Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Ernst Geitlinger

Bilder, Gouachen und Graphiken
09.09.2017 - 30.09.2017
Ernst Geitlinger

Freunde und Schüler erzählen übereinstimmend, dass bereits der ‚malerische‘ Geitlinger der fünfziger Jahre davon sprach, einmal, sozusagen als höchste und einfachste Vollendung, ein Bild mit nur einem Punkt zu malen. Dass dies ein kunstphilosophischer und kein formaler Entwurf von Reduktion ist, geht aus dem Werk hervor. Klaus Staudt, ein ehemaliger Schüler, zitiert den poetischen, gleichnishaften Kunstlehrsatz Geitlingers: „Ich sage meinen Schülern manchmal den alten chinesischen Satz, dass den Himmel des Malers eine Linie und ein Punkt ausmacht. Und dieser Punkt, das ist Sonne, Mond, Sterne, die Seele und vielleicht sogar ein Satellit.“ Geitlinger dachte nach über Medien des Künstlers, und über die Verwandlung von Wirklichkeit zum Zeichen von Wirklichkeit. Erst in den letzten Jahren haben sich Medien und Zeichen völlig frei und selbstständig gemacht. Die Bilder stehen ein für nichts und alles: für ihre eigene Existenz.
1970 hatte Ernst Geitlinger seine letzte Einzelausstellung in der Galerie Christoph Dürr in der Stuckvilla (München). 1972 verstarb er.

Ernst Geitlinger
Sonne, 1967
Acryl auf Leinwand
116 x 116 cm

 

 

Ausstellungsort

Galerie Christoph Dürr

Hübnerstr. 5 • 80637 M
Tel. +49 89 129 39 92  • Fax +49 89 18 87 22
www.galerie-ch-duerr.de
Di–Fr 14–18 • Sa 11–14
barrierefrei