form

12.09.2014 - 30.10.2014
Craig Yu
Plane, 2014
Öl auf Pavatex
4,5 x 6 cm
Startseite and Slider: detail

 
 

Michael Venezia

Michael Venezia

Brooklyn Variations

06.06.2014 - 31.07.2014
 

Sie griff in den Tomatensalat und schob sich ein Stück Rot in den Mund

Sie griff in den Tomatensalat und schob sich ein Stück Rot in den Mund

curators choice, Jörg van den Berg

14.03.2014 - 31.05.2014
Abbildung:
Installationsansicht Reto Boller, Villa Merkel, Esslingen 2012
Courtesy: Häusler Contemporary München | Zürich

Mit der von Jörg van den Berg kuratierten Ausstellung »Sie griff in den Tomatensalat und schob sich ein Stück Rot in den Mund« setzt Häusler Contemporary die Reihe »loveparade« mit
Ausstellungen von Gastkuratoren fort.
Vier Künstler der Galerie – Reto Boller, Richard Allen Morris, David Reed und Michael Venezia –
treffen auf vier »Gäste«: Heike Kati Barath, Myriam Holme, Platino und Tilo Schulz. Alle acht Positionen zeigen jeweils sehr spezifische Weisen des Umgangs mit Farbe und damit mit einem der »Ur-Stoffe« der Kunst. Die Ausstellung wird durch ein extrem verdichtetes Netzwerk formaler Bezüge zusammen gezogen, um sich inhaltlich umso weiter auszudifferenzieren.
 

James Turrell

James Turrell

Projections 1968

08.11.2013 - 28.02.2014
 

Judy Ledgerwood

Judy Ledgerwood

Passing Through Color

13.09.2013 - 26.10.2013
Abbildung:
Judy Ledgerwood
Walking on the Sun, 2012
Enkaustik auf Holzpaneel
127 x 127 cm
Courtesy: Häusler Contemporary München | Zürich

»Passing Through Color« betitelt die Malerin Judy Ledgerwood (geb. 1959) ihre Gegenüberstellung von Malerei aus den 1990er Jahren und aktuellen Arbeiten in der selten eingesetzten Technik der Enkaustik. (Wachsmalerei). Indem sie lose Pigmente mit flüssigem Wachs verbindet, entstehen Bilder von intensiver Farbigkeit und ausgeprägt physischer Struktur.
Die Malerei Judy Ledgerwoods basiert auf einfachen geometrischen Grundformen wie Kreisen und Rechtecken und ist auch inspiriert von Populärkultur, Mode und Musik. Das konkrete Formenvokabular findet sich in ungewöhnlichen Konstellationen aus femininer Farbigkeit und ornamentaler Motivstruktur, um in den jüngsten Enkaustikarbeiten neuerlich selbstbewusst außer Kraft gesetzt zu werden.
Judy Ledgerwoods Werke wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt, u. a. in der Renaissance Society of Chicago und sind in bedeutenden Sammlungen wie dem Metropolitan Museum of Art in New York und dem Museum of Contemporary Art in Los Angeles vertreten. Seit 2003 unterrichtet die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin an der Northwestern University, Chicago.
 

sweet home

sweet home

17.05.2013 - 06.09.2013
Bitte beachten Sie, dass die Galerie vom 01. bis 17. August nur nach Vereinbarung geöffnet ist.

zu sehen sind Werke u.a. von:
Olaf Breuning, Sébastien de Ganay, Hubert Kiecol, Richard Allen Morris, David Reed, Alejandra Seeber, Roman Signer, Keith Sonnier, Nancy Spero und Erwin Wurm

So unterschiedlich die Aufgabenstellungen sein mögen, die Themen Raum – Objekt – Bild berühren sowohl Architekten, Designer als auch bildende Künstler, wenngleich mit den vielfältigsten Ergebnissen. Die Ausstellung Sweet Home lenkt den Blick, nicht ohne Ironie, auf Aspekte des Interieurs, umgesetzt in Bild, Objekt und Skulptur. Idyllen sind dabei nicht intendiert.

Alejandra Seebers jüngste Bilder „Mirrors“ greifen ein Thema auf, das die Maler seit jahrhunderten fasziniert: Der Spiegel als Medium der Reflexion und Fenster der individuellen Wahrnehmung. Zu betrachten gilt es in diesen Werken allerdings nicht das Abbild des eigenen Ich, vielmehr die In lichten Weiß-Grau-Blau Schattierungen gesetzten malerischen Gesten, mit denen Alejandra Seeber das Spiel des Lichts auf der Fläche suggeriert.

