Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Galerie Karl Pfefferle

Reichenbachstr. 47-49 (Rgb.) • 80469 M
Tel. +49 89 29 79 69 • Fax +49 89 291 35 71
www.galeriekarlpfefferle.degalerie@gkpf.de
Di–Fr 13–18 • Sa 12–16 und nach Vereinbarung

Reichenbachstr. 47-49
80469 München

Laufende Ausstellungen

David Lynch

David Lynch

Smiling Jack

08.09.2017 - 04.11.2017
David Lynch (*1946) studierte an der Kunstakademie Philadelphia und kam über die Malerei zum Film: „Es gibt Dinge, die sich mit Worten nicht ausdrücken lassen. Die Malerei zieht sich durch alles andere hindurch“, so Lynch.

Die zweite Staffel der legendären Serie Twin Peaks läuft bereits im deutschen Fernsehen. Nun zeigen wir mit Smiling Jack die neueste Ausstellung von David Lynch. Im November wird seine große Retrospektive in Torun, Polen, beginnen.

Wir zeigen eine Auswahl von Papierarbeiten, Bildern und Fotografien, die Lynchs einzigartigen Kosmos widerspiegeln. Der Künstler geht sparsam mit Farben um und die Bildtitel fügen sich oft als freie Schrift in seine Kompositionen ein. Lynch entwickelt seine Bildwelten aus der Dunkelheit heraus, sie scheinen mehr zu verbergen als preiszugeben und ihre Anziehungskraft ist oft in einer Mischung aus Bedrohlichem und Skurrilem begründet. Das Geheimnis liegt hinter und unter den Dingen und die Wahrheit in diesem Geheimnis.

David Lynch
All I Want For Christmas Is My Two Front Teeth, 2012
Mischtechnik auf Papier
53 x 75 cm
© David Lynch und
Galerie Karl Pfefferle

 
 

Kommende Ausstellungen


Vergangene Ausstellungen

Jan van Imschoot

Jan van Imschoot

Flowers for Angela

22.06.2017 - 02.09.2017
Jan van Imschoot
The female struggle for justice, 2016
Öl auf Leinwand
116 x 89 cm
Bildrechte: Jan van Imschoot und Galerie Karl Pfefferle
 

Duncan Swann

Duncan Swann

if then else

06.04.2017 - 17.06.2017
Duncan Swann
David, 2017
Öl auf Leinwand
190 x 150 cm
SWA 025
Copyright: Duncan Swann und Galerie Karl Pfefferle
 

Ekrem Yalcindag

Ekrem Yalcindag

Floral. Seriell. Abstrakt. Monochrom

09.02.2017 - 01.04.2017
Ekrem Yalcindag
Der Baum / The Tree, 2016
Öl auf Leinwand
2-teilig, je 100 x 100 cm
 

Carsten Fock

Zeichnungen aus Andratx

01.12.2016 - 04.02.2017
Sonderausstellung im Studio der Galerie.
 

Leif Trenkler

Leif Trenkler

La Bonaccia

10.11.2016 - 04.02.2017
 

Carsten Fock

Carsten Fock

Lives and works in Munich

09.09.2016 - 05.11.2016
"Ich mag das an Carstens Bildern, dass sie sich bewegen, selbst wenn sie still an der Wand hängen. Sie haben eine Energie, die nach außen drängt, sie sind nicht dumm, wenn man das über Bilder wie über Menschen sagen kann, weil Carsten so sehr reflektiert ist in dem, was er tut, und gleichzeitig so direkt, impulsiv, von innen gesteuert. Diese Fock-Strahlen zum Beispiel, die etwas Spirituelles haben könnten, was Carsten nicht fremd ist, mir aber schon. Tatsächlich, glaube ich, sind die Strahlen seine Art, die Welt zu fangen, eine Welt, die aus der Geschwindigkeit geboren ist und unweigerlich in Vergangenheit und Zukunft zerfällt, und die Gegenwart wirkt dabei manchmal wie der einsamste Ort überhaupt."
Auszug aus einem Text für Carsten Fock von Georg Diez, Autor und Journalist.

Carsten Fock
Ohne  Titel, 2016
Mischtechnik auf Leinwand
55 x 46 cm

 
 

Peter Schuyff

Peter Schuyff

Gun in my Pocket

23.06.2016 - 03.09.2016
 

Auf Papier. Künstler der Galerie

Auf Papier. Künstler der Galerie

und Gäste

21.04.2016 - 18.06.2016
In Kooperation mit Platform / www.platform-muenchen.de

Ausgewählte Beispiele der Ausstellung "Auf Papier" von Bernd Zimmer, Jiri Georg Dokoupil und Hans Peter Adamski.
© GKPF
 

Karel Dierickx

Karel Dierickx

Ausgewählte Arbeiten

03.03.2016 - 16.04.2016
 

Bruno Gironcoli

Bruno Gironcoli

Geheimnis

21.01.2016 - 27.02.2016
Bruno Gironcoli
ohne Titel (Ungeborenes)
Aluminiumguss, 2008
 

Rainer Fetting

Rainer Fetting

05.11.2015 - 16.01.2016
Rainer Fetting
Wolken Aufbruch, 2015
 

Bernd Zimmer

Bernd Zimmer

Baum. Licht

10.09.2015 - 31.10.2015
Bernd Zimmer
Pujuhapi II, 2013
200 x 150 cm
Copyright: Bernd Zimmer und Galerie Karl Pfefferle

In der nächsten Ausstellung „Baum. Licht“ zeigt die Galerie Karl Pfefferle vom 10. September bis 31. Oktober 2015 Bilder, Papierarbeiten und Holzschnitte von Bernd Zimmer aus den letzten beiden Jahren. In dieser Zeit widmete sich Zimmer der neuen Wahrnehmung des Baumes. Den Baum als eines seiner Kernthemen exportiert Zimmer aus einem Urwald ins Licht der europäischen Wälder. Außer neue Baum-Darstellungen fesselte Zimmer´s künstlerische Produktion während des letzten Jahres der Berg Tinzenhorn, den der Künstler Ernst Ludwig Kirchner auch oft zum Gegenstand seiner Malerei machte. Parallel zu dem Zyklus „Kirchner Reloaded“, den Bernd Zimmer anlässlich seiner Ausstellung im Buchheim Museum in Bernried schuf, entstanden große Sequenzen von Gemälden, Papierarbeiten und Holzschnitten, von denen eine Auswahl in unserer Ausstellung zu sehen sein wird.
Bitte beachten Sie auch folgende Ausstