Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Galerie an der Pinakothek der Moderne – Barbara Ruetz

Gabelsbergerstr. 7 • 80333 M
Tel. +49 89 288 077 43 • Fax +49 89 273 740 43
www.galerie-ruetz.de
Di–Fr 12–19 • Sa+So 12–18 (So nur Besichtigung) • Mo nach Vereinbarung
barrierefrei

Gabelsbergerstr. 7
80333 M

Laufende Ausstellungen

Michael von Hassel  / Rosali Schweizer

Michael von Hassel / Rosali Schweizer

Fotografie + Windskulpturen und Mobiles

09.09.2017 - 05.11.2017
Zur Open Art in München präsentiert die Galerie an der Pinakothek der Moderne Fotoarbeiten von Michael von Hassel. Unter anderem, menschenleere Bierzelte, die „Oktoberfest Cathedreals“, die Michael von Hassel um vier Uhr morgens ablichtete. Aber auch seine mächtigen Landschaftsaufnahmen sind legendär. Die hyperrealistische Fotografien des Künstlers Michael von Hassel entstehen durch Mehrfachbelichtung und anschließendes Zusammenfügen mehrerer Einzelaufnahmen. Michael von Hassel verfremdet die Realität und schärft paradoxerweise dadurch den Blick des Betrachters für die Wirklichkeit. Er arbeitet akribisch genau und hat so eine eigene Bildsprache entwickelt. Pulsierend und vibrierend in der Farbe, weit weg von modischen Schwarzweißfotografien.
Highlight der Ausstellung werden ohne Zweifel, die noch nie gezeigten Fotografien seiner Nordkoreareise dieses Jahres sein. Hier arbeitete er unter erschwerten Bedingungen, nicht weil ihm wie in Sibirien ständig die Kamera bei -50° C einfror, sondern weil er ständig in Begleitung war bzw. unter Beobachtung stand welches Motiv er ablichtete. Keine leichte Aufgabe, denn ein Warten auf besseres Licht oder ein Suchen nach der idealen Perspektive war so geradezu unmöglich. Dennoch berichten auch die Aufnahmen aus Nordkorea durch Überschärfen und Überlagerung von einem unmittelbaren Erleben von Wirklichkeit, vom Akt des Sehens und vom Umformen des Gesehenen in fotografische Kunstwerke.
Entstanden sind tiefe, dreidimensional wirkende Fotografien von hoher Farbintensität, immer in der unverkennbaren Bildsprache Michael von Hassels.
Seine Arbeiten sind in unzähligen privaten und institutionellen Sammlungen auf der ganzen Welt vertreten. Die Liste seiner Sammler liest sich wie ein Who is Who von Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur, Sport und Wirtschaft.

Verführerisches Licht und knallbunte Schatten werfen die Werke von Rosali Schweizer in den Raum. Leichte geometrische Körper schweben im Raum um sich fortwährend dem Wandel des Luftzugs anzupassen und auf eine verspielte, fröhliche Art Aufmerksamkeit zu erobern.
Unter dem Überbegriff der „kinetischen Kunst“ entwickelt die Künstlerin technische Konstruktionen aus Draht, Titan, Acrylglas, Carbon- und Glasfasern, aus Papier, Holz und Hightech-Geweben. Größten Wert legt sie dabei auf die Leichtigkeit des Materials, denn im Gegensatz zu anderen bekannten Mobiles aus der Kunstgeschichte bewegt sich jedes ihrer Werke ganz ohne Hilfe von Kurbeln, Hebel oder gar Motoren.
Die grazilen Punkte und Linien in Pink, Orange, Blau und Grün können einen ganzen Raum zum Vibrieren bringen oder still und leise für sich sein – dies immer abhängig von den äußeren Einflüssen wie Luft und Licht.
Rosali Schweizer studierte Design und anschließend Metallbildhauerei an der Hochschule für Bildende Kunst in Kassel bei Professor Eberhard Fiebig. Die darauf folgende Arbeit am Filmset vertiefte ihr Interesse am Zusammenspiel von Licht, Farbe und Bewegung – Themen welchen sie bis heute treu ist und in deren Rahmen sie stetig ihre raffinierten Gefüge weiterentwickelt.
Die fast ständige Dynamik in welcher sich die Arbeiten von Rosali Schweizer befinden, bieten dem Betrachter immer neue Ansichtsflächen und Farbspiele. Sie perfektioniert ihre kinetischen Objekte zu einer Kunstform, die es vermag immer wieder aufs Neue zu überraschen und dem Betrachter ein Lächeln zu entlocken.

Galerieseite und Home (Slider):
Michael von Hassel
Paulaner, 2013
Lamdaprint hinter Diamantweißglas
125 x 200 cm

Home (Reihung):
Rosali Schweizer
Wendepunkt, 2017
Acrylglas
100 x 100 cm
 

Kommende Ausstellungen


Vergangene Ausstellungen

Susanne Zuehlke Malerei / Christian Rösner Skulptur

Susanne Zuehlke Malerei / Christian Rösner Skulptur

29.06.2017 - 15.08.2017
Susanne Zuehlke
Blaues Licht , 2017
Eitempera auf Nessel
85 x 75 cm

Vent Vert, Theben und Den Vorhang lüften – Motive, die in den Titeln von Susanne Zuehlke anklingen, sprechen von Gegenständlichem. So lückenlos lässt sich der Bezug zu den Arbeiten jedoch nicht herstellen; Farbe und Licht werden bei ihr zur formbildenden Kraft, intensiviert durch die Verwendung von Eitempera. Pinselduktus und Farbschichten sind erkennbar, es entstehen Bilder, deren Kompositionen im selben Maß strategisches Vorgehen und müheloses Farbverständnis erfordern.
Zuehlke (*1962) studierte an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei den Professoren Harry Kögler und Helmut Dorner. Sie lebt und arbeitet in Karlsruhe.
Ihre Arbeiten befinden sich in vielen öffentlichen Einrichtungen, u. a. im Regierungspräsidium und in der Städtischen Galerie Karlsruhe, in der Sammlung Würth, Künzelsau und der University of Arizona, Tucson USA.