Auch Erwin Wurm konfrontiert uns mit einer Haltung, die seine ursprüngliche Bestimmung, als Homo erectus, auf überraschende Weise interpretiert. In der Arbeit „Grazer Kongress“(2001), einem herausragenden Beispiel seiner frühen One Minute Sculptures posiert er, auf dem Kopf stehend, an einer der Säulen in der Halle des Grazer Kongresszentrums. Die als Fotografien dokumentierten One Minute Sculptures zählen zu den bedeutendsten Werkreihen des Künstlers und postulieren eindrücklich sein Konzept eines erweiterten Skulpturbegriffs.
Wie funktional Skulpturen sein können, zeigen neueste Beispiele aus der „Carton Series“ von Sébastien de Ganay “, einem Werktyp, der durch das Interesse des Künstlers an der kubischen Form einfacher Kartonboxen inspiriert ist. Entstanden sind Objekte aus Metall in unterschiedlichen farbigen Lackierungen, durchaus geeignet als Ablage oder zur intensiven Benutzung als Sitzgelegenheit für diskussions- oder entspannungsfreudige Kunstfreunde. Die Objekte sind im Set und auch einzeln verfügbar.

Wir präsentieren in der Ausstellung „Sweet Home“ Werke von Nancy Spero und Olaf Breuning. Seine Skulptur „Time and Gravity is not existing“(2005) ist eine Anspielung auf den in unserer Zeit allgegenwärtigen „speed“, den ein über zwei Holzhockern verspannter Bogen aus Tischtennisbällen lapidar ironisiert.
Mit weiteren Skulpturen und Arbeiten auf Papier sind in der Ausstellung vertreten: Hubert Kiecol, Richard Allen Morris, David Reed, Keith Sonnier.

Abbildung
Richard Allen Morris
Gun Ho, 1982
13 x 27,5 x 3 cm
 

Mary Heilmann

Mary Heilmann

Another Green World

15.02.2013 - 04.05.2013
Mary Heilmann
Firey Pour, 2011
Oil on wood panel
101.6 x 80.65 cm (shaped)
Courtesy: Mary Heilmann

Mary Heilmann, eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart zeigt bei Häusler Contemporary München eine Installation aus Malerei, Keramik und Möbelobjekten. Die kraftvolle Farbigkeit ihres Werkes ist legendär und vertreibt im Nu jede Form von Winterblues.

Nach den Studium der Keramik und Literatur begann Mary Heilmann ihre Karriere als Malerin im Kalifornien der 1960er Jahre. Gegen die aktuellen Strömungen der Kunstszene, die bestimmt waren von den rigiden Ideen der Minimal Art, verwandelte sie Rechteck, Kreis und Quadrat, die Insignien der konkreten Abstraktion, in freie malerische Farbfelder, die geometrische Form zitieren, ihre formale Strenge jedoch lustvoll und ironisch unterlaufen.

Ausgangspunkt für Mary Heilmanns Bilder ist eine konzentrierte Innenschau: Erinnerungen, an einen Ort, eine Person oder Empfindung, fließen ein in den Arbeitsprozess und prägen die Motivik ihrer Werke ebenso wie Musik, Poesie und Tendenzen der Popkultur. Der Betrachter begegnet dieser Verbindung von emotionalen Aspekten und geometrisierender Formstruktur mit spontaner Empathie.
Mary Heilmanns Unmittelbarkeit, die „sinnliche Anarchie“ ihrer Bilder wirken ungemein anregend und haben Publikum, Sammler und Künstlerkollegen nachhaltig inspiriert.

Mary Heilmann, Trägerin des renommierten, vom Bonnefantenmuseum Maastricht verliehenen Baca Awards 2012, wird im März und Juni 2013 auch mit Ausstellungen im Neuen Museum Nürnberg und im Kunstmuseum Bonn gewürdigt.
 

Das kleine Schwarze

Das kleine Schwarze

Gruppenausstellung

11.01.2013 - 09.02.2013
Judy Ledgerwood
Friends and Enemies #4
2003, Acryl auf Bütten, 56 x 76 cm

Die Ausstellung vereint Arbeiten von fünfzehn Künstlern in kleinen Formaten und konsequenter Ausrichtung in Schwarz/Weiß.

Gezeigt werden Werke von Sébastian de Ganay, Reto Boller, Hubert Kiecol, Judy Ledgerwood, Hürgen Partenheimer, Marco Schuller, Tobias Collier, Craig Yu u.a.
 

