Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Galerie Biedermann

Barerstr. 44 (Rgb.) • 80799 M
Tel. +49 89 29 72 57 • +49 171 209 46 43
galerie-biedermann@web.de
Di–Fr 14–18 und nach Vereinbarung
Im August ist die Galerie nur nach Vereinbarung geöffnet

Die Galerie wurde 1971 von der Kunsthistorikerin Dr. Margret Biedermann gegründet. Die Galerie beschäftigt sich in erster Linie mit Gemälden und Skulpturen des 20. Jahrhunderts. Die Künstler der Galerie sind einerseits repräsentativ für die internationale zeitgenössische Kunstszene, darunter Chillida, Tobey, Goldberg, Dorazio, Tapies, Pierre Alechinsky. Außerdem sind Künstler der jungen Generation aus Süddeutschland von eher lokaler Bedeutung vertreten.

Da Margret Biedermann ihr Studium mit einer Arbeit über Kunst im 18. und 19. Jahrhundert abgeschlossen hat, befasst sie sich in ihrer Galerie auch mit Kunstwerken aus jener Zeit.

Barer Str. 44
80799 M

Laufende Ausstellungen

Michael Goldberg (1924–2007)

Michael Goldberg (1924–2007)

American Abstract Expressionism

09.09.2017 - 15.12.2017
Michael Goldberg, 1924 in der Bronx, New York, geboren, studierte von 1938 bis 1950 an der Art Students League of New York bei Jose de Creeft und bei Hans Hofmann, an der Hofmann’s School of Fine Art, New York. Dort trafen sich William de Kooning, Franz Kline, Milton Resnick, Joan Mitchell, Jackson Pollock und andere der New York School der 50er Jahre.
Die entscheidende Prägung sollte seine Kunst von Willem de Kooning und dessen expressiver Farbgestaltung erhalten. Goldbergs Arbeiten bekamen ab den 1950er Jahren internationale Aufmerksamkeit. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern der zweiten Generation des amerikanischen abstrakten Expressionismus. Im Jahr 1959 war er Teilnehmer der Documenta 2 in Kassel.

In der Ausstellung werden Gemälde und Arbeiten auf Papier der Jahre 1985 bis 2006 gezeigt.
Sie geben einen guten Einblick in das lebendige und abwechslungsreiche Schaffen von Michael Goldberg.

Michael Goldberg
o.T., 1991
Öl auf Papier
49,5 x 55 cm
© Thomas Radlwimmer

 
 

Kommende Ausstellungen


Vergangene Ausstellungen

Lucas Reiner

Lucas Reiner

Himmelsleiter. New Paintings

16.05.2017 - 25.08.2017
Nach West Coast Painting, Los Angeles Trees und Fifteen Stations zeigt die Galerie Biedermann neue Arbeiten des amerikanischen Künstlers Lucas Reiner unter dem Titel „Himmelsleiter“: Gemälde – Pigment und Wachs auf Leinwand – als  Meditation über ein altes Thema der Religionen und Mythen, „providing a contemplative space for a broadening of vision and empathy”.
Lucas Reiner, geboren 1960 in Los Angeles, Studium an der Parsons School of Design and New School for Social Research, New York City, und dem Otis Art Institute/Parsons School of Design, Los Angeles, lebt und arbeitet in Los Angeles und Berlin.

Lucas Reiner
Exile, 2017
Mischtechnik auf Leinwand
190 x 130 cm

Im August ist die Galerie nur nach Vereinbarung geöffnet.
 

Karoline Bröckel

Karoline Bröckel

Zeichnungen

16.02.2017 - 27.04.2017
Karoline Bröckel
o.T. (Birke slow), 2016
Tusche auf Papier
90 x 150 cm

 
 

Künstler der Galerie

15.11.2016 - 02.02.2017
 

Andreas Horlitz (1955–2016)

Andreas Horlitz (1955–2016)