Bei Christian Rösners Skulpturen von Menschen und Tieren transportiert die Form das Inhaltliche: Themen sind allgemeine menschliche Seinsbedingungen und die Charakteristik der menschlichen Existenz, sowie die Polarität der Geschlechter. Beeinflusst von seinem Lehrer Prof. Christian Höpfner, der in der Tradition der figürlichen Bildhauerei steht, kommt er zu einer eigenen Art der plastischen Sprache, in welcher er die Grenzen von Traditionen und Sehgewohnheiten überschreitet.
Christian Rösner (*1969) studierte Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg, wurde 1997 zum Meisterschüler ernannt und arbeitet seit 1998 als freischaffender Künstler in Nürnberg.
Rösners Arbeiten sind in privaten und öffentlichen Sammlungen (z.B. des Museums der Stadt Nürnberg) sowie im öffentlichen Raum zu finden.

 

 
 

Anna Stroh / Skulpturen – Heng Li / Malerei

Anna Stroh / Skulpturen – Heng Li / Malerei

11.05.2017 - 25.06.2017
Heng Li
o.T.
Öl & Acryl auf Leinwand
225 x 205 cm

In den Werken von Heng Li eröffnen sich dem Betrachter weite Steppen und unendliches Grasland. Für den chinesischen Künstler ist Gras Sinnbild für den ewigen Zyklus des Wachsens und des Niedergehens, für den Rhythmus des immer wieder von vorne Beginnens. So gleicht auch seine Arbeitsweise einem Rhythmus. Die einzelnen Grashalme schabt er in tiefe Farbschichten auf der Leinwand, schafft auf diese Weise einen einzigartigen plastischen Effekt. Zweifelsfrei ergibt sich Heng Lis Technik aus seinem künstlerischen Werdegang, der im Alter von sechs Jahren in seinem Heimatland mit dem Erlernen der Kaligraphie begann. Die Akkuratesse der Kalligraphie setzt Heng Li in der freien Kunst in Werke zeitlosen Tiefgangs und rüttelnder Aussagekraft um. Komplex vielfach überlagerte Farbschichten ergeben auf widersprüchliche Art und Weise einen beinahe monochromen Bildraum, der sich am Horizont, schon fast turneresk, aufhellt. Die Galerie an der Pinakothek der Moderne ist stolz Heng Li bereits mit einer dritten Soloausstellung in Malerei zu präsentieren.
Heng Li, geb. 1979 in Urumqi Xinjiang, China, besucht von 1996 – 1998 die Mittelschule der zentralen Akademie der Bildenden Künste in Peking. Darauf von 1999 – 2000 folgt das Studium der Malerei am I. E. Repin-Institut für Malerei, Plastik und Architektur in St. Petersburg. Von 2004 – 2009 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, zunächst bei Prof. Ralph Fleck und dann als Meisterschüler bei Prof. Ottmar Hörl. Heng Li lebt und arbeitet in München.

Anna Stroh setzt sich in ihren Werken mit den Parametern von Stahl und Farbe auseinander. Die Wirkung ihrer Skulpturen und Wandskulpturen sind Anna Strohs außergewöhnlichem Umgang mit diesem, zumeist als kühl empfundenen, Material geschuldet. Durch Pulverbeschichtung und Lackierung verleiht sie ihren Arbeiten eine klare Farbgebung. Die glatte Oberfläche des Stahls lässt diese Farben auf phantastische Art und Weise leuchten – einzigartige Formen scheinen leicht und fragil, fast schwebend – in einem Moment wie Unterwasserwesen im nächsten wie japanisches Origami. In eleganter Manier vereint die junge Künstlerin gekonnt perfekte Ausarbeitung und einmalige Vorstellungskraft.
Anna Stroh, geb. 1987 in Nishnij-Tagil, Russland, studierte Freie Kunst an der Kunstakademie in Düsseldorf (u.a. bei Prof. Reinholf Braun) und schloss mit dem Akademiebrief ab. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Düsseldorf.

 
 

Ramon Surinyac  / Alexander Heil

Ramon Surinyac / Alexander Heil

10.03.2017 - 07.05.2017
Ramon Surinyac
I never asked to be your mountain
Öl auf Holz
40 x 50 cm

Aus der Ferne betrachtet suggerieren die Ölgemälde des spanischen Malers Ramon Surinyac beinahe den Eindruck von Fotografie. Aus der Nähe erkennt man jedoch keine Details, sondern eine starke Abstraktion. Klare Farbwerte werden in kontrastreichen Pinselstrichen nebeneinander gesetzt und geben den zeitgenössischen Charakter seiner Arbeitsweise wieder. Ein Vergleich seiner Werke enthüllt zudem eine endlose Wiederholung: es ist immer wieder das gleiche Motiv zu sehen. Wie im Zoom einer Kamera, ändern sich lediglich Ausschnitt und Maßstab.
Surinyac wurde 1974 in Barcelona geboren. Dort studierte er an der Kunstakademie. 1998 erhielt er ein Erasmus-Stipendium und studierte am Central Saint Martins College of Art and Design in London. Er lebt und arbeitet in Barcelona.

