Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Galerie Jahn und Jahn

Baaderstr. 56 B und C • 80469 M
Tel +49 89 41 41 82 80
www.jahnundjahn.com info@jahnundjahn.com
Di–Fr 10–18 • Sa 11–14 und nach Vereinbarung
1. August –4. September: Di–Fr 11–18 Uhr
Mo+Sa geschlossen

Baaderstr. 56
80469 M

Laufende Ausstellungen


Kommende Ausstellungen

Albert Oehlen

07.10.2017 - 18.11.2017
Baaderstraße 56 B
 

Stefan Vogel

was blieb das bleibt

07.10.2017 - 18.11.2017
Baaderstraße 56 C
 

Vergangene Ausstellungen

Pauline Beaudemont

Pauline Beaudemont

Macchia Aperta

14.07.2017 - 16.09.2017
In ihrer ersten Einzelausstellung Macchia Aperta in der Galerie Jahn und Jahn wird Pauline Beaudemont Arbeiten ausstellen, die während ihres Stipendiums am Istituto Svizzero in Rom entstanden sind. Eine Werkgruppe umfasst Skulpturen aus lackiertem Stahl und Marmor, die in Anlehnung an groteske Fresken der Domus Aurea in Rom konzipiert wurden. Eine weitere Werkgruppe umfasst großformatige Arbeiten auf Leinwand, die in Zusammenhang mit einer in Rom stattgefunden performativen Aktion stehen.

Courtesy the Artist | Pauline Beaudemont

 
 

Markus Lüpertz

Markus Lüpertz

Studien zu einer Skulptur

14.07.2017 - 16.09.2017
In der Ausstellung Markus Lüpertz. Studien zu einer Skulptur zeigt Jahn und Jahn einen Zyklus von Zeichnungen, der 2015 anlässlich einer Ausstellung im Bode-Museum, in der Skulpturen von Markus Lüpertz mit der kunsthistorisch bedeutenden dort beheimateten Skulpturensammlung konfrontiert wurden, entstanden ist. Lüpertz setzte sich hier mit der Skulptur des ‚Apollo‘ von Ludwig Münstermann auseinander, einer knapp einen Meter großen Eichenholzfigur aus der Schlosskirche zu Varel im Oldenburger Land aus dem Jahr 1615/1616. Der ‚Apollo‘ und dessen Wirkungsgeschichte innerhalb der Kunstgeschichte inspirierte und interessierte Lüpertz sowohl ikonographisch als auch ikonologisch. So entstanden vierhundert Jahre später die Studien unmittelbar vor der Skulptur Münstermanns, die auch ein Zeugnis des Verwandtschaftsverhältnisses in der Kunstauffassung beider Künstler darstellen. Darüber hinaus präsentieren wir Skulpturen von Markus Lüpertz aus den 80er und 90er Jahren.

Markus Lüpertz
Ohne Titel, 2015
Mischtechnik auf Papier
45 × 33 cm

 
 

Peter Müller

Peter Müller

Broschen

06.07.2017 - 15.07.2017
Peter Müller
Rechteck, 2006
Gold 900, Turmalin grü
3,7 x 3,1 cm
Foto: Thomas Dashuber

Am 6. Juli 2017 ab 18.30 Uhr lädt die Galerie FRED JAHN zur letzten Ausstellungseröffnung in der Maximilianstraße Broschen 1968 – 2017 von Peter Müller ein. Der renommierte Gold- und Silberschmied (*1942) lebt und arbeitet in München. Seine Schmuckstücke wurden in diversen Ausstellungen gezeigt, so auch seit den 1980er Jahren in der Galerie Fred Jahn.

Peter Müller erfüllt in keinster Weise das moderne Klischee eines Schmuckdesigners, vielmehr sind seine Schmuckstücke Ausdruck höchster Kunstfertigkeit. „Im Umgang mit den Materialien ist ihm die Perfektion Maßstab, die angemessen handwerklich technische Realisierung Richtschnur. In seinem Schaffen entsteht aller Anfang mit einer Idee, die ein in den Blick genommenes Stück Material in ihm auslöst: Silber, Gold oder Eisen; dazu Perlen und Korallen bis hin zu edlen Steinen (...). Ihre rohe Beschaffenheit weckt die Ideen für seinen Schmuck“ (Auszug aus dem Text von Pater Friedhelm Mennekes SJ).

