Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Galerie Christoph Dürr

Hübnerstr. 5 • 80637 M
Tel. +49 89 129 39 92  • Fax +49 89 18 87 22
www.galerie-ch-duerr.de
Di–Fr 14–18 • Sa 11–14
barrierefrei

Hübnerstr. 5
80637 M

Laufende Ausstellungen

Konstanze Sailer

Konstanze Sailer

Memory Gaps - Erinnerungslücken

04.10.2017 - 16.12.2017
Memory Gaps ::: Erinnerungslücken – die Kunst-Initiative des Gedenkens der deutsch-österreichischen Malerin Konstanze Sailer besitzt zwei Ebenen: eine realpolitische und eine historisch-politische Ebene, die mittels Tusche auf Papier erarbeitet werden. Tusche auf Papier wurde als Technik gewählt, um der „Filigranität von Flugblättern nahezukommen, die für Widerstandsgruppen gegen die Nationalsozialismus, wie etwa die Weiße Rose, das wichtigste Kommunikationsmittel waren. Tusche auf Papier erinnert an die „Papierfetzen, auf denen in Konzentrationslagern Kunstwerke entstanden.

Die realpolitische Ebene der Kunst-Aktion des Gedenkens:
Monat für Monat werden Ausstellungen in virtuellen Räumen eröffnet. Diese Galerien befinden sich ausnahmslos in Straßen oder an Plätzen Wiens, Berlins, Hamburgs, Münchens, Salzburgs und jenen zahlreicher anderer Städte, die es (noch) nicht gibt, die es jedoch geben sollte. Straßen mit Namen von Opfern der NS-Diktatur. Monat für Monat wird von Memory Gaps eine Erinnerungslücke geschlossen. Zusätzlich zu den vorgeschlagenen Straßennamen der Opfer werden auch Umbenennungen von Straßen angeregt: Von jenen Straßen und Plätzen, die heute noch Namen von Personen tragen, die im Naheverhältnis zum Nationalsozialismus standen. Jenen, die sich damals auf der „falschen Seite der Geschichte befanden, sollen ihre wissenschaftlichen, künstlerischen oder sonstigen Fähigkeiten und Lebensleistungen nicht abgesprochen werden. Sie standen nicht aufseiten der Millionen NS-Opfer, welche in den Konzentrationslagern jener Zeit ermordet, vergast oder durch Unterernährung bewusst getötet wurden. Sie waren vielfach Mitläufer in einem Unrechtsregime, doch Ehrungen durch Straßennamen
meinen immer den gesamten Menschen im Sinne gesellschaftlicher Vorbildwirkung.

Henriette Rothkirch (* 09.Dez. 1900 in München; † 31. März 1942 in der NS-Tötungsanstalt Bernburg / Saale) wurde am 24. Februar 1939 in Wien verhaftet, zunächst in das Konzentrationslager Lichtenburg und wenige Monate später in das KZ Ravensbrück deportiert. Die Haftgründe lauteten: „Jüdin“ und „politischer Widerstand“. Henriette Rothkirch wurde am 31.
März 1942 in der NS-Tötungsanstalt Bernburg an der Saale ermordet.
Bis zum heutigen Tag existiert in München keine Straße, die ihren Namen trägt. Hingegen ist nach Friedrich Hilble heute noch eine Straße im Münchner Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg benannt. Hilble war ein „äußerst pflichtgetreuer städtischer Beamter in München, der sich mutmaßlich in den 1930er-Jahre durch „uneingeschränkte Loyalität“ zum NS-Regime „höchst verdient“ gemacht hatte. Dass über 70 Jahre nach Kriegsende nach wie vor an Friedrich Hilble erinnert wird, indem man ihm die Ehre eines Straßennamens zuteilwerden lässt und diese Straße auch noch eine Kreuzung mit der Dachauer Straße bildet, kann Absicht, Versehen oder auch nur eine verwaltungstechnische Geschmacklosigkeit sein. Anstelle von Friedrich Hilble sollte künftig in Neuhausen-Nymphenburg an Henriette Rothkirch erinnert werden.