Richard Allen Morris, Michael Venezia, Peter Young

Richard Allen Morris, Michael Venezia, Peter Young

Trip

27.10.2012 - 21.12.2012
Richard Allen Morris, For All of Those People, 1964, Öl auf Leinwand, 60,96 x 45 cm

Häusler Contemporary lädt mit der Ausstellung »Trip« zur Begegnung mit drei wichtigen Positionen der amerikanischen Malerei der 1960er und 1970er Jahre bis heute ein. Neben Richard Allen Morris und Peter Young stellen wir mit Michael Venezia erstmals einen weiteren bedeutenden Vertreter des Postminimal Painting vor.

Den Auftakt zu »Trip«, einer ideellen Reise durch die jüngere Geschichte internationaler Malerei macht Peter Young (*1940, Pittsburgh, PA, USA), der im New York der 1960er Jahre die strengen Formprinzipien der wesentlich von Donald Judd geprägten Minimal Art mit den Mitteln der Malerei durchbrach und ironisierend in Frage stellte. Youngs künstlerisches Konzept fand in der New Yorker Kunstszene große Beachtung, nach erfolgreichen Ausstellungen, unter anderem in der Galerie von Leo Castelli, verließ der Künstler dennoch New York in Richtung Arizona, wo er seitdem lebt und arbeitet.
Im großformatigen Werk »#10-1965«, einem raren Beispiel aus der frühen Werkphase des Künstlers, durchbricht eine strenge Linearkomposition alle Regeln der Geometrie: ein Viereck ist aus der Balance gesetzt und öffnet den Bildraum wie ein fragmentiertes Tor, gleichsam als eine symbolische Einladung zur Begegnung mit den unterschiedlichen künstlerischen Konzepten der Ausstellung. In den 1970er Jahren wandte sich Young einer von ethnischen und psychedelischen Impulsen geprägten Malerei zu. In der Ausstellung sind Beispiele seiner intensiv farbigen, ornamenthaften Kompositionen aus den 1970er und 1980er Jahren zu sehen, die von den Formrapporten indianischer Ornamentik geprägt sind. Eine subjektive Annäherung an abstraktes Formgefüge, ganz ohne ideologische Schwere. Peter Young löste sich in den 1990er Jahren aus diesen strengen Formund Farbrhythmen und erweiterte seine Malerei in eine schwungvolle, raumgreifende Geste, ohne die konkrete Abstraktion dabei gänzlich zu verlassen. Mit der umfassenden Retrospektive Peter Youngs 2007 im P.S.1 New York begann eine konsequente Wiederentdeckung dieses spannenden Oeuvres in der Gegenwart.

Der kompromisslose Formwille und sein besonderes Interesse an den Entwicklungen der abendländischen Malerei machen Richard Allen Morris (* 1933, Long Beach, CA, USA ) zu einem einflussreichen »Künstler«, den sein Freund und Kollege John Baldessari mit Henri Rousseau verglich. (»He is like what Rousseeau was to other painters in Paris...«). In einer intensiven Auseinandersetzung mit Werken von Giotto, Toulouse Lautrec, Daumier oder Kirchner führt Morris in den 1960er Jahren einen malerischen Dialog mit dem klassischen Motiv in einer radikalen Reduktion formaler Mittel, indem er Teile der Komposition nicht farbig ausführt, sondern die intendierte Farbgebung lediglich handschriftlich vermerkt. Die großformatigen Werke »From the Imperial Court (from Toulouse Lautrec)« und »Revival (from Giotto)«, beide aus 1962, stehen damit als wegweisende Beispiele konzeptueller Malerei. Aus dem Jahr 1965 stammt die der Ausstellung den Titel gebende Arbeit »Trip«, in der Morris Malerei und Collage zu einer Bildeinheit verbindet. Auf eine in rigoroser Geste bemalte Leinwand setzt der Künstler eine Postkarte des Fujiyama und entführt den Betrachter, nicht ohne Augenzwinkern, in geheimnisvolle exotische Welten. Mit »Gilroy« präsentieren wir einen der »Heads«, die ebenso prägend sind für das Werk und die späte Bekanntheit von Richard Allen Morris wesentlich mit begründet haben.