Die Ausstellung in den Räumen der Maximilianstraße konzentriert sich auf Broschen, die über fünf Jahrzehnte entstanden sind. Vom Fotografen Thomas Dashuber inszeniert und durch einen Text von Pater Friedhelm Mennekes SJ begleitet, erscheint zeitgleich unter demselben Titel Peter Müller. Broschen 1968 – 2017 eine umfangreiche Publikation im Sieveking Verlag. Es wird die letzte Ausstellungspräsentation in den wohlbekannten und hochgeschätzten Räumen der Maximilianstraße 10, zweites Obergeschoss, sein, denn die Galerie Fred Jahn ist im Mai in die Baaderstraße 56 B umgezogen. Als Dependance bereits in den 1980er Jahren erbaut, wurde hier in den letzten zehn Jahre das junge Künstlerprogramm von Matthias Jahn gezeigt.

Am gemeinsamen Standort in der Baaderstraße 56 B und C, werden in Zukunft die Galerie Fred Jahn und die neugegründete Galerie JAHN UND JAHN sechs bis sieben Doppelausstellungen pro Jahr miteinander gestalten. Mitte Mai 2017 wurde mit zwei Einzelausstellungen, Imi Knoebel – Zeichnungenund Ioan Grosu – Galopp eröffnet, deren Laufzeit noch bis 8. Juli 2017 andauert.
 

Ioan Grosu

Ioan Grosu

Galopp

19.05.2017 - 08.07.2017
Ioan Grosu
Ohne Titel, 2017
Collage, Folie, Radierfarbe auf Papier
29,7 × 21 cm

 
 

Imi Knoebel

Imi Knoebel

Zeichnungen 1972–1990

19.05.2017 - 08.07.2017
Imi Knoebel
Ohne Titel, 1972
Graphit auf Papier
29,7 × 21 cm

 

 
 

Alexi Tsioris

Alexi Tsioris

Flaum & Splitter

27.01.2017 - 04.03.2017
Alexi Tsioris
untitled (2016)
linoleum cut on paper
61 x 86 cm

Tsioris Arbeiten finden ihre Materialisation - sei es in der Übertragung der Monotypie, in den Skulpturen oder im Druck - in dem Augenblick kurz vor der Auflösung; so schiebt sich das Nichtstatische ins Statische ein. Eine anfängliche Idee hat sich so oft hin- und hergespiegelt, dass sie aus der Konzeption geglitten ist: Überzeichnungen, -schreibungen finden statt, Reste verharren unter Schichten, werden in ihrer Auflösung beibehalten. Tsioris greift eine Idee auf und beginnt sie  aufzuweichen, zu atomisieren. Er treibt sie  Richtung Rand und in dem Moment, wo sie, die Idee, über diesen Rand gerät, droht hinabzustürzen, nimmt er ihre Form auf - in einem metaphorischen Sinne entstehen ‘Flaum und Splitter’.
(Txt. Auszug Christoph Sehl)
 

Sebastian Dacey

Sebastian Dacey

That gharstly draft

18.11.2016 - 21.01.2017
Sebastian Dacey
ohne Titel, 2016
Öl auf Leinwand
64,9 x 49,8 cm

Die zweite Einzelausstellung von Sebastian Dacey in der Galerie Jahn rückt neue, großformatige Stoff-Assemblagen in den Fokus. Die bemalten Molton- und Leinenstoffe, teilweise intakt, teilweise rissig und löchrig, überlagern sich in mehreren Schichten.
Bei einigen Arbeiten sind konkrete Motive der malerische Ausgangspunkt und werden durch Umkehrung und damit Sichtbarmachen der Rückseite ins Abstrakte transformiert. Die pastose Ölfarbe durchtränkt das Material und zeichnet Formen und Muster aus Farbflecken.

In anderen Werken hingegen wird durch eine minimalistische Malerei die Stofflichkeit des Materials betont und bildet einen markanten Kontrast zu den diversen Fundstücken, den stehenden Handtuchobjekten oder den herabhängenden Wildschweinfüßen. Charakteristisch sind die Brüche und Übergänge. Die Installationsweise der unterschiedlichen Materialien, aber auch die der einzelnen farbigen Stoffe, schafft Ebenen der Überlagerungen und ruft damit den Eindruck von Tiefenwirkung, von Räumlichkeit hervor.

Begleitet wird die Ausstellung von Leinwandarbeiten und Werken auf Chromolux-Papier, deren serieller Charakter durch installative Präsentationsformen hervorgehoben wird.
Trotz unterschiedlicher Motive, von abstrakten Raster- und Gitterstrukturen bis hin zu Landschaften und naturwissenschaftlicher Pflanzenbeschreibung, ist das verbindende Element die omnipräsente lila-schwarze Ölfarbe.
 

