Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Michael von Hassel / Rosali Schweizer

Fotografie + Windskulpturen und Mobiles
09.09.2017 - 05.11.2017
Michael von Hassel  / Rosali Schweizer

Zur Open Art in München präsentiert die Galerie an der Pinakothek der Moderne Fotoarbeiten von Michael von Hassel. Unter anderem, menschenleere Bierzelte, die „Oktoberfest Cathedreals“, die Michael von Hassel um vier Uhr morgens ablichtete. Aber auch seine mächtigen Landschaftsaufnahmen sind legendär. Die hyperrealistische Fotografien des Künstlers Michael von Hassel entstehen durch Mehrfachbelichtung und anschließendes Zusammenfügen mehrerer Einzelaufnahmen. Michael von Hassel verfremdet die Realität und schärft paradoxerweise dadurch den Blick des Betrachters für die Wirklichkeit. Er arbeitet akribisch genau und hat so eine eigene Bildsprache entwickelt. Pulsierend und vibrierend in der Farbe, weit weg von modischen Schwarzweißfotografien.
Highlight der Ausstellung werden ohne Zweifel, die noch nie gezeigten Fotografien seiner Nordkoreareise dieses Jahres sein. Hier arbeitete er unter erschwerten Bedingungen, nicht weil ihm wie in Sibirien ständig die Kamera bei -50° C einfror, sondern weil er ständig in Begleitung war bzw. unter Beobachtung stand welches Motiv er ablichtete. Keine leichte Aufgabe, denn ein Warten auf besseres Licht oder ein Suchen nach der idealen Perspektive war so geradezu unmöglich. Dennoch berichten auch die Aufnahmen aus Nordkorea durch Überschärfen und Überlagerung von einem unmittelbaren Erleben von Wirklichkeit, vom Akt des Sehens und vom Umformen des Gesehenen in fotografische Kunstwerke.
Entstanden sind tiefe, dreidimensional wirkende Fotografien von hoher Farbintensität, immer in der unverkennbaren Bildsprache Michael von Hassels.
Seine Arbeiten sind in unzähligen privaten und institutionellen Sammlungen auf der ganzen Welt vertreten. Die Liste seiner Sammler liest sich wie ein Who is Who von Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur, Sport und Wirtschaft.

Verführerisches Licht und knallbunte Schatten werfen die Werke von Rosali Schweizer in den Raum. Leichte geometrische Körper schweben im Raum um sich fortwährend dem Wandel des Luftzugs anzupassen und auf eine verspielte, fröhliche Art Aufmerksamkeit zu erobern.
Unter dem Überbegriff der „kinetischen Kunst“ entwickelt die Künstlerin technische Konstruktionen aus Draht, Titan, Acrylglas, Carbon- und Glasfasern, aus Papier, Holz und Hightech-Geweben. Größten Wert legt sie dabei auf die Leichtigkeit des Materials, denn im Gegensatz zu anderen bekannten Mobiles aus der Kunstgeschichte bewegt sich jedes ihrer Werke ganz ohne Hilfe von Kurbeln, Hebel oder gar Motoren.
Die grazilen Punkte und Linien in Pink, Orange, Blau und Grün können einen ganzen Raum zum Vibrieren bringen oder still und leise für sich sein – dies immer abhängig von den äußeren Einflüssen wie Luft und Licht.
Rosali Schweizer studierte Design und anschließend Metallbildhauerei an der Hochschule für Bildende Kunst in Kassel bei Professor Eberhard Fiebig. Die darauf folgende Arbeit am Filmset vertiefte ihr Interesse am Zusammenspiel von Licht, Farbe und Bewegung – Themen welchen sie bis heute treu ist und in deren Rahmen sie stetig ihre raffinierten Gefüge weiterentwickelt.
Die fast ständige Dynamik in welcher sich die Arbeiten von Rosali Schweizer befinden, bieten dem Betrachter immer neue Ansichtsflächen und Farbspiele. Sie perfektioniert ihre kinetischen Objekte zu einer Kunstform, die es vermag immer wieder aufs Neue zu überraschen und dem Betrachter ein Lächeln zu entlocken.

Galerieseite und Home (Slider):
Michael von Hassel
Paulaner, 2013
Lamdaprint hinter Diamantweißglas
125 x 200 cm

Home (Reihung):
Rosali Schweizer
Wendepunkt, 2017
Acrylglas
100 x 100 cm

 

Ausstellungsort

Galerie an der Pinakothek der Moderne – Barbara Ruetz

Gabelsbergerstr. 7 • 80333 M
Tel. +49 89 288 077 43 • Fax +49 89 273 740 43
www.galerie-ruetz.de
Di–Fr 12–19 • Sa+So 12–18 (So nur Besichtigung) • Mo nach Vereinbarung
barrierefrei