Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

UNLAKE CITY

Geografie und Architektur von Mexico-City
17.05.2018 - 22.06.2018
UNLAKE CITY

„Mexico-City ist ähnlich gelegen wie Venedig. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Venedig im Meer gebaut wurde und Mexico-City auf einem See errichtet ist.“ So beschrieb der 1602 in England geborene und 1625 im Vizekönigreich Neuspanien angekommene Dominikanermönch Thomas Gage Mexico-City.
Heute ist Mexico-City die bevölkerungsreichste Metropole des amerikanischen Kontinents. Etwa 2000 Meter über dem Meeresspiegel gelegen ist sie von über 3000 Meter hohen Bergen umgeben. Allein diese besondere geografische Lage mit Hinblick auf ihre zukünftige Entwicklung, Versorgung und Gestaltung gibt Anlass dazu sich genauer mit der historischen Entwicklung der Stadt auseinanderzusetzen und die darin entstandene Architektur von der Vergangenheit bis hin zur Gegenwart näher zu betrachten. Aus diesem Grund widmet sich die Ausstellung UNLAKECITY nicht nur rückblickend auf die Bedeutung des Wassers in Wechselwirkung mit der urbanen Entwicklung, sondern zeigt zukunftsweisende Projekte in der Gestaltung von öffentlichem Raum, die das Stadtbild maßgeblich geprägt haben und prägen.
Die Ausstellung, kuratiert von Miquel Adrià und Alejandro Hernández Gálvez spielt mit dem Titel UNLAKECITY auf den Transformationsprozess an, der sich über die Jahrhunderte im ehemaligen Flusstal von Mexiko ereignet hat. Der Begriff nimmt Bezug auf „un lago“, einen See, und „unlake“, den Vorgang des Verschwindens des Sees durch stetige „urbane Entwässerung“. Die Ausstellung ist entsprechend des Titels: where there was a lake, now there is a city in zwei Bereiche gegliedert. Im Zentrum des ersten Teils illustriert ein topografisches Modell des Flusstals den derzeitigen Grundwasserstand und den Bezug auf den urbanen Kontext. Historische und aktuelle Karten, Pläne, Fotografien und ein Film ermöglichen einen Einblick in die Stadtentwicklung der vergangenen 500 Jahre bis heute. Davon ausgehend präsentiert der zweite Teil der Ausstellung Arbeiten, die den Blick in die Zukunft richten: Angefangen mit Interviewbeiträgen von mexikanischen Architekten, Stadtplanern und Intellektuellen über großformatige Bilder, die Projekte des öffentlichen Raums und städtischen, kulturellen Lebens darstellen, wie Plätze, Parks, Museen, Schulen, Märkte und Krankenhäuser, bis hin zu utopischen Entwürfen und Projekten, die sich bereits in der Bauphase befinden.
Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der Mexiko Deutschland Allianz zum Dualen Jahr entwickelt. Das Duale Jahr zwischen Mexiko und Deutschland wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Enrique Peña Nieto ins Leben gerufen, um das gegenseitige Verständnis, die Zusammenarbeit und den Austausch beider Gesellschaften für eine gemeinsame Bewältigung globaler Herausforderungen im 21. Jahrhundert zu stärken. Das Duale Jahr bietet ein umfassendes kulturelles, akademisches und wirtschaftliches Programm das zur Förderung der vorhandenen freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern beitragen soll.

 

 

Ausstellungsort

Architekturgalerie e.V.

Türkenstr. 30 (Eingang über Architekturbuchhandlung L. Werner) • 80333 M
Tel. +49 89 28 28 07
www.architekturgalerie-muenchen.de
Mo–Fr 9–19 • Sa 9–18




Zentrum für Architektur, Stadt und Design
Bunker • Blumenstraße 22, 80331 M
www.architekturgalerie-muenchen.de
Der Hochbunker in der Münchner Altstadt wird zu einem Zentrum für Architektur, Stadt und Design. Mit Wechselausstellungen zu aktuellen nationalen und internationalen Themen, einer Dauerausstellung zur Stadtentwicklung Münchens und einem Stadtmodell wird hier eine Plattform für den öffentlichen Diskurs über Baukultur entstehen. Wir schaffen einen Ort, der offen ist für gute Ideen, eine Experimentierfeld für kreative Geister, ein Treffpunkt für Interessierte aus aller Welt. Bis zu seinem Umbau bespielen wir den Bunker temporär mit Veranstaltungen, Installationen und Ausstellungen