Autoportrait Chronos – Autoportrait Nocturne

09.09.2016 - 15.11.2016
Glas, Spiegel, Licht

Andreas Horlitz, Student der Folkwangschule Essen bis 1980, bevorzugt das Medium Fotografie für seine Fotomontagen und Leuchtkästen. Ab 1995 entstehen Installationen mit Glas, Spiegel und Licht als eigenständige Werke oder architekturbezogene Großprojekte.
Ein Thema zu den hier, in der Galerie Biedermann, ausgestellten Arbeiten, sind biometrische Portraits aus Medizin und wissenschaftlicher Forschung. „So visualisiert das Autoportrait Chronos die Messdaten eines einzigen Menschen zu einer ganz bestimmten Zeit, die mit keiner anderen Person übereinstimmen können. (...)
Zum einen sind der Tagesrhythmus sowie die Ruhe- und Bewegungsphasen des Künstlers nachzuverfolgen, zum anderen ist das Wissen des eigenen Aktivitätsverhaltens erfahrbar. Aufgrund des sich einspiegelnden Selbstportraits wird eine Kohärenz zwischen Selbstbildnis des Betrachters und Autoportrait des Künstlers suggeriert.“
(Verena Titze)

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Chronobiologin Prof. Dr. Anna Wirz-Justice der Universitätsklinik Basel realisiert.

Andreas Horlitz
Autoportrait Chronos, 2011
Teilverspiegeltes, graviertes und farbiges Glas (Silberbeiztechnik), Tableau
200 x 200 cm in 9 Teilstücken á 66 x 66 cm
Edition 1/3
Foto: Christoph Knoch
 

Siegfried Kaden

Siegfried Kaden

La Habana

07.06.2016 - 31.08.2016
Arbeiten auf Papier

Siegfried Kaden
Die Welle, 2014
Gouache auf Papier
50 x 70 cm

Im August ist die Galerie nur nach Vereinbarung geöffnet:  +49 (0)171 209 46 43
 

Linda Karshan

Linda Karshan

Portfolio Footfalls

18.02.2016 - 27.05.2016
Radierungen und Zeichnungen

Aus der 27 teiligen Serie "Footfalls"
Radierungen, 52,5 x 39 cm
 

Künstler der Galerie

12.01.2016 - 12.02.2016
 

Karl Prantl

Karl Prantl

Steine

11.09.2015 - 18.12.2015
Karl Prantl, Pöttsching im Burgenland
Foto: Lukas Dostal

Karl Prantl (1923–2010) gehört zu den bedeutensten abstrakten Bildhauern Österreichs. Seine Bedeutung liegt vor allem darin, daß er die Morphologie des Steines in seiner Sprache ins Künstlerische übertragen hat.

Seine Arbeit im Steinbruch von St. Margarethen bei Eisenstadt im Burgenland ließ Karl Prantl die Erfahrung machen, daß die Bildhauerei in freier Landschaft, oft mit den jeweiligen vorgefundenen Steinen, von anderen Einflüssen und Gegebenheiten bestimmt wird, als die Arbeit in der Abgeschlossenheit des Ateliers.

Aus diesen Gedanken und Erfahrungen heraus gründete er das jährlich stattfindende Symposion in St.Margarethen und nahm auch weltweit an internationalen Bildhauersymposien teil.

Das Werk von Karl Prantl ist ein Werk der Stille. In seinen Skulpturen trifft sich das Alter der Steine mit der Subtilität seiner Kunst. Der Stein ist für ihn etwas Lebendiges, das nicht nur durch das Auge, sondern durch den Tastsinn erlebt wird. So entstehen große Meditiationssteine, Stelen, die er „Anrufungen“ nennt und Altäre für Kirchen, aber auch kleinere Formate, die uns zum Erleben durch Berühren einladen.

Nach zwei Ausstellungen in der Maximilianstraße ist diese die erste nach seinem Tod. Wir zeigen neben Skulpuren auch einige frühe Zeichnungen von 1947, bevor sich Karl Prantl 1950 als Autodidakt der Plastik zuwendete.
 

