Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Karoline Bröckel

Translation – Zeichnungen
03.03.2020 - 04.05.2020
Karoline Bröckel

In der aktuellen Schau zeigen wir Arbeiten aus der Werkgruppe „Musik“ der Münchner Zeichnerin Karoline Bröckel.
Musik, die im Radio läuft, die sie auf Konzerten erlebt oder im Studio anstellt, wird für die Künstlerin zum Anlass einer Zeichnung.
„Was ich dabei wahrnehme, übersetze ich mit Hilfe der Zeichnung in meine eigene Sprache“. Dabei ist diese Verwandlung ihrer ganz persönlichen Wahrnehmung zur Line auf dem Blatt völlig losgelöst von allen Regeln der Interpretation.“
Karoline Bröckels Musik-Arbeiten zeigen den Abstand zwischen dem Wahrgenomenen und dem Aufgezeichneten wohl am markantesten: „Ist die Zeichnung vollendet, spielt es keine Rolle mehr, welches Stück, welcher Song, welche Gattung oder welcher Interpret der Anlass für meine Zeichnung war.“
Damit setzt die Zeichnerin ihr künstlerisches Thema erneut sehr facettenreich fort:
„In meinen Zeichnungen mache ich Dynamik sichtbar, Erlebtes erfährt unmittelbar eine Transformation und erscheint als Bewegungslinie oder Strichfeld auf dem Papier.“
Karoline Bröckel setzt die Dynamik um, die sie in Ihrer alltäglichen Umgebung wahrnimmt.
Oft sind es Bewegungen, die der Natur entstammen. Wie sieht der Weg aus, den eine Ameise sucht? Wie tropft der Regen aufs Pflaster? Wie fällt der Schnee vom Himmel? Oder wie bewegt der Wind die Äste einer Birke und wie lassen sie die Flugbahnen der Schwalben am Himmel übersetzen?

Karoline Bröckel
o.T. (Musik) 26.11.14 Cecilia Bartoli, München
Bleistift
10,5 x 14,5 cm

 

 

Ausstellungsort

Galerie Biedermann

Barerstr. 44 (Rgb.) • 80799 M
Tel. +49 89 29 72 57 • +49 171 209 46 43
http://www.artnet.com/galleries/galerie-biedermanninfo@galerie-biedermann.de
Di–Fr 14–18 und nach Vereinbarung

Die Galerie wurde 1971 von der Kunsthistorikerin Dr. Margret Biedermann gegründet. Die Galerie beschäftigt sich in erster Linie mit Gemälden und Skulpturen des 20. Jahrhunderts. Die Künstler der Galerie sind einerseits repräsentativ für die internationale zeitgenössische Kunstszene, darunter Chillida, Tobey, Goldberg, Dorazio, Tapies, Pierre Alechinsky. Außerdem sind Künstler der jungen Generation aus Süddeutschland von eher lokaler Bedeutung vertreten.
Da Margret Biedermann ihr Studium mit einer Arbeit über Kunst im 18. und 19. Jahrhundert abgeschlossen hat, befasst sie sich in ihrer Galerie auch mit Kunstwerken aus jener Zeit.

Wegen des Corona Virus sind bis auf Weiteres die Galerien und Institutionen für den Publikumsverkehr  geschlossen.
Alle Zusatzveranstaltungen sind abgesagt.