Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

JAC X Jewellery Art Concept

26.10.2018 - 24.11.2018
JAC X Jewellery Art Concept

JAC Jewellery Art Concept ist ein Verein aus elf SchmuckkünstlerInnen, der 2008 in München gegründet wurde und dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert. Der Austausch von Erkenntnissen über Ursprung, Zusammenhänge und Auswirkungen von Schmuck führt zu einer spannenden Dynamik innerhalb der Gruppe. Die unterschiedlichen Lebensläufe und Vorstellungen der einzelnen Künstler kommen im breiten Spektrum ihrer Arbeiten zum Ausdruck.

GÜNTER BLOCK kombiniert Glaswerkstoffe mit unterschiedlichsten Materialien und lässt aus dieser Symbiose sinnlich überraschenden Schmuck entstehen. Die oft nicht auf den ersten Blick erkennbaren Struktur- und Formeigenschaften der Gestaltungen lassen viel Raum für Phantasie und Interpretationen durch Schmuckträger und Betrachter.
MICHAELA KÖPPL arbeitet ebenfalls mit Glas. Hier tritt das Durchsichtige, Durchscheinende, das Spiel von Innen und Außen, die Farbigkeit und Formbarkeit in den Vordergrund. Einzelne Körper, die aus Glas und Emaille an der offenen Flamme entstehen, werden zu Schmuckstücken gruppiert und treten in Form- und Farbdialoge, die dem Schmuckstück als in sich geschlossener Skulptur einen neuen Gesamtklang geben.
Im Mittelpunkt der Arbeit von CHRISTINE DEMMEL steht das Experimentieren mit alternativen Materialien und neuen Wegen ihrer handwerklichen Verarbeitung zu Schmuck. Die materialspezifischen Eigenschaften werden sichtbar gemacht und für besondere Effekte genutzt. Es entstehen Formen von besonderer haptischer Qualität, die die Grenzen des Möglichen ausloten und erforschen. In ihren neuen Arbeiten aus Pergament kommt dies besonders gut zur Geltung.
SUSANNE ELSTNER kombiniert selbst hergestellte und konservierte Holzkohlestücke mit Bernstein zu ungewöhnlichen skulpturalen Arbeiten und schafft damit die Wiedervereinigung zweier Naturmaterialien, die ursprünglich einmal eins waren und über Jahrtausende der Trennung in neue Formen und Konsistenzen verwandelt wurden.
Ausgehend von der Zeichnung und dem Schnittplan entwickelt HELEN FRIESACHER-BORST strenge dreidimensionale Schmuckstücke. Die minimalistischen Objekte, geschwärzt oder bunt emailliert, finden ihren Platz am Ohr, Hals oder Finger. Neben der freien Formensuche für die geometrisch geprägten Arbeiten, gilt ihr Interesse auch gesellschaftspolitischen Aspekten, die eine Spannung zwischen der Schmuckträgerin und dem Thema provozieren.
UNK KRAUS hat das Vexierspiel mit dem Material zu seiner Priorität erhoben. Einfaches Material ist zur Ausstrahlung angehalten, Teures darf nicht dominieren. Seine Schmuckobjekte müssen neugierig machen, sie sollen erst auf den zweiten Blick verwirren. Dem ersten Blick muss das Bewundern gehören. Eine Handwerklichkeit ist vorausgesetzt.
Für KRISTINA KUNDT ist Schmuck Kraft. Sie nutzt verschiedene Techniken wie Schmieden, Emaillieren, Gießen, um Neues und Überraschendes zu entwickeln. Die Schmuckstücke sollen den Betrachter neugierig machen, eigene Assoziationen freisetzen. Arbeitsprozesse sollen bewusst sichtbar bleiben.
Die Grenzen zwischen Schmuck und Objekt sind für JULIANE SCHÖLSS fließend. Als kleine Skulpturen kommunizieren die Stücke untereinander in ihrer formalen Verbundenheit. Komplementär zu ihren Arbeiten aus sehr dünnem Silberblech wirken ihre neuen Ringe gleichzeitig kraftvoll und weich. Die Natürlichkeit der Oberflächen betont das Reduzierte und Einfache der Formen.
Durch fein gemalte Linien auf weißem Emaille erinnern CHRISTOPH STRAUBES Arbeiten an skizzenhafte Tuschezeichnungen. Spuren des Arbeitsprozesses wie leichte Farbabweichungen und Emaillestaub werden bewusst stehen gelassen, um den handgezeichneten Charakter jedes Stückes zu bewahren. Durch die gezeichnete Perspektive entsteht ein illusionärer dreidimensionaler Raum.
BARBARA VON TAEUFFENBACH: „Jede neue Arbeit eine Reise… im Gepäck die persönliche Erfahrungswelt“. Die eigene Bewusstwerdung der geistigen, seelischen und körperlichen Energien, die durch Material, Bewegung, Form und Farbe zu intimen Sendern werden. Auf der Suche nach dem Empfänger…! „Schmuck – eine Zustandsbeschreibung“.
DANUTA UHLIG verändert in ihrer Arbeit die Dimensionalität des Ausgangsmaterials. Durch Falten und Schmieden entstehen aus einfachen Formelementen wie Scheiben, Ellipsen und Rohrsegmenten – Formen ohne Anfang und Ende – fugenlose skulpturale Schmuckstücke aus Silber und Gold, die den Träger bewusst in Erscheinung treten lassen.

Galerieseite: Kristina Kundt, Kette, Silber, Email
HOME Slider (Ausschnitt): Barbara von Taeuffenbac, Broschen, Silber, Kupfer, Email
HOME Reihung (Ausschnitt): Michaela Köppl, Brosche, Glas, Silber, Email

 

 

Ausstellungsort

Galerie für angewandte Kunst

Pacellistr. 6-8 • 80333 M
Tel. +49 89 29 01 470 • Fax +49 89 29 62 77
www.bayerischer-kunstgewerbeverein.de  • info@bayerischer-kunstgewerbeverein.de
Mo–Sa 10–18