Thomas Kratz

03.07.2015 - 31.07.2015
 

Thomas Kratz

Thomas Kratz

Neue Malereien

03.07.2015 - 31.07.2015
 

Johannes Wende

Johannes Wende

Kabinettstücke

26.02.2015 - 10.06.2015
Video und Fotografien

Johannes Wende
Duschtuch, Lumaland
SW Fotografie, Pigmentdruck auf Papier und Holz
100 x 80 cm

1795 veröffentlicht Xavier de Maistre das Buch Voyage autour de ma chambre (Die Reise um mein Zimmer). Eine Parodie auch auf zahllose literarische Reiseberichte, die zu seiner Zeit große Erfolge feiern. Und der Beginn einer ganzen Reihe von Büchern, die sich fortan einer Erkundung der unmittelbaren Lebensumgebung ihrer Autorinnen und Autoren widmet: Vom Fensterbrett zum Bücherregal, über das Bett, den Teppich und schließlich zu allen Betrachtungen und Erinnerungen, die sie auslösen. Zuletzt hat erst 2010 der Literaturwissenschaftler Bernd Stiegler eine kleine Literaturgeschichte dieser Zimmerreisen geschrieben.

Jetzt endlich erscheinen auch die ersten Reisephotographien dieses Genres. Der Münchner Kunstfotograf Johannes Wende schreitet mit seiner Kamera und einer Schreibtischlampe den Weg nach, den so viele Literaten vor ihm schon mühsam geebnet haben. Seine visuelle Expedition in das Nächstliegende zeigen wir ab dem 26.2.2015 in unserer Galerie. Es ist dies unsere vierte Einzelausstellung.

Johannes Wende studierte von 1999 bis 2005 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Ben Willikens und Gerhard Merz, schloss sein Diplom als Meisterschüler ab. In zahlreichen Ausstellungen widmet er sich seither der Frage nach dem Großen und dem Kleinen, dem Unendlichen und dem Allernächsten. Seine nebenberufliche Tätigkeit als Filmwissenschaftler sieht er als Fortsetzung dieser Idee: Auch hier interessiert ihn nichts so sehr wie die winzige Perspektivverschiebung, die ein ganzes Universum plötzlich in einem anderem Licht zeigen kann.

Würde das schwerfälligste Geschöpf Bedenken tragen, sich mit mir auf den Weg zu machen, um sich ein Vergnügen zu verschaffen, das ihm weder Mühe noch Geld kosten wird? – Also, mutig vorwärts! – Begleiten Sie mich, Sie alle, die eine gekränkte Liebe, eine laue Freundschaft, fern von der Niederträchtigkeit und Falschheit der Menschen, an ihre Wohnung fesselt. Alle Unglücklichen, Kranken und Langweiler der Welt seien in meinem Gefolge!

Xavier de Maistre: Die Reise um mein Zimmer (Weimar 1976, S. 8f.)
 

Eduardo Chillida

Eduardo Chillida

Neuerwebungen

23.10.2014 - 30.01.2015
Eduardo Chillida
0.T., 1969
Collage
20,5 x 14,5 cm

Zeichnungen, Collagen, Gravitationen
 

Heinz Butz

Heinz Butz

12.09.2014 - 24.10.2014
Abbildung (Slider und Startseite Ausschnitt):

Heinz Butz
Ohne Titel, 2011
Farbstift auf Papier
19,9 x 17,8 cm

Seit dem Jahr 1990 beschäftigt sich Heinz Butz vor allen mit Bildserien. Diese können nur aus 4 Arbeiten bestehen oder wie in unserer Aus- stellung eine Reihung von 18 kleinformatigen Farbstiftzeichnungen sein.
„Dabei geht es mir um die Verwendung bildne- rischer Mittel wie Punkt, Linie, Fläche und Farbe in räumlicher Entfaltung und im Verlaufe der Zeit. Die Komposition erweist sich im Ein- zelglied wie in der Verknüpfung dieser Glieder zu übergeordnetem Thema. Verglichen mit der Schrift könnte man sagen, der Buchstabe (Kapitalis quadrata) setzt sich zusammen aus der senkrechten, der waagrechten, der diago- nalen und der runden Linie; aus der Zusam- menstellung der Buchstaben aber entsteht das Wort, aus Wörtern der Satz und aus Sätzen der Abschnitt eines Textes, wobei sich der Text als die eigentliche Mitteilung erweist. Im Unter- schied zur Sprachlogik handelt es sich bei suprematischer Formulierung um einen bild- nerischen Begriff, zu dessen Auffassung in erster Linie das menschliche Vermögen der Empfindung grundlegend ist.“
Heinz Butz (Ausst. Kat. Sammlung Werner Asam 1999)
 

Le Corbusier, der Zeichner

Le Corbusier, der Zeichner

08.05.2014 - 20.07.2014
Abbildung (Startseite: Ausschnitt)

Boite d´allumettes 1963
Collage und Gouache auf Papier.
 