Ernst Tockus (*28. September 1936 in München; †1943 im Vernichtsungslager Auschwitz), war mit seiner Familie, wohnhaft am St.-Pauls-Platz 11/III, bereits 1938 nach Antwerpen geflohen. Ab Mai 1940 wurde Belgien von NS-Deutschland militärisch besetzt, die jüdische Familie wurde verhaftet und in der Kaserne Dossin, dem SS-Sammellager in Mechelen/Malines bei Brüssel festgesetzt. Von dort wurde Ernst Tockus gemeinsam mit seiner Mutter Grete und Schwester Ruth, am 15. Januar 1943, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und vermutlich kurz nach seiner Ankunft – im Alter von sechs Jahren – ermordet.Bis zum heutigen Tag existiert in München keine Straße, die seinen Namen trägt. Hingegen ist nach der Lyrikerin Ina Seidel seit 1984 eine Straße, der Ina-Seidel-Bogen in München Bogenhausen benannt, ebenso wie Straßen und Wege in über drei Dutzend weiteren Städten und Orten Deutschlands. Seidel unterzeichnete 1933 nicht nur das „Gelöbnis treuester Gefolgschaft“ für Adolf Hitler, ihre Artikel und Gedichte während der NS-Diktatur zeugen von aufrichtigem „Führerglauben“ und sind voll von Huldigungen an Hitler. Anstelle von Ina Seidel sollte in München Bogenhausen künftig an Ernst Tockus erinnert werden.
 

Kommende Ausstellungen


Vergangene Ausstellungen

Ernst Geitlinger

Ernst Geitlinger

Bilder, Gouachen und Graphiken

09.09.2017 - 30.09.2017
Freunde und Schüler erzählen übereinstimmend, dass bereits der ‚malerische‘ Geitlinger der fünfziger Jahre davon sprach, einmal, sozusagen als höchste und einfachste Vollendung, ein Bild mit nur einem Punkt zu malen. Dass dies ein kunstphilosophischer und kein formaler Entwurf von Reduktion ist, geht aus dem Werk hervor. Klaus Staudt, ein ehemaliger Schüler, zitiert den poetischen, gleichnishaften Kunstlehrsatz Geitlingers: „Ich sage meinen Schülern manchmal den alten chinesischen Satz, dass den Himmel des Malers eine Linie und ein Punkt ausmacht. Und dieser Punkt, das ist Sonne, Mond, Sterne, die Seele und vielleicht sogar ein Satellit.“ Geitlinger dachte nach über Medien des Künstlers, und über die Verwandlung von Wirklichkeit zum Zeichen von Wirklichkeit. Erst in den letzten Jahren haben sich Medien und Zeichen völlig frei und selbstständig gemacht. Die Bilder stehen ein für nichts und alles: für ihre eigene Existenz.
1970 hatte Ernst Geitlinger seine letzte Einzelausstellung in der Galerie Christoph Dürr in der Stuckvilla (München). 1972 verstarb er.

Ernst Geitlinger
Sonne, 1967
Acryl auf Leinwand
116 x 116 cm

 
 

Künstler der Galerie

10.08.2017 - 02.09.2017
u.a. mit Jan Koblasa, Florian Hagem und Carl-Heinz Wegert

 
 

Michael Heininger – Banalität und Barbarei

Michael Heininger – Banalität und Barbarei

Zeichnungen

29.06.2017 - 04.08.2017
Es erscheint ein Katalog mit 24 schwarz-weiß Abbildungen mit einem Vorwort und Aphorismen von Manfred Ach zum Preis von Euro 10.-

Michael Heininger
Hauswirtsschaftslehre 1939: "Der gedeckte Tisch"
 

Robert Sakowski

Robert Sakowski

"90 Jahre eine Buchdruckerei"

30.05.2017 - 24.06.2017
Fotos über 90 Jahre Buchdruck

Galerieseite und HOME, Reihung: Paul Rehm an der Linotype-Setzmachine
HOME, Slider: Ansicht der Handsetzerei
 

Ira Blazejewska

Ira Blazejewska

Putin Putin ...

