Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Susan Boutwell Gallery

Theresienstr. 48 • 80333 M
Tel. 49 (0)152 56004062
www.susanboutwell.com contact@susanboutwell.com
Wed–Fri 12–6 pm• Sat 12–3 pm
July + August: Tue–Fri 12–7 pm • Sat–Sun 12–3 pm

After fifteen years as director of Boutwell Draper Gallery in Sydney, Susan Boutwell started in September 2017 with a new exhibition program in Munich, Germany.
Boutwell Draper in Sydney focused on artists particularly from the Asia Pacific region, who work in a broad range of media, from painting and photography to sculpture, installation, video and digital arts. The gallery also presented international artists to Australia including Curtis Anderson, Andy Goldsworthy, Ian Hamilton Finlay, Ryoji Koiji, Yong Deok Lee, Jay Mark Johnson, Christina Lissmann, Martin Mlecko, Ulrich Rückriem and Rosemarie Trockel.
Susan Boutwell in Munich continues to commit to the promotion of both emerging and established contemporary artists from Australia and New Zealand as well as international artist.
Her current program includes Charlotte Acklin (Munich, Germany), Christopher Croft (Munich, Germany) Peter Daverington (Melbourne, Australia, living in New York), Jonah Gebka (München, Deutschland), Claudia Hirtl (Vienna, Austria), Stefanie Hofer (Munich, Germany), Gavin Hurley (Auckland, NewZealand), Mira Makai (Budapest, Hungary), Jan Schünke (Munich, Germany), Melanie Siegel (München, Deutschland), David Stephenson (Hobart, Australia), Claudia Terstappen (Melbourne, Australia), Leona Tobien (Berlin, Germany), Peter Westwood (Melbourne, Australia) und Peter Wüthrich (Bern, Schweiz).

Theresienstr. 48
80333 München

Current exhibitions

Body \\ Politic

Body \\ Politic

Positionen internationaler Künstlerinnen

04.08.2020 - 04.09.2020
Body\\Politic ist eine Ausstellung mit 9 Künstlerinnen, die ihre individuellen Geschichten zu Themen erzählen, die von der Metapher Body\\Politic aufgeworfen werden.

‘Body \\ Politic‘ – Körperpolitik- ist eine mittelalteriche Metapher bei der die Menschen dieser Nation eine einzige körperliche `body` Einheit bilden. Alle müssen dieser Einheit dienen, damit die Nation funktioniert. Wenn sich ein Teil der Nation widersetzt, wird dies mit einer Infektion verglichen, die das einheitliche Ganze bedrohen kann. Damit eine Nation gesund ist, muss sich ihr Volk der Hierarchie der Einzelteile anpassen. In traditionellen
Darstellungen der Körperpolitik sitzt der Kopf an der Spitze dieser Hierarchie als Ort der Wahrnehmung und Rationalität und regelt alle folgenden Teile. Manchmal repräsentiert der Kopf die Monarchie, manchmal die Kirche. (Auszug aus Body\\Politic von Stewart Hall, München, 2020)

Teilnehmende Künstlerinnen: Louisa Abdelkader (München), Nora Battenberg-Cartwright (Frankfurt), Judith Egger (München), Dr. Ope Lori (GB/Nigeria), Bex Massey (GB), Rozhgar Mustafa (Irak), Janette Parris (GB), Kim Thornton (GB) and Rachel Wilberforce (GB)
Kuratoren: Stewart Hall and Susan Boutwell

Dr. Ope Lori
Alpha and Beta (2015)
Medium: Film
Dimensions: Various

 

 
 

Upcoming exhibitions

Charlotte Acklin

Charlotte Acklin

Zwischen den Polen – im Aufbruch

12.09.2020 - 25.10.2020
In ihren Arbeiten geht es um die Art unserer Wahrnehmung der Realität,
das Ausloten von Grenzen und deren Überschreitung, die Frage
nach der Reaktion auf eine sich ständig verändernde Wirklichkeit.
Die Bilder sind eine aufwendige Auseinandersetzung mit Form, Textur-
und Farbwirkung, sie werden zu Protokollen dieses Vorgangs:
Schicht um Schicht wird aufgetragen, verändert, weggenommen
und erneut eingearbeitet, wieder und wieder. Die Spuren der Arbeit
bleiben als sichtbare Narben zurück. Diese Arbeitsweise lässt den
Betrachter an dem Entstehungsprozess teilhaben. Die Untergründe
bleiben in ihrem dreidimensionalen Aufbau präsent, durchscheinend
fast, und sichtbar auch dort, wo sie scheinbar überdeckt werden. Die
Kraft und die Gewalt der ursprünglichen, tiefen Schichten drängen
nach oben, versetzen die Oberfläche in Bewegung, in der distanzierten
Gesamtschau ebenso wie aus allernächster Nähe. Es sind keine
geschlossenen Oberflächen mehr, die so entstehen. Umso stärker,
durch alle Brüche und Linien hindurch, wirkt die spürbare innere
Schwingung im Untergrund. Sie setzt sich über die Ränder des Bildes
hinaus fort, beansprucht Raum und Tiefe. Ein Geheimnis bleibt,
ohne starre Festlegung; die Bilder interagieren mit dem Betrachter.
Sie strahlen Energie aus; fein und dicht gewoben, sind sie zugleich
von großer Kraft.

Charlotte Acklin
The known unknown
2020
Öl auf Leinwand
200 x 160 cm

 
 

Past exhibitions

Paper Matters

Paper Matters

21.07.2020 - 01.08.2020
Kunst auf Papier: Aquarelle, Lithografien, Monotypes, Collagen, Aquatinta,
Tintenstrahldrucke (Kopien), Zeichnungen mit Bleistift, Kohle, Acryl oder Öl. Das Spektrum ist gross.
Warum Papier? Es eröffnet den Künstler*innen endlose Möglichkeiten und die Sammler*innnen können auch mit einem kleinen Budget in den Kunstmarkt einsteigen.

Künstler der Galerie und Gäste zeigen im Rahmen der Paper Matters ihre Arbeiten. Entweder sind sie ein wichtiger und entscheidener Teil ihres Schaffens oder wie bei Stefanie Hofer mit ihren beeindruckenden Aquatinta das Gesamtwerk an sich.
Alle Arbeiten werden ungerahmt zu sehen sein.

Claudia Hirtl (Wien)
Karen Davies (London)
Stefanie Hofer (München)
Melanie Siegel (München)
Mira Makai (Budapest)
Hannes Weigert (Norwegen)
Gavin Hurley (Auckland)
Sam Mitchell (Auckland)
Charlotte Acklin (München)
Judith Egger (München)
Jonah Gebka (München)
Anita Fricek (Wien)
Christopher Croft (München/Melbourne)

Claudia Hirtl
Herz, Seele, Geist - Still und tief, 2014
Lithographie, dreifarbig, auf Hahnemühle
Edition 17/50, 50 x 70 cm

 

 
 

Hannes Weigert

Ensemble

16.06.2020 - 28.06.2020
 

Hannes Heinrich

Hannes Heinrich

The Shade#2

02.06.2020 - 14.06.2020
Hannes Heinrich
Ohne Titel, 2020
Öl auf Leinwand
160 x 140cm
(© Hannes Heinrich, 2020)

 
 

Mira Makai

Mira Makai

Keramik und Grafik

13.03.2020 - 16.05.2020
Mira Makai
Bloom 1, 2019
Keramik
H60
©Mira Makai und Susan Boutwell Gallery 2020

 
 

Christopher Croft

Christopher Croft

Household Pets in a Digital World

24.01.2020 - 07.03.2020
Squeaky colored pool toys in front of Himalayan peaks, animal bodies made of pots and pans, people with giraffe necks and binocular eyes - it is a surreal world into which Christopher Croft's paintings entice the viewer. But these paintings point with force and at the same time with poetry to very real threats to the world in which we live: from environmental pollution and overproduction, to alienation, dehumanization and the dominance of the modern West over the Old East.
The Australian artist's most recent series comprises six large-format paintings with six preparatory drawings. It bears the title: Household Pets in a Digital World. Christopher Croft had the initial idea for this in a Parisian park, where he was fascinated to observe how the animals displayed there fashionably matched their owners. He transformed the park scenes into the digital world in which everything flows and everything seems possible. There, the figures, painted with captivating precision, are assembled using the "copy & paste" system - as a hotchpotch world in which unity and order no longer prevail. They appear disconnected from reality, groundless, and thus devoid of responsibility.
It is not an optimistic view that Christopher Croft takes of the world, but an enlightening one, and in the details often a very humorous and warm-hearted one. The high-contrast images are full of quotations and allusions - to Pieter Brueghel, to Edvard Munch, to Alexander von Humboldt. It is a series that may seem like a riddle at first glance. But on closer looking, the great stories that each of these pictures has to tell are revealed.
Dr. Peter Münch

 
 

Melanie Siegel and Jonah Gebka

Melanie Siegel and Jonah Gebka

03.12.2019 - 18.01.2020
Melanie Siegels Bilder weisen die domestizierenden Eingriffe des Menschen in der Landschaft auf, die den Naturraum zu einer gestalteten und eroberten Lokalität machen. Die Arbeiten können als eine große Erzählung gesehen werden, die sich über mehrere Schaffensjahre erstreckt und in deren Motivkosmos stets Querverweise untereinander auftreten. Gesehenes bildet den Ausgangspunkt der Malerei und das Entdeckte wird im Malprozess durch Assoziiertes erweitert, verfremdet und neu komponiert. Ziel dieser Zwiesprache ist es, nicht die tatsächliche Situation nachzuahmen, sondern im Pendeln zwischen Abbild und persönlicher Imagination, das Wesen der Dinge herauszuarbeiten.
„In Melanie Siegels Arbeiten bekommen wir wieder ein Gefühl für das Geheimnisvolle und den Hauch einer Ahnung, wie die Rätselhaftigkeit sich anfühlt. Denn ihr gelingt die atmosphärische Präsentation einer Natur, die gleichzeitig gestaltet und geheimnisvoll ist.“ (Auszug aus dem Katalogtext von Anne Simone Krüger)
Melanie Siegel absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Bühnenmalerin und studierte 2008–2014 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Karin Kneffel. 2015 schloss sie ihr Studium als deren Meisterschülerin mit Diplom ab. Sie lebt in München.

