Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Metamorphose eines Frauenkörpers

28.04.2016 - 29.05.2016
Metamorphose eines Frauenkörpers

Arbeiten von von 36 Künstlern u.a. von Günter Förg, Janosch, Aleš Veselý, Jan Koblasa, Helmut Sturm, Heino Naujoks

Abbildung: Helmut Sturm

In den Enzyklopädien der Kunstgeschichte sind Frauen allgegenwärtig. Von den frühen Fruchtbarkeitsstatuen zu den Marienanbetungen der Neuzeit, von Glasfenstern zu Wasserspeiern überall gilt der Spruch: Cherchez la femme. Jede Zeit sucht sich ihre Frau, aber es gibt sie nicht, denn die Frau wird durch die Kunst ständig neu interpretiert. War sie erst allegorische Darstellung des Übernatürlichen, schon ist sie im nächsten Zeitalter irdische Sinnlichkeit. Nein, die Frau an sich gibt es nicht. Gäbe es die Frau, dann nur deshalb, weil es ihn gibt. Es gibt ihn aber nur, weil es sie gibt. Galatea existiert, weil sie Pygmalion geschaffen hat. Pygmalion lebt fort, weil Galatea ihn überdauert hat. Athene lebt, weil sie aus dem Kopfe des Zeus entsprungen ist. Alle Kunst ist Kopfgeburt. Natürlich ist allein der Wille zur Auflehnung, zum Gegensatz und zur Polarität, während die Gleichförmigkeit immer künstlich bleiben wird. Letztendlich ist es aber nicht wichtig was Frauen oder Männer wirklich sind. Wichtig allein ist, was sie für uns bedeuten. Das ist auch das Motto dieser Ausstellung:
36 Künstler, eine Frau = gleich 36 Frauen hoch 3. Mindestens.
Cherchez la femme.
(Hans-Peter Söder)

 

 

Ausstellungsort

Galerie Christoph Dürr

Hübnerstr. 5 • 80637 M
Tel. +49 89 129 39 92  • Fax +49 89 18 87 22
www.galerie-ch-duerr.de
Di–Fr 14–18 • Sa 11–14
barrierefrei

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Alle Zusatzveranstaltungen sind abgesagt.