Alexander Heil   (Skulptur)
Alexander Heils Arbeiten sind dem Wechselspiel innerer und äußerer Strukturen menschlichen Lebens gewidmet. Seine abstrahierten, symbolhaften Skulpturen weisen eine Formensprache auf, die die menschlichen Konflikte in diesem Spannungsfeld in ihrer Essenz wie in einer Momentaufnahme festhalten und widerspiegeln. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Haptik des Materials und die irritierende optische Verfremdung der Oberflächen.
Alexander Heil studierte zunächst Landschaftsarchitektur, ist jedoch seit den 90er Jahren bildhauerisch tätig und auf vielen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. 2011 wurde er mit dem Wilfried Koch Preis für Skulptur ausgezeichnet. Der Künstler lebt und arbeitet in der Schweiz.

 
 

Maxim Wakultschik / Nico Kiese

Maxim Wakultschik / Nico Kiese

20.01.2017 - 05.03.2017
Maxim Wakultschik – Malerei
Nico Kiese – Skulptur

Maxim Wakultschik
Plane Windows
2015
Öl auf Dibond

In den Werkserien „Optical Portraits“ und „Wooden Reliefs“ löst Maxim Wakultschik die starren Grenzen des klassischen Bildes auf, indem er seine Arbeiten ins Objektehafte erweitert. Schwerpunkt seines Werkes bilden Gesichter – sich in der Wahrnehmung verändernd und sich ganz aufzulösen scheinend, je näher man ihnen kommt. Die Wirkung erzielt Wakultschik indem er sich in den dreidimensionalen Raum vorwagt und je nach Werkserie Holz, Metall, Papier und Plexiglas den Werkstoff seiner Arbeiten bilden lässt.
Für „Plane Windows“ kehrt Wakultschik zur klassischen Zweidimensionalität zurück. Er fängt die Zeitspanne kurz vor dem Abflug ein. Es ist einer der seltenen Augenblicke in welchem der Mensch ganz mit sich beschäftigt ist, ein Moment des von außen auferlegten Verharrens, in welchem man sich unbeobachtet wähnt.
Der 1973 in Minsk geborene Künstler Maxim Wakultschik studierte von 1992 – 2000 Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Als freier Maler und Objektkünstler lebt und arbeitet er in Düsseldorf.

Im Kernstück „FREI“ verbinden sich die „ewige“ Bronze und Audioaufnahmen zu einer multimedialen Installation. Das klassische Material der Bildhauerei, das bis ins 20. Jahrhundert zu einem der Werkstoffe zählte, aus welchem Skulpturen ausschließlichen gefertigt wurden, nutzt Nico Kiese um inhaltliche Aussage und äußerliche Form zur Frage zu verbinden, in welchem Maße künstlerische Freiheit tatsächlich existieren kann. Zitate und Texte führen zur Kernaussage; werden aber erst durch Interaktivität des Betrachters ausgelöst.
Weiterer Ausgangspunkt für die Bronzearbeiten Kieses ist das Experimentieren mit Materialeigenschaften, welches besonders in seinen kleinformatigen Plastiken zum Tragen kommt. Die organischen Formen und Strukturen erinnern an Blüten- oder Samenkapseln. Im Entstehungsprozess erforscht Kiese das Verhältnis der Zwei- zur Dreidimensionalität und inwiefern dieses Einfluss auf die vollendete Arbeit hat.
Nico Kiese wurde 1983 in Dachau geboren. Von 2005 bis 2013 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München und schloss als Meisterschüler bei Professor Norbert Prangenberg ab. Kiese lebt und arbeitet in München.

 
 

Erika Hegewisch / Jessica Kallage-Götze

Erika Hegewisch / Jessica Kallage-Götze

09.12.2016 - 15.01.2017
Erika Hegewisch – Kaltnadelradierung, Zeichnung
Jessica Kallage-Götze – Skulptur

Erika Hegewischs Hell-Dunkel-Werke schaffen eine geheimnisvolle, traumartige Stimmung. Als Betrachter hält man inne um festzustellen ob die vermeintliche Präsenz im Schatten tatsächlich da ist oder ob die in diffuses Licht getauchten Figuren die einzige Anwesenheit sind. Die samtene Oberfläche, die Erika Hegewisch mit der Technik der Kaltnadelradierung herzustellen vermag, evoziert zugleich Schwermut und Geborgenheit.
Erika Hegewisch wurde in Dortmund geboren und studierte an der Werkschule Wuppertal. Als Illustratorin für klassische und moderne Erzählungen, war ihr die freie Kunst immer ein Anliegen wodurch, 1986 beginnend, konsequent das graphische Œuvre Erika Hegewischs entstand.

Jessica Kallage-Götze widmet sich in ihren Arbeiten der Endlichkeit der Dinge. Was ein vermeintlich klassisches Thema der bildenden Kunst ist, vermag in dem noch jungen Werk der Künstlerin zu erstaunen und zu verzaubern. In ihren Arbeiten spiegeln sich Gegensätze wie Angst und Hoffung, Zweifel und Traum – seelische Erregungen die dem Menschen zueigen sind und bereits der antiken Mythologie als Ausgangspunkt dienten. Durch fragile und flüchtige Materialien wie Glas, Wachs und Eis, aus welchen sie ihre Skulpturen und figürlichen Plastiken fertigt, verleiht sie der Vergänglichkeits-Symbolik ihrer Werke Nachdruck und schafft so nahezu fabulöse Raumbilder.
Die Deutsche Künstlerin studierte freie Kunst an der Akademie der bildenden Künste München und schloss 2010 ihr Studium ab. Einige ihrer Arbeiten finden sich bereits in öffentlichen Sammlungen.

Abbildung: Erika Hegewisch

 
 

Gerhard Rießbeck (Malerei) / Dieter Kränzlein (Skulptur)

Gerhard Rießbeck (Malerei) / Dieter Kränzlein (Skulptur)

21.10.2016 - 04.12.2016
Gerhard Rießbeck
Haus am Ufer, 2014
Öl auf Leinwand
200 x 300 cm

Gerhard Rießbeck wurde 1964 in Lichtenfels geboren. Er studierte von 1987 bis 1993 Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Professor Werner Knaupp. 1991 wurde er zum Meisterschüler ernannt wurde.
Werke des Künstlers befinden sich unter anderem in der Bayerischen Staatsgemäldesammlung in München, in der Sammlung des Deutschen Bundestags in Berlin und im Messner Mountain Museum in Meran.
Seit 2001 reist Gerhard Rießbeck in weit entlegene, kalte und unwirtliche Gegenden, um seiner persönlichen Vorstellung entsprechend in der Tradition der Expeditionsmaler Momentaufnahmen einer rauen und unberührten Landschaft festzuhalten.
Von Wissensdurst getrieben, führt es ihn als Expeditionsteilnehmer des Alfred-Wegener-Instituts auf dem Forschungsschiff „Polarstern“ in die Arktis und die Antarktis, nach Island, Grönland, Lappland und nach Kamtschatka. Auf diesen Reisen hält er die Stille der Natur, noch völlig ungetrübt von einer hektischen Zivilisation, zunächst auf Skizzen fest. Diese erlebten Landschaften werden im Atelier in künstlerischer Weiterentwicklung ausgearbeitet. Die in den teils großformatigen Ölgemälden festgehaltenen Momente der Einsamkeit und Unendlichkeit fesseln den Betrachter angesichts der Erhabenheit der Natur. Die spektakulären Aussichten eröffnen Einblicke in die Abenteuer seiner Reisen, vermitteln dabei gleichzeitig die klirrende Kälte und ohrenbetäubende Stille einer unbeherrschbaren Natur.

Dieter Kränzlein, geb. 1962 in Stuttgart, lebt und arbeitet in Bietigheim-Bissingen. Seine Werke sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
Die Skulpturen sind vornehmlich aus Muschelkalk und grobkristallinem Marmor herausgearbeitet. Durch genau gesetzte Einkerbungen, Einschnitte, Schichtungen und Fräsungen entstehen dynamische, strukturierte Skulpturen. Der Stein erscheint so nicht mehr statisch, sondern kommt in Bewegung. Die Eigenschaften des Steins – hart und schwer – sind nicht mehr wahrnehmbar. Durch sich wiederholende Raster und Strukturen auf den Muschelkalksteinen wird in den Arbeiten eine lineare und zeichnerische Qualität besonders hervorgehoben, so dass das Trägermaterial dem Betrachter leicht und schwebend erscheint. Die durch das Material hervorgerufene imaginäre Kraft ist in Kränzleins Werken zentral.
 

Christopher Corso (Malerei) / Frank Teufel (Skulptur)

Christopher Corso (Malerei) / Frank Teufel (Skulptur)

09.09.2016 - 16.10.2016
Die Galerie an der Pinakothek der Moderne – Barbara Ruetz zeigt jeweils parallel zwei räumlich getrennte Einzelausstellungen in Malerei und Skulptur. Seit der Gründung 1993 werden zeitgenössische Positionen bereits etablierter sowie junger Künstler aus dem In- und Ausland präsentiert. Die Galerie ist programmatisch auf zeitlos ästhetisch Überzeugendes ausgerichtet und seit 2003 fest im Kunstareal Münchens etabliert.

Christopher Corso (*1969 in Bamberg) studierte 1993–1999 bei Prof. G. Winner an der AdBK in München. Er konstruiert duale Wirklichkeiten in welchen die Protagonisten durch Farbigkeit und Brüche in der Komposition vom eigentlichen Bildgrund getrennt sind. Bekanntes wird in neue Zusammenhänge gestellt um die gesellschaftliche Relevanz seiner Themen zur Reflexion des eigenen Daseins anregen.

Der Bildhauer Frank Teufel (*1966 in Tuttlingen) studierte an der Akademie für Gestaltung in Ulm. Thematisch kreist Teufel um Beziehungsgeflechte: von Mensch zu Mensch, aber auch von Objekt zu Mensch und Raum. Seine schlichten Arbeiten entstehen aus Tuffstein, Granit und Marmor.

Galerieseite und Home, Reihung (Ausschnitt):
Frank Teufel
7-15, 2015
Griechischer Marmor
H .110 cm

Home, Slider (Ausschnitt):
Christopher Corso
Liquid Gravity, 2015
Öl auf Leinwand
240 x 100 cm
 

Sissi Edler und Petrus

Sissi Edler und Petrus

28.07.2016 - 31.08.2016
Die 1960 in Graz/Österreich geborene Künstlerin, Kunstpreisträgerin der Stadt Starnberg, lebt und arbeitet in Berg am Starnberger See.
Kontraste von hellen und dunklen Partien, ein Spiel zwischen matten und schimmernden oder glänzenden Bildelementen, die Komposition der Flächen im Zusammenwirken mit filigranen Schriftzeichen bestimmen den Gesamteindruck von Edlers Gemälden. Reich strukturiert und dickfarbig gestaltet sie gerne auch ganze Teilflächen, die in leuchtenden, intensiven Farben über die Leinwand fluten. Verschwommene Ränder lassen die Farbe auf geheimnisvolle Weise schwingen. Die Künstlerin arbeitet schichtweise, ritzt in die Farbflächen, übermalt, setzt Papier auf den Untergrund und mischt verschiedene Materialien, um am Ende mehrere Ebenen zu erhalten, die ein tiefes Eintauchen ermöglichen. Die Bedeutung des Bildes liegt in seiner Balance von Abstraktion und Gegenständlichkeit, im kontrollierten Wechselspiel von mächtigen Farbflächen und ihren Formen.