Linda Karshan

Linda Karshan

New Forms. Zeichnungen

13.02.2014 - 18.04.2014
Abbildungen:
Linda Karshan
o.T., 16/7/13
Kohle, 76x56 cm

Die Arbeiten von Linda Karshan entstehen durch ihre besondere Körperhaltung:
Beim Zeichnen bewegt sich die Künstlerin wie bei einem Tanz. Mit dem Stift in der
Hand und einem Bein in der Luft, nach vorne und nach hinten pendelnd, dreht sie
das Blatt immer und immer wieder, um neue Formen und Raster entstehen zu lassen.
 

Karoline Bröckel

Karoline Bröckel

Unterwegs. Zeichnungen

15.11.2013 - 20.12.2013
Abbildungen:
Karoline Bröckel
Ohne Titel, 2013
Bleistift 10,5x15 cm

Karoline Bröckel interessiert sich für Bewegungsabläufe in der Natur, wie das Wiegen der Äste einer Birke, das zum Ausgangspunkt einer Zeichnung wird. Um die Mittagszeit, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, werfen die vom Wind bewegten Zweige Schatten direkt auf das Zeichenpapier. Rhythmus und Bewegung der Schatten bringt Karoline Bröckel mit dem Bleistift zu Papier.

In der neuesten Werkgruppe wird zum ersten Mal die Landschaft selber zum Thema. Unterwegs mit dem Auto oder Zug zieht sie vorbei. Frei von jedem protokollarischen Erinnern schlägt Bröckels Hand aus und der Bleistift hinterlässt eine Spur auf dem Papier. Kleine Blätter entstehen auf diese Weise, die mal einzeln mal als Gruppe anknüpfen an eigene Eindrücke im Gedächtnis der Betrachter.

Karoline Bröckel wurde 1964 in Tübingen geboren. Sie lebt und arbeitet in der Nähe von München. Ihre Arbeiten sind Teil wichtiger deutscher Museumssammlungen wie dem Kupferstichkabinett Berlin, dem Museum Kunstpalast in Düsseldorf, dem Museum Folkwang in Essen, der Pfalzgalerie in Kaiserslautern und der Staatlichen Grafischen Sammlung München.
 

Isabel Muñoz

Isabel Muñoz

Fotografien

13.09.2013 - 31.10.2013
Abbildungen:
Galerieseite:
Isabel Muñoz
Aus der Serie Mitologias, Kolumbien, 2012

Startseite:
Isabel Muñoz
Aus der Serie Ñatitas, Bolivien, 2012

Isabel Muñoz wurde 1950 in Barcelona geboren und lebt seit
1970 in Madrid. Seit Mitte der 80er Jahre stellt sie ihre Fotoserien
international aus.
Nach unserer Ausstellung in 2007 mit den Eindrücken aus Äthiopien, werden
im Herbst 2013 die Arbeiten aus den neuen Serien gezeigt. Die Fotografien beziehen sich auf die Rituale in Indien, Bolivien und Kolumbien.
 

Toni Stadler (1888–1992)

Toni Stadler (1888–1992)

Skulpturen und Aquarelle

11.04.2013 - 20.07.2013
Bitte beachten Sie, dass die Galerie von Mitte Juli bis Anfang September nur nach Vereinbarung geöffnet ist.

Toni Stadler
Knabentorso um 1970
Bronze, Höhe 77 cm

Toni Stadler hat in seinem Werk zwei fast unvereinbare Gegensätze miteinander verschmolzen:
eine aus der griechischen Archaik erwachsene Formauffassung und eine barocke, für Süddeutschland typische Tradition.

