Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Galerie Fenna Wehlau

Amalienstr. 24 • 80333 M
Tel. +49 89 28 72 44 85
www.galerie-wehlau.deinfo@galerie-wehlau.de
Di–Fr 13–18.00 • Sa 12–15 und nach Vereinbarung

Amalienstr. 24
80333 München

Laufende Ausstellungen

Bettina Bürkle, David John Flynn

Bettina Bürkle, David John Flynn

a sense of light

24.05.2019 - 25.07.2019
Schiebeobjekte in Acrylglas . Arbeiten auf Leinwand und Papier.

Die Ausstellung „a sense of light“ ist als Dialog der künstlerischen Positionen von Bettina Bürkle und David John Flynn zur Lichtwirkung des Objektes – des Bildes konzipiert.
Bettina Bürkle (geb. 1961) hat von 1981-89 bei Prof. Günther und Prof. Guisepppe Spagnulo an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart Bildhauerei studiert. Ein anschließender, von 1988-90 erfolgter Aufenthalt in New York war besonders prägend für Ihr künstlerisches Schaffen.
Die vorhandenen Besonderheiten städtischer Architektur wie Dächer, Fensterstrukturen und an die Fassaden angebrachte Lüftungsanlagen inspirierten sie nachhaltig. Ihre früheren Werkreihen „Boxes“ und „Klapp-Objekte“ bis hin zu den aktuellen Schiebeobjekten sind skulpturale Zitate architektonischer Elemente und gehen einen direkten Dialog mit dem Raum ein.
Bettina Bürkle beginnt bereits im Jahre 2002 Schiebeobjekte in Acrylglas zu arbeiten, die sich seitdem in ihrer Ausführung weiterentwickeln. Ihre Schiebeobjekte beziehen sich auf die Ikonographie des Fensters und thematisieren seine Funktion als Schnittstelle von Außen- und Innenwelt. Die Objekte bestehen aus mehreren, voreinander gestellten, farblich unterschiedlichen Acrylscheiben, die der Betrachter in einer Führungsschiene bewegen kann.  Durch diese Handlung wird der Betrachter Teil des Kunstwerkes, der Moment des Veränderns bezieht ihn ein. Mit dem Verschieben der Scheiben gestalten sich immer wieder neue Farbräume, die sich aus der Lichtwirkung der überlagerten transluzenten Flächen ergeben. Die Künstlerin selbst versteht ihre Arbeiten als Verbindung von Plastik und Malerei. In ihrem Schaffen widmet sie sich aktuell der Verschmelzung dieser Genres und bleibt dabei stets ihrer strengen konkreten Formensprache treu.

David John Flynn (geb. 1952) studierte von 1970-75 an der Virginia Commonwealth University in Richmond Fine Arts. Er lebt seit 1980 in München und arbeitet seit gut sieben Jahren in seinem Atelier im Streitfeld. Seit den späten 80er Jahren widmet sich David John Flynn konsequent der abstrakten Malerei. Wir zeigen Arbeiten aus den Werkreihen „recognitions“ von 2010 bis zu den heutigen „fabrics“.
Die für David John Flynn typisch leuchtende und zu Kontemplation einladende Farbigkeit geht einher mit einem Ineinanderfließen verschiedener Kunstrichtungen und Techniken. In seinen Werken lassen sich in der Lichtwirkung Anklänge an die französische Moderne eines Pierre Bonnard, durch den Einsatz von Schablonen an die Hard Edge Malerei eines Kenneth Noland, die Verarbeitung von plakativen Bildern an die Pop Art, und auch an die Schleierbilder eines Morris Louis finden – um nur einige zu nennen. Der Künstler selbst sagt „I work with contradicting ideas in my painting.“ Er zieht sich besondere Elemente einzelner Stile raus kommt damit zu einer eigene Bildsprache.
Flynn interessiert sich seit 1976 für die, aus der Antike stammende Maltechnik der Enkaustik. Indem er mit flüssigem Wachs und Dammarharz vermischte Pigmente auf- und abträgt, kommt er zu feinsten Farbnuancen. Inhaltlich setzt er mitunter seine persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen um, sie fließen ein und unterstreichen den poetischen Charakter seiner Arbeiten. In “it was no longer there” von 2010 spürt er den Moment eines plötzlichen Wetterwechsels über einem See nach: noch ist es hell ist, doch gleich verschwindet der See in den Wolken.