Für seine Arbeiten dienen dem 1951 in Bad Mergentheim geborenen Bildhauer Petrus persönliche Begegnungen und Erfahrungen als Anregung, die er in plastischen Werken verdichtet und ironisch konterkariert. Die erste Umsetzungsphase ist von einer intensiven zeichnerischen Auseinandersetzung mit der noch abstrakten Grundidee geprägt. Als erste rohe Skizze wird die im Künstler reifende Idee mit kurzen, heftigen Strichen zu Papier gebracht. Nach der Reihe entstehen so unterschiedliche Zeichnungsvarianten. Im weiteren Schritt geht der Künstler dazu über, die Bildidee plastisch umzusetzen. Die in den Zeichnungen zuvor festgehaltenen und genau beobachteten Bewegungsabläufe werden im Arbeitsprozess in die dritte Dimension übertragen, dadurch verändert und interpretiert. Verzerrung und Übersteigerung der Motive gehören dabei ebenso zum künstlerischen Repertoire wie Reduktion und Zusammenfassung.
Neben dem für Petrus zentralen Werkstoff Holz spielen ungewöhnliche Materialien wie Ofenkitt, Draht, Wachs, Gebrauchsobjekte des Alltags, Papier oder – wie in seinen neuesten Arbeiten – ganze Bücher mit ihren spezifischen Charakteristika in die Wirkung der meist kleinformatigen Figuren und Objekte hinein und verleihen ihnen eine fragile und ephemer anmutende Erscheinungsform, die auch den geringsten Anflug von Pathos auf’s Korn nimmt oder gleich im Keim erstickt.
In fast allen Arbeiten geht es dem Künstler um den Menschen und um sein Handeln und Verhalten. Es sind die zwischenmenschlichen Bereiche, aber auch bestimmt Eigenheiten und Fehler, die Petrus anregen. Ein weites Feld, dem der Künstler besondere Aufmerksamkeit widmet, sind die ‚Problemfelder‘ und Spannungsverhältnisse zwischen Mann und Frau. Petrus erzählt in seinen Kunstwerken Geschichten, überaus menschliche Geschichten, in denen sich Wahrheit mit Erinnerung, Fiktion und Phantasie verbinden. Immer sucht der Künstler dabei, der den menschlichen Gegebenheiten innewohnende Ambivalenz und Wandelbarkeit mit künstlerischer Ironie zu begegnen und sie sichtbar zu machen; sei es die unbewusste Komik einer persönlichen Seinskrise, die Lächerlichkeit eines von Beginn an zum Scheitern verur-teilten Selbstbehauptungsversuchs oder der angestaubte und lebensferne Pathos eines Literaturklassikers. Auch seine Werktitel sind Bestandteil der Arbeiten und fügen diesen eine weitere sprachliche Facette hinzu. Bei der ersten Begegnung mit diesen unpretentiösen, jedoch mit größter künstlerischer Genauigkeit und Ernsthaftigkeit überlegten und bildhauerisch ausgeführten Werken kann man ein Schmunzeln kaum unterdrücken – und warum auch?
Jan T. Wilms

 

Galerieseite: Petrus
Home, Reihung (Ausschnitt):Sissi Edler

 
 

Dietrich Förster (Skulptur) – Aja von Loeper (Papierarbeiten)

09.06.2016 - 17.07.2016
Die Arbeiten Aja von Loepers bewegen sich auf einem feinen Grat zwischen Zwei- und Dreidimensionalität. Durch Reibung mit einem Holzkeil erzeugt die Nürnberger Künstlerin auf weißem Papier Struktur, die sich reliefartig aufwölbt. Die plastische Form erzeugt ein subtiles Spiel aus Licht und Schatten, dessen Wirkung trotz der Zartheit, überraschend gewaltig ist und so dem körperlichen Energieakt des Entstehungsprozesses gerecht wird.
Bereits zum zweiten Mal stellt die Galerie an der Pinakothek der Moderne die Arbeiten der Künstlerin aus und präsentiert diesmal neben Aja von Loepers blütenweißen Arbeiten, auch Arbeiten, die unter Verwendung von Blattgold entstanden sind und der Körperlichkeit der Fläche eine neue Ausdrucksweise geben.
Aja von Loeper wurde 1971 im baden-württembergischen Leonberg-Warmbronn geboren und schloss 2002 das Studium der Freien Malerei an der Akademie der Bildenden Künste als Meisterschülerin bei Prof. Christine Colditz in Nürnberg ab.

Dietrich Förster wurde 1959 in München geboren und wechselte vom Studium des Industrie Designs an der Hochschule München in die Bildhauer Klasse von Prof. Hans Ladner an der Akademie der Bildenden Künste. Dort fand er jene Naturnähe, die ihm davor gefehlt hatte.
Leiteten sich seine scheinbar einem strengen Prinzip folgenden Werke nicht aus der Natur ab, so könnte man meinen sie seien reine Geometrie. Der Künstler findet in seinen Naturstudien geometrische Ordnung und Ordnungsprinzipien und setzt diese in Linien und Flächen um, wobei er sich den verschiedensten Materialien bedient. So werden geometrische Grundformen zum Ausdrucksmittel — ein Prinzip, das erst in der Kunst der Moderne aufkam — und lassen dem jeweiligen Material seine angemessene Vielfalt zukommen.
Wir freuen uns sehr Dietrich Förster, dessen Werke von mehreren Einrichtungen für den öffentlichen Raum angekauft wurden, in der Galerie an der Pinakothek der Moderne ausstellen zu dürfen und exklusiv gefertigte Skulpturen zeigen zu können.

