Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

sweet home

17.05.2013 - 06.09.2013
sweet home

Bitte beachten Sie, dass die Galerie vom 01. bis 17. August nur nach Vereinbarung geöffnet ist.

zu sehen sind Werke u.a. von:
Olaf Breuning, Sébastien de Ganay, Hubert Kiecol, Richard Allen Morris, David Reed, Alejandra Seeber, Roman Signer, Keith Sonnier, Nancy Spero und Erwin Wurm

So unterschiedlich die Aufgabenstellungen sein mögen, die Themen Raum – Objekt – Bild berühren sowohl Architekten, Designer als auch bildende Künstler, wenngleich mit den vielfältigsten Ergebnissen. Die Ausstellung Sweet Home lenkt den Blick, nicht ohne Ironie, auf Aspekte des Interieurs, umgesetzt in Bild, Objekt und Skulptur. Idyllen sind dabei nicht intendiert.

Alejandra Seebers jüngste Bilder „Mirrors“ greifen ein Thema auf, das die Maler seit jahrhunderten fasziniert: Der Spiegel als Medium der Reflexion und Fenster der individuellen Wahrnehmung. Zu betrachten gilt es in diesen Werken allerdings nicht das Abbild des eigenen Ich, vielmehr die In lichten Weiß-Grau-Blau Schattierungen gesetzten malerischen Gesten, mit denen Alejandra Seeber das Spiel des Lichts auf der Fläche suggeriert.

Auch Erwin Wurm konfrontiert uns mit einer Haltung, die seine ursprüngliche Bestimmung, als Homo erectus, auf überraschende Weise interpretiert. In der Arbeit „Grazer Kongress“(2001), einem herausragenden Beispiel seiner frühen One Minute Sculptures posiert er, auf dem Kopf stehend, an einer der Säulen in der Halle des Grazer Kongresszentrums. Die als Fotografien dokumentierten One Minute Sculptures zählen zu den bedeutendsten Werkreihen des Künstlers und postulieren eindrücklich sein Konzept eines erweiterten Skulpturbegriffs.
Wie funktional Skulpturen sein können, zeigen neueste Beispiele aus der „Carton Series“ von Sébastien de Ganay “, einem Werktyp, der durch das Interesse des Künstlers an der kubischen Form einfacher Kartonboxen inspiriert ist. Entstanden sind Objekte aus Metall in unterschiedlichen farbigen Lackierungen, durchaus geeignet als Ablage oder zur intensiven Benutzung als Sitzgelegenheit für diskussions- oder entspannungsfreudige Kunstfreunde. Die Objekte sind im Set und auch einzeln verfügbar.

Wir präsentieren in der Ausstellung „Sweet Home“ Werke von Nancy Spero und Olaf Breuning. Seine Skulptur „Time and Gravity is not existing“(2005) ist eine Anspielung auf den in unserer Zeit allgegenwärtigen „speed“, den ein über zwei Holzhockern verspannter Bogen aus Tischtennisbällen lapidar ironisiert.
Mit weiteren Skulpturen und Arbeiten auf Papier sind in der Ausstellung vertreten: Hubert Kiecol, Richard Allen Morris, David Reed, Keith Sonnier.

Abbildung
Richard Allen Morris
Gun Ho, 1982
13 x 27,5 x 3 cm

 

Ausstellungsort

max goelitz

Maximilianstr. 35 / Eingang Herzog-Rudolf-Str. • 80539 M
Tel. +49 89 890 63 944
maxgoelitz.comgallery@maxgoelitz.com
Di–Fr 11–19 • Sa 11–16
barrierefrei

max goelitz präsentiert ein zeitgenössisches, internationales und generationenübergreifendes Programm mit Fokus auf abstrakten, konzeptbasierten Positionen, die sich im Spektrum von Malerei und Skulptur bis hin zu Architektur und Lichtkunst bewegen. Das Leistungsportfolio der in München ansässigen Galerie reicht von individueller Beratung bis hin zu der Umsetzung von Großprojekten und Kommissionen. Dabei arbeitet max goelitz vernetzt mit Partnergalerien – etwa OMR, Mexico City, oder Häusler Contemporary Zürich – um höchste internationale Relevanz am Markt zu gewährleisten und künstlerischen Austausch zu fördern. Im März 2020 trat Max Goelitz als vormaliger Direktor die Nachfolge von Wolfgang und Christa Häusler an, die fast dreißig Jahre die Galerie als Häusler Contemporary München führten und diese zu einer der ersten Adressen für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst und mehrjährig angelegte Kommissionen entwickelten – zuletzt der Skyspace Lech von James Turrell in Österreich.