Martin Gross & Julius Heinemann

Martin Gross & Julius Heinemann

Radio City

21.10.2016 - 12.11.2016
“Radio City” ist eine Ausstellung der Künstler Martin Groß und Julius Heinemann.
Ausgangspunkt für die Ausstellung in der Galerie Jahn sind inhaltliche Überschneidungspunkte der jeweiligen künstlerischen Praxis. Die in London lebenden Künstler haben jene Verbindungen als Grundlage genommen und Arbeiten produziert, die obgleich ästhetisch sehr unterschiedlich in einen produktiven Dialog treten. Für die Ausstellung haben sie Zeichnungen und ortsspezifische Installationen entwickelt.

© Julius Heinemann

 

 
 

Georg Fuchssteiner

Georg Fuchssteiner

Im Weg

09.09.2016 - 08.10.2016
Zeichnungen, Malerei und Abstraktion zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Das vielschichtige Werk von Georg Fuchssteiner (*1982) verdeutlicht seine nie enden wollende Neugier und Offenheit für Kunst, Musik und Literatur. Dabei entstehen sowohl Bilder, die persönliche Erlebnisse und Eindrücke verarbeiten, als auch solche einer fantastischen Bildwelt. Neben realistisch ausgearbeiteten Bildern schafft er auch dichte, zur Abstraktion neigende Arbeiten, bei denen im motivisch verdichteten Bildraum dennoch immer wieder figürliche Elemente zu entdecken sind.

Georg Fuchssteiner
Illusionistischer Balkon, 2015
Acryl, Kasein und Öl auf Leinwand
141,5 x 116 cm
 

„Finite Turne“

„Finite Turne“

29.07.2016 - 13.08.2016
Pauline Beaudmont
Lars Breuer
Janine Eggert/Philipp Ricklefs
Martin Groß
Julius Heinemann
Alexi Tsioris
Stefan Vogel
Elisabeth Wieser
Benjamin Zuber
 

Michael Biber

Michael Biber

Poly

24.06.2016 - 23.07.2016
Wir freuen uns, Sie im Rahmen des Kunstwochenendes 2016 zur Eröffnung der Ausstellung Poly von Michael Biber einzuladen. Sie findet am Freitag, den 24. Juni 2016, von 18 bis 21 Uhr in der Baaderstraße 56b, 80469 München, statt. Am Samstag, den 25. Juni, (ca. 14-15 Uhr) wird zudem ein kleines Konzert von One Chord Wonders und Riksha Ride zu hören sein.

Öffnungszeiten zum Kunstwochenende 2016:
Fr., 24. Juni, 18 -21 Uhr
Sa., 25. Juni, 11-18 Uhr
So., 26. Juni, 11-18 Uhr

Die dritte Einzelausstellung Poly von Michael Biber zeigt seinen jüngsten Werkzyklus. Bibers Malerei ist vielschichtig; sie setzt sich infolgedessen aus mehreren Ebenen zusammen. Ölfarbe wird auf Aludibondplatten aufgetragen, der Malgrund wird aus verschiedenen solcher Platten zu einem großen Bildträger zusammengesetzt und verschraubt.
Zusammen mit den so entstehenden Fugen, ergibt sich ein konstruktives Liniengitter und die Komposition erhält einen Rhythmus, der von den offen gelegten Konstruktionsschrauben punktuell verstärkt wird. Dabei überlagern sich die Nitrofrottagen von digitalen Pattern-Abdrücken mit der darüber gelegten freien organischen Ölmalerei.

 
 

Lutz Braun

Lutz Braun

Spuk ist die Absicht

19.05.2016 - 18.06.2016
Lutz Brauns Ausstellung Spuk ist die Absicht kennzeichnet die Gegenwart als eine Schwellensituation – als das, was als "die Situation vor dem Absprung"* erscheint. Der Künstler zeigt nicht nur die Welt, die am Ende ihres Zivilisationsprozesses ihre Ressourcen und Sinn-Produktionen aufgebraucht hat, sondern gibt bereits Einblicke in eine Sphäre, in der die humane Gesellschaft in einen anderen Modus hinübergebrochen ist.
Brauns doppelgesichtige Bilder und Skulpturen verwandeln die uns vertraute Welt in elegisch anmutende Angst-Szenarien des Entschwindens, des Hinübergehens in einen anderen Zustand. Doch diese neuen Gegebenheiten sind mehr als nur Degeneration, Verfall oder Destruktion, denn der Künstler nimmt sich seiner Endzeit-Visionen auf eine unvermittelte, behutsame und manchmal auch humorvolle Weise an. Sein postapokalyptisches Setting tritt in der luftig transparenten Farbigkeit eines frühlingshaften Aufbruchs in Erscheinung.
* Améry, Jean: Hand an sich legen. Diskurs über den Freitod, Klett Verlag, Stuttgart 1976
Ausschnitt des Ausstellungstextes von Thomas Grötz.
 