Eine von Eros bestimmte Spiritualität – oder eine spirituelle Sinnlichkeit hat Stadlers gesamtes Schaffen geprägt;
traumwandlerische Eingebung und strenge Selbstprüfung haben Leben und Kunst getragen, belastet und befreit.
Wie hart sein Kampf um den Traum war, sieht man dem Werk nicht an. (Doris Schmidt)

Die Arbeiten von Toni Stadler sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen zu sehen.
Seine Hauptwerke im öffentlichen Raum sind der Marschallbrunnen in Frankfurt (1963),
Amadeus-Hartmann-Gedächnis-Brunnen in den Grünanlagen des Maximilianplatzes (1971),
„Ägäis“ im Tucherpark (1964) und die Große Liegende „Aglaia“ im Wasserbecken vor der Neuen Pinakothek in München.
 

Arbeiten auf Papier

Arbeiten auf Papier

Von Wilhelm von Kobell bis Georg Baselitz

01.03.2013 - 07.04.2013
Galerieseite, links:
Georg Baselitz
Landschaften, 1971
Kaltnadelradierungen aus der Mappe Eine Woche

Startseite, Reihung (Ausschnitt):
Wilhelm von Kobell
Landschaftsskizzen, um 1810
 

Priska von Martin

Priska von Martin

Zum 100. Geburtstag

10.11.2012 - 15.02.2013
Priska von Martin und Toni Stadler
in ihrem Garten in der Bürgerstraße.
Fotografie Stefan Moses

Skulpturen und Zeichnungen
 

Hassel Smith

Hassel Smith

Gemälde und Zeichnungen

14.09.2012 - 31.10.2012
Abbildung
Hassel Smith, Untitled, 1995, Acryl auf Leinen, 68 x 48 in. (172,72 x 121,92 cm)

Hassel Smith (1915–2007) galt der Kunstkritik als „a West Coast underground legend“. Von Mitte der vierziger bis Anfang der fünfziger Jahre war er einer der einflussreichsten Lehrer an der California School of Fine Art, dem „center of experimental abstraction", zusammen mit Clyfford Still, Richard Diebenkorn und Gastprofessoren wie Mark Rothko oder Ad Reinhardt. In den sechziger Jahre geht Hassel Smith mit seiner Familie nach England, kehrt aber immer wieder nach Kalifornien zurück, als Gastdozent an die University of California in Berkeley, in Los Angeles, in Davis oder an das San Francisco Art Institute. In Kalifornien sind auch seine wichtigsten Einzelausstellungen – von Beginn an (1957) gehört er zu den Künstlern der Ferus Gallery in Los Angeles – wie etwa 1975 die Retrospektive im San Francisco Museum of Art (heute SFMOMA), aber er ist in zahlreichen Sammlungen überall in den USA wie auch in Europa vertreten wie dem Los Angeles County Museum, dem San Francisco Museum of Modern Art, dem Smithsonian American Art Museum, Washington, D.C., dem Whitney Museum, New York, oder der Tate Gallery, London.
Seine Malerei seit den sechziger Jahren zeichnet sich aus durch dynamische Pinselstriche, sprühende Energie und eine Explosion der Farben, sie ist gestisch, vital, nahe bei Rhythmus, Tanz, Musik. Daneben gibt es sorgfältig konstruierte Bilder mit geometrischen Formen. In den letzten Jahren seines Lebens kehrt er zurück zu seinen Anfängen im Abstrakten Expressionismus mit ruhigen Farbfeldern, poetisch, voll assoziativer Kraft.
Der Prestel Verlag nun seinem gesamten Werk über sechs Dekaden hinweg die erste umfangreiche Monographie gewidmet: Hassel Smith, Paintings (1937 – 1997), herausgegeben von Petra Giloy-Hirtz, mit weiteren Beiträgen von Paul J. Karlstrom, Susan Landauer (Ko-autoren), Robert C. Morgen, Peter Selz und einem Text von Allan Temko).
 

