Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Lutz Wagner aka Moto Waganari

Real Fiction
15.12.2012 - 23.02.2013
Lutz Wagner aka Moto Waganari

Lutz Wagner aka Moto Waganari
Fiction, 2012
SLS/Polyamid
30 x 23 x 18 cm

Gezeigt werden die filigranen Gitternetz-
Skulpturen von Lutz Wagner, der auch unter dem Pseudonym Moto Waganari bekannt ist. Inszeniert als Lichtinstallationen erwachen seine Skulpturen zum Leben und entfalten ihre wahre Wirkung. Waganaris Skulpturen entführen in eine surreale Parallelwelt, die voller Rätsel und Überraschungen steckt.
Seine Skulpturen sind von übermenschlicher Präzision und Leichtigkeit. Transparente Gitterkörper, die den Raum als Konstruktionsprinzip in sich aufnehmen und sich als schwerelose Körpersilhouetten vor dem Auge des Betrachters materialisieren.
Als digitaler Bildhauer holt Moto Waganari in unsere Wirklichkeit, was zuvor nur im virtuellen Raum vorhanden war. Maschinengeboren erblicken seine polygonen Modelle das Licht unserer Welt. Modernste Technologien stehen ihm zur Seite: Was er dreidimensional am Computer modelliert, wird anschließend mit einem 3D Drucker produziert. Schicht für Schicht verhärtet ein Laser feinstes Kunststoffpulver zur Skulptur. Eine technologische Innovation, die bisher von Ingenieuren und Industriedesignern genutzt wird und erst langsam in die Kunstszene vordringt. Der 3D Druck hat jedoch das Potenzial, die Bildhauerei nachhaltig zu verändern und die Kunstproduktion zu revolutionieren. Moto Waganari steht als Pionier im Anbruch dieser neuen Ära einer digitalen Bildhauerkunst: „Ich wollte etwas zuvor nie Dagewesenes kreieren. Etwas, das uns staunen lässt, weil es durch Menschenhand nicht
machbar ist.“
Waganaris Skulpturen-Kosmos ist bevölkert von kuriosen Zwitterwesen, in denen Mensch, Tier und Geometrie miteinander verschmelzen. Präsentiert als Lichtobjekte werden die dreidimensionalen Figuren um ein zweidimensionales Schattenbild erweitert. Im Schatten offenbart sich ihr immaterielles Alter Ego, das die Skulptur aus immer neuen Perspektiven zeigt.
Wie die Skulpturen, so besitzt auch der Künstler ein schattenhaftes Alter Ego: Hinter dem Pseudonym Moto Waganari verbirgt sich der Architekt Lutz Wagner, der lange nur als Agent des verhinderten Künstlers auftrat. Zur Vernissage in der Jörg Heitsch Galerie bietet sich jedoch die Gelegenheit, das Gesicht hinter der Maske des Moto Waganari kennenzulernen.

 

Ausstellungsort

Heitsch Gallery

Reichenbachstr. 14 • 80469 M
Tel. +49 89 269 49 110 • Fax +49 89 269 49 112
www.heitschgalerie.deinfo@heitschgalerie.de
Di–Fr 10–19 • Sa 12–18
barrierefrei

Jörg Heitsch Galerie am Tegernsee
Zilcherstraße 8
83707 Bad Wiessee
T: 08022/926 75 60
Do–Sa 14–18 Uhr