Philipp Rössle

Philipp Rössle

And the peaches and the mangos

18.03.2016 - 30.04.2016
 

Raymond Gantner

Raymond Gantner

Licht

26.02.2016 - 18.03.2016
Die Ausstellung findet in unseren Ausstellungsräumen in der Residenz
(Residenzstraße 1, 80333 München) statt.
Den Eingang finden Sie gegenüber der Pfälzer Weinstub´n.
Öffnungszeiten:
Mi. bis Fr. von 14 bis 18 Uhr
Samstags, 27.02. und 19.03. 2016, 11 bis 14 Uhr
u. n. Vereinbarung

Raymond Gantner
o.T., 2016
Fotogramm und Fotochemie auf Fotopapier
50,7 x 60,9 cm
 

Thomas Arnolds

Thomas Arnolds

29.01.2016 - 05.03.2016
Thomas Arnolds
ohne Titel, 2015
250 x 200 cm
Öl auf Leinwand
 

Christoph Stepan

Christoph Stepan

Fotografien

15.01.2016 - 23.01.2016
Christoph Stepan
Redentore, 2015
155 x 205 cm
Archival Pigment Print (Ed. of 5)
 

Matthias Dornfeld

Matthias Dornfeld

"Donnerstag"

13.11.2015 - 19.12.2015
 

stickyfingers

stickyfingers

Collagen

22.10.2015 - 07.11.2015
Michael Biber
Karl Bohrmann
Raymond Gantner
Ioan Grosu
George Grosz
Barry Le Va
Benjamin Röder
Philipp Rößle
Elisabeth Wieser

 

 
 

Mirko Tschauner & Lars Breuer

Mirko Tschauner & Lars Breuer

Schwarze Taube

11.09.2015 - 17.10.2015
 

Hedwig Eberle

Vitamin C

26.06.2015 - 25.07.2015
 

Lutz Driessen

08.05.2015 - 14.06.2015
 

Veit Kowald

solo show

30.01.2015 - 07.03.2015
 

Ioan Grosu

31.10.2014 - 20.12.2014
 

Sebastian Dacey

Sebastian Dacey

Too many friends

12.09.2014 - 18.10.2014
Sebastian Dacey,
Fotografie, 2014

Sebastian Dacey, geboren 1982 in London (UK), lebt und arbeitet gegenwärtig in Berlin. Studiert hat der Künstler am Wimbledon College of Art und wechselte zu Nikolaus Lang an die AdbK nach München, dort absolvierte Sebastian Dacey schließlich 2008 seinen Meisterschüler bei Professor Günther Förg. Im Jahr 2010 war Sebastian Dacey Stipendiat der Villa Romana und wurde dafür mit dem Villa Romana Preis ausgezeichnet.
 

Banja Sachau, Gotscha Gosalishvili, Veit Kowald, Maximilian Rossner

27.03.2014 - 03.05.2014
 

Michael Biber

07.02.2014 - 15.03.2014
 

Georg Fuchssteiner

alles über zeit

09.11.2013 - 14.12.2013
 

Stefan Pfeiffer und Arne Glauche

Stefan Pfeiffer und Arne Glauche

sometimes coincidences kick your ass

18.10.2013 - 02.11.2013
 

Philipp Rößle

Philipp Rößle

Reveille

13.09.2013 - 12.10.2013
Abbildung:
Philipp Rößle
Nightcall, 2013
Öl auf Leinwand
160 x 160 cm

Jalousien, Palmen - Palmen, Jalousien. Philipp Rößle entwirft malend Gesten der Leichtigkeit - auf der Suche nach dem einfachen Bild, das dem ersten klaren Gedanken kurz nach dem Erwachen gleicht. 
Der Blick aus dem Fenster. Palmen hinter Jalousien. Listen to Cliff Martinez. Ein gesetztes "Reveille", mit leichter Geste auf's Papier geworfen.
Friedemann Heckel
 

Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.II

Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.II

28.06.2013 - 27.07.2013
Michael Biber, CHristoph Blawert, Emanuel Eckl, Jakob Egenrieder, Wolfgang Flatz, Olaf Metzel, Norbert Schwontkowski
 

Matthias Dornfeld

Matthias Dornfeld

XX 776

17.05.2013 - 22.06.2013
 

Konstrakt

Konstrakt

Group Show

05.04.2013 - 11.05.2013
Tim Bennett
Michael Conrads
Stefan Lenhart
 

Lutz Braun

Lutz Braun

Die Zukunft liegt in Ruinen

08.02.2013 - 16.03.2013
 

Berthold Reiß

Berthold Reiß

Antinomia

23.11.2012 - 22.12.2012
Der Titel Antinomia verweist auf Streit, die Einladungskarte auf Krieg. Immanuel Kant nennt Antinomie den „Widerstreit der transzendentalen Ideen“. Die Karte bezieht sich auf die Schlacht von Pydna 168 vor Christus oder allgemein auf den Gegensatz von Griechen und Römern in der Antike.

