Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Galerie Florian Trampler

Oskar-von-Miller-Ring 29-31 (Rgb.) • 80333 M
Tel. +49 89 24 294 007
www.galerie-trampler.deoffice@galerie-trampler.de
Di–Fr 12–18 • Sa 11–15 und nach Vereinbarung

Oskar-von-Miller-Ring 29-31
80333 München

Laufende Ausstellungen


Kommende Ausstellungen


Vergangene Ausstellungen

Thomas Kohl

Thomas Kohl

Höhe

09.09.2016 - 08.10.2016
Konzeptuelle Malerei auf Leinwand, Papier, Holz und Glas

Wir freuen uns neue Arbeiten von Thomas Kohl zu präsentieren. Unter dem Titel Höhe zeigen wir eine atmosphärisch dichte Folge neuer Malereien auf Leinwand, Papier, Holz und Glas. Sie kreisen kontinuierlich um die Anschaulichkeit unseres Naturbegiffes. Die Bilder zeigen Landschaften, deren Versatzstücke, Mikro- und Makrowelten und greifen in die Unendlichkeit des Raumes aus. Thomas Kohls Malerei changiert zwischen der malerischen Leichtigkeit und Präzision Van Dycks und der künstlerischen Verbindlichkeit und Vielfalt seines Lehrers Gerhard Richter. Er gilt als einer der wichtigsten Maler seiner Generation. Seine Arbeiten sind in nahezu allen großen Museumssammlungen in Deutschland vertreten, u.a. im Lenbachhaus und in der Graphischen Sammlung München, der Staatsgalerie Stuttgart und dem Museum Ludwig Köln, der Hamburger Kunsthalle und dem Albertinum Dresden.

Thomas Kohl,
SCOUL, 2014
Öl auf Leinwand
130 x 75 cm
 

Peter Lang

Peter Lang

in blau

01.06.2016 - 25.06.2016
Peter Lang
Ebene, 2008
Öl auf Leinwand
190 x 235 cm

Wiedererkennbare Bildsprache und doch überraschend anders.
Offene Flächen, frisch wirkende und fein nuancierte Farbräume vorwiegend in blau,so zeigen sich im ersten Eindruck die neuen Arbeiten von Peter Lang. Sie entstanden die letzten Monate im neuen Atelier und folgen einem akademischen Ansatz.
In der Aufarbeitung seiner langjährigen Reisetätigkeiten legt Peter Lang den Fokus nun auf die rein malerischen Möglichkeiten des Tafelbildes. Basierte, folgerichtige Gedanken und Fragen liegen ihnen zu Grunde. Sein neuer Ansatz reicht weit über die bisherige Auffassung der Landschaftsmalerei hinaus, die er im zeitgenössischen Sinn nicht unwesentlich anreicherte und mitprägte. In seinen aktuellen Arbeiten verfolgt
Peter Lang die Wirkung der Farbe blau in seiner Vielfalt auch im Kontext mit anderen Farben und lotet dadurch die Bereiche zwischen Schärfe und Diffusem.
Es ist keine Wiederholung oder Reproduktion seiner bewährten Bildsprache, vielmehr eine erfrischende, glaubhafte Weiterentwicklung seiner Malerei, nachvollziehbar und doch - eben - überraschend anders. Aufs Neue unterstreicht er hiermit seine ernsthafte künstlerische Bandbreite.
Um Ihnen einen eindrücklichen Einblick in den aktuellen Atelierzyklus des Künstlers zu geben, zeigen wir aus gegebenem Anlaß ausschließlich neue Arbeiten auf Leinwand.

Peter Lang (*1965) lebt und arbeitet in der Oberpfalz.
Er studierte freie Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München
(1987-1993, Prof. Rudolf Tröger, Prof. Jerry Zeniuk). Seit 1993 arbeitet er freischaffend.
Seine Malreisen führten ihn arbeitender Weise 2000 nach Navarra, Spanien;
2006 Trondheim, Norwegen; 2007 - 2009 Bleckenau bei Füssen, Ammergebirge;
2010 - 2011  prc (mobiles Container Atelier) Patagonien, Chile;
2012 - 2013  prc (mobiles Container Atelier) Snaefellsjokull, Island.
Sein Œuvre umfasst Malerei, Zeichnung, Holzschnitt und Skulptur.
Bisher waren seinen Arbeiten in über 70 Galerie- und Museumsausstellungen zu sehen.
 

Lilo Rinkens

Lilo Rinkens

Ein Einblick

27.01.2016 - 31.01.2016
Lilo Rinkens
Lido I, 2015
Öl auf Leinwand
140 x 180 cm

Wir zeigen aktuelle Arbeiten auf Leinwand, Zeichnungen, Fotografien und Filme.
Lilo Rinkens spürt den labilen Zuständen zwischen Verschwinden und Entstehen nach.
Namen ihrer Serien wie "Nahe Null", "Teilchen in Bewegung" oder "Nucleus" verweisen auf die  wissenschaftlichen Hintergründe der Thematik, die ihren Arbeiten zu Grunde liegt und die sie künstlerisch reflektiert. Die minimalistische Bildsprache ihrer Arbeiten konzentriert sich auf das Wesentliche - die Wirkung präsent und bewegt.

Die Künstlerin wird am Abend der Eröffnung und den Folgetagen anwesend sein.

Sonderöffnungszeiten:
Mittwoch / Vernissage: 19 - 21 Uhr
Donnerstag und Freitag 12 - 20 Uhr
Samstag und Sonntag 11 - 18 Uhr
und nach Vereinbarung

 
 

Heinz Mack

Heinz Mack

Poesie des Lichts / Poetry of Light

11.09.2015 - 29.11.2015
Heinz Mack
Black Spirit, 2012
Chromatische Konstellation, Acryl auf Leinwand
165 x 137 cm
© Heinz Mack und VG-Bildkunst, Bonn

Heinz MACK (*1930) Bildhauer und Maler, Mit-gründer der Gruppe ZERO.
Die POESIE DES LICHTS, der Heinz Mack auf so vielgestaltige Weise in der Zeichnung, in der Malerei, wie auch in der Bildhauerei huldigt, ist Resultat des bewussten "Spiels" mit Farben und Formen, Materialien und deren Strukturen.
Sie birgt die Aufforderung des Künstlers an den Betrachter, der Welt, der er alltäglich begegnet, nicht nur analytisch zu misstrauen, sondern in ihr auch ein sinnliches Arrangement vieler natürlicher, artifizieller, nicht zuletzt jedoch ästhetischer Phänomene zu erleben. Unter einer Vorausgabe indes: Der Nukleus allen Sichtbaren ist das Licht, das sich an die ihm gebotene Materie wendet. Weder mehr noch weniger ist wahr.
Die Ausstellung beleuchtet Macks Werk nach ZERO mit sorgfältig, im Atelier des Künstlers ausgesuchten Arbeiten auf Leinwand und Papier sowie Skulptur.
Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog mit rund 30 Abbildungen und einem Text von Stefan Skowron.
 

Sommer – Accrochage

07.07.2015 - 31.07.2015
Arbeiten von
Edgar Diehl
Monika Falke
Daniel Göttin
Thomas Kohl
Peter Lang
Jupp Linssen
Ivo Ringe
Thomas Weil
Hideaki Yamanobe
 

Ivo Ringe, Edgar Diehl, Thomas Weil

Ivo Ringe, Edgar Diehl, Thomas Weil

Es geht nicht um Gelb ….

24.04.2015 - 11.07.2015
Ivo Ringe
Right On Top Of The Skin, 2008
Acryl auf Leinwand, 71 x 61 cm

Wie im Untertitel der Ausstellung schon angedeutet, beschäftigen sich alle drei Künstler thematisch mit der Interaktion zwischen Farbe, Form und geometrische Struktur und gehören somit in die Nähe zur Konkreten Kunst.

Bei Edgar Diehl aus Wiesbaden ist diese Zuordnung eindeutig. Seit den 80iger Jahren arbeitet er sowohl theoretisch als auch praktisch am Thema Farbe. Die 2. Auflage seines Kompendiums über Farbe ist gerade erschienen. Auf der Grundlage seiner Farbforschung hat er eine eigene Form von Farbreliefs entwickelt. Dabei stellt er Bildträger aus Aluminiumplatten her, die meist symmetrisch gefaltet oder geknickt werden. Die ganz unterschiedlichen Farbkompositionen,  werden in Streifen aufgebracht, entweder in zwei gleich breite alternierende oder in anderen Werkgruppen in unterschiedlich breite senkrechte Streifen. So entstehen Wandskulpturen, die dem Betrachter nicht mehr einen zentral perspektivischen „richtigen“ Blickwinkel zuweist, sondern umgekehrt, sie fordert die Bewegung vor dem Gemälde. Durch die Knickungen und Faltungen und durch die Bewegung des Betrachters ändert sich je nachdem der Winkel des Lichteinfalls und die Farben verändern sich durch diesen Prozess dermaßen, dass man sogar von einer optischen Täuschung sprechen kann.

Der Kölner Ivo Ringe ist Maler, trotzdem dass er Beuys Schüler war. Obwohl er sich jahrzehntelang eingehend mit dem Verhältnis von Proportion und Rhythmus beschäftigt hat, steht bei ihm aber nicht eine exakte Berechnung von Formen im Vordergrund. Der Augenblick und seine Intuition sind bei seinem Malvorgang entscheidend, die ein Resultat aus seinen theoretischen Studien und alles andere als willkürlich sind.  Ivo Ringe hat keine Vorlagen oder Skizzen oder Fotografien oder andere Vorarbeiten, er ist aber auch kein Konzeptkünstler. Seine Bilder werden an der Leinwand während des  Malakts entwickelt. Er ist aber auch keineswegs ein gestischer Maler, sondern hat sich radikal der Reduktion verschrieben, auf das Wesentliche, Essentielle. So wirken seine Gitter oder Netze, die er auf einen meistens monochromen Hintergrund aufbringt, rudimentär, fast karg. Durch das Überlagern der Formen und Farben entsteht in jedem Bild ein dreidimensionaler Raum mit einer ganz eigenartigen Dynamik und Tiefe. Trotzdem wirft die Malerei von Ivo Ringe den Betrachter ganz deutlich auf sich selbst zurück, auf seine ursprüngliche Wahrnehmung. Losgelöst von einer gegenstandsbezogenen Darstellung verweisen die Bilder lediglich auf sich selbst. Ivo Ringe ist auch Dozent an der Universität Bonn und weiteren Hochschulen in NRW sowie Kurator von internationalen Ausstellungen, neben Deutschland vorwiegend im angelsächsischen Raum.

