Galerie Renate Bender

Galerie Renate Bender
Maximilianstr. 22 • 80539 M
Tel. +49 89 30 72 81 07
www.galerie-bender.degaleriebender@gmx.de
Di-Fr 11-18.00 • Sa 11-15

Maximilianstraße 22, 2. Stock


Laufende Ausstellungen

Douglas Allsop und Peter Weber
Black and White
11.05.2013 - 29.06.2013

Unter dem Titel „Black & White“ werden den perfekten, hochglänzend schwarzen Wandarbeiten von Douglas Allsop weiße Faltungen von Peter Weber gegenübergestellt. Geometrie und klare Ordnungssysteme sind die Basis beider Positionen. Die weißen Faltungen aus Filz und Papier mit ihrer starken stofflichen Präsenz bilden den Gegenpart zu den reflektierenden, den Raum aufgreifenden Arbeiten von Douglas Allsop.

Douglas Allsop, geboren 1943 in London, lebt und arbeitet in London
Minimal und Concept Art – beide Richtungen verweisen auf das Werk von Douglas Allsop. Einfachheit und Ordnung, unpersönlich und doch emotional, Schwarz und Weiß, reflektierte Farbe und Abwesenheit einer persönlichen Handschrift sind seine schöpferischen Voraussetzungen. Ebenso der Raum und die Menschen, die sich darin bewegen und vor den hochglänzenden Arbeiten Teil derselben werden.
Allsops spiegelnde schwarze Oberflächen setzen sich klar vor dem weißen Hintergrund ab und eröffnen durch Reflexion ihrer Umgebung Ein- und Ausblicke in scheinbar neue Räume. Variabel und lebendig werden seine Bildobjekte, die er aus industriellen Materialien wie etwa Acrylglas fertigt, durch die Bewegung des Betrachters, welcher so selbst zum wichtigen Bestandteil der Arbeiten wird. Durch ihre Raumbezüglichkeit und -wirkung weisen die strengen geometrischen Grundformen, Rasterstrukturen und Ordnungssysteme über ihre Materialität hinaus auf die subjektive Natur des Sehens hin. Ambivalent und an den Grenzen der Medien angesiedelt, entziehen sich die Arbeiten Douglas Allsops der Zuschreibung zu einer bestimmten Kategorie.

Peter Weber wurde 1944 in Kollmar/Elbe geboren, er lebt und arbeitet bei München.
Die Op Art, der imaginäre Raum, bestimmen Peter Webers frühe Jahre als Maler, aber schon bald fasziniert ihn das Phänomen der Faltung an sich und die mathematische Vielfalt dieser Technik. Mitte der 1970er Jahre entstehen die ersten Faltarbeiten, welche dann seit Anfang der 1990er Jahre vollends seine künstlerische Arbeit bestimmen. Auf Faltungen aus Papier und Leinwand folgen bald auch ungewöhnliche Materialien wie Kunststoffe oder gar Stahl.
Peter Webers Arbeiten tragen - mal streng, mal spielerisch - in sich immer eine Herausforderung an das kombinatorische Denken des Betrachters, sind sie doch aus nur einem Stück gefertigt und kommen ohne einen einzigen Schnitt durch die Fläche aus.
Seit 2001 ist der “power-volle” Filz zum dominierenden Werkstoff geworden, ein organisches Material voller Widerstand und Schwere. Die Bändigung der Filzbahn in die von ihm vorgegebene geometrische Konstruktion führt hier zu Arbeiten von skulpturaler Ausdrucksstärke.
In der Ausstellung bilden die weißen Faltungen aus Filz und Papier mit ihrer starken sfofflichen Präsenz den Gegenpart zu den reflektierenden, den Raum aufgreifenden Arbeiten von Douglas Allsop.

Abbildungen
Startseite, Reihung (Ausschnitt) und Galerieseite oben:
Peter Weber
Quadrat+Rechteck FW6 - 2013
Filz weiß gefaltet
Format 55 x 55 cm

Startseite, Slider:
Douglas Allsop
Reflective Editor, 4 Diptychs 2011 - 12
Cast acrylic Sheet, hardened steel pin, polyester tube
Edition of 3*
each 75 x 30 x 0,3 cm



Kommende Ausstellungen

Noch keine kommende Ausstellung eingetragen.

