Galerie Karin Sachs

Galerie Karin Sachs
Augustenstr. 48 • 80333 München
Tel. + Fax +49 89 201 12 50
www.GalerieKarinSachs.de
Di-Fr 13-18 • Sa 12-16


Laufende Ausstellungen

Keine laufenden Ausstellungen.

Kommende Ausstellungen

Rune Mields
Das Kreuz der Ungeraden
06.06.2013 - 27.07.2013


Vergangene Ausstellungen

Mladen Bizumic
Keep Me. Protect Me. Share Me.
22.03.2013 - 25.05.2013

Mladen Bizumic
Subsitute (Kodak Polaroid EK-160 EF) carbon, camera, 2013
9,5 cm x 21cm x 14 cm

MLADEN BIZUMIC
*1976 Sremska Mitrovica, Woiwodina, (Ex-Jugoslawien),
aufgewachsen in Auckland, Neuseeland, lebt in Wien, Österreich

Keep Me. Protect Me. Share Me.
"... Man muss ganz, ganz still sein, dann hört man sie. Sie sagen: Bewahrt mich auf. Beschützt mich. Schaut mich an. Dann bleibe ich für immer lebendig ..." Eastman Kodak Company, TV-Werbung, 2005

Am 20. Januar 2012 reichte die legendäre Fotofirma Kodak ihren Insolvenz- und Vergleichsantrag ein. Das Paradoxe daran ist, dass Kodaks eigene Erfindung die Firma nun ruiniert hat. 1975 erfand Steven Sasson, ein Ingenieur der Firma Kodak in Rochester, New York, die erste Digitalkamera. Obwohl diese Erfindung im Patentamt der USA unter der Nummer #4131919 registriert ist, entschied sich der damalige Verwaltungsrat von Kodak gegen die Entwicklung und Vermarktung dieser bahnbrechenden Technologie ohne Fotofilm, um das eigene, damals lukrative Filmgeschäft dadurch zu schützen.

In Keep me. Protect me. Share me. zeigt Bizumic viele unterschiedliche „Fotosituationen", durch welche man einen Einblick in die wirtschaftlichen, historischen und technischen Bedingungen erhält, wobei die Bilder so hergestellt sind, dass weder der Eindruck einer nostalgischen Rekonstruktion der Fotografie des 20. Jahrhunderts entsteht noch der einer ironischen Manifestation von Kodaks
Bankrott. Stattdessen lotet die Ausstellung die formalen Grenzen der Fotografie an sich aus, die mögliche Darstellung und Wirkung von Humor, Poesie und Politik. Dabei soll der Anschein erweckt werden, dass es sich bei der Fototechnik um eine vermeintlich „neutrale“ Technologie handelt.

Dan Asher
Fotografie
24.01.2013 - 09.03.2013

Dan Asher
Serie Antarctica, 2000
C-Print, je 70 x 105 cm
Auflage 7

DAN ASHER
*1947 in Cleveland / Ohio, USA – 2010 New York

Studium der Soziologie und Anthropologie. Reisen und Aufenthalte in Europa, Südamerika, Japan.
Dan Asher's Arbeit umfasst Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien und Videos.

Asher's exzentrische Persönlichkeit machten ihn zu einer unverwechselbaren Figur der New Yorker Kunstszene, er hatte einige der eindrucksvollsten und ehrlichsten Arbeiten in New York City in den vergangenen drei Jahrzehnten produziert.
Um Bilder von schimmernden Eisbergen zu machen, benutzte er eine einfache Kamera. Die Aufnahmen entstanden zuerst in Grönland, später in der Antarktis.

Marsha Cottrell, Flora Hitzing, Thomas Pöhler, Jens Risch
Im Gleichgewicht ist die Materie blind
27.10.2012 - 15.12.2012

Abbildung: Marsha Cottrell

Kuratiert von Dr. Magdalena Holzhey

Marsha Cottrell *1964, lives in New York
Flora Hitzing *1978, lives in Düsseldorf
Thomas Pöhler *1966, lives in Düsseldorf
Jens Risch *1973, lives in Berlin

Im Gleichgewicht ist die Materie sozusagen "blind", in gleichgewichtsfernen Zuständen beginnt sie wahrzunehmen. Die Naturwissenschaftler Ilya Prigogine und Isabelle Stengers formulieren mit diesem Satz in ihrem Buch „Dialog mit der Natur“ ihre auf neuen Forschungen zur Thermodynamik beruhende Erkenntnis, dass Materie unter bestimmten Bedingungen sich selbst zu organisieren, ein Eigenleben zu entwickeln beginnt und in einem Wechselspiel zwischen Zufall und Notwendigkeit neue Strukturtypen ausbildet. Grundlegend für Prigogines naturwissenschaftlichen und -philosophischen Ansatz ist die Bedeutung der Zeit: Indem er Zeitlichkeit, Werden und Entstehen in physikalische Gesetzmäßigkeiten einführt, verbindet er Grundgesetze der Physik mit Fragen nach der Entstehung des Lebens.
Die vier ausgewählten Künstler setzen sich je auf ihre eigene Weise mit Schöpfungsprozessen auseinander, mit räumlichen und zeitlichen Dimensionen, der Spanne zwischen Materialisierung und dem nicht mehr Greifbaren, mit universaler abstrakter Bewegung und der Erschaffung neuer Strukturen. Marsha Cottrell (*1964, lebt in New York) kreiert mithilfe des Computers erstaunliche Kosmogonien, die auf Überresten typographischer und digitaler Prozesse beruhen und, in aufwändigem Experimenten gedruckt, irgendwo zwischen Planetenbildern und Molekülstrukturen angesiedelt zu sein scheinen. In einem jahrelangen Arbeitsprozess entstanden, gleicht Jens Risch' (*1973, lebt in Berlin) Seidenstück einem organisch gewachsenen Gebilde, ist ein Stück extrem verdichtete Zeit, das – vergleichbar etwa dem vertikalen Erdkilometer von Walter de Maria – seine räumliche Dimension in der Vorstellung entfaltet.
Wasser und Fels, das vermeintlich Ewige und das Flüchtige setzt Thomas Pöhler (*1966, lebt in Düsseldorf) in seinen Steinaquarellen gegeneinander, in denen die Schaffung einer schattenhaften, im Moment des Erscheinens schon wieder verschwindendenden Spur gedanklich einen weiten zeitlichen Raum öffnet. Flora Hitzing (*1978, lebt in Düsseldorf) nähert sich in variierender Wiederholung dem Motiv der Brandungswelle, dem Versuch, das Bewegte bildhauerisch zu Form werden zu lassen und den Höhepunkt der Welle, den Moment des Stillstands zwischen Aufbäumen und Brechen, immer wieder aufs Neue zu formulieren.