Thomas Weil hat wie Edgar Diehl zunächst Architektur studiert, allerdings in München. Er hat dort jahrelang als Architekt gearbeitet und international gebaut. Früher gleichzeitig, seit 20 Jahren ausschließlich, arbeitet er am Thema Ornament und lehrt und publiziert darüber. In seiner klassischen Ölmalerei, die neben der Bildhauerei und der Kunst am Bau-Arbeit passiert, nähert er sich auf eine ganz eigene Art und Weise den Themen Farbe und Konstruktion an. Seit Jahrzehnten hat er einen riesigen Formenschatz von ornamentalen Elementen aus dem Weltkulturerbe geschaffen und eine eigene Systematik erstellt. Aus diesem Formenschatz schafft er seine eigenen Vorlagen für seine Bilder.  Die Elemente werden zu einem Bildganzen komponiert, zunächst wiederum als Vorlage, die dann auf eine Leinwand übertragen wird. Der Bildträger wird geschaffen durch eine informelle Malweise. Darauf werden dann die Vorlagen übertragen und eine Farbkomposition gesucht. Die Farbe hat hier eine dienende Rolle als Interpretin der Formkompositionen. Die Bilder werden nicht seriell gemalt, sondern jedes Bild hat sein eigenes Universum von ornamentalen Formen und Farben. Thomas Weil malt in keinem sofort wieder erkennbaren Stil, sondern überrascht immer aufs Neue mit unterschiedlichen Interpretationen des Themas Ornament.

Ivo Ringe, Köln
1951 geboren in Bonn 1972 Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys, 1974-77 Studium Freie Grafik bei Rolf Sackenheim an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler, seit 2000 Dozent für Farbtheorie, Grundlagen der Farbe und Malerei, Illustrationstechniken, Freies Zeichnen an der Akademie für Gestaltung „Ecosign“ in Köln und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn, Studio für Bildende Kunst

Edgar Diehl, Wiesbaden
1950 geboren in Sprendlingen 1970-72 Studium der Architektur, TU Berlin, 1972-78 Studium der Malerei, Wandmalerei und Kunsttheorie Städelschule, Staatliche Hochschule für bildende Künste, Frankfurt bei Raimer Jochims, Meisterschüler, seit 1980 Forschung auf dem Gebiet der Farbe als eigenständiges Thema der künstlerischen Arbeit, Vorträge und Publikationen

Thomas Weil, München
1944 geboren in Partenkirchen (Münchner Haus war ausgebombt), 1964 -1970 Studium der Architektur an der TU München, seit 1986 Spezialisierung auf das Thema Ornament in Architektur, Kunst und Design, 1996 Gründung des Ateliers „ornamentconcepts“, seit 2007 Dozent an der Akademie für Gestaltung und Design, München
 

Monika Falke

Monika Falke

farblicht

05.03.2015 - 18.04.2015
Monika Falke (* geb. in Peine) lebt und arbeitet in Braunschweig.
Nach dem Abschluss an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig zog es Monika Falke in den Jahren 1989 - 1998 u.a. mehrmals zu längeren Studienaufenthalten nach Japan. Geistig zur ZEN-Kultur des Landes hingezogen studierte sie bei verschiedenen Meistern traditionelle Tuschmalerei und Kalligraphie. Die Faszination, die von der ostasiatischen Kunst ausgeht, liegt nicht alleine in der formalen Schönheit der Schriftzeichen, vielmehr ist es die geistige Verfassung des Ausführenden, die sich in jedem Pinselstrich manifestiert. Es ist der Akt der konstanten Wiederholung, der durch Verinnerlichung zur meisterlichen Reife führt. Aus diesem Denken heraus ist der Malvorgang, nämlich die Perfektion des einzelnen Pinselstriches, eines der Hauptanliegen von Monika Falke. So vollzieht sich der Malakt in erster Linie aus einem Zustand innerer Sammlung und Gegenwärtigkeit. In konzentriert gesetzten, transparenten Malschichten erarbeitet sie sich die ruhigen Farbflächen, die sich in fein abgestimmten Farbnuancen überlagern und dabei, außer einer scheinbaren Raumwirkung, eine intensive Leuchtkraft frei geben.
Als Konsequenz dieses Gedankens überträgt Monika Falke die Gestaltungsprinzipien ihrer Gemälde und Papierarbeiten in den dreidimensionalen Raum. So entstehen aus lichtdurchlässigen, farbigen Stoffen Farbräume - besser Farblichträume. Die Überlagerungen, der in gleichem Abstand hintereinander gehängten Textilbahnen, offenbaren eine sublime Abfolge fließender Farbabstufungen in einem real erfahrbaren Raum. Manche dieser textilen Installationen können durchschritten werden und holen den Betrachter direkt in ein differenziertes Farb-Licht-Raum-Erlebnis, dessen sinnlicher Wirkung man sich nur schwerlich entziehen kann.
Parallel zu Malerei und Installation begleitet ein umfassendes Werk schwarz-weißer und farbiger Radierungen seit 25 Jahren ihr Werk und rundet so ihr sehenswertes Œuvre.

Im Rahmen einer Einzelausstellung zeigen wir ausgewählte Arbeiten auf Papier und Leinwand sowie eine raumbezogene Textilinstallation.
 

Rabe

Rabe

Neue Bilder - Malerei

05.02.2015 - 28.02.2015
Rabe Habdank * 1965 in München. Lebt und arbeitet in Berlin.

Nach einem kurzen Aufenthalt an der Münchner Kunstakademie 1986 – 1989 zog es Rabe nach Italien.

Auf der Suche nach dem malerischen Können und Verstehen der klassischen europäischen Bildform, studierte er in Florenz und Arezzo die alte italienische Malerei (v.a. Piero della Francesca, Giotto, Tizian). Auch mit zeitgenössischen Malern wie Hopper und Balthus beschäftigte sich Rabe intensiv; entwickelte aber eine vollkommen eigene Bildsprache, die sich viele Jahre in realistischen Bildern mitteilte. Bekannt sind vor allem seine nüchternen Straßenszenen italienischer Vorstädte, die meistens auch einzelne Menschen in den Mittelpunkt stellt. Oft beziehen sie sich dann auf das Ganze einer Person und münden in trefflichen Portraits, wovon wir auch einige zeigen werden.

