Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Kunstfoyer

Maximilianstr. 53 • 805380 M
Tel. +49 89 21 60 26 26
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de
daily 9 am – 7 pm (except: december 24. | 25. [ 31)
free admission

Maximilianstr. 53
805380 M

Current exhibitions


Upcoming exhibitions


Past exhibitions

Saul Leiter

Saul Leiter

Retrospektive

05.06.2019 - 15.09.2019
 

Jim Dine

Jim Dine

I never look away

20.02.2019 - 12.05.2019
 

Magnum Manifesto

Magnum Manifesto

17.10.2018 - 27.01.2019
 

Die UFA – Geschichte einer Marke

Die UFA – Geschichte einer Marke

08.06.2018 - 16.09.2018
160 Exponate: darunter Kostüme, Requisiten, Fotos, Plakate, Ent- würfe, Produktionsunterlagen, Korrespondenzen, Werbematerialien etc.
Friedrich Wilhelm Murnau (links mit Hut) und Emil Jannings (rechts) bei den Dreharbeiten zu DER LETZTE MANN (D 1924, Regie Friedrich Wilhelm Murnau)
Foto: Hans Natge
Quelle: Deutsche Kinemathek - Fotoarchiv

(HOME: Slider und Reihung Detail)
 

The Concept Of Lines.

The Concept Of Lines.

Richard Avedon, George Hoyningen-Huené und Irving Penn

21.02.2018 - 10.05.2018
Werke aus der Sammlung F.C. Gundlach

Das Programm des Kunstfoyers startet 2018 mit einer Ausstellung hochästhetischer Fotografien von drei Großmeistern des Metiers: Richard Avedon, George Hoyningen-Huené und Irving Penn – jeder einzelne dieser Fotografen stellt für sich bereits ein unschlagbares Highlight der amerikanischen Fotografiegeschichte dar. Die subtile Handhabung der Linie eint als signifikantes Merkmal die Arbeiten dieser drei Ikonen, ist dabei aber in Abhängigkeit von der jeweiligen Stilistik des Fotografen sehr unterschiedlich definiert. Gezeigt werden Porträts prominenter Persönlichkeiten, zudem außergewöhnliche Modeinszenierungen, Akte und Körperbilder.
Chronologisch wird mit George Hoyningen-Huené (1900–1968) der Zeitraum ab etwa 1930 bis in die frühen 1950er Jahre hinein abgedeckt. Seine ersten Modeaufnahmen für die Zeitschrift »Vogue« entstanden ab etwa 1926, er arbeitete später für »Harper’s Bazaar«. Höchst innovativ an ihnen war die Abkehr von der bis dato gepflegten piktorialistischen Auffassungsweise. Hoyningen-Huené war ebenfalls ein begnadeter Porträtist zahlreicher Hollywoodstars sowie anderer berühmter Zeitgenossen. Seine kühlen, sachlichen und subtilen Aufnahmen beeinflussten insbesondere Irving Penn (1917–2009) und Richard Avedon (1923–2004) als Fotografen der nachfolgenden Generation.
Irving Penn (1917–2009) ist der fraglos bekannteste Kamerakünstler des 20. Jahrhunderts. Besondere Berühmtheit erlangte er durch seine zwischen Eleganz und Sachlichkeit oszillierenden Modeinszenierungen u.a. für die amerikanische, englische und französische Ausgabe der Zeitschrift »Vogue«. Seine psychologisch komplexen Portraits prominenter Künstler, Modeschöpfer, Literaten und Musiker werden ergänzt durch die hochsensiblen Aufnahmen Angehöriger fremder Kulturkreise. Penn gilt neben Richard Avedon als Neuerer der Bildnis- und Modefotografie, der seine Bildideen puristisch, sachlich und in nahezu spartanischer Kargheit formulierte.
Richard Avedon (1923–2004) gilt als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Als Grenzgänger zwischen freier und an Aufträge gebundener Fotografie gründete er 1946 das Richard Avedon Studio in New York und belieferte fortan den »New Yorker« mit Porträtfotografien. Er arbeitete für »Harper’s Bazaar«, »Junior Bazaar« und die »Vogue«. Avedons Porträtfotografien sind berühmt für die enorme Offenheit, die die inneren Stärken und Schwächen der abgelichteten Personen erkennen lassen. Sein puristischer Stil der späteren Jahre war von der Arbeit mit der Großformatkamera gekennzeichnet, mit der er die Porträtierten vor einer weißen Leinwand und ohne alle weiteren technischen Hilfsmittel ablichtete.

Die Ausstellung wird von Dr. Sabine Schnakenberg, Deichtorhallen Hamburg, Sammlungskuratorin Haus der Photographie, für das Kunstfoyer München als exklusive zweite Station kuratiert. Alle ausgestellten Arbeiten stammen aus der berühmten Sammlung F.C. Gundlach, mit deren Stifter das Kunstfoyer bereits Ausstellungen über Martin Munkacsi (2011) sowie Peter Keetman (2017) realisiert hat.

George Hoyningen-Huené
Bathing Fashion, Paris 1930
© Estate George Hoyningen-Huené

 
 

Martin Parr

Martin Parr

Souvenir. A Photographic Journey

11.10.2017 - 28.01.2018
Martin Parr
From West Bay, Dorset, England, 1996
©️Martin Parr/Magnum
 

Peter Keetman

Peter Keetman

Gestaltete Welt

31.05.2017 - 10.09.2017
Peter Keetman
Sprungturm, Prien am Chiemsee 1957
© Stiftung F.C. Gundlach

 
 

Gordon Parks. 
I am you

Gordon Parks. 
I am you

Selected Works 1942 – 1978

08.02.2017 - 07.05.2017
Galerieseite:
Husband and Wife, Sunday Morning, Detroit, Michigan, 1950
© Photograph by Gordon Parks. Courtesy of and copyright The Gordon Parks Foundation

Home, Reihung (Ausschnitt):
Untitled, Watts, California, 1967
© Photograph by Gordon Parks. Courtesy of and copyright The Gordon Parks Foundation

Home, Slider (Ausschnitt):
Untitled, Washington, D.C., 1963
© Photograph by Gordon Parks. Courtesy of and copyright The Gordon Parks Foundation

 

 
 

25 Jahre Ostkreuz Fotografie

25 Jahre Ostkreuz Fotografie

16.10.2016 - 15.01.2017
 

Werner Bischof

Werner Bischof

Retrospektive

29.06.2016 - 11.09.2016
 

Augen auf!

Augen auf!

100 Jahre Leica Fotografie

09.03.2016 - 05.06.2016
 

Sebastião Salgado

Sebastião Salgado

Genesis

09.10.2015 - 24.01.2016
© Sebastião Salgado
Amazonas Images / Kunstfoyer
Meerechse (Amblyrhynchus cristatus), Galapagos. Ecuador.2004

 
 

Ken Adam’s film design.

Ken Adam’s film design.

bigger than life

30.06.2015 - 13.09.2015
Szenenfoto MOONRAKER
GB/F 1979, Regie Lewis Gilbert
© 1979 Danjaq, LLC and United Artists Corporation.
All rights reserved.

 
 

Konrad Klapheck

Konrad Klapheck

sche Werk / Werkverzeichnis

24.02.2015 - 17.05.2015
Konrad Klapheck
Die Schwiegermutter, früher Dampfbügeleisen
1967/1968, dreifarbige Lithographie
© VG Bild-Kunst, 2015 / Kunstfoyer
 

Gesichter Afghanistans

Gesichter Afghanistans

13.11.2014 - 18.01.2015
Fotografien, Dokumentarfilme, Kriegsteppiche
In Kooperation mit Yvonne von Schweinitz und Afghan Film Kabul.

Abbildungen © Yvonne von Schweinitz / Kunstfoyer

 

 
 

Die BND Zentrale in Pullach. Fotodokumentation von Martin Schlüter

Die BND Zentrale in Pullach. Fotodokumentation von Martin Schlüter

25.06.2014 - 05.10.2014
Abbildung: © Martin Schlüter / Kunstfoyer München

Einen Teil seiner Geheimhaltung gibt der Bundesnachrichtendienst (BND) neuerdings auf und startet eine ungewöhnliche „Transparenzoffensive“.
Nicht zuletzt forciert durch die öffentliche Diskussion und Spekulation um Auftrag und Arbeitsweise des BND und seiner Kooperation mit der National Security Agency (NSA).
2012 hat der BND ein Fotoprojekt angestoßen, um den Standort Pullach noch vor dem Umzug der Zentrale nach Berlin zu dokumentieren.
Martin Schlüter, Preisträger des CNN Journalist Award, ließ sich für dieses Projekt begeistern.
Das 68 Hektar umfassende Gelände wurde jahrzehntelang hermetisch hinter hohen Betonmauern und Stahlzäunen von der Öffentlichkeit abgeschirmt.
Seine wechselvolle Nutzungsgeschichte reicht bis in die NS-Zeit zurück. Im April 1945 von amerikanischen Soldaten besetzt, wurde dort unter amerikanischer Leitung ab 1947 die „Geheimorganisation Gehlen“ aufgebaut – der Vorläufer des 1956 gegründeten Bundesnachrichtendienstes.
In seiner Reihe zur Dokumentarfotografie zeigt das Kunstfoyer diese nie gesehenen Innenansichten des BND-Territoriums in Pullach.
Die Bilder werden im detailreichen Großformat präsentiert.
 

Henri Cartier-Bresson. Mexiko & Sergio Larrain. Retrospektive

29.03.2014 - 09.06.2014
 

Bernd Eichinger

... Alles Kino

29.10.2013 - 02.02.2014
 

Margaret Bourke-White

Moments in History. 1930 – 1946

16.05.2013 - 01.09.2013
Margaret Bourke-White (1904–1971) gehört zu den Pionieren des Foto-Essays.
In der männlich dominierten Fotografenszene war sie ein Medienstar. Ihr Portrait in Fliegermontur während eines Bombereinsatzes, die Kamera lächelnd in der linken Hand, war ein beliebtes Motiv bei den Soldaten. Doch sie musste stets für ihre Karriere kämpfen. Von verschlossenen Türen ließ sie sich nicht beeindrucken. Ihre Bilder zeugen von ihrem „unstillbaren Wunsch dabei zu sein, wenn Geschichte geschrieben wird“, wie sie es selbst formulierte.

Die Ausstellung präsentiert das Werk der amerikanischen Fotografin mit 150 Originalabzügen, Briefen, Publikationen und Zeitschriften. Den Schwerpunkt bilden ihre Aufnahmen der 1930er und 40er-Jahre, die in der Sowjetunion, der Tschechoslowakei, Deutschland, England und Italien entstanden sind. Zudem werden ihre Auftragsarbeiten für Eastern Airlines und die Chrysler Corporation gezeigt. Im Dokumentationsteil der Ausstellung sind einige ihrer Wort-Bild-Strecken der Magazine Fortune und Life zu sehen sowie Auszüge ihrer Briefwechsel mit Persönlichkeiten aus Politik und Kultur, u.a. mit Winston Churchill und Georgia O’Keeffe.

Ihre Karriere begann 1927 in Cleveland. Dort fotografierte sie die Stahlgießereien der Stadt. Sie reiste nach Russland als der erste Fünfjahresplan umgesetzt wurde, sie dokumentierte die Dürrekatastrophe 1934 in den USA, die deutsche Invasion in Russland im Jahr 1941 und das Bombardement der Alliierten auf Deutschland. Im Auftrag des Magazins Life hielt sie im Sommer 1945 die zerstörten deutschen Städte fest. Bourke-White war bei der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald und des Zwangsarbeitslagers Leipzig-Mockau vor Ort. Ihr Foto „Die lebenden Toten von Buchenwald“ ging um die ganze Welt.

Bourke-White wollte das „Auge der Zeit“ sein. Für das Life-Magazin, damals eines der bekanntesten und ambitioniertesten Magazine für Fotojournalismus, bereiste sie die ganze Welt. Das Titelfoto der ersten Life-Ausgabe vom November 1936 stammte von ihr. Einmal machte sie sogar selbst Schlagzeilen, als Life am 22. Januar 1943 ihren Bericht über den Luftangriff auf den Flugplatz El Aouina in Tunis – den wichtigsten Luftwaffenstützpunkt der Deutschen für den Nachschub von Truppen aus Sizilien – unter dem Titel „Life’s Bourke-White goes Bombing“ veröffentlichte. Ihre Bilder stehen für
eine ganze Epoche.

