Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Repack –

Smart & Sustainable Packaging
28.01.2016 - 01.03.2016
Repack –

Neben der sich immer wieder stellenden Frage nach Materialitäten und dem moderaten Einsatz von Ressourcen rücken zunehmend auch sozioökonomische Aspekte wie Sharing, Open-Source oder Cradle to Cradle Gedanken in den Vordergrund. Vor diesem Hintergrund zeigen die Exponate der Ausstellung REPACK kaleidoskopisch innovative Ansätze aus dem Verpackungsdesign im Dialog mit tradierten Formen und Typologien von “Verpackungen“. Im Blick sind dabei ebenso aktuelle Konzepte und Realisierungen von renommierten Gestaltern und Marktführern wie von Pionieren und Idealisten. Die Beispiele reichen vom Global Player, der den Schuhkarton neu “erfinden“ lässt, um 2/3 der Kartonage einzusparen und dann an der Nichtakzeptanz durch den Einzelhandel scheitert, bis hin zum lokalen Einzelkämpfer. Die vorgestellten Artefakte kreisen um Fragen zur Form, Funktionalität, Herstellung, Materialität, Ökonomie, Ökologie und dem Experiment. Begleitet wird die Präsentation im MaximiliansForum von einem öffentlichen, diskursiven Rahmenprogramm, das gemeinsam mit Wissenschaftlern, Unternehmern und Designern gestaltet wird.
Die Ausstellung REPACK wird konzipiert von der Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Anna-Cathérine Koch und dem Produktdesigner Arwed Guderian (www.arwedguderian.com).

Das MaximiliansForum wird vom 20. bis zum 28. Februar offizieller Creative Spot und die Ausstellung REPACK Teil des Programms der Munich Creative Business Week 2016 sein.

Die über 40 vorgestellten Artefakte der Ausstellung kreisen um Fragen zur Form, Funktionalität, Herstellung, Materialität, Ökonomie, Distribution, Ökologie und dem Experiment.
Die Beispiele reichen vom Global Player, der den Schuhkarton durch Yves Behar – einen Pionier nachhaltigen Designs – neu “erfinden“ lässt, um 2/3 der Kartonage einzusparen und dann an der Nichtakzeptanz durch den Einzelhandel scheitert, bis hin zum lokalen Einzelkämpfer.
Fragen nach Materialitäten und dem moderaten Einsatz von Ressourcen stellen sich junge Gestalter ebenso wie Unternehmen im Bereich business to business: von der Wiederverwertung, der Einsparung und dem Einsatz „neuer“ Materialien bis hin zum kompletten Verzicht auf Verpackung. Darüber hinaus rücken in der Diskussion um Nachhaltigkeit auch sozioökonomische Aspekte wie Sharing, Open-Source oder Cradle to Cradle in den Vordergrund. Unter dem Titel „The bottle is the message“ belebt das niederländische Unternehmen Dopper die „gute alte“ Wasserflasche neu, um Einweg-Plastikmüll zu reduzieren und einen Beitrag für zugängliches und sicheres Trinkwasser zu leisten – Die Dopper App ermöglicht das Finden kostenloser „Wassertankstellen“. Das in San Fransisco ansässige Kreativstudio Office gibt Versandboxen eine Geschichte. Office hat für Ebay ein Konzept entwickelt, welches die Nutzer einlädt, mit einer kurzen Nachricht an den nächsten Empfänger die Historie der wiederverwendbaren eBay Box fortzuschreiben. Tom Dixon hat für Lacoste nicht nur zwei Verpackungsytpen gegenübergestellt, sondern für diese Diskussion mit „Eco Polo, Techno Polo“ ein ikonisches Zeichen entwickelt.
Die Gegenüberstellung von Funktionsprinzipien und Archetypen wie dem Henkelmann oder der Brunnen Einheitsflasche von Günter Kupetz, dem erfolgreichsten Mehrwegprodukt aller Zeiten, mit zeitgenössischen Übersetzungen eröffnet eine weitere spannende Ebene der Diskussion, die an drei Terminen im Februar vertieft wird.

FIRMEN:
Apomore, Bülach, DHL, Dopper, Driade, Ebay, Ecovative, Ecover, Fjäll Räven, Google, Genossenschaft Deutscher Brunnen EG (GDB), Pulpo, Gourmistas, Heineken, Hewlett-Packard, Infarm, Lacoste, Laserfood, Montara, Paperfoam, Puma, RePack, Sagem, Schönwald, Tetra Pack, Tiffin Project, Tupperware, Veuve Cliquot, WMF, Xiaomi,…

DESIGNER:
Yves Behar, Hans Theo Baumann, Tom Dixon, Arwed Guderian, John Habraken, Jonne Hellgren, Julia Hunold, Günter Kupetz, Logoplaste Innovation Lab, Enzo Mari, Office, Phoenix Design, Cedric Ragot, Ruben Rausing, Rinke van Remortel, Peter Raacke, Katharina Stärck, Wassili Petrowitsch Swjosdotschkin, Tomorrow Machine, Uneka,…

Abbildung:
Günter Kupetz
Brunneneinheitsflasche, 1968

 

Ausstellungsort

Maximiliansforum

Unterführung Maximilianstraße / Altstadtring • München
Durchgehend einsehbar, geöffnet bei Veranstaltungen
www.maximiliansforum.de