Mit seinem Umzug 2009 nach Berlin, entwickelte sich seine Malerei, inspiriert durch den Puls der Metropole, in eine zunächst vollkommen nicht-figürliche Bildsprache. Seit 2 Jahren jedoch, finden sich wieder figürliche Elemente, die aus den Schichten der schroffen Flächen erscheinen. Sein Sujet wird freier und kann in diese oder die andere Richtung ausschlagen; keinem Konzept, außer dem Akt der Malerei als solches verpflichtet. Jenseits jeglicher Bildvorstellung, ausgehend vom Nullpunkt der maximalen Aufmerksamkeit heraus beginnt er seine Arbeiten und folgt der Energie des entstehenden Bildes.

Rabe selbst über seine aktuelle Malerei: "Jenseits aller Bildvorstellungen liegt ein weites Feld, dort entsteht Malerei. Gerade ohne den quälenden Vorfilm des Verstehens wird der malerische Fluss einfach freigelassen und kann sich nach seiner eigenen Absicht genussvoll entfalten. Egal ob mit oder ohne Gegenstände.

Dort, in einer intuitiven Unmittelbarkeit, vertieft sich Malerei ins Unbekannte. Dann ist das Gefühl da, in jedem Augenblick Neuland zu betreten. Genau darum geht es, und ich habe keine Ahnung, wie es sich beim nächsten Mal verhält. (...)

Das Gefühl, das alles zu sein, was ich sehe, Leinwand und Film zugleich. Das Ineinanderfallen von innerer und äußerer Welt, ekstatisch und klar. Das ist die Art von Schönheit, die alle bekannten inneren Bilder und Vorstellungen zerstört. Ein außerordentlicher Zustand, genau dort entstehen die Bilder. Alles in meiner jetzigen Malerei dreht sich um diese Erfahrung."

Um diese rasante Entwicklung zu reflektieren, möchten wir Ihnen die neuen Bilder nicht vorenthalten und zeigen ausgewählte Arbeiten von 2013 / 2014.

 
 
 
 

Einblicke in ein Programm

04.12.2014 - 17.01.2015
Zum Jahresausklang haben wir Ihnen in den neuen Räumen im Rückgebäude
Oskar-von-Miller-Ring 29-31 eine feine Hängung essentieller Werke erstellt.
Sie sehen ausgesuchte Werke von:
Heinz Mack - Raimund Girke - Lilo Rinkens - Sonia Costantini - Monika Falke
Daniel Göttin - Hideaki Yamanobe - Thomas Kohl - Peter Lang

Diese Ausstellung bietet einen selektiven Einblick in das Galerieprogramm. Auch spürt sie der Frage nach, inwieweit die Gruppe ZERO und ZERO nahestehende Positionen die künstlerische Entwicklung die jüngeren Generationen der letzten fünf Jahrzehnte bis in die Gegenwart beeinflusst haben. Thematisch konzentriert sich diese Annäherung auf Licht, Struktur und Raum im Medium der Malerei. Zusammenhänge erschließen sich so dem Betrachter.
Wir verzichten dieses Mal bewusst auf eine Eröffnung vor Weihnachten und laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein, einfach vorbeizukommen. Gerne führen wir Sie dann indviduell durch die Ausstellung. Auch auf Vereinbarung.
(Spontane Zusammenkünfte sind nicht ausgeschlossen.)
Darüber hinaus spendet die Galerie 10% des Erlöses der Ankäufe bis Ende dieser Ausstellung an einen guten Zweck. Begünstigt wird dieses Mal das SOS - Kinderdorf, Beratungszentrum für Familien, 86899 Landsberg / Lech.
 

Raimund Girke

Raimund Girke

Fundamentale Malerei. Ausgewählte Arbeiten auf Leinwand und Papier

11.09.2014 - 08.11.2014
Abbildung (Startseite Ausschnitt):

Raimund Girke
o.T., 1991, Öl auf Leinwand, 110 x 140 cm,
Aus dem Nachlass Raimund Girke; © Madeleine Girke

Raimund Girke
* 1930 Heinzendorf/Niederschlesien
1951–52 Studium an der Werkkunstschule Hannover
1952–56 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf
1966–71 Dozent an der WerkkunstschuleHannover
1971–96 Professur für Freie Malerei an der Hochschule der Künste Berlin
12. Juni 2002 gestorben in Köln

Preise u. a.:
1959 Preis der Stadt Wolfsburg für Malerei 1995 Lovis-Corinth-Preis
2002 Niedersächsischer Kunstpreis

„Malerei ist nicht dazu da, seelische Zustände oder Erlebnisse zu registrieren.“
Ähnlich wie die Künstler der Gruppe ZERO (Mack, Piene, Uecker) setzte Raimund Girke Struktur an Stelle von Ausdruck, arbeitet jedoch strikt im Genre des klassischen Tafelbild. In enger Zusammenarbeit mit Madeleine Girke, Tochter und Verwalterin des Nachlasses, zeigen wir wieder ausgewählte Arbeiten auf Leinwand und Papier aus dem substantiellen Œvre dieses wegweisenden Malers unserer Zeit.
 

