Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Neringa Vasiliauskaite

28.10.2016 - 12.11.2016
Neringa Vasiliauskaite

Für unsere Premiere bei PLATEAU münchen haben wir die junge Künstlerin Neringa Vasiliauskaite aus Litauen ausgewählt. Ihre minimalistischen Glasobjekte strahlen eine poetische Faszination im Raum aus.

„IMAGE IS A SPACE. SPACE IS AN IMAGE

Ist Licht sichtbar? Was macht Licht sichtbar?
Hat Licht eine Farbe?
Und wo liegt die Grenze zwischen Materialität und Immaterialität?

Unser menschliches Auge kann nur ein begrenztes Spektrum an Lichtwellen wahrnehmen, diese werden in der Einheit Nanometer gemessen und bewegen sich in einem Rahmen zwischen 390 – 700. Zur Erzeugung dieser Lichtwellen benutzt die 1984 in Litauen geborene Künstlerin, Neringa Vasiliauskaite, von der NASA entwickeltes beschichtetes Glas, welches durch eine spezielle Schicht aus Metalloxiden, Lichtwellen in ihre Einzelbestandteile aufbricht. So reflektiert das farblose Glas auf der Ober- und Unterseite jeweils komplementäre Farbwellen, welche mit Hilfe unterschiedlicher Lichtquellen in Intensität, Schärfe und Länge variiert werden können.
Derzeit arbeitet Neringa Vasiliauskaite an der Münchner Akademie der bildenden Künste an Installationen aus Glas, welche durch Lichtbrechung zauberhaft zarte, grafische Lichtgebilde in den Raum projizieren.
Ihre Arbeitsweise besteht hierbei aus Betrachten, Wahrnehmen, Reflektieren und Reagieren. Die Entwicklung ihrer Werke erfolgt durch genaue Beobachtungsstudien in verschiedenen Umgebungen mit unterschiedlichsten Gegebenheiten, changierend in Raum, Licht, der Reaktion des Betrachters, der Wirkung auf sie selbst und unzählige weitere Faktoren, die eine ungemein feingeistige Umgangsweise mit der Umwelt erfordern. Auf Basis dieser tastend, umsichtigen Herangehensweise entwickelt sie ihre Farb- und Formensprache im Raum kontinuierlich weiter.
Es geht ihr darum, das Werk als Gesamtes, als persönlichen Forschungsauftrag im Sinne der Auseinandersetzung mit der menschlichen Wahrnehmung zu betrachten. Als Grenzgang zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Sehr wohl sind ihre zarten, schlichten Glasgebilde konkret und greifbar. Nicht jedoch das, was sie projizieren. Bloßes Licht, gebrochen in als farbiges Licht wahrgenommene Nanometer, zusammengesetzt zu konzeptuellen Lichtgerüsten, getragen durch den neutralen Untergrund des Raumes…
Durch das Zusammenspiel der Werke, das Verlassen eines starren Formats, hinein leuchtend in einen begehbaren Raum, verlässt der Betrachter seinen gewohnten Standpunkt und wird durch die Bewegung des Körpers innerhalb des dreidimensionalen Raumes zu einem partizipierenden Bestandteil des Gesamtwerkes…“
Manuela Hillmann, Kunsthistorikerin

Neringa Vasiliauskaite
„Let it be said that they found us very close together, in the light.“,
They Might Be Giants (1971), 2016, Ausschnitt,
beschichtetes Glas, UV Druck, Holz
170 x 112 x 2 cm

 

Ausstellungsort

Smudajescheck Galerie

Schwindstr. 3 • 80798 M
Tel. +49 (0) 173 311 0309
www.smudajescheck.com art@smudajescheck.com
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