30.03.2017 - 29.04.2017
Porträtbilder
Ist Putin Fantomas?
Fantomas. Der Mann der vielen Gesichter

"Ein Teil der Faszination von Fantomas liegt in dem Vorschein einer radikal anderen Sichtweise auf die kapitalistische Wirklich­keit ... Denn Freiheit heißt ganz wesentlich auch Neinsagen, An­derssein und auf Selbstbestimmung pochen. Für viele Intellektuelle war Fantomas deshalb die Vorahnung einer Freiheit ohne Relati­vierung, ohne Sachzwänge, ohne Staat."
Thomas Brandlmeier: Fantomas - Beiträge zur Panik des 20. Jahr­hunderts (Berlin 2007), S.3.

„Einem wirklich Gottlosen bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht begegnet. Statt seiner bin ich nur dem Ruhelosen begegnet."
Fjodor Dostojewski, Der Jüngling (1875)

"Die sogenannten „unmoralischen" Werke sind entweder über­haupt unfähig, eine Seelenvibration hervorzurufen (dann sind sie nach unserer Definition unkünstlerisch), oder sie verursachen auch eine Seelenvibration, indem sie eine in irgendeiner Beziehung richtige Form besitzen."
Wassily Kandinsky, ,über das Geistige in der Kunst, (1912)

„Was dein Gutes täte, wenn das Böse nicht wäre, und wie die Erde aussähe, wenn die Schatten von ihr verschwänden?
Michail Bulgakow, ,Der Meister und Margarita' (1928)

 
 

Jürgen Hardtke

Jürgen Hardtke

Werkausschnitte aus den letzten Jahrzehnten

01.12.2016 - 23.12.2016
Jürgen Hardtke
Madame Rosso, 1991
Mischtechnik
15 x 10,5 cm

Jahrgang 1922. Ausbildung zum Bildredakteur. Besuch von Lehrgängen der Kunstschule Hamburg. Selbststudium. Eigene oder Teilnahme an Ausstellungen u. a. in Bonn, Düsseldorf, München, Berlin und im friesischen Raum. Von 1985 - 1994 Arbeitsaufenthalt mit Ausstellungen in eigener Galerie auf Ischia/Italien. Ankauf seiner Bilder durch öffentliche Institutionen, Banken und Private. 1986 erscheint seine Anleitung Freude am Aquarell.
Auf den ersten Blick wirken die Bilder von Jürgen Hardtke wie die Wiedergabe von Stimmungen. Das sind sie sicher auch. Aber sie sind mehr: Seine Landschaften und abstrakten Kompositionen spiegeln beim Betrachter dessen Eindrücke von Landschaften des Küstenraumes, der Weite des Meeres, der Farbenvielfalt des oft mediterranen Raumes - spontan mit zügigem Pinselstrich gemalt, ja, locker hingeworfen, immer aber sensibel, selbst bei expressionistischer Farbgebung.

Außerdem zeigen wir Arbeiten von Jan Koblasa und Sonia Jakuschewa
 

Carl-Heinz Wegert (1926–2007)

Carl-Heinz Wegert (1926–2007)

Ölbilder, Aquarelle, Objekte

02.11.2016 - 30.11.2016
 

Sonia Jakuschewa

Sonia Jakuschewa

Arbeiten aus den letzten Jahrzehnten

09.09.2016 - 29.10.2016
Die Malerin und visuelle Dichterin Sonia Jakuschewa, geboren 1961 in Moskau, kam nach Deutschland, als sie sich nach dem Studium an der elitären Kunstakademie Surikow in Moskau den progressiven Strömungen während der radikalen politischen Wende in ihrem Heimatland anschloss.

„Man konnte von einer Schule der Moskauer Abstraktion in den späten achtziger Jahren sprechen’’, – schrieb der Kunsthistoriker und Sammler der Osteuropäischen Kunst Jürgen Weichardt über ihre Arbeiten, die er als „Werke einer inneren Befreiung, mit großer Kraft und Offenheit, einer Freiheit, die künstlerische Existenz unmittelbar zum Ausdruck bringt“ charakterisierte.