Jupp Linssen

Jupp Linssen

Im Raum

08.05.2014 - 28.06.2014
Abbildung:

Jupp Linssen
WN 93814, 2006
Öl-Holz-Leinwand
104 x 92 cm
 

Thomas Kohl

Thomas Kohl

Maelstrom

20.03.2014 - 03.05.2014
Abbildungen (Startseite: Ausschnitt)
Thomas Kohl, POL, 2012
Öl auf Leinwand, 100x200 cm

Thomas Kohl (*1960) ist einer der renommiertesten Landschaftsmaler. Genauer wäre an sich, Maler, denn Thomas Kohl geht es nicht um Landschaft, nicht um die landschaftliche Abbildung als solches; es geht ihm vielmehr um Malerei als eine Möglichkeit der Weltaneignung, um die verbindliche Annäherung der Malerei an das Wesen der Natur. Der Malprozess fordert von Thomas Kohl die volle Präsenz: Er ist zum einen eine Gratwanderung in der Beobachtung des Vorhandenen und Entstehenden. Ein weiterer zentraler künstlerischer Aspekt im malerischen Prozesses ist die kunsthistorische Reflektion. Das Bewusstsein von schon gemalten Bildern spielt dabei stets eine tragende Rolle. In der direkten Auseinandersetzung mit der Tradition der Landschaftsmalerei lotet Thomas Kohl die Möglichkeiten der suggestiven Bildkraft dieses Mediums aus. Schon seit seinem Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo er 1981 - 1989 zunächst bei den Bildhauern Tony Cragg und Günter Uecker, dann bei Gerhard Richter studierte, setzte Thomas Kohl bei dieser Fragestellung an.

Für den Betrachter überlagern sich in Thomas Kohls Arbeiten elementare Wirklichkeitserfahrungen mit dem konditionierten Blick unserer Vorstellung von Landschaft und Form. Sie bieten schier unendliche Möglichkeiten der Betrachtung, halten nicht nur für den erfahrenen Blick eine lichte, klare Bildsprache und Wiedererkennung vor.
 

Peter Lang

Peter Lang

Die Farben von Hellisandur. Neue Arbeiten aus der Island Serie in wechselnder Hängung 7.11.–18.1.

07.11.2013 - 18.01.2014
Abbildungen:
Peter Lang
Kold poka, 2012
Eitempera / Öl auf Leinwand
120 x190 cm
 

Hideaki Yamanobe

Hideaki Yamanobe

Two Feelings

12.09.2013 - 26.10.2013
Abbildung:
Hideaki Yamanobe
Two Feelings 2011-1, 2011,
Acryl/Pigment/Leinwand
180 x 210 cm

Hideaki Yamanobe (*1964, Tokyo) lebt und arbeitet in Köln und Tokyo. Da er Malerei und Graphik in Tokyo, Deutschland und der Schweiz studierte und seit über 20 Jahren überwiegend in Deutschland lebt, ist er ein künstlerischer Grenzgänger zwischen der europäischen und der japanischen Kultur.
Er vereint in seinem Werk westlich geprägtes Malereiverständnis mit einer spezifisch japanischen Materialsensibilität im Bild, das er mit intensiven Natureindrücken in seinen Abstraktionen zum Ausdruck bringt. Yamanobes Arbeiten sind weltweit in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
 

Sommer Accochage

Besondere Arbeiten in wechselnden Hängungen

04.07.2013 - 03.08.2013
Raimund Girke, Heinz Mack, Daniel Göttin, Sonia Costantini u.w.
 

Claudia Desgranges

Claudia Desgranges

Floating Colours

10.05.2013 - 29.06.2013
Claudia Desgranges
#14.01.13, 2013
Acrylpigment auf Leinwand
30 x 40 cm

Wir zeigen ausgesuchte Arbeiten auf Aluminium aus der Serie Zeitstreifen sowie eine reizvolle Auswahl kleinformatiger Arbeiten auf Leinwand aus der aktuellen Serie Floating Colours.
Zentrales Thema in Claudia Desgranges` Malerei ist die gemalte Farbe, ihre Erscheinung und ihre Wechselwirkung auf unterschiedlichen Bildträgern. Ihr wiedererkennbarer, konzentrierter sowie disziplinierter Duktus läßt jedoch genügend Raum für die Eigenaktivität von Farbe. In konzeptioneller Manier untersucht sie Geschwindigkeit und Farbverhalten.
So vereint die neue Serie der Floating Colours z.B. unterschiedliche Geschwindigkeiten. Zunächst findet sich der schnelle rhythmische Duktus der Zeitstreifen wieder, der den Blick unweigerlich beschleunigend vorwärts treibt. In einem zweiten Arbeitsschritt jedoch überlagern fein dosierte transparente Schüttungen die Strenge der Streifen und entschleunigen wieder.
Claudia Desgranges’ jahrelange Erfahrung im Umgang mit Farbe befähigt sie zur direkten Umsetzung und stimmigen Komposition fein abgestufter und ineinander fließenden Farbnuancen. Erstaunlich ist die Vielseitigkeit der Anmutung frei floatender Farbverläufe, die sich dem Betrachter in ihrer bestechend nonchalanten Diskretion und Leichtigkeit zeigen.
 

Sonia Costantini – Friedrich Weschmitt

Sonia Costantini – Friedrich Weschmitt

Farbraum – Raumform

14.03.2013 - 04.05.2013
Galerieseite links:
Sonia Costantini
IH8-25 BLU INCHIOSTRO, 2008
152 x 196 cm

Reihung Eingangsseite (Ausschnitt):
Friedrich Weschmitt
Definierte Masse / Anordnung, 2007
Bronzegitter über Tonkern
je 18,5 x 10,5 x 15,5 cm

Sonia Costantini – monochrome Malerei
Friedrich Weschmitt – Bronzeguss

Farbraum - Raumform ist eine Gruppenausstellung zweier Künstler(in) die in höchst unterschiedlichen Medien arbeiten.
Ihre persönliche, für ihre Arbeit nicht unwesentliche Haltung, weist jedoch erstaunliche Gemeinsamkeiten auf.
Sonia Costantini ist Malerin und arbeitet in monochromer Manier. Friedrich Weschmitt ist Bildhauer und arbeitet im Bronzeguß – jeder strikt in seinem gewählten Medium. Den Arbeiten beider Künstler gemeinsam, ist der Dialog mit dem jeweiligen Material und deren Wirkungsspektrum. Beide begreifen ihre Arbeit immer als Status quo eines Prozesses, der die Überwindung alles Eindeutigen beansprucht. Für die tiefere Betrachtung bietet sich also eine Fülle von Entdeckungen.