 

 

 
 

Paul Saroglou (Malerei) – Rüdiger Seidt (Skulptur)

Paul Saroglou (Malerei) – Rüdiger Seidt (Skulptur)

22.04.2016 - 05.06.2016
Paul Saroglou, geboren 1969 in München, der seine künstlerische Ausbildung an der Hochschule München erhielt, ist schon seit frühester Kindheit sowohl in Deutschland als auch in Griechenland zuhause.
Der Einfluss der griechischen Natur ist in seinem Werk kaum zu übersehen. Der spontan und dynamisch wirkende Farbauftrag lässt den Blick des Betrachters im Bild versinken. Saroglous Farben – ein tiefes Blau, ein kräftiges Gelb, ein warmes Ocker oder ein Kohlschwarz sind immer umgeben von verschiedensten Weißnuancen. Durch die hervorgerufene Assoziation mit Luft und Wasser und Sonne und Himmel entsteht Raum zum Durchatmen.
Mit zahlreichen Ausstellungen hat Paul Saroglou international auf sich aufmerksam gemacht. Seine Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.

Die Schwünge und Verdrehungen, die Rüdiger Seidt in das statisch scheinende Material hineinarbeitet hauchen seinen Skulpturen Eleganz und Harmonie ein und lassen sie eine ruhige Kraft ausstrahlen.
Der 1965 in Forbach im Schwarzwald geborene Künstler beginnt bereits mit Anfang zwanzig seine freischaffende Tätigkeit. Bald darauf folgen Formexperimente in den USA, die Seidt neue Möglichkeiten mit dem von ihm bevorzugten Material des Stahlblechs erforschen lassen. Jedoch nicht nur die spannungsgeladenen Formen geben den Werken Rüdiger Seidts ihre Aura, auch die feinkörnige Oxidierung der Oberfläche verweist auf die natürliche Veränderbarkeit des Materials und verleiht den Skulpturen ihre formvollendete Ästhetik.
Durch die unerwartete Wärme, welche die Stahlskulpturen auszustrahlen vermögen, ziehen sie den Betrachter fast magisch in ihren Bann ohne aufdringlich zu wirken.

 

 
 

Hubert Junghofer /  Johannes Nielsen

Hubert Junghofer / Johannes Nielsen

04.02.2016 - 12.03.2016
Hubert Junghofer (Malerei)
Johannes Nielsen (Skulptur)

Abbildungen
Galerieseite: Johannes Nielsen
Home (Detail): Hubert Junghofer
 

Gotlind Timmermanns (Malerei) / Christine Rowland (Skulptur)

Gotlind Timmermanns (Malerei) / Christine Rowland (Skulptur)

13.11.2015 - 10.01.2016
1963 in Quierschied geboren, absolviert Gotlind Timmermanns das Studium der Malerei in den Klassen Prof. Heinz Butz und Prof. Helmut Sturm an der Akademie der Bildenden Künste in München.
Gotlind Timmermanns lässt ihre Bilder im wörtlichen Sinne aus der Farbe erwachsen. In monatelanger Arbeit trägt sie Schicht um Schicht auf, tropft die Farbe mit dem Pinsel auf die Leinwand, lässt einzelne Farbschichten trocknen, andere ineinander verlaufen, erhöht den Pigmentanteil, um eine andere Viskosität der Farben zu erreichen. Sie tropft, kippt oder lässt die Farbe laufen – heraus kommen wilde, atmosphärische Farbklänge, strahlende, vor allem intensive Farbkompositionen aus vielen Lagen Ölfarben, die eine räumliche Tiefenwirkung erzeugen. Damit die Farben wirken und strahlen können, wie Timmermanns es möchte, kontrastiert sie diese mit Untermalungen: Schicht um Schicht bauen sich die Bilder so aus dem Material auf.
Einige Bilder sind als reine abstrakte, fast musikalische Farbklänge angelegt, andere erinnern an Naturszenen wie das Bild »Wasserfall«: Gotlind Timmermanns arbeitet hier Entsprechungen von Themen aus dem Malprozess mit dem Bildsujet heraus: das »Flüssige« der Farbe als Substanz und »Flüssigkeit« von Wasser als Bildgegenstand. Die glitzernde spritzende Farbe lässt so in ihrer flüssigen Materialität die Bewegung und Energie eines Wasserfalls oder Flusses spüren.
(Text: Dr. Angelika Otto)

Christine Rowland, geboren 1967 in Bad Kreuznach, ist von 1988 bis 1990 Schülerin im Kubach-Wilmsen Bildhauer Team, Ebernburg. An der Johannes Gutenberg Universität in Mainz studiert sie von 1991 bis 1997 freie Kunst (Bereich Bildhauerei) bei Frau Prof. Biederbick. 1997 erhält sie ihr Diplom und schließt dort 1998 als Meisterschülerin ab.
Ihre Ideen sammelt Christine Rowland, indem sie die Menschen und die Natur beobachtet. Nachdem sie eine Form gefunden hat, versucht sie diese bis ins kleinste Detail zu verstehen und beginnt ihre eigenen Interpretationen zu finden. Die Skulpturen dienen als Transportmittel innerster Empfindungen.
Schweren Stämmen verleiht sie eine neue, leichte Form. Die Sehnsucht nach der Leichtigkeit des Seins versucht sie durch die Zartheit und die Beweglichkeit der Arbeiten auszudrücken. Diese schrauben sich nach oben, stehen in leichter Beziehung zueinander und können zu neuen Verbindungen arrangiert werden.
 