Michael Venezia (*1935, Brooklyn, N.Y., USA) ist erstmals in einer Ausstellung bei Häusler Contemporary vertreten. Auch er gilt als Erneuerer der Malerei der 1960er Jahre, besonders der stilprägenden Tendenzen des abstrakten Expressionismus, den er mit seinen eigenen Mitteln fortsetzen und interpretieren wollte, um ihm damit auch neue Aspekte von Qualität zu verleihen. Mit Freunden wie Dan Flavin, Sol Lewitt oder Robert Ryman entstanden die Grundlagen für den konzeptuellen Diskurs. Nach einer Periode, in der Venezia mit geometrisierenden Farbstreifen experimentierte, fokussierte er die malerischen Qualitäten des homogenen Bildgrundes und begann, das Bild von seinen äußeren Begrenzungen her zu bearbeiten. Das großformatige »Untitled_69_1« aus 1969 ist beispielgebend für die malerische Technik dieser Zeit, als Venezia Farbe mit einer Spraypistole auf die Leinwand aufbrachte. Die malerische Intervention konzentrierte sich auf die Bildränder, von wo aus die Farbe auf die Fläche gesprüht wurde und zur Bildmitte hin immer feiner und transparenter erschien. Es entstanden Bilder von kraftvoll sinnlicher Ausstrahlung, auch auf Papier, das durch teilweise Faltung die Farbfelder in scharfen Stegen durchtrennte. Zufall und Konzept blieben die wesentlichen Gestaltungsprinzipien Venezias bis heute.
Im Gegensatz zu den sich ungehindert ausbreitenden Farben auf der Fläche zwingt Venezia in seinen »Bars«, stabförmigen Bildobjekten, die Farbe auf eine kleinstmögliche Oberfläche. Die direkt bemalten Holzlatten werden zu Trägern unterschiedlichster Materialien: mit Spachtel oder Pinsel bringt er neben Öl und Acrylfarben auch Aluminiumpigmente, Blattgold oder Kupferfolie auf, um jegliche homogene Geschlossenheit der Oberfläche zu brechen. In der Arbeit »VS« aus dem Jahr 2007 greift Venezia diesen seit seinem Frühwerk bearbeiteten Werktypus wieder auf und segmentiert die laminierte Oberfläche des schmalen Stabes durch kraftvolle Farbigkeit.
 

Brigitte Kowanz

Brigitte Kowanz

„What next“

06.07.2012 - 06.10.2012
Die Galerie ist vom 4.8.–19.8. geschlossen.

In der Ausstellung »What Next« präsentiert Häusler Contemporary neue Arbeiten der österreichischen Künstlerin Brigitte Kowanz. Das Licht steht seit den 1980er Jahren im Zentrum ihres Werkes. Es wird dabei zum Material und zur Metapher bei der Suche nach neuen Formen der Darstellung der sichtbaren Wirklichkeit.

Mit Werkstoffen wie Glas, Spiegeln und Metall manipuliert die Künstlerin das Medium Licht und verbindet es mit Zeichen, Codes oder Schrift.

Die neuen Arbeiten von Brigitte Kowanz (*1957, Wien) kreisen um die wechselseitigen Beziehungen zwischen Licht, Raum und Sprache. Ihre Objekte und Installationen scheinen die Grenzen zum realen Raum zu weiten, zu überschreiten oder gar aufzulösen. Es öffnen sich neue virtuelle Räume voll atmosphärischer Dichte.

Im Glaskubus »CQ« (2012) einer Neonarbeit, in der durch halbdurchlässige Spiegel wiederholt die Buchstaben C und Q reflektiert werden, öffnet sich der existierende Raum in einen unendlichen virtuellen Raum. Hier durchdringen sich Realität und virtuelles Spiegelbild, so dass auch die Grenze zwischen Kunstwerk und Betrachter fließend wird. In den konzeptuell angelegten, jedoch poetisch anmutenden Werken verbergen sich stets konkrete Botschaften. CQ, ausgesprochen als ‚seek you‘ – ich suche dich – war der erste funktelegraphische Ruf in der Geschichte der Seefahrt, der 1909 in Morsezeichen abgesetzt wurde.

Die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen und verschiedenen Formen der Kommunikation, sei es Sprache, Schrift oder verschlüsselten Übermittlungsverfahren, führte zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Morsealphabet. Die Codierung ist im Werk von Brigitte Kowanz seit 15 Jahren wiederkehrendes Element. Die Künstlerin entwickelte einen Punkt-Strich-Code, bestehend aus Neonkreis und -rechteck, den sie in stets neue, eigenständige Werktypen integriert. Streng linear, expansiv oder geschwungen, an Handschrift erinnernd, formen sich Buchstabencodes, deren Bedeutung sich jedoch erst erschließt, wenn man den Code kennt. Botschaften in Arbeiten wie »A patient waiter is no loser«, »Enlighten«, »Now we see«, alle 2012, erläutern die Arbeit und greifen gleichzeitig historische und philosophische Bezüge auf.