Sonia Costantini (*1956, Mantova) zählt zu den wichtigsten VertreterInnen der aktuell schaffenden "monochromen Malerei". Ihre Werke sind ein wesentlicher Bestandteil der international bedeutenden Sammlung, die Panza di Biumo (*1923 – 2010) u.a. für seine Villa Varese zusammengetragen hat. Seine Institution unterstützt James Turrells wichtigstes Lichtprojekt im "Roden Crater" in der Wüste Arizonas. In diesem Sinne geht es auch um Lichtphänomene, die Sonia Costantini in ihrer Arbeit entwickelt. Die Oberflächen Ihrer Arbeiten bestehen aus zahlreichen Schichten Acryl- und in weiteren Schritten Öllassuren. Es sind sorgfältig durchwirkte und durchgehende Arbeitsprozesse, die kein Absetzen erlauben, im Ringen um die entscheidende endogene Farbschicht, die die gesamte Farbfläche zum vibrieren bringt. Die Farbklänge ihrer Arbeiten sind unverkennbar dem italienischen Kolorit verbunden. Das Faszinosum an Costantinis Arbeiten ist ihr Streben, die Wirkung der sog. ?Korpuskeltheorie“ nachzuweisen: dass Lichtwellen zu Masse werden und umgekehrt.

Friedrich Weschmitt (*geb.1947, Kusel), verfolgte als Bildhauer und passionierter Indienreisender, dass die sog. "rural art“ bis zu den 80er Jahren als wertlos angesehen, durch internationale Ausstellungsaktivitäten dann doch in den Fokus der Weltöffentlichkeiten geriet. Er lernte die Bronzegießer-Familien und Meister der Bastar-Region in Mittelindien kennen. Die Stammeskultur dieser travidischen Ureinwohner ist animistisch. Für kultische Zwecke entstehen Abbildungen ihrer sehr zahlreichen, meist weiblichen Gottheiten in der sog. Wachsfadentechnik, einer hochriskanten und aufwendigen Variante des Bronzegusses, die nur noch in dieser Region zur Anwendung kommt. Das Studieren dieser Technik sowie ihres traditionellen Hintergrundes zogen Friedrich Weschmitt immer wieder in diese Gegend. Er adaptierte diese außergewöhnliche Technik in seine Formsprache, kommunizierte sie den Leuten vor Ort und fand Akzeptanz und Unterstützung. In seinen, seit den frühen 90er Jahren, ausschließlich in der Bastar-Region gefertigten Plastiken verzichtet Weschmitt bewusst auf jegliche Art symbolhafter Darstellung. So entstehen in seinen Bronzen einzigartige und vielschichtige Chiffren wirkungsbetonter Formen - eine spannungsreiche Symbiose zwischen zeitgenössischer Moderne und asiatischer Tradition. Weschmitt darf für sich das Privileg in Anspruch nehmen, der einzige zeitgenössische bildende Künstler zu sein, der in diesem Medium arbeitet. Seine Arbeiten finden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen.

Weschmitts Lebensmotto wird von einem Satz des Dadaisten Hugo Ball sehr treffend beschrieben:
"Das künstlerische Gestalten ist ein Beschwörungsprozeß und in seiner Wirkung eine Zauberei."
Im Zusammenklang beider Künstlerpositionen kann dies für beide Künstler gelten.
 

Accrochage 2013

Accrochage 2013

07.02.2013 - 02.03.2013
Heinz Mack
Gouache, 1998, Mischtechnik auf Papier
50 x 40 cm, signiert und datiert M. u. "mack 98"

In der Accrochage 2013 zeigen wir Arbeiten von:

Heinz Mack – kleine Leinwand- sowie Tusche- und Pastellarbeiten, weitere Leinwandarbeiten in verschiedenen Größen auf Anfrage.
Noch sind auch einige Exemplare der Publikation der Ausstellung Rhythmus und Struktur aus dem letzten Jahr erhältlich.

Raimund Girke – kleine Leinwandarbeiten von 1991 bis 2001, Papierarbeiten auf Anfrage.
An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass die Madeleine Girke (u.a. Nachlassverwaltung Raimund Girke) eine wunderbar gestaltete Publikation mit Zitaten des wegweisenden deutschen Malers 1930 - 2002 herausgebracht hat. (Auflage nummerierte 500 Exemplare) Zur Ansicht und zu bestellen über die Galerie.

Thomas Kohl – kleine Leinwandarbeiten, Landschaftsrelfektionen aus den Alpen sowie eine feine 6-er Serie schwarzer Glasarbeiten. Aquarelle und weitere Glasarbeiten auf Anfrage.

Aus dem aktuellen Werk von Rabe Habdank entdecken sie 8 ausgewählte kleine Leinwandarbeiten aus der Tagebuchserie 2010 auch größere Formate aus dem aktuellen Schaffen des Malers.

Ebenso eine landschaftlich Reflektion von Peter Lang, entstanden 2011 in Patagonien belegen im großen Format eine Wand. Peter Lang hat seinen Ateliercontainer derzeit in Island aufgestellt.
Auf der Art Karlsruhe vom 8.-10.3. zeigen wir dann neue Arbeiten aus dieser Klausur.