 
 

Kommende Ausstellungen

Eberhard Ross

Eberhard Ross

refugium

13.09.2019 - 31.10.2019
Die ursprüngliche Quelle des Werks von Eberhard Ross ist die Beobachtung der Natur, ihrer Prozesse und Rhythmen.
In der Ausstellung refugium I eberhard ross bekommt der Betrachter die Möglichkeit eine BildKlangErfahrung zu machen. Ross zart flirrende und melodisch pulsierende Bilder aus den Werkreihen laudate, fermata, speicher und ganz aktuell in the nature of daylight erzeugen einen Klang der Stille, der Raum wird zu einer Art Refugium. In seinen Arbeiten verschmelzen die fein überlagerten Bildschichten zu einer vibrierenden, farblichen Einheit und bringen die Komposition auf faszinierende Art zum Leuchten I Klingen. Tatsächlich dehnen sich die Töne dieser Kompositionen weit in den Raum aus. Innehalten, den Farbklang spüren, so als wäre Malerei Musik – das ist sein Wunsch für den Betrachter.

Am Donnerstag, den 26. Oktober lädt die Galerie FENNA WEHLAU zu einer “listening session“ ein. Der Maler Eberhard Ross wird uns die Musik vorstellen, die ihn während seiner Arbeit begleitet, trägt und initialisiert. Ein Abend der klangvollen Stille, der Gelegenheit bietet, sich unter dem Eindruck seiner Bilder vorrangig dem Genuss des Hörens zu widmen.

Eberhard Ross,
speicher, 2018
Öl auf Leinwand
100 x 80 cm

 

 
 

Vergangene Ausstellungen

black and white

black and white

Arbeiten auf Leinwand und Papier, Objekte, Skulpturen in Mooreiche

05.04.2019 - 17.05.2019
Rupert Eder
Margit Hartnagel
Peter Lang
Stephan Wurmer

Rupert Eder
Sator, 2009
Öl auf Leinwand
160 x 120 cm

 
 

Line I Poetry

Line I Poetry

01.02.2019 - 29.03.2019
Carmen Hillers
Christine Leins
Dieter Kränzlein
Erin Wiersma

Arbeiten auf Papier und Voile,
Arbeiten in Stein und Kunstharz

 
 

Sheila Furlan

Sheila Furlan

Transparenzen

16.11.2018 - 18.01.2019
 

Rupert Eder

Rupert Eder

newlyn blue

15.09.2018 - 18.11.2018
Rupert Eder begreift Malerei als geistigen Prozess, der durch nichts Anderes ausdrückbar ist als durch die Malerei selbst. Seine Kompositionen thematisieren die Beziehung von Farbe, Form und Materialbeschaffenheit, ihr Zusammenspiel erschließt dem Betrachter den Bildraum. Eder arbeitet in altmeisterlichen Techniken, er mischt seine Farben aus einer Vielzahl von Pigmenten und findet so zu der für ihn typischen, starken Leuchtkraft bis hin zu einer transluzenten Farbmaterialität. Oft setzt er Farbakkorde einzeln nebeneinander, die sich dann in den Eckpunkten ihrer Überschreitungen neu vermischen.
Eder findet seine Inspiration in der intensiven Auseinandersetzung mit kunstgeschichtlichen und philosophischen Themen und in der Naturbetrachtung. Ein artist in residence Aufenthalt in Südengland im Frühjahr 2018 führte ihn zu newlyn blue, einer neuen blauen Farbpalette, die Ihren Ursprung in der Naturerfahrung und den Lichtverhältnissen in Cornwall hat. Die Ausstellung zeigt aktuelle Arbeiten aus Newlyn und zentrale Arbeiten aus den letzten Werkreihen.
Zur Ausstellung erscheint eine Edition bemalter Keramik.

Rupert Eder
newlyn blue, 2018
Öl und Pigment auf Leinwand
40 x 40 cm
© Rupert Eder