Sonia Jakuschewa lebt und arbeitet in Hamburg und Prag. Auf zahlreichen Ausstellungen in Belgien, Chile, Deutschland, Finnland, Frankreich, Russland, Tschechien und den USA waren ihre Werke zu sehen.

Sonia Jakuschewa
Herbstbeginn, 1994
Öl auf Leinwand
35 x 50 cm
Foto: Dirk Eisermann

 
 

In Erinnerung an Erich Fuchs und Alfred Eichhorn

20.05.2016 - 30.06.2016
 

Metamorphose eines Frauenkörpers

Metamorphose eines Frauenkörpers

28.04.2016 - 29.05.2016
Arbeiten von von 36 Künstlern u.a. von Günter Förg, Janosch, Aleš Veselý, Jan Koblasa, Helmut Sturm, Heino Naujoks

Abbildung: Helmut Sturm

In den Enzyklopädien der Kunstgeschichte sind Frauen allgegenwärtig. Von den frühen Fruchtbarkeitsstatuen zu den Marienanbetungen der Neuzeit, von Glasfenstern zu Wasserspeiern überall gilt der Spruch: Cherchez la femme. Jede Zeit sucht sich ihre Frau, aber es gibt sie nicht, denn die Frau wird durch die Kunst ständig neu interpretiert. War sie erst allegorische Darstellung des Übernatürlichen, schon ist sie im nächsten Zeitalter irdische Sinnlichkeit. Nein, die Frau an sich gibt es nicht. Gäbe es die Frau, dann nur deshalb, weil es ihn gibt. Es gibt ihn aber nur, weil es sie gibt. Galatea existiert, weil sie Pygmalion geschaffen hat. Pygmalion lebt fort, weil Galatea ihn überdauert hat. Athene lebt, weil sie aus dem Kopfe des Zeus entsprungen ist. Alle Kunst ist Kopfgeburt. Natürlich ist allein der Wille zur Auflehnung, zum Gegensatz und zur Polarität, während die Gleichförmigkeit immer künstlich bleiben wird. Letztendlich ist es aber nicht wichtig was Frauen oder Männer wirklich sind. Wichtig allein ist, was sie für uns bedeuten. Das ist auch das Motto dieser Ausstellung:
36 Künstler, eine Frau = gleich 36 Frauen hoch 3. Mindestens.
Cherchez la femme.
(Hans-Peter Söder)

 
 

Dieter O. Klama

Dieter O. Klama

Die anderen Bilder

02.03.2016 - 29.04.2016
Zum 80. Geburtstag

 

 

 
 

Antonio Costa Pinheiro / Ales Vesely

Antonio Costa Pinheiro / Ales Vesely

Plastiken, Bilder und Graphiken

28.01.2016 - 28.02.2016
Antonio Costa Pinheiro *1932   +2015
Ales Vesely *1935   +2015

Abbildungen
Galerieseite: Ales Vesely (links auf der Abbildung 1996)
vor seinem Bild "Mein Wahnsinn", 1985
Öl auf Hartfaser, 260 x 425 cm

Reihung Startseite: Costa Pinheiro
Infante D. Hemique, 1965/1966
Radierung

 

 
 

Jan Koblasa

Jan Koblasa

Skulpturen & Graphiken

16.10.2015 - 15.01.2016
 

Mac Zimmermann

Mac Zimmermann

Ölbilder.Zeichnungen. Graphik.

11.09.2015 - 10.10.2015
Mac Zimmermann
Kleinste Ekstase,1982
Öl auf Holz
39 x 42,7 cm

 
Mac Zimmerman, einer der wenigen deutschen Surrealisten von Rang, wurde 1912 in Stettin geboren. Ab 1934 arbeitete er als Bühnenbildner, Pressezeichner und Lehrer an einer privaten Zeichenschule in Hamburg. Seinen eigenen, von Elementen des Surrealismus genährten, aber geistig der deutschen Romantik und ihren Fantasievorstellungen nahestehenden Stil fan der Anfang der vierziger Jahre in Berlin, wo nach dem Krieg seine erste Gesamtausstellung in der Galerie Gerd Rosen am Kürfürstendamm stattfand. Internationale Einladungen, etwa zu den Biennalen von Venedig 1949 und 1954 und zur documenta 1959 nach Kassel, machten seinen Namen auch im Ausland bekannt. Er gilt, zusammen mit Richard Oelze und Edgar Ende, als deutscher Hauptvertreter des Surrealismus. Als Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (1958-1965) und an der Akademie der Bildenden Künste in München (1965-1982) hat Mac Zimmermann großen Einfluss auf das Kunstleben in diesen beiden Städten gehabt. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Kunstpreisen und Ehrenauszeichnungen gewürdigt. Im Alter von 82 Jahren verstarb der surrealistische Maler 1995 in Wasserburg am Inn.
 