Die Ausstellung wurde von Oliva María Rubio kuratiert. Sie wurde organisiert von La Fábrica (Madrid) in Zusammenarbeit mit dem Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern (München), dem Martin-Gropius-Bau (Berlin), dem Preus-Museum in Norwegen, dem Fotomuseum Den Haag und der Syracuse University Library, USA.
 

Imogen Cunningham

Imogen Cunningham

19.02.2013 - 28.04.2013
Imogen Cunningham
Phoenix Recumbent, 1968
Vintage Gelatin-Silver Print
Private Collection
© Imogen Cunningham Trust

Eine junge Frau liegt nackt auf einer Löwenzahnwiese. Ihr Haar ist zu einem lockeren Knoten geschwungen. Gras verdeckt ihr Gesicht. Es ist das Selbstportrait der Studentin Imogen Cunningham. Eigentlich nichts Besonderes. 1906, als diese Fotografie entstand, war es aber eine Provokation. Ohne Scham und gänzlich ohne Vorstellung, was für eine Frau damals als „schicklich“ galt, setzte sie sich in Szene. Sie hatte sich eine 4x5 Zoll Kamera aus dem Katalog bestellt und der Campus der University of Washington war ihre erste Kulisse. Der Anfang einer mehr als 70 Jahre währenden Karriere als Fotografin.

Imogen Cunningham wurde 1883 in Portland, Oregon als erstes gemeinsames Kind von Isaac Burns Cunningham und Susan Elisabeth Johnson geboren. Sie wuchs in einer Patchwork-Familie mit insgesamt 10 Kindern auf. Nach ihrem Highschool–Abschluss studierte sie Chemie (1903-1907), um anschließend für den Fotografen Edward S. Curtis zu arbeiten. Dort erlernte sie das Platindruckverfahren sowie die Portraitfotografie. Ein Stipendium zum Studium der fotografischen Chemie führte Imogen Cunningham 1909 an die Hochschule für Technik in Dresden. Aus Europa zurück, eröffnete sie ein Foto-Studio in Seattle und etablierte sich als Portraitfotografin. 1915 heiratete sie den Künstler Roi Partridge. Kurz nacheinander wurden Gryffid und die Zwillinge Rondal und Padriac geboren. Neben ihrer Familie konzentrierte sie sich auf ihre Arbeit als Fotografin. Es entstanden Portraits und Akte sowie seit den 1920er Jahren auch Pflanzenaufnahmen. Mit der Serie Planzenformen, die 1929 auf der Ausstellung des Deutschen Werkbundes Film und Foto (FiFo) in Stuttgart erschien, erlangte sie internationale Anerkennung. Ihr Erfolg hielt an. Zwei Jahre später veröffentliche Vanity Fair ihre Aufnahmen der Tänzerin Martha Graham. In Folge lichtete sie für die Zeitschrift Hollywoodstars wie Cary Grant, Spencer Tracy und den Präsidenten Herbert Hoover ab. Anfang der 1930er Jahre folgten erste Einzelausstellungen ihrer Werke in Museen und Galerien ihres Heimatlandes – so im M. H. de Young Memorial Museum, San Francisco und in der Julien Levy Gallery, New York. Mit Ansel Adams, Edward Weston und anderen gründete sie 1932 das Fotografen-Kollektiv f/64. Ende der 1940er Jahre richtete sie ihren Sucher auf neue Motive: Straßenszenen weckten zunehmend ihr Interesse. Mit 73 Jahren durchstreifte sie die Straßen von New York und in den späten 1960ern machte sie Aufnahmen von der Hippiegeneration in den Straßen von Haight-Ashbury, San Francisco. Imogen Cunningham blieb ein Leben lang Fotografin. In ihren letzten Lebensjahren erstellte sie eine Fotoserie über das Alter, die als Monographie ein Jahr nach ihrem Tod 1976 erschien.