Vergangene Ausstellungen

Inge Dick und Hellmut Bruch
„Wie sehe ich das Licht?“ - „How do I see the light?“
14.03.2013 - 04.05.2013

Startseite, Slider (Ausschnitt) und Galerieseite:
Inge Dick
herbst licht weiß, 2012/19
90 x 147,5 cm - 16:20:45 - 08:25:00

Startseite, Reihung (Ausschnitt):
Hellmut Bruch
„hexagonale progression“, 2010
Farbloses Acrylgas, 123 x 29 x 24,5 cm 


Inge Dick, geboren 1941 in Wien, lebt und arbeitet in Loibichl am Mondsee, Oberösterreich.
Mit ihren Fotoprojekten – sei es nun mit den großen Polaroid-Kameras oder mit ihren Filmprojekten „zinnober“ (2007) und „blau, unendlich“ (2010) gehört Inge Dick zu den ausgefallenen Positionen in der zeitgenössischen, experimentellen Fotografie und Filmarbeit.
Ihr jüngstes Projekt „herbst licht weiß“, realisiert an drei Tagen (28.8., 24.9., 25.9.2012), dokumentiert die Licht- und Farbveränderungen einer weißen Fläche, die über insgesamt ca. 55 Stunden gefilmt wurde. Die aus dem Film entstandenen Stills werden erstmals im Frühjahr 2013 in der Galerie Renate Bender gezeigt.

Hellmut Bruch, geboren 1936 in Hall/Tirol, lebt und arbeitet in Hall/Tirol.
Seit den frühen künstlerischen Anfängen beschäftigt sich Hellmut Bruch mit der „Offenen Form“, die er im Besonderen mit der Fibonacci-Folge darstellt. Seine hauptsächlichen Werkstoffe - Edelstahl und Acrylglas - entziehen sich durch das Licht ihrer unmittelbaren Präsenz. Durch ihren schimmernden Glanz oder zarte Durchsichtigkeit lassen die Plastiken das Licht zum Hauptmentor ihres Seins werden.
„Mit dem Einfachsten Wesentliches ausdrücken“ gehört zum Kanon des künstlerischen Schaffens von Hellmut Bruch.

Papierwelten II
World of Paper II
10.01.2013 - 02.03.2013

John Fraser
Composition with Burgundy Vertical
2001, 33 x 33 x 5 cm

Das Thema Papier als Werkstoff gehört seit vielen Jahren zum Programmspektrum der Galerie und die erste Ausstellung im neuen Jahr widmet sich dieser Thematik. Neben den Galerie-eigenen Künstlern werden mit Jo Enzweiler und Oskar Holweck zwei weitere anerkannte Positionen der
Auseinandersetzung mit Papier inkludiert:


Jo Enzweiler - D
John Fraser - USA
Oskar Holweck (+) - D
Ole Müller- D
Rakuko Naito - JP/USA
Reinhard Wöllmer - D


Regine Schumann und Alberto Frei
im fluss
08.11.2012 - 22.12.2012

Regine Schumann
swings, 2012, Acrylglas fluoreszierend
170 x 118 x 10 cm, Foto: e.weible, köln

Regine Schumann, geboren 1961 in Goslar, lebt und arbeitet in Köln und Alberto Frei, geboren 1963 in Meran, Italien, lebt und arbeitet in Köln.
Regine Schumann arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit fluoreszierenden Materialien. Die klaren Formen ihrer Werke, die sich unter Schwarzlicht zu stark leuchtenden Lichtkörpern wandeln, intensivieren die Strahlkraft der Farben. Sie verfolgt in ihrer künstlerischen Arbeit die chamäleonhafte Verwandlung von Raum unter dem Einfluss von Licht und Farbe. Sie greift dabei in architektonische Gegebenheiten ein, setzt der oftmals puren Nutzarchitektur eine auratische Kunst mit einer »Tages«- und einer »Nachtseite« entgegen.
Seit 2011 kooperiert Regine Schumann mit dem Kölner Fotografen Alberto Frei. Eine gemeinsame Installation im Sommer 2011 in Santa Fe, NM brachte die beiden nach Marfa, Texas und weiter nach Santa Fe. Die auf dieser Reise entstandenen Fotografien der texanisch/mexikanischen Landschaft von Alberto Frei und neue, für die Ausstellungsräume der Galerie konzipierte Arbeiten von Regine Schumann aus fluoreszierendem und nachleuchtendem Plexiglas sind Inhalt der Ausstellung „im fluss“.

Faltwelten It's all in the fold
Hermann Glöckner, Ewerdt Hilgemann, Horst Linn, Ben Muthofer, Jeremy Thomas, Timm Ulrichs, Peter Weber
14.09.2012 - 25.10.2012

Peter Weber
Streifendurchdringung II FOR6
2012, 94 x 94 cm

Zwischenzeitlich ist es zur Tradition in der Galerie Renate Bender geworden, anlässlich der OPEN ART MÜNCHEN thematische Ausstellungen zu konzipieren.