Aus der Serie Nahe Null aus den Jahren 2008 / 2009 von Lilo Rinkens erinnern nocheinmal eindrücklich auf Mittelformaten an die konsequenten Ausstellungen der letzten Jahre.

Und last not least zeigen wir eine ausgefallene Arbeit Acryl auf Aluminium aus der Serie dots, 2008 von Claudia Desgranges und weisen hiermit auf die Sommerausstellung d.J. in unserer Galerie der Künstlerin hin, die sie mit dann neuen Arbeiten bespielen wird.
 

Rabe

Rabe

Ein anderer Blick

08.11.2012 - 22.12.2012
Rabe
o.T., 2010
Mischtechnik auf Leinwand
90 x 110 cm

Rabe Habdank * 1965 ein zeitgenössischer Künstler aus München, lebt und arbeitet seit 2009 in Berlin.
In vieler Hinsicht ist Rabe in der schnelllebigen Kunstszene eine Ausnahme, sein Schaffen konzentriert sich nämlich rein auf Malerei.
Nach einem kurzen Aufenthalt an der Münchner Kunstakademie 1986 – 1989 zog es Rabe nach Italien. Auf der Suche nach dem malerischen Können und Verstehen der klassischen europäischen Bildform, studierte er in Florenz und Arezzo die alte italienische Malerei (v.a. Piero della Francesca, Giotto, Tizian). Jedoch auch mit zeitgenössischen Malern wie Hopper und Balthus beschäftigte sich Rabe; entwickelte aber einen eigenen Stil. Viele Jahre bestimmte somit eine realistische - figürliche Bildsprache sein Sujet. Bekannt ist Rabe vor allem durch seine nüchternen Straßenszenen italienischer Vorstädte, seine Stadtrandlandschaften, in denen sich das heutige moderne Leben von Mensch und Technik eingemischt hat, meistens auch den einzelnen Menschen im Mittelpunkt zeigt. Seine still konzentrierten, jedoch stimmungsgeladenen Werke gehen weit über den Moment hinaus; oft beziehen sie sich dann auf das Ganze einer Person und können in situativ treffliche Portraits münden, die den Liebhabern figürlicher Malerei im Lauf der Jahre unverrückbar ein Begriff geworden sind.
In einem Interview sagte Rabe einmal: "Es gibt diese besonderen Momente der Bezauberung inmitten der alltäglichen Realität, wo sozusagen die Vordergründigkeit des Alltäglichen sich plötzlich und unerwartet vertieft in die Unendlichkeit der Bedeutung. (...)“ Es scheint, als hätte Rabe damals schon Bilder in sich getragen, die ähnlich atmosphärisch, sich aber teils konsequent nichtfigürlich äußern sollten. Eine Entwicklung also, die das komplette bisher bearbeitete Sujet auf den Kopf stellte und sich von da ab umso mehr der Malerei - dem Akt der Malerei - als solches verpflichtet. Rabe ließ damit eine Entwicklung zu, die ihm die Möglichkeit gibt, seine Motivik frei nach Empfinden zu wählen, frei nach: sind die Dinge immer was sie scheinen? Die Qualität seiner Arbeiten definiert sich nun zusätzlich durch ihre Vielseitigkeit. Dem erlebten Moment nachspürend, verläuft Rabes Malakt spontaner, weniger kalkuliert, jedoch sein Blick auf seine Umwelt ist differenzierter.
Unter dem Arbeitstitel Ein anderer Blick widmet die Galerie Rabes aktuellem Werk diese Ausstellung.
Wir freuen uns Ihnen neue nicht-figürliche sowie neue figürliche Arbeiten auf kleinen und mittleren Formaten zu zeigen.
 

Andreas Horlitz

Andreas Horlitz

„Biometrien und Palimpseste“ Spiegelwerke und Fotoarbeiten

13.09.2012 - 25.10.2012
Andreas Horlitz
„Lexicon I“, 2011,
Ilfochrome, 110 x 110 cm

Andreas Horlitz * 1955 studierte u.a. 1976 – 1980 Visuelle Kommunikation / Fotografie an der Gesamthochschule in Essen / Folkwang bei Otto Steinert und Erich vom Endt.
Bei der Fotografie alleine sollte es jedoch nicht bleiben. Zu komplex sind Horlitz` Inhalte und ihre Bildwerdung, als dass sie sich rein mit fotografischen Mitteln umsetzen ließen. So waren zur Findung ästhetischer und kompositorischer Lösungen für seine Motivik kombinierte Techniken zu entwickeln, die ihm schon seit Mitte der 80er Jahre eine Sonderstellung im Bereich zeitgenössischer Medienkunst verliehen.

Interdisziplinär und undogmatisch forscht Horlitz nach Sinnbildern unserer Zeit aus den Bereichen der Wissenschaft, Kunstgeschichte, Religion und der Natur. Er stellt diese einzeln heraus - verdeutlicht sie also - oder überlagert sie ähnlich der Wirkung eines Palimpsestes und schafft daraus neue enigmatische Bildtypen, die sowohl den Intellekt fordern sowie auch die Sinnlichkeit ansprechen.

Im letzten Jahr war dies in einer eindrucksvollen retrospektiven Einzelausstellung unter dem Titel Equilibrium im Kunstmuseum Ahlen zu sehen. Zeitgleich erschien im Hirmer Verlag München eine Buchmonographie unter selbigen Titel, die das Werk von Andreas Horlitz anschaulich dokumentiert.