Markus Weis
14.09.2012 - 13.10.2012

Markus Weis
Bad, 2010
Öl/ Leinwand, 44 x 59 cm

Die Galerie Karin Sachs zeigt erstmals das Werk des Berliner Malers Markus Weis.

In seinen Bildern stehen sich Realismus und Abstraktion unvermittelt gegenüber. Seine vielseitige und zwischen Genres und Stilen wechselnde Malerei fasziniert durch die Spannung zwischen Gegenständlichkeit und der Reduktion auf die Form.

Erstmals stellt der Künstler jetzt in München aus und zeigt seine neue großformatige Arbeit Passion, ein die gesamte Bildfläche bedeckender violetter Vorhang. Der Rhythmus von Licht und Schatten, die stufenlos vermalten Farbübergänge lassen die Falten des Vorhangs zu einem unscharfen Streifenraster werden. Es ist ein monumentales Bild der Meditation von intensiver farbiger Präsenz. Die Ausstellung zeigt außerdem kleinere Interieurs, die durch ihre stille Atmosphäre bestechen und eine zeitlose Ruhe ausstrahlen.

Immer wieder kommt auch die in leuchtenden Farben gemalte menschliche Figur in den Arbeiten von Markus Weis vor. Dabei gilt das Interesse des Malers dem Stoff der Kleidung und dessen sinnlicher Erscheinung mehr als beispielsweise der Oberfläche des Gesichts. So betonen diese Portraits das Universelle des dargestellten Menschen mehr als seine persönliche Individualität.

Die Bilder von Markus Weis sprechen von einer Grenze des Sichtbaren – mit den Worten des Malers: „Das Sinnliche ist mein Thema, aber das Übersinnliche mein Ziel.“

Alexandra Wacker
„Das bin Ich“
25.05.2012 - 21.07.2012

Alexandra Wacker, Domus II, 2012,
Öl auf Leinwand, 145 x 110 cm

ALEXANDRA WACKER
„Das bin Ich“

Der Titel der aktuellen Ausstellung der österreichischen Künstlerin Alexandra Wacker ist unterschiedlich interpretierbar: einerseits stellt der Fokus auf vegetabile Formen, auf „natürliche“ Landschaften, die in Kontrast zu zivilisatorisch gebändigten Versatzzeichen gesetzt werden, ein Kontinuum ihres Schaffens dar. Gleichzeitig deutet sie damit aber auch eine gewisse Zäsur an, indem sie auf eine im Vergleich zu ihren bisherigen Arbeiten mehr aufs Detail bezogene Sicht verweist.

Dominierte bisher oft die Vogelperspektive, aus der heraus parallel verschiedene Zeiten und Orte zu spezifischen Szenarien verknüpft wurden, hat sich ihr Blick mittlerweile gleichsam ins Geschehen hineingezoomt, so dass sie sich immer mehr der Abstraktion annähert. Mit der Untersuchung dieser Strukturen erweiterten sich auch die malerischen Mittel: lasierende Farbaufträge machen zunehmend stärkeren Schichten Platz, was vorher als Andeutung offen blieb, ist nun sehr konkret. Nichtsdestotrotz bleibt die für Wacker so typische Farbpalette erhalten.

Gänzlich anders ihre Tuschearbeiten: gleich Bühnenbildern öffnet sich hier die Weite einer Landschaft, lädt gleichsam ein, sie zu betreten und in ein eigenes Universum einzutauchen, dessen flirrend-atmosphärische Schilderung auch als Referenz an die Landschaftsmalerei des 18. Jahrhunderts gelesen werden kann. Dass die Papierarbeiten ungerahmt, gleichsam ungeschützt und „roh“ präsentiert werden, erhöht den Reiz der Unmittelbarkeit, der von diesen Bildern ausgeht.

August: Galerieferien, nur nach Vereinbarung geöffnet

Ben Kruisdijk
23.03.2012 - 12.05.2012

Ben Kruisdijk, o.T., 2012, Acrylfarbe auf Holz, 17 x 13 6 cm

BEN KRUISDIJK / CONNY KUILBOER
„move to the edge and declare it the new centre“

Cairo Stories
Judith Barry
21.10.2011 - 10.12.2011