Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Hanns Schimansky

Zeichnungen und Faltungen
13.09.2019 - 27.09.2019
Hanns Schimansky

Auf großen Papierbögen zeichnet und malt Hanns Schimansky, stellt aber diesem „normalen“ Arbeitsprozess gleichmäßige und rechtwinkelige Faltungen und Klappungen an die Seite. So verringern sich die Ausmaße des fertigen Bildes deutlich. Raumgreifende Impulse gehen dabei von den kräftigen Tuschelinien aus. Diese werden jäh unterbrochen von Knicken. Doch handelt es sich dabei tatsächlich um eine Unterbrechung oder lassen sich diese Bildelemente nicht vielmehr gedanklich fortsetzen? Ab wann verliert sich ihre Spur? Sicherlich nicht an der Stelle der Faltung; und vielleicht handelt es sich bei einer Linie an einem anderen Ort im Bild auch um ein und denselben Strich? Das heißt, kann man überhaupt noch von ein und demselben Strich sprechen, wenn er durch viele Knicke unterbrochen ist und er seine Geschichte im Bild nur bruchstückhaft preisgibt? Schimansky vollführt ein ernstes Spiel aus Impuls, Verschleierung, Verwerfung und Wieder-Auftauchen aus dem gestalteten Weiß und gewährt Einblick in eine ganz eigene zeichnerische Welt, die sich vor unseren Augen entfaltet.
Die Galeriearbeit konzentriert sich auf Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Der Schwerpunkt liegt bei Arbeiten auf Papier sowie Plastiken und Skulpturen. Nachbarschaften unterschiedlicher Kunstströmungen und Zeiten sind beabsichtigt und geben den Blick auf eine qualitative Beurteilung der einzelnen Exponate frei.

Hanns Schimansky (geb. 1949)
Ohne Titel , 2016
Tusche auf Papier, Faltung
52 x 62 cm
Signiert und datiert rückseitig

 

 

 

Ausstellungsort

Galerie Florian Sundheimer

Odeonsplatz 16 • 80539 M
Tel. +49 89 242 105 04 • Fax +49 89 242 105 06
www.sundheimer.deinfo@sundheimer.de
Mi–Fr 14–18.30 • Sa 11–14 und nach Vereinbarung