Seff Weidl

Seff Weidl

Zum 100. Geburtstag

30.06.2015 - 28.08.2015
Gedächtnisausstellung

Skulpturen, Zeichnungen, Radierungen
 

Leni Sinclair und Barbara Greene Mann

Leni Sinclair und Barbara Greene Mann

18.05.2015 - 14.06.2015
Leni Sinclair - Photographie
Barbara Greene Mann- Visual Kunst

Abbildungen
Galerieseite: Leni Sinclair, John Lennon und Yoko Ono, 1971
Reihung: Barbara Greene Mann
 

Rudolf Kämmer & Ernst Geitlinger

Rudolf Kämmer & Ernst Geitlinger

01.04.2015 - 15.05.2015
Rudolf Kämmer
Objekte
und
Ernst Geitlinger
*1895 ┼1972
Bilder, Gouachen und Graphiken

Galerieseite:
Ernst Geitlinger
Jahreszeiten, 2-farbige Lithographien, 1965, Auflage 20 Exemplare,
gedruckt von Christoph Dürr

Slider und Reihung (Ausschnitt)
Rudolf Kämmer
Objekt
 

Will McBride

Will McBride

Eine Legende der Photographie

22.01.2015 - 21.03.2015
Fotoarbeiten der 50er- und 60er-Jahre

Will McBride
An der Sektorengrenze, 1957
 
 

Stanislav Mischtschenko

Stanislav Mischtschenko

Fotoarbeiten

14.01.2015 - 18.01.2015
 

Robert Indiana

Robert Indiana

Druckgraphik

13.11.2014 - 09.01.2015
 

Katharina Feiten

Touching – eine Installation und Bilder

09.10.2014 - 09.11.2014
Kommentar der Künstlerin:
Die Wandinstallation versucht sich in der Formulierung des Gedankens, die Grenze selbst zur Kunst zu erheben.
Es geht in dieser Ausstellung weder um ein wie auch immer beschaffenes Diesseits oder Jenseits der Grenze, noch um Fläche oder Raum und deren Teilbarkeit. Viele Grenzen sind nicht gegenständlich, sondern konstituieren sich mittels des menschlichen Handelns. Die Aufmerksamkeit gilt der Kunst, gute Grenzen zu spannen.
Die Grenze, der Weidezaun, macht sich hier zur Kunst, in dem er den Ort bezieht, der ihn zur Kunst erklärt. Der Weidezaun steht unter Spannung: Wo Mensch und Grenze sich berühren, schlägt sich eine neue ihren Weg. Die bestehende rekonstituiert sich in der ihr entgegen gebrachten Akzeptanz.
 

Maik Roenneburg

Maik Roenneburg

12.09.2014 - 04.10.2014
Abbildung (Slider und Starseite Ausschnitt):