Besonders die Aquarelle von Berthold Reiß hat man als „schön“ beschrieben und zugleich betont, dass sich diese Schönheit nicht oder nicht rational fassen läßt. Der Kurator David Elliott schreibt über die Aquarelle von Berthold Reiß in der 17. Biennale von Sydney, 2010: „Die Schönheit dieser Blätter liegt in ihrer Reduktion, die farbigen Flächen darin scheinen eine Art spirituelles Wunder zu verbergen.“ Cassy Smith findet zu der Einzelausstellung Tanagra in der Galerie Jahn Baaderstraße, 2010 die einfache Formel: „The logic is irrelevant, the beauty is imperative.“

Welcher Streit geht diesem Imperium voraus? Der Vortrag von Berthold Reiß handelt vom römischen Imperium, seinem kriegerischen Entstehen, vor allem aber von seinem inneren Widerspruch: Schon das Wort „Imperium“ heißt zunächst „Befehl“, dann erst „Reich“. Die Rede vom Imperium findet die bekannte Erfahrung, dass die wirkliche Welt unserem Konzept von ihr gewissermaßen selbst widerspricht, in der Antike.

Die Antike wird so zum Modell der Moderne. Die Arbeit von Berthold Reiß kann diese Übertragung, die die Frage nach Identität seit der römischen Wahl des griechischen Vorbilds geprägt hat, von neuem verkörpern. Diese Möglichkeit, sich selbst im Anderen zu entdecken, wird von der direkten Identifikation mit sich selbst nicht nur historisch abgelöst, sondern dauernd verdunkelt. Denn der eigene Ausdruck muß sich behaupten als Zweifel an allem Anderen, als Skepsis, nicht als Kritik. Berthold Reiß spricht dagegen von der Außenwelt und von der Geschichte, aber scheinbar nicht von sich selbst. Die Ausstellung Antinomia zeigt dieses scheinbare Fehlen von Ausdruck als Ausdruck einer kritischen Beschreibung von Identität. Diese Kritik stellt sich dar als Archäologie. Es ist, als ob der Schutt weggeräumt würde, den die authentische Behauptung um einen Kern herum angehäuft hat, weil sie immer meinte, den Kern selber zu treffen.

In der Ausstellung Antinomia stellen sich Außenwelt und Geschichte dar als Forum und als Archiv. Auf dem Forum konfrontiert Berthold Reiß neue, großformatige Bilder auf Leinwand mit früheren Arbeiten. Diese sind teilweise Modelle zu realisierten großen Wandarbeiten und zu einer Skulptur. Zwei neue Skulpturen sind lesbar als Modelle römischer Architektur. Das Archiv umfasst Aquarelle, die auf ihre Weise ein Reich der Schönheit verkörpern.

Forum und Archiv, Außenwelt und Geschichte, Gegenwart und Vergangenheit tauschen sich aus. In Antinomia ist das Reich der Schönheit nicht nur als einzelne Erscheinung verkörpert. Es erscheint vor allem als mögliche Zukunft.
 

Hedwig Eberle

Hedwig Eberle

Within

19.10.2012 - 17.11.2012
 

Tim Bennet, Sebastian Dacey 

Tim Bennet, Sebastian Dacey 

All Things Bright And Broken

14.09.2012 - 13.10.2012
Gemeinschaftsarbeit
Tim Bennett & Sebastian Dacey, 2012,
Filzstift auf Papier, 21 x 14,8 cm
 

Ioan Grosu

Ioan Grosu

"Welcome to the unknown"

28.06.2012 - 31.07.2012
 

Mirko Tschauner

Mirko Tschauner

„Staub Tschauner“

16.05.2012 - 23.06.2012
 

„MMMHCI“

„MMMHCI“

13.04.2012 - 12.05.2012
Michael Biber, Christian Blawert, Michael Conrads, Hedwig Eberle, Ioan Grosu, Monika Michalko
 

Matthias Lehrberger

Matthias Lehrberger

Simulacron

08.03.2012 - 07.04.2012
Matthias Lehrberger