Ob es sich um Einzelarbeiten, Serien oder Kunst-am-Bau Projekte handelt, stets evozieren seine Arbeiten die Tatsache prägnant, dass Alles mit Allem zusammenhängt. Sie lassen keine einschichtige Interpretation zu, sie sind Bilder unserer Welt und unserer Kulturen mit Verweis auf die Magie der Zusammenhänge und des Dazwischenliegens. Nicht nur ob ihrer materiellen Beschaffenheit spiegelt sich der Betrachter in Horlitz` Arbeiten, er wird Teil dieser sich situationsbedingt ändernden Werke.

In wechselnden Ausstellungsituationen präsentieren wir Ihnen ausgewählte Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers.
 

Werner Maier

Werner Maier

Balance: Farbe

05.07.2012 - 04.08.2012
Werner Maier
o.T. (WN 012G), 2011
Öl auf Leinwand
190 x 190 cm (Ausschnitt)

Werner Maier
o.T., 2011, Aquarell auf Bütten
60 x 40 cm

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Werner Maier * 1956, München
Akademischer Maler und Zeichner

Schon seit Jahren beobachte ich die Position des Malers und Zeichners Werner Maier. Zunächst kam ich in Berührung mit seinem zeichnerischen Werk. Einige Zeit später zeigte er mir Aquarelle, die ich auch schon andernorts in konzentrierten Sammlungen für Konkrete Kunst entdeckte. Sie wurden dort überaus anerkennend, zunächst als sogenannter Geheimtip aufgenommen und der Künstler gefördert. Die Machart dieser Aquarelle blieben dem Betrachter immer ein Rätsel; selbstverständlich gab Werner Maier dieses auch nie preis. Was in seinen differenzierten Arbeiten jedoch zu erkennen war, ist welch geistiges Potential dort eine Form finden wollte. Dem aufmerksamen Betrachter entging es nicht, dass Werner Maier im Begriff war zu einem gewaltigen malerischen Sprung anzusetzen.
Sein tiefes Bedürfnis, Farben untereinander in einen ganz eigenen Dialog zu setzen und damit nie dagewesene Klänge, Anmutungen und Räumlichkeiten zu kreieren, entlud sich die letzten 2 Jahre in einer rasanten Entwicklung von klein- bis großformatigen Arbeiten in Öl auf Leinwand. Schnell griffen die ersten vergleichenden Reaktionen der eiligen Blicke nicht mehr und ebenso schnell wurde klar, dass Werner Maier mit diesen Bildern zwar einer Tradition folgte, aber etwas durchaus Neues entflammte.
Sicher zielt Werner Maier auf eine gewisse Balance ab, allerdings besteht diese Balance darin, Gegensätze niemals gänzlich in eine Symbiose zu zwingen, sondern nur in die Nähe einer solchen zu bringen. Dadurch entstehen Freiräume und Spannungen, die stets die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Farb- und Auftragswirkungen aufzeichnen, aber nur durch ihre ausgewogene Setzung sichtbar machen. Also quasi die Ruhe in der Unruhe, die Harmonie der Gegensätze, in ihrer Anmutung ernst und teils heiter zugleich. Eben ein konstanter Dialog des Materials. Dass er hierfür nur bestes Material verwendet und seine Arbeiten auch durch die hochwertige Verarbeitung bestechen, unterstreicht sein basiertes Können und lädt zusätzlich zu einer freudigen Betrachtung ein.

Wir freuen uns, Ihnen eine Auswahl dieser noch nie gezeigten Arbeiten von Werner Maier in Kombination mit seinen mittlerweile zum Kultstatus avancierten Aquarellen präsentieren zu dürfen.
 

Heinz Mack

Heinz Mack

Rhythmus und Struktur

16.03.2012 - 28.06.2012
Heinz Mack
o.T. (dynamische Struktur in Grün)
1960, Acryl auf Leinwand, 88 x 105 cm

Heinz Mack, geb. 1931, ist einer der stilprägenden Künstler unserer Zeit. Als Gründer der Gruppe ZERO (Heinz Mack, Otto Piene, später auch Günther Uecker) definierte er Mitte der 50er Jahre eine neue Kunstrichtung, die die damals angesagten Stile - das Informell und den Amerikanischen Abstrakten Expressionismus - nicht aufnahmen und Struktur an Stelle von Komposition stellten. Aus ZERO wurde eine Bewegung, die den engen Dialog mit Künstlern, wie z.B. Lucio Fontana, Piero Manzoni, Ad Reinhardt und Yayoi Kusama u.a., pflegte.
Macks zentrale künstlerische Themata sind das Licht und die Bewegung.
Seine Arbeiten wurden bisher in rund 300 Einzelausstellungen gezeigt. Zahlreiche, auch monumentale, Skulpturen finden sich weltweit im öffentlichen Raum. Seine Werke befinden sich in den bedeutendsten internationalen Sammlungen, Museen und Institutionen.
2011 wurde Heinz Mack anlässlich seines 80. Geburtstags das "Große Verdienstkreuz mit Stern“ der Bundesrepublik Deutschland für sein Lebenswerk verliehen sowie mit einigen hervorragend kuratierten Ausstellungen im In- und Ausland geehrt.
Im ArtReport des Magazins WirtschaftsWoche Ausgabe Nr. 3 vom 16.1.2012 wurde Heinz Mack auf dem 5. Platz der internationalen Aufsteiger des Jahres 2011 gelistet.
Wir sind stolz, Ihnen ausgewählte Arbeiten aus den Jahren 1960 bis 2011 auf Leinwand und Papier präsentieren zu können, die wir im Atelier des Künstlers für Sie ausgesucht haben.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
 

Arbeiten hinter Glas und Aquarelle

Arbeiten hinter Glas und Aquarelle

Thomas Kohl

11.11.2011 - 23.12.2011
Thomas Kohl
Chronotaxis 7, 2010
Mineralfarben auf Glas, 40 x 40 cm