Maik Roenneburg
Symbole 01, 2012
Foto
28 x 28 cm

Maik Roenneburg, geboren 1960 in Hamburg, wurde aus einer „inneren Notwendigkeit“ und in 2. Passion Kunst-Schaffender (Kunst- Studium an der Wfk Wiesbaden) mit den Schwerpunkten Fotografie, Experimentelle Kunst + Konzepte.
Werk-Konzept: Maik Roenneburg schafft aus dem Finder- und Erfindergeist.
Der Finder arbeitet ‚im Gehen’, nach dem Vorbild des Jägers und Sammlers. Seine Tätigkeit kann als szenisches Suchen be- schrieben werden.
Für den Erfinder ist es charakteristisch, Auf- nahmen zuwege zubringen unter geradezu laborartigen Bedingungen mit systematisch durchexerzierten ... Techniken, Materialien, Strategien.
In den Werken soll der Inhalt nichts, die Form aber alles tun; denn der Inhalt wirkt jederzeit einschränkend.
Gründungsjahr der Galerie 1963
Am 14. September wird das Theaterstück „Fräu- lein Else“ von Arthur Schnitzler in den Räumen der Galerie aufgeführt. Eine Koproduktion des Rationaltheaters mit dem V. f. b. K. Rosenheim. Fräulein Else spielt Johanna Weiske, Regie Dominik Frank, Produktion Dietmar Höss.
 

Konstanze Sailer

Konstanze Sailer

Verdun 1914–2014

19.08.2014 - 07.09.2014
Tusche auf Papier

Die Kiefer von Verdun: Hunderttausende menschliche Kiefer fallen bei Verdun zu Boden. Es sind die blutigsten Schlachten des Ersten Weltkrieges. Bei Verdun sterben Franzosen und Deutsche. Die toten Kiefer sind zum Teil geöffnet. Zum schmerzerfüllten Schrei aufgerissen. Ausrufe, die den nahenden Tod beschwören. Schreie, die um Aufschub flehen. Um Beendigung der Schlacht von Verdun. Um Abbruch des Menschenschlachtens.

Tuschen auf Papier sind konservierte Aufschreie. Zum Bild gewordene Rufe. Einige der Kiefer haben scharfe Konturen. Andere lösen sich malerisch im Hintergrund auf. Sie sind wie Notrufe gegen das Getöse der Welt. Hilferufe gegen das Vergessenwerden im Weltgebrüll.

Die Farbgebung der Kiefer von Verdun: Unzählige Schattierungen von Blau. Jedem Kiefer, jeder Tusche auf Papier ist eine Uhrzeit ausdrücklich zugeordnet – der Augenblick seines zu Boden Gleitens. Helle Blautöne für die Uhrzeiten jener grausamen Materialschlachten an sonnendurchfluteten Tagen und dunkle, nebelige Blautöne, die das Morgengrauen eines heranbrechenden weiteren Kriegstages repräsentieren. „Jeder Kiefer, der auf dem Schlachtfeld zu Boden gleitet, erfährt seinen je eigenen Tod ...“, erwidert die Malerin.

Schreie verklingen. Doch sie bleiben eingeschrieben in die Erinnerung. Unvergesslich, nicht verdrängbar. Klänge von Schreien formieren sich zu einem Bild, zu einem Nachhall des Daseins.
 

Klasse Förg

Klasse Förg

Feiten – Knoll – Saß – Sauer – Zimmermann

24.07.2014 - 23.08.2014
 

Chenqu Li – Taylor Sweeney

Chenqu Li – Taylor Sweeney

05.07.2014 - 06.07.2014
In Zusammenarbeit mit Junior Year in Munich an der Universität München.

Abbildungen:
Galerieseite – Chenqu Li
Startseite – Taylor Sweeney (Ausschnitt)
 

Hommage à Picasso

Hommage à Picasso

Mappenwerke

24.06.2014 - 20.07.2014
Andy Warhol: Paloma Picasso
from Hommage à Picasso
Lithographie mit 4 Farben
1975, 104 x 70 cm
 

Emanuel Eckl

immer wieder

14.05.2014 - 14.06.2014
 

Seff Weidl Bilder und Plastiken. Carl-Heinz Wegert Bilder und Objekte

10.01.2014 - 28.02.2014
 

Ernst Geitlinger (1895 – 1972)

Ernst Geitlinger (1895 – 1972)

Bilder, Gouachen und Graphiken

13.09.2013 - 31.10.2013
Abbildungen:
Ernst Geitlinger
Jahreszeiten, 1965
Lithographie

