Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Ab nach München!

Kunsthandwerkerinnen heute
10.10.2014 - 22.11.2014
Ab nach München!

Abbildungen:
Galerieseite: Christiane Oexl, Ring Kokon, Gold 750/000, Kalbspergament gefärbt, 2005, D. 45 x 55 mm
Startseite Slider: Henriette Olbertz-Weinfurter, Messingschale, Glas, 2013, D. 30 cm
Startseite Reihung: Laura Deakin, Halsschmuck »Fasley Filled Pearls«, Süßwasserperlen, Polyesterfeinspachtel, Pigment, 2014, L. 64 cm (Ausschnitt)

Ab nach München!« schreibt 1901 Gabriele Münter in ihr Tagebuch, nachdem sie von der dortigen Damen-Akademie erfahren hat. Dieser Ausspruch prägt den Titel einer Ausstellung, in der das Münchner Stadtmuseum von 12. September 2014 bis 8. Februar 2015 das Leben und Schaffen von Künstlerinnen um 1900 beleuchtet. München war im ausgehenden 19. Jahrhundert neben Paris die führende Kunststadt Europas. Die Ausbildungssituation von Frauen hingegen durchlebte gerade in dieser Zeit eine wechselvolle Geschichte.

Wie steht es um die Situation der kunstschaffenden Frauen heute, knapp 100 Jahre später? Diese Frage stellen wir uns als Bayerischer Kunstgewerbeverein, der 1851 gegründet wurde, 1852 weibliche Mitglieder zuließ und 1855 eine »Modellier- und Zeichenschule« ins Leben rief, aus der 1868 die Königliche Kunstgewerbeschule hervorging. Antworten darauf versucht die Ausstellung »Ab nach München! Kunsthandwerkerinnen heute« zu geben, vom 10. Oktober bis 22. November 2014 in der Galerie des Vereins. Aus derzeit über 300 weiblichen Vereinsmitgliedern ist eine Auswahl von 15 getroffen worden, die dem Ruf »Ab nach München« gefolgt sind. Es galt, in einem Fragebogen Angaben zu den Themen Kindheit, Ausbildung, Beruf und Berufung, Arbeitsplatz, Verkauf und Herausforderungen zu formulieren. Zudem baten wir um ein künstlerisches Statement und waren auf das Ergebnis zur Frage »Ab nach München« besonders gespannt. Die Antworten waren so aussagekräftig, vielfältig und individuell, dass daraus ein Katalog entstanden ist, der den Blick hinter das Kunstwerk erlaubt und dabei die Person, die Macherin, in den Vordergrund treten lässt. So gilt unser Dank besonders allen, die diesen mutigen Schritt in die Öffentlichkeit gewagt haben. Den Ausstellungsbesuchern eröffnen sich auf diesem Weg interessante Einblicke in ein nicht ganz alltägliches Thema.

Ausstellerinnen
Andrea Borst, Laura Deakin, Claudia Denkhaus, Lydia Gastroph, Daphne van der Grinten, Barbara Heigert & Cornelia Möbs, Christiane Oexl, Henriette Olbertz-Weinfurter, Gudrun Paysen, Mira Prus, Eva Reidel, Dorothea Schippel, Nicole Schuster, Christa Schwarztrauber, Ja-Kyung Shin

Führungsprogramm
Angeboten werden Montagsführungen in der Ausstellung und Führungen in den Ateliers der  Ausstellerinnen.

Zweitägiges Symposium im Münchner Stadtmuseum
Handwerk – Denkschule der Evolution – Quo Vadis. Kunsthandwerk im digitalen Zeitalter?
Freitag und Samstag, 7. und 8. November 2014

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, entstanden mit Unterstützung der Münchner Bank eG.

 

Ausstellungsort

Galerie für angewandte Kunst

Pacellistr. 6-8 • 80333 M
Tel. +49 89 29 01 470 • Fax +49 89 29 62 77
www.bayerischer-kunstgewerbeverein.de  • info@bayerischer-kunstgewerbeverein.de
Mo–Sa 10–18