Durch zahlreiche Ausstellungen und Publikationen in den 1970er Jahren wurde Imogen Cunningham einer breiten Öffentlichkeit bekannt. 1975 gründete sie den Imogen Cunningham Trust. Bedeutende Werke befinden sich in Museumsammlungen auf der ganzen Welt, u.a. im Museum of Modern Art, New York, in der Smithsonian Institution, Washington D.C. sowie dem Tokio Metropolitan Museum of Photography.

Dies ist die erste umfassende Museumsausstellung über Imogen Cunningham seit den 1990er Jahren. Sie wurde von Celina Lunsford kuratiert und wird nur in Madrid, München und Stockholm zu sehen sein. Organisiert von der Fundación Mapfre (Madrid) in Zusammenarbeit mit La Fábrica (Madrid), dem Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern (München) sowie dem Kulturhuset (Stockholm). Hauptleihgeber sind der Imogen Cunningham Trust, Lopez Island, Washington sowie das George Eastman House, Rochester, New York. Präsentiert werden rund 170 Werke, die alle thematischen und experimentellen Aspekte aus ihrem mehr als 70 Jahre praktizierten fotografischen Werk umfassen: Akt und Modern Dance, Portraits, Pflanzen und Landschaft, Street Photography und Architektur.

Filmbeitrag im Kino des Kunstfoyers: Portrait of Imogen
Ein dokumentarisches Portrait, Regie: Meg Partridge, 30 Minuten

Begleitbuch zur Ausstellung: Imogen Cunningham
Zuerst erschienen bei TF Editores, Madrid 2012
Deutsche Ausgabe bei Kehrer Verlag, Heidelberg/Berlin 2012
Autoren: Celina Lunsford, Jamie M. Allen, Marisa Sanchez
Festeinband 24 x 30cm, 256 Seiten, 220 Duotonabbildungen
ISBN 978-3-86828-356-3, 48 Euro
 

Licht und Schatten

Licht und Schatten

Am Filmset der Weimarer Republik 1918–1933

16.10.2012 - 27.01.2013
Eine Entdeckungsreise in eine besonders
kreative Phase der deutschen Filmgeschichte.

Abbildung:
Am Filmset von M, Deutschland 1931
Regie: Fritz Lang
© Stiftung Deutsche Kinamathek Berlin
 

Storyboards. Von Hitchcock bis Spielberg

Storyboards. Von Hitchcock bis Spielberg

03.07.2012 - 16.09.2012
Abbildung:
Dean Tavoularis, Storyboard für APOCALYPSE NOW, 1979
Georg Baselitz Sheperd (Remix), 2008 [in der Ausstellung dem Storyboard von APOCALYPSE NOW gegenübergestellt]

Das Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern zeigt die Ausstellung STORYBOARDS, die vom Museum für Film und Fernsehen in Kooperation mit der Kunsthalle Emden konzipiert wurde. Präsentiert werden Storyboards zu 20 stilbildenden Filmen der letzten 80 Jahre - allesamt Schätze aus berühmten Filmarchiven, die nur sehr selten ausgestellt werden. Das Spektrum reichtvon zarten, monochromen Arbeiten in Graphit und Filzstift wie zu Martin Scorseses TAXI DRIVER (USA 1976) bis hin zu farbgewaltigen Ausführungen in Buntstift, Kreide oder Aquarell zu Filmen wie George Lucas´ STAR WARS (USA 1977) oder Francis Ford Coppolas APOCALYPSE NOW (USA 1979). Den Zeichnungen stehen die Originalfilmsequenzen und assoziativ ausgewählte Kunstwerke internationaler Künstler gegenüber: etwa von Katsushika Hokusai, Konrad Klapheck, Tony Oursler, Alexander Calder, Georg Baselitz oder Andy Warhol.
In der Gegenüberstellung mit bildender Kunst wird deutlich, wie sehr sich die Bildsprache von Kunst und Film gegenseitig inspiriert und beeinflusst.

Storyboards dienen der Visualisierung filmischer Bewegungen, lange vor dem eigentlichen Drehbeginn. Wie in einem Comicstrip können sowohl die Abläufe vor der Kamera als auch die Kamerafahrten selbst skizziert werden. Das Storyboard ermöglicht einerseits einen Einblick in die künstlerische Konzeption eines Films, andererseits entfaltet es einen eigenständigen ästhetischen Reiz. Als Kunstform steht das Storyboard zwar der klassischen Handzeichnung mit ihrer jahrhundertealten Tradition nahe, blieb aber im musealen Kontext bislang nahezu unentdeckt.
 