In ihrer neuen Werkgruppe »Discs« bezieht sich Brigitte Kowanz inhaltlich auf die Morsecodierung, verleiht ihrem Medium Licht durch den Einsatz neuer Materialien jedoch neue Form und Gestalt. »In light of light« (2011) und »What Next« (2012) sind virtuelle Reliefs aus Licht und Schatten. Geschliffene Edelstahlscheiben bilden dabei einen matten Spiegel für Neonröhren, die mit Morsecodierung versehen auf den Platten aufgebracht sind. Die Lichtbrechung erscheint in diesen Werken nicht als harter Reflex, sondern als weicher Schimmer, der die Installation nicht mehr flach, sondern räumlich gekrümmt erscheinen lässt.

2009 wurde Brigitte Kowanz mit dem Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst ausgezeichnet. Sie lehrt an der Hochschule für angewandte Kunst Wien.
 

Jürgen Partenheimer

Jürgen Partenheimer

„Folded Spirits. Südafrikanisches Tagebuch“

15.05.2012 - 30.06.2012
Die Ausstellung »Folded Spirits. Südafrikanisches Tagebuch« zeigt erstmals alle 32 Papierarbeiten des neuen Künstlertagebuches von Jürgen Partenheimer, das 2011 in Südafrika entstanden ist. Großformatige Papierarbeiten und Ölgemälde, die in engem Bezug zum Tagebuch stehen, werden ebenfalls bei Häusler Contemporary präsentiert.

Jürgen Partenheimer (*1947, München) zählt international zu den bedeutendsten Künstlern seiner Generation. Sein malerisches, plastisches und zeichnerisches Werk sowie seine Künstlerbücher sind seit den 1980er Jahren in bedeutenden Einzel- und Themenausstellungen im In- und Ausland gezeigt worden.

Sowohl in Rom 2004, São Paulo 2006 und während seines Aufenthaltes im Nietzsche-Haus in Sils Maria 2006 sind bereits Folgen entstanden, in denen sich der Künstler in Form eines zeichnerischen Tagebuchs dem jeweiligen Aufenthaltsort nähert.
Das »Südafrikanische Tagebuch« ist das vierte Künstlertagebuch von Jürgen Partenheimer. Es umfasst 32 Arbeiten auf Papier, deren Ausführung in Bleistift, Tusche und Aquarell variiert. Das Werk entstand vom 15. September bis 15. November 2011 in Südafrika, als Jürgen Partenheimer Gast der Nirox Foundation war.
Die Künstlertagebücher von Jürgen Partenheimer sind stets eine Begegnung mit der Fremde und dem kulturellen Unterschied. Das Entfremden vom Selbst in der Fremde zu spüren und zu überprüfen
sowie das Unbekannte anzunehmen ist dabei seine künstlerische Grundhaltung.
Sprache, insbesondere Lyrik, sind in Jürgen Partenheimers Werk von zentraler Bedeutung. Im »Südafrikanischen Tagebuch« ermöglichte der konkrete Gedankenaustausch über die Lyrik des Landes eine Annäherung an die fremde Kultur: Im Werk und im Gespräch mit der südafrikanischen Poetin Lebogang Mashile eröffnete sich dem
Künstler die Seele des Landes.
Während seines zweimonatigen Aufenthaltes in Südafrika entwickelte Jürgen Partenheimer in der Auseinandersetzung mit der poetischen, bildreichen Sprache der Lyrikerin, umgeben vom Licht und der Farbigkeit der fremdartigen Vegetation und der Beschäftigung mit der Bildtradition Südafrikas, die keine Abstraktion kennt, seine Grammatik des Landes Südafrika.
Zeichnen versteht der Künstler dabei als Vorgang der Notation und des Erfassens einer imaginären Welt. In spielerischer Leichtigkeit
verdichtet er atmosphärische, formale und sprachliche Eindrücke zu Bildsymbolen, die auch an mythische Symbole der fremden Kultur
erinnern. Wie ein Kartograph eröffnet Jürgen Partenheimers Werk dem Betrachter unbekannte, imaginäre Bewußtseinsräume.