Künstler der Galerie

21.07.2012 - 31.08.2012
 

Thomas Kratz

Thomas Kratz

„Back to the Muse“

10.05.2012 - 30.06.2012
Back to the Muse
Bilder und Zeichnungen

Thomas Kratz studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München als Meisterschüler von Günther Förg, sowie an der Hochschule für Gestaltung/ZKM in Karlsruhe und am Royal College of Art in London. In der Galerie Biedermann kuratierte er 2009 zusammen mit Daniela Stöppel die Gruppenausstellung Sniper. In dieser Ausstellung waren auch seine Arbeiten zu sehen.

Das Medium der Malerei behandelt er als ‚Materie’ an sich - er arbeitet mit und an ihr.
Dies wird bei den objekthaften Holztafeln sichtbar, die er mit Werkzeugen wie Bohrer, Säge oder Stechbeitel bearbeitet. Teils greift er in den hölzernen Bildträger mit verletzenden
Einfräsungen und betont eine konzeptionelle Konstruierbarkeit, welche die klassische Geste der Malerei bricht. Seine Bilder beendet er in dem Moment, in dem sie sich in einem labilen Zustand zwischen der Erkennbarkeit von Spuren und deren gleichzeitigen Verwischen befinden.

Die mehrfachen Farbschichten über der Oberfläche erscheinen dabei als materielle Schichtungen und daraus entstehenden Zwischenräume. Sie bauen wechselnde Passagen von Farben und räumlichen Lücken auf. Der Blick wandert dabei von dem Hauch der Linien zu den samtigen Übergängen und versucht die Oberfläche zu erfassen. Jedoch verführen die Arbeiten anstelle des Suchens nach dem verborgenen Sichtbaren, zu einer Erkundung des Sehens selbst.

Thomas Kratz (geb. 1972) lebt und arbeitet in Berlin.
 

Lucas Reiner

Lucas Reiner

Fifteen Stations

22.03.2012 - 28.04.2012
Lucas Reiner, Second Fall, 2010, Drypoint etching with spite bite aquatint, 14 x 11,4 cm

Radierungen

Lucas Reiner widmet sich seit 2001 dem Thema Baum. Er “portraitiert” die Bäume am Straßenrand der Stadt, in der er lebt: schief gewachsen, geschunden, merkwürdig getrimmt, zurechtgestutzt vom Verkehr, von Lastwagen gestreift, beschnitten, um Sicht zu schaffen, entfremdet durch Schilder, fragil und doch zäh, um Raum ringend.
Los Angeles Trees sind Bilder in Öl und Wachs auf Leinwand, den alten Meistern verwandt in Sujet, Pinselstrich, Farbe und Licht und haben doch nichts zu tun mit traditioneller Landschaftsmalerei. Es sind Bäume, einzeln, ohne den Erdboden und ohne den Horizont. In diesen „Portraits“ wird die Kollision sichtbar zwischen organischem Wachsen und den rigiden Strukturen urbanen Lebens. Der Zyklus erzählt vom Verhältnis des Menschen zur Schöpfung, der Domestizierung der Natur durch die Zivilisation und vom Überleben.

Lange hat Reiner nachgedacht über einen Kreuzweg im Bild des Baumes. Er entfaltet nun in seinen Portraits der Los Angeles Trees die universelle Symbolkraft des Baumes als dem Heiligen, dem Baum des Lebens, gepflanzt im Paradies, Vertikale zum Himmel, Symbol des Wachstums, der beständigen Erneuerung, des Sieges über den Tod. Seinen Baum verwandelt er in das Kreuz Christi, das Holz des Todes, das
zum Auferstehungssymbol, zum Heilszeichen wird.

Entstanden ist eine Serie von Radierungen, die er Fifteen Stations nennt. Die einzelnen Blätter tragen Titel in Anlehnung an die fünfzehn Stationen des Kreuzweges Christi. Sie sind Teil einer Auftragsarbeit der St. Augustine’s Episcopal Church in Washington, D.C. und liegen jetzt in einer limitierten Auflage vor, gedruckt von Clemens Buntig Editionen.

Die Galerie Biedermann zeigt die Fifteen Stations nach einer Einzelausstellung von
Lucas Reiner 2008 und seinen Beteiligungen in Gruppenausstellungen 2004 und 2005.

Lucas Reiner, geboren 1960 in Los Angeles, lebt und arbeitet in Los Angeles.
Petra Giloy-Hirtz