In diesem Jahr wird sich die Ausstellung mit dem komplexen Thema der Faltung in der Bildenden Kunst auseinandersetzen und die Galeristin Renate Bender hat Peter Weber gebeten, dies in einer Ausstellung zu dokumentieren.

Peter Weber beschäftigt sich im Rahmen seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit seit mehr als 20 Jahren mit der Faltung und hat zur diesjährigen Ausstellung "Faltwelten" Künstlerkollegen zur Teilnahme eingeladen. Hierbei richtet sich das Augenmerk auf Künstler, die sich in ihrem künstlerischen Schaffensprozess entweder ausschließlich oder im Rahmen eines spezifischen Werkzyklus mit der Faltung auseinandergesetzt haben oder hatten. Bedingt durch die Größe der Galerieräume konnten sieben künstlerische Positionen berücksichtigt werden:

Hermann Glöckner, Dresden (+) - D
Ewerdt Hilgemann, Amsterdam - NL
Horst Linn, Dortmund - D
Ben Muthofer, Ingolstadt - D
Jeremy Thomas, Santa Fe (NM) - USA
Timm Ulrichs, Hannover - D
Peter Weber, München - D

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Textbeiträgen folgender Autoren:

Gerda Ridler, Freie Kuratorin und Autorin, München
Dr. Tobias Hoffmann, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt
Markus Zehenbauer, Freier Autor, München


Susan York – Alfonso Fratteggiani-Bianchi
„Pure“
28.06.2012 - 04.08.2012

Liebe Freunde der Galerie,

es freut mich, Sie zu unserer dritten Ausstellung im Rahmen der neuen Ausstellungsreihe in die Galerie einladen zu dürfen. Mit Susan York und Alfonso Fratteggiani Bianchi treten zwei Künstler in den Dialog, die beim Umgang mit den verwendeten Materialien zur Erstellung ihrer Werke einen absolut minimalistischen Ansatz vertreten. Die daraus resultierenden monochromen Arbeiten wirken in ihrer puristischen und ästhetischen Qualität.

Vernissage am Donnerstag, 28. Juni 2012 von 19 bis 21 Uhr
Einführung: Gerda Ridler
Matinée am Samstag, 30. Juni 2012, 11 bis 15 Uhr
Zu beiden Positionen erscheint ein Katalog, den wir Ihnen gerne zukommen lassen.

Alfonso Fratteggiani Bianchi wurde 1952 in Pieve Caina, in der Provinz Perugia, Italien geboren.
Er lebt und arbeitet auch heute noch in der Provinz Perugia.
Der italienische Maler entdeckte für sich in seinem Arbeitsprozess, dass pures, reines Pigment mit der Hand eingerieben in den typischen Sandstein der Region „Pietra Serena“, von diesem bis zu einem gewissen Sättigungsgrad absorbiert wird. Ohne Binde- oder Fixierungsmittel scheint das reine Pigment auf dem Stein zu schweben und verleiht den Arbeiten eine geradezu samtene Oberfläche. Diese absolut reine, unverfremdete Umgehensweise mit der Farbe, lässt die Farbe in ihrer pursten Form, dem Pigment, Farbe sein.
Susan York wurde 1951 in Newport, Rhode Island, USA geboren.
Sie lebt und arbeitet in Santa Fe, New Mexico, USA.
Susan Yorks Arbeiten leben in der Tradition des amerikanischen Minimal und genießen dennoch ihre absolute Eigenheit. Die schimmernden, silbrig-schwarzen, immer leicht asymmetrischen Kuben entstehen aus feinstem Graphitstaub. Die Künstlerin presst diesen in feuerfeste Formen und brennt diese bei hoher Temperatur im Brennofen. So entstehen kompakte Kuben unterschiedlichster Ausmaße. Die Rohlinge erfahren dann erst ihre eigentliche Gestaltung, indem sie ihre endgültige Form erhalten und dann in einem aufwendigen Polierprozess geglättet werden. Schwebend an der Wand verraten sie nichts von ihrem massiven, gewichtigen Inhalt sondern schimmern realitätsfern, das Licht einfangend und zur Kontemplation einladend.

Jus Juchtmans und Bill Thompson
„vis-à-vis
10.05.2012 - 23.06.2012

Jus Juchtmans - Bill Thompson

Jus Juchtmans wurde 1952 in Morstel geboren, er lebt und arbeitet in Antwerpen, Belgien.

Jus Juchtmans Gemälde treten dem Betrachter als farbige Flächen entgegen, die, vor allem dann, wenn sie aus größerer Distanz wahrgenommen werden, wie Fenster wirken, die den Blick in einen anderen Raum freigeben. Dieser Eindruck ergibt sich aus zwei eigentümlichen Eigenschaften der Bilder: einerseits aufgrund ihrer hoch glänzenden Oberflächen, die den Raum, in dem sich die Bilder befinden, wie in einer Milchglasscheibe reflektieren, und andererseits ihrer differenzierten farbigen Beschaffenheit wegen, die zumindest Assoziationen an bestimmte Formen, die wiederum auf Gegenständliches zu verweisen scheinen, ermöglicht. Bei einer Betrachtung aus näherer Distanz verschiebt sich dieser Eindruck in spezifischer Weise. Denn in dem Maße, wie das Gemälde nun vor allem den es Betrachtenden reflektiert, erscheint dieses reflektierte Bild gewissermaßen in den Bildraum hineingezogen und tritt hier, vielfach gebrochen, als ein Motiv auf, wird also Teil des Bildes, solange es betrachtet wird. Dabei erfährt der Betrachter sein reflektiertes Bild als ein Phänomen, das gleichermaßen durch ihn selbst wie durch die Malerei konstituiert ist: als ein virtuelles Bild in einem farbigen Lichtraum, den das Gemälde zwischen seiner Oberfläche und dem Bildgrund aufzuspannen scheint.
Prof. Dr. Michael Fehr


Bill Thompson wurde 1957 in Ipswich, USA geboren, er lebt und arbeitet in Boston, USA.

Die Arbeit von Thompson, ursprünglich ein minimalistischer Maler, ist im Laufe des letzten Jahrzehnts in zunehmendem Maße dreidimensional geworden. Heute ist sie fest im Bereich des Skulpturalen verankert. Der Künstler sieht seine Arbeit als eine ständige Suche nach den elementarsten und plastischsten Formen, die als Vehikel für seine malerische Leidenschaft für Farbe dienen können. Während der Prozess, der zu diesen glänzenden und sinnlichen Objekten führt, komplex und zeitaufwändig ist, möchte Thompson, dass die Resultate so erscheinen, als seien sie mühelos und auf natürliche Weise geschaffen worden.

„Angezogen von der Einfachheit und der ihr innewohnenden Schönheit, suche ich permanent nach noch präziseren Wegen, eine Form zu artikulieren. Die Tatsache, dass ich eine Form "artikulieren" möchte, bedeutet, dass ein perfekter Kreis oder ein symmetrisches Oval nicht ausreichen. Es muss ein bestimmendes und daher einzigartiges Merkmal geben; dabei muss das Resultat subtil sein und keine Assoziationen wecken. Meine Hand will diesen Kreis malen, aber mein Kopf beschwört mich, den Kreis auszuschmücken, ja ihm eine weitere Dimension zu geben. Die Lösung scheint immer irgendwo zwischen diesen beiden Impulsen zu liegen.“
Bill Thompson

Ludwig Wilding
„Nichts ist wie es scheint – Ein Seherlebnis“
15.03.2012 - 28.04.2012

Ludwig Wilding, Single Z 22 – 1970, Objekt mit diagonaler Scheinbewegung, 100 x 100 x 10 cm

Ludwig Wilding wurde 1927 in Grünstadt (Pfalz) geboren und verstarb 2010 in Buchholz in der Nordheide.
„visuelle kunst findet primär über den kanal des auges statt“ – dies ist ein Schlüsselsatz aus einem Text Ludwig Wildings aus dem Jahre 1975. Er, der von sich sagte, er mache keine Op-Art, fordert uns heraus, über diesen Begriff zu reflektieren, denn zweifelsohne ist jede kreative Leistung, die mit dem Auge rezipiert wird eine „optische“ Kunst. Er benutzte gerne den Begriff „irritative kunst“, er wollte die Grenzen visueller Wahrnehmung erkunden. Seine Arbeiten hinterfragen die Perzeptionsgewohnheiten des Betrachters und die Interaktion von Auge und Gehirn. Wichtig war für ihn auch die Interaktion des Betrachters, denn nur durch dessen Position im Raum oder dessen Bewegungen verwandelt sich schlussendlich das meist flache Objekt zu einem dreidimensionalen Seherlebnis.
Ludwig Wilding zählt zu den führenden Persönlichkeiten dieser Kunstrichtung, als deren Bezeichnung sich der Begriff „Op-Art“ dennoch international festgeschrieben hat.
Neben beeindruckenden großformatigen Originalwerken, wie im Flyer abgebildet, zeigen wir auch eine Auswahl von multiplen Auflage-Objekten in mittleren und kleinen Formaten.