Das »Südafrikanische Tagebuch« wird Ende 2012 im Snoeck Verlag Köln in der Serie »Kienbaum Artist Books« erscheinen. Es enthält alle 32 Arbeiten auf Papier und Texte von Jürgen Partenheimer, daneben Texte der Kunstkritikerin Bronwyn Law-Viljoen und der Lyrikerin Lebogang Mashile, die 2006 mit dem NOMA-Preis, dem
bekanntesten Preis des Landes für afrikanische Literatur, ausgezeichnet wurde.

In engem Bezug zur Bildsymbolik des Künstlertagebuches entstanden neue großformatige Papierarbeiten und Ölgemälde, die ebenfalls in der Ausstellung »Folded Spirits – Südafrikanisches Tagebuch« bei Häusler Contemporary zu sehen sind.

Jürgen Partenheimer, der sein Werk konsequent aus der Abstraktion entwickelt hat, zählt zu den herausragenden Künstlern seiner Generation. Sein Werk wurde in zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen gewürdigt, u.a. in der
Nationalgalerie Berlin, The Museum of Modern Art, New York, und dem Stedelijk Museum Amsterdam. Er erhielt zahlreiche Preise und
Auszeichnungen, lehrte an international bedeutenden Instituten und war von 2009-2011 Gastprofessor an der Muthesius Kunsthochschule Kiel für das Lehrgebiet »Malerei«.
Hanna Kaiser
 

Roman Signer

Roman Signer

Aktion mit 15 schwarzen Regenschirmen

30.03.2012 - 05.05.2012
Roman Signer, Regenschirm, 2011, Foto Bodenmann/Signer

Roman Signer präsentiert bei Häusler Contemporary München seine »Aktion mit schwarzen Regenschirmen«, die er eigens für die Räumlichkeiten der Galerie konzipiert hat. Aus dieser Aktion entsteht eine Installation, die den Kern der Ausstellung bildet. Begleitet wird dieses Ereignis von einer Lesung des Schweizer Autors Thomas Hürlimann.
In der Ausstellung »Aktion mit schwarzen Regenschirmen« sind neben der Installation auch Fotoarbeiten sowie eine Skulptur zum Thema »Schirm« zu sehen. Die Ausstellung läuft vom 30. März bis 12. Mai 2012.

Roman Signer (* 1938, Appenzell, CH) gilt als einer der bedeutendsten Schweizer Künstler der Gegenwart. Mit seinen »skulpturalen Ereignissen« und Installationen leistet er seit den 1970er Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Neudefinition von Skulptur. Er bezieht Zeit, Beschleunigung und Veränderung in den skulpturalen Prozess ein und erkundet damit die Möglichkeiten des Mediums neu. Sand, Eimer, Stiefel, Ski oder Regenschirme zählen zu den Werkstoffen, die in seinem Œuvre stets wiederkehren.
Bei Häusler Contemporary München werden schwarze Regenschirme und mit Sand gefüllte, verzinkte Eimer zu Akteuren eines »skulpturalen Ereignisses«. Während Roman Signers Aktion wirken Sprengkraft und Schwerkraft auf die Gegenstände ein, die dabei neue Form und Bedeutung gewinnen. In seine Aktionen integriert der Künstler stets das Moment des Zufalls und lenkt damit den Blick auf das Skurrile im Alltäglichen.
Fotografien seiner »skulpturalen Ereignisse« ermöglichen ein Innehalten im zeitlichen Ablauf der Aktion und gewähren einen Blick auf die Poesie des Moments.
In der Ausstellung »Aktion mit schwarzen Regenschirmen« präsentiert Häusler Contemporary neben der exklusiven Installation der »Aktion mit schwarzen Regenschirmen« die Fotoserie »Schirme« 2011 und die neue Skulptur »Regenschirm« 2011.

Roman Signers Aktion wird begleitet von Thomas Hürlimann (* 1950, Zug, CH), der aus seinem Essay »Nietzsches Regenschirm« liest. In Hürlimanns Text wird eine der letzten Äußerungen Friedrich Nietzsches zu einer Quelle des hintersinnigen Sinns: „Ich habe meinen Regenschirm in Turin vergessen.“ Die Schrift erscheint im Februar 2012 in der Reihe »Akzente. Zeitschrift für Literatur« im Hanser Verlag. Thomas Hürlimann gehört zu den bekanntesten Schriftstellern der Schweiz. Sein Schaffen umfasst Prosa und Theaterstücke, die in viele Sprachen übersetzt und mit Preisen bedacht wurden. Roman Signer und Thomas Hürlimann realisieren bei Häusler Contemporary München erstmals ein gemeinsames Projekt.