Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Stefanie Unruh – Dieter Villinger

Seerosenpreis 2015
14.08.2015 - 30.08.2015
Stefanie Unruh – Dieter Villinger

Reihung (Ausschnitt) und Galerieseite
Dieter Villinger
Laque Solferino, 2011
Pigment mit Acryl auf Leinwand, 201 x 207 cm

Slider (Ausschnitt):
Stefanie Unruh
Linien, 2010, Tuschestift, 42 x 30cm
Bildnachweis: Susanne Hesping

Seerosenpreis der Landeshauptstadt München 2015
für die Münchner Künstlerin Stefanie Unruh

Stefanie Unruh arbeitet im Bereich Zeichnung, gezeichnetes Video, Objekt, Installation und Fotografie: Ausgangspunkt für viele ihrer Arbeiten ist die Zeichnung, die sie mit Installationen und seit 2002 auch mit dem Medium Video erweitert.
Ihre Projekte, die sie manchmal über Jahre hinweg verfolgt, basieren auf ausführliche Recherchen vor Ort, im Internet und in den Printmedien. Sie beschäftigt sich mit Spuren und Erinnerungen von Orten, mit politischen Ereignissen sowie mit alltäglichen Situationen und Befindlichkeiten. Häufig verfremdet sie die alltägliche Wirklichkeit und schafft daraus surreale Situationen. Die Beschäftigung mit den spezifischen Mythen des Alltagslebens geht von ihrem Selbstverständnis als Person in einer Gesellschaft aus, die von zeitbedingten und  medialen Phänomenen nachhaltig mitbestimmt wird. „Ausgehend von der individuellen Wahrnehmung, von persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen über die Welt und das eigene Sein in ihr gestaltet Stefanie Unruh ihre leisen, unaufdringlichen, doch intensiven Werke, deren philosophische, soziale, gesellschaftskritische und ästhetische Aspekte einer vertiefenden Betrachtung würdig ist“ (Eva Ruhland)
Stefanie Unruh hat zahlreiche Preise und Stipendien (u.a. Bayerischer Staatsförderpreis,  DAAD-Stipendium, New York; Video-Installationspreis, Marl;) erhalten und an zahlreichen Ausstellungen (u.a. Museum Van Hedendaagse Kunst, Antwerpen; Kunsthalle Bremen, Goethe-Institut, New York; Glaskasten Skulpturenmuseum, Marl; Haus der Kunst, München) teilgenommen.

Seerosenpreis der Landeshauptstadt München 2015
für den Münchner Künstler Dieter Villinger

In seiner Malerei setzt sich Dieter Villinger mit den Möglichkeiten der unmittelbaren Wirkung von Farbe auseinander. Durch monochromen Farbauftrag versetzt er den Betrachter seiner Gemälde in eine unmittelbare Konfrontation mit der Farbe. Diese wird zum ausschließlichen Arbeitsfeld. Insbesondere in den großen Formaten dominiert die unmittelbare Präsenz der Farbe. Es erstaunt mit welcher Klarheit Villinger dem Thema »Monochromie« eine ganz individuelle Version und damit einen persönlichen Ausdruck abzugewinnen versteht. Villinger trägt die Farbe in mehreren Schichten auf, die sich gegenseitig durchdringen, und lässt letztlich die Lebendigkeit eines spontanen Zugriffs erkennen, wenn er kräftig strukturierte Pinselspuren an der Oberfläche reliefhaft stehen lässt. Aus dieser Spannung zwischen monochromer Ruhe und spontaner Bewegung des Auftrags leben seine Gemälde.

Die Beharrlichkeit mit der Villinger seine Arbeit seit mehr als vierzig Jahren verfolgt, hat zu weitreichender internationaler Beachtung seines Werkes geführt. Eine individuelle Ausdrucksmöglichkeit in diesem an sich sehr reduzierten Arbeitsfeld reiner Farbmalerei entwickelt zu haben, offenbart die Qualität des Werkes von Dieter Villinger.

 

Ausstellungsort

Kunstpavillon

Im Alten Botanischen Garten
Sophienstraße 7a • 80333 M
Tel/ Fax +49 89 59 73 59
www.kunstpavillon.org kontakt@kunstpavillon.org
täglich 13–19 Uhr
eingeschränkt barrierefrei