Eve Arnold

Hommage

14.03.2012 - 03.06.2012
Das Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern zeigt als Hommage an die Grande Dame der Fotografie in diesem Frühjahr eine Retrospektive, die zugleich Eve Arnolds erste Ausstellung in Deutschland ist. Präsentiert
werden ihre Reportagen, darunter New York by Night, Harlem Fashion Shows (1950), Die ersten fünf Minuten im Leben eines Babys, Voodoo in Haiti, Malcolm X, Vogue Fashion Shows (1977), ihre Reisefotografien aus Afghanistan (Ende der 60er Jahre), China und Indien (um 1980) sowie ihre legendären Starportraits von Marilyn Monroe, Marlene Dietrich, Joan Crawford, Isabella Rossellini, Clark Gable, Peter O’Toole und Anthony Quinn. Besonders nahe kam sie Marilyn Monroe, die sie über einen Zeitraum
von zehn Jahren begleitete und fotografierte.

Eve Arnold (1912–2012) wurde in Philadelphia, Pennsylvania, als Tochter russischer Einwanderer geboren. Ihre ersten Fotografien machte sie 1946 als Fotolaborantin in New York. Ab 1948 studierte sie dort an der New School
for Social Research Fotografie bei Alexei Brodovitch. Ab 1951 war sie für Magnum Photos tätig, 1957 wurde sie Vollmitglied. In den fünfziger Jahren lebte sie in den USA, 1962 ging sie nach England, um ihren Sohn dort auf
eine Schule zu geben. Seitdem lebte und arbeitete sie in England – abgesehen von sechs Jahren, die sie in Amerika und China verbrachte. 1980, nach ihrem China-Aufenthalt, zeigte das Brooklyn Museum in Arnolds erster
Einzelausstellung die dort entstandenen Bilder. Im selben Jahr erhielt Eve Arnold den National Book Award für den Band In China. 1980 wurde sie von der American Society of Magazine Photographers mit dem Lifetime Achievement
Award ausgezeichnet. 1995 wurde sie in die Royal Photographic Society aufgenommen und vom International Center of Photography in New York (ICP)zum Master Photographer ernannt, die weltweit renommierteste Auszeichnung für Fotografen. 1996 erhielt Arnold den Kraszna-Krausz Book Award für In Retrospect. Im Jahr darauf verliehen ihr die University of St. Andrews (Staffordshire) und die American International University in London die
Ehrendoktorwürde. Sie wurde außerdem in den Beirat des National Museum of Photography, Film & Television in Bradford gewählt. Eve Arnold ist im Alter von 99 Jahren am 4. Januar 2012 gestorben

Die Agentur Magnum Die legendäre Agentur Magnum wurde 1947 von Fotografen für Fotografen
gegründet – von Männern, die in den turbulenten dreißiger Jahren und im Krieg wichtige Dokumentationen gemacht haben. Auch nach Kriegsende hatten die Reportagefotografie und die auflagenstarken Illustrierten Hochkonjunktur. Bei aller Unterschiedlichkeit der Charaktere und Biografien ihrer Mitglieder gab es doch einige entscheidende gemeinsame Nenner: die Magnum-Ethik, wie sie von Henri Cartier-Bresson formuliert wurde, „Zeugnis
abzulegen, von den Narben der Welt“ und die Durchsetzung des Urheberrechts: Fotos nach ihren eigenen Vorstellungen zu machen, zu verkaufen und in den geeigneten Kontext zu stellen. Zu versuchen, den Markt anzuführen, statt ihm einfach nur zu folgen.

Katalog zur Ausstellung bei Schirmer/Mosel/exhibition catalogue Eve Arnold. Hommage
Hrsg./edited by Isabel Siben und/and Andrea Holzherr 184 Seiten/pages, 120 Tafeln/images, davon 54 in Farbe/colour und 66 in Duotone
Format: 23 x 29 cm, gebunden/hardcover
ISBN 978-3-8296-0601-1 [Deutsch I English]

Kuratorin/Curator: Isabel Siben