Zur Open Art 2013 feiert die Galerie ihr 50-jähriges Bestehen. Seit 1959 bestand eine enge Freundschaft zu Ernst Geitlinger. Intensive und heftige Diskussionen über „Kunst“ mit Manfred de la Motte, Georg Meistermann, Alfred Eichhorn, Otto Hajek, Mac Zimmermann und dem Philosophen Anton Neuhäusler führten 1963 zur Eröffnung der Galerie. 1965 entstanden in der Lithowerkstatt Christop Dürr nebenstehend abgebildete Lithographien und die erste Ausstellung von Ernst Geitlinger in der „kleinen Galerie“ neben Mutti Bräu. Geitlinger prägte in Deutschland – wie auch Nay, Werner, Meistermann, Winter und Trier – die Kunstszene nach dem 2.Weltkrieg. So war er 1946 Mitbegründer und Vorstandsmitglied der „Neuen Gruppe“ in München und hatte einen wichtigen Einfluss auf die Neugründung des deutschen Künstlerbundes 1950 in Berlin. An der Münchner Akademie prägte er die künstlerisch- experimentelle Ausbildung bis zu seiner Pensionierung 1965 durch seine pädagogische Offenheit, vorbildlich. 1970 hatte Ernst Geitlinger seine letzte Einzelausstellung in der Galerie Christop Dürr in der Stuckvilla. 1972 verstarb er.
 

Robert Indiana

The American Dream

11.06.2013 - 30.07.2013
 

Johannes Green

Johannes Green

Fotografien

10.05.2013 - 08.06.2013
 

Carl-Heinz Wegert

Bilder

05.03.2013 - 26.04.2013
Anläßlich des 50-jährigen Bestehens der Galerie im Oktober 2013 die erste Rückschau
 

Hommage à Picasso – Mappenwerk

01.11.2012 - 22.12.2012
 

Jan Koblasa

Jan Koblasa

Zum 80. Geburtstag

14.09.2012 - 30.10.2012
kulpturen, Bilder, Zeichnungen, Graphiken und die „Apokalypse“

Die hier abgebildete Radierung von Jan Koblasa zur Apokalypse entstand in den Jahren 1967/68 in Prag als letzte Arbeit des Künstlers in seiner Heimat, bevor er über die Schweiz und Italien nach Deutschland emigrieren musste. Damals wurden aber nur je fünf Exemplare als Probedrucke abgezogen. Die Radierungen wurden 1974 unter Aufsicht des Künstlers in Berlin bei Wilhelm Schneider auf 290-g-Zerkalbütten gedruckt. Blattgröße 86 x 65 cm, Größe der Leinenkassette 91 x 69 x 6 cm. Die Edition ist mit einer Einleitung von Manfred de la Motte versehen und besteht aus 24 Radierungen. Die gesamte Auflage beträgt 62 Exemplare, davon sind 10 für den Künstler und die Mitarbeiter bestimmt. Die 52 für den Handel bestimmten Exemplare sind numeriert; jedes einzelne Blatt ist vom Künstler signiert und numeriert. Diese Mappe wurde 1974 von der Galerie Christoph Dürr - München, und der Galerie Hennemann - Bonn, verlegt.

Abbildung
Jan Koblasa, „Gespräch mit 7 Gemeinden",
Radierung, 1967/68, 86 x 65 cm
 

Konstanze Sailer / Sonja Ebner

Konstanze Sailer / Sonja Ebner

„Kiefer aus Arras“ / "Überhitzt"

03.07.2012 - 12.08.2012
Konstanze Sailer -Tuschen auf Papier
Sonja Ebner - Fotografie
 

Wolfram Kastner

Wolfram Kastner

Kopflast – Kopflust

26.04.2012 - 24.05.2012
65 Köpfe zum 65. Geburtstag
 

Begegnung

12.01.2012 - 30.04.2012
mit Arbeiten von Max Ackermann, Joseph Beuys, Ernst Geitlinger, Georg Herold, Martin Kippenberger, Jan Koblasa und Mac Zimmermann
 

Begegnung

Begegnung

Max Ackermann, Joseph Beuys, Martin Kippenberger, Jan Koblasa und Mac Zimmermann

12.01.2012 - 29.02.2012
Martin Kippenberger, „I am lonely“, 1986, Bronze, Laufstall, Hammerschlag-Lack, Künstlerexemplar, 123 x 125 x 123 cm