Jonah Gebka
Brille und Bildschirm putzen, genau hinsehen, einprägen. Bilder recherchieren, aussuchen, abgleichen. Papierstau beheben. Bilder ausdrucken, in den Händen halten. Zeichnungen einscannen, abspeichern, korrigieren. Mails lesen und malen. Bilder auswählen, pressen, beschneiden, rahmen, hängen, bepreisen. Repros machen, bearbeiten, sichern, posten.
Jonah Gebka (geb. 1989 in Bonn) setzt Handlungen, welche auf Prozesse der Bildfindung, -bearbeitung und -verbreitung Bezug nehmen, in den Mittelpunkt seiner neuen Arbeiten auf Papier. Dabei nutzt er verschiedene Techniken um sowohl die Prozesse selbst, als auch deren Folgen abzubilden.
Die gemalten Protagonisten halten leere Papierblätter in den Händen. Sie studieren diese oder sind bereits dabei die Blätter weiterzuverarbeiten. Drucker und Kopierer sind sowohl im Bildgeschehen zu finden, als auch anhand ihrer auf der Bildfläche hinterlassenen Spuren sichtbar. Zudem tauchen in einigen Bildern lebensgroße Drucke abgescannter Finger auf.
Manche Motive setzen sich in Mustern fort, andere verschmelzen durch Überlagerung unterschiedlicher Schichten miteinander.
Jonah Gebka hat bei Karin Kneffel 2018 das Studium der freien Malerei als Meisterschüler abgeschlossen. Er ist ehemaliger Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und wird 2020, als einer der Debütanten des Berufsverbandes Bildender Künstler München, in der Galerie der Künstler seine erste Einzelausstellung präsentieren.

Galerieseite: Jonah Gebka, Untitled, 2019, Watercolour on paper,
31.0 x 24.0 cm, ©Jonah Gebka and VG Bild-Kunst 2019

HOME Slider und Reihung (detail): Melanie Siegel, Untitled (Tenniscourt), 2019, Oil on canvas, 60.0 x 80.0 cm, Signed reverse, ©Melanie Siegel 2019

 
 

Claudia Hirtl

Claudia Hirtl

Bilder

13.09.2019 - 23.11.2019
This is Claudia Hirtl's second solo exhibition with Susan Boutwell in Munich. After two successful years with comprehensive solo exhibitions in Bolzano, Italy, in the South Tyrolean Cultural Institute and in Schwaz, Austria, in the Rabalderhaus, Claudia Hirtl returns to Munich with new pictures.
What kind of dialogue can arise when encountering Claudia Hirtl's "visual enigmas"? What kind of thoughts or reflections are evoked by Hirtl's art or what kind of sensations— beyond our cognitive perception—can be awakened?
There are undoubtedly signs in front of us: kanji borrowed from Japanese and partly also heavily alienated kanji are inserted in the multilayered pictorial text created with different compositions of pigments. Recognizing the kanji, if one succeeds in this, does not allow one much more progress than understanding the (sometimes given) title, which refers only to the conceptual concept underlying the Japanese sign. As scriptural as the images are on their surface, so profoundly related to writing or language the images are in their essence. One can comprehend the meaning of Hirtl's pictures only when the material components of the painting, the artist’s working process, and her intentionality are viewed in their entirety.
It is philosophical concepts, the processing of which, or rather, the development of which Hirtl is concerned with in her art. Hirtl's pictures are artistic approaches to fundamental concepts of the human condition or aspects of states of being, as reflected in Eastern philosophy: in her oeuvre, the concepts of time, place, self, language, and the juxtaposition of inside and outside recur regularly. Here in this selection of paintings, the artist deals with the flow of time, the course of time (also with infinity) and the notion of the self. Underlying these categories, we discern ideas likely to be influenced by phenomenology, hermeneutics, and the Japanese Kyoto School. The sign used in each case, no matter how modified it may be from the original kanji, serves as a marker; the artistic transformation of the chains of associations linked to the selected terms, however, reveals itself in the process of representation—be it in the astounding depth structure of each painting, in the sequence or juxtaposition of individual panels, or in the dissolution or fragmentation of the symbolic referent across several parts of the painting.
The dynamics of Hirtl's paintings require a kind of peripatetic contemplation: it is not a matter of a sequence of pictures (or parts of pictures), but a matter of shifting, superimposing, and condensing the contents of a painting and thus its
meaning. Neither silent nor rigid observation but inner participation becomes necessary. For here no result is being presented but an event.

Claudia Hirtl
Gespiegeltes Selbst, 2018
250 x 100 x 3 cm