Thaddäus Salcher

Thaddäus Salcher

Malerei und Skulptur

11.09.2015 - 31.10.2015
Die 22 Jahre bestehende Galerie Barbara Ruetz, bekannt als Galerie an der Pinakothek der Moderne, ist seit 12 Jahren fest etabliert im Museumsviertel Münchens. Sie zeigt jeweils parallel zwei räumlich getrennte Einzelausstellungen in Malerei und Skulptur. Konsequent werden zeitgenössische Positionen bereits etablierter und junger Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland präsentiert. Häufig stellt die Galerie in Deutschland Noch-Nicht-Gesehenes, zeitlos ästhetisch Überzeugendes vor. 

Thaddäus Salcher (geb. 1964, Brixen)
1987 – 1993 Studium bei Prof. Hans Ladner an der Akademie der Bildenden Künste in München.
 

Sissi Edler – Kees Machielsen

Sissi Edler – Kees Machielsen

21.08.2015 - 06.09.2015
Sissi Edler – Malerei
Kees Machielsen – Skulpturen
 

Kai Feldschur (Malerei) / Kees Machielsen (Plastik)

Kai Feldschur (Malerei) / Kees Machielsen (Plastik)

12.06.2015 - 31.07.2015
 

Susanne Zuehlke (Malerei) und Reiner Seliger (Skulpturen)

Susanne Zuehlke (Malerei) und Reiner Seliger (Skulpturen)

VIS-A-VIS

17.04.2015 - 31.05.2015
Susanne Zuehlke
Herbstgesang, 2013
Eitempera auf Nessel
100 x 160 cm

Reiner Seliger
O.T., Glas
170 x 40 cm und 150 x 43 cm
 

Stephan Spicher (Malerei) / Alexander Heil (Skulptur)

Stephan Spicher (Malerei) / Alexander Heil (Skulptur)

Malerei / Skulptur

15.01.2015 - 08.03.2015
Der 1950 in Basel geborene Stephan Spicher hat zunächst an der Kunstgewerbeschule, Basel, der heutigen Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) studiert und danach seine Ausbildung bei dem italienischen Maler Beppe Assenza fortgesetzt.
Auf seinen zahlreichen Reisen – nach Asien, Russland, Indochina oder Lateinamerika – fand und findet er immer wieder neue Ansätze, Inspirationen und Umsetzungsmöglichkeiten für sein zentrales Thema: Die elementare Frage des Sehens und Wahrnehmens und deren künstlerische Umsetzung in Malerei und Zeichnung. Sein Gesamtwerk ist entsprechend einem kontinuierlichen Wandel unterworfen und von der generellen Bedeutung des jeweiligen „Lebensbegriffes“ geprägt. Was ihn beständig umtreibt ist die Frage, welche Kräfte es sind, die hinter allem Leben – und damit natürlich auch hinter seinen Werken – stehen, welche Energien es sind, die Bewegung und ständigen Wandel bewirken. Stephan Spicher lebt und arbeitet in Basel und Maggia, Schweiz, seine Werke wurden bereits in zahlreichen internationalen Ausstellungen ausgestellt.

Alexander Heils Arbeiten sind dem Wechselspiel innerer und äußerer Strukturen menschlichen Lebens gewidmet. Seine abstrahierten, symbolhaften Skulpturen weisen eine Formensprache auf, die die menschlichen Konflikte in diesem Spannungsfeld in ihrer Essenz wie in einer Momentaufnahme festhalten und widerspiegeln. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Haptik des Materials und die irritierende optische Verfremdung der Oberflächen. Seine Inspirationen findet der Künstler auf Reisen und in der Natur. Bereits die Suche nach den Ausgangsmaterialien steht in engem Kontext mit der Natur und ist Teil seines künstlerischen Schaffens.
Der 1970 in Frankfurt am Main geborene Künstler lebt seit Mitte der 90er Jahre in Berlin und Brandenburg. Er hat zunächst Landschaftsarchitektur studiert, ist  jedoch seit den 90er Jahren bildhauerisch tätig und auf vielen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. 2011 wurde er mit dem Wilfried Koch Preis für Skulptur ausgezeichnet.
 

Jürgen Durner  – Christian Rudolph

Jürgen Durner – Christian Rudolph

Malerei – Plastiken

20.11.2014 - 11.01.2015
Galerieseite: Jürgen Durner
Startseite: Christian Rudolph (Ausschnitt)

Jürgen Durner, geb. 1964 in Nürnberg, studierte ab 1984 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Christine Colditz, bei der er 1992, nach einem Stipendium an der Ecole des Beaux Arts in Paris, als Meisterschüler abschloss.
Er erhielt unter anderem den Deutschen Kunstpreis, Frankfurt/Main, den Lucas-Cranach-Förderpreis der Stadt Kronach, den Debütanten-Preis der Bayerischen Staatsregierung sowie den ersten Preis beim Kunstpreis der Sparkasse Karlsruhe.
Seine Gemälde zeigen die Stadt in einem neuen und gleichzeitig vertrauten Blickwinkel. Jürgen Durner malt reflektierende Glasoberflächen und die daraus resultierenden Überlagerungen und Überblendungen der transparenten Bildebenen. Die Verschränkung von Vorder- und Hintergrund in einer Bildebene erzeugt ein spannendes Oszillieren zwischen der Spiegelung der Straßenansicht im Glas und der aufgebrochenen Innenansicht dahinter. Dabei verleihen die reflektierten Lichtspitzen der verlassenen Stadtansicht Bewegung und Dynamik.

Christian Rudolph, geb. 1959 in Aschaffenburg, studierte von 1986 – 1991 bei Prof. E. Hößle an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und schloss dort als Meisterschüler ab.
Seine Werkgruppe der Raumspuren stellt die Bewegung einer Lichtquelle im Dunkeln dar. Diese in der Zeit festgehaltene Bewegungslinie ist in exakter Linienführung im Material umgesetzt. Das Augenfällige seiner Plastiken sind Material und Form, die einen semantischen Machtkampf eingehen, in dem letztlich der Betrachter entscheiden muss, wann die Form als Resultat eines physischen Prozesses über die betonten materiellen Eigenschaften des Metalls dominiert.
Die geometrische Form entsteht dabei nicht durch additive Zusammensetzung in der Betrachtung, sondern baut sich zu einem bildnerischen Prozess mit Eigenleben auf. Je nach Betrachterstandpunkt ergeben sich neue Bewegungen, die dem Material abgerungen werden und so über dessen gegenständliche Beschaffenheit hinausgehen.
 

Heng Li (Malerei), Johannes Lauter und Evelyn Weinzierl (Skulpturen)

Heng Li (Malerei), Johannes Lauter und Evelyn Weinzierl (Skulpturen)

12.09.2014 - 26.10.2014
Abbildung (Slider Ausschnitt):

Li: Heng Li
Zuhören, 2013
Öl auf Leinwand, 145 x 100 cm,

Re: Evelyn Weinzierl
ohne Titel, 2014
Pappelstamm, 187 x 57 x 29 cm, Detail

Heng Li, geb. 1979 in Urumqi Xinjiang, China, studierte von 1996 bis 1998 an der Akademie der Bildenden Künste Peking. Von 2004–2009 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Prof. Ralph Fleck und Prof. Ottmar Hörl, bei welchem Li 2009 sein Studium als Meisterschüler abschloss.
Johannes Lauter, geb. 1972 in Dasing, studierte von 2001–2006 an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Von 2006–2007 schloss er sein Studium als Meisterschüler bei Prof. Balkenhol ab.
Evelyn Weinzierl, geb. 1978 in Prien/Chiemgau, studierte von 2005–2010 Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. 2011 beendete sie ihr Studium als Meisterschülerin bei Prof. Balkenhol.
 

Maria Lassnig Schüler Michael Lauterjung – Malerei

Yves Rasch– Skulpturen und Plastiken

10.07.2014 - 31.08.2014
 

Udo Rein (Malerei) und Anne Karen Hentschel (Plastiken)

Udo Rein (Malerei) und Anne Karen Hentschel (Plastiken)

22.05.2014 - 08.07.2014
 

Andrea Rossi. Malerei & Davide Balossi. Skulpturen

30.01.2014 - 23.03.2014
 

Daniel Beer

Malerei

29.11.2013 - 12.01.2014
 

Ernst Baumeister

Skulptur

29.11.2013 - 12.01.2013
 

Christopher Corso & Frank Teufel

Christopher Corso & Frank Teufel

Malerei & Skulptur

13.07.2013 - 27.10.2013
Abbildung:
Frank Teufel
22-11, Carrara Marmor
Höhe 25 cm
 

Johannes Lauter

(Skulptur)

16.05.2013 - 30.06.2013
 

Fabio Bianco / Andrea Morucchio

12.02.2013 - 12.05.2013
Fabio Bianco (Malerei) und
Andrea Morucchio (Skulptur)
Zwei Künstler der documenta 13
 

Ramon Surinyac – Gerhard Rießbeck – Jörg Bach

Skulptur und Malerei

31.01.2013 - 17.03.2012
Ramon Surinyac und Gerhard Rießbeck – Malerei
Jörg Bach – Skulpturen
 

Heng Li  Malerei / Kobajashi Skulptur

23.11.2012 - 12.01.2013
 

Aja von Loeper – Evelyn Weinzierl

Aja von Loeper – Evelyn Weinzierl

14.09.2012 - 04.11.2012
Aja von Loeper: Plastische Zeichnung und Fotografie
Evelyn Weinzierl: Skulptur

Abbildung
Evelyn Weinzierl, o.T., 2012, Ahorn,
70 x 40 x 20 cm

Aja von Loeper (geb. 1971, Warmbronn) absolvierte 2002 ihr Studium als Meisterschülerin bei Prof. Colditz, Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg.
Die plastische Strukturvielfalt ihrer Arbeiten entsteht durch starkes Aufreiben von Papier mit einem Holzkeil, wodurch die reliefartige Weiß-in-Weiß Zeichnung hervortritt. Der Zeichenkarton wird von seiner gewohnten Funktion als Bildträger befreit und selbst zum Gegenstand der Darstellung. Die Körperlichkeit der Fläche schafft so neue Ausdrucksmöglichkeiten für die zentralen Themen der Kunst: Raum, Licht, Fläche und Mate-rial.

Evelyn Weinzierl (geb. 1978 in Prien/Chiemgau) beendete 2011 ihr Studium als Meisterschülerin bei Prof. Balkenhol an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe.
Ihre schweigsamen Figuren sind geprägt von einer inneren Balance, die in der Ruhe und Gelassenheit des Gestus nach Außen dringt. Erzählungen werden angedeutet, die im Betrachter reifen und durch persönliche Er-lebnisse erweitert werden. Dabei schafft die unverwechselbare Poesie des Ausdrucks einen Raum zwischen Fantasie und Realität.
 

Zeitgenössische Fotografie aus Israel

Sechs israelische Fotokünstler

28.06.2012 - 12.08.2012
Dina Bova, Roni Ben Simhon, Ronen Goldman,
Ezra Gozo Mansur, Shlomi Nissim, Eitan Vitkon
 

Jürgen Durner – Adrian Maryniak

26.04.2012 - 10.06.2012
Jürgen Durner (Malerei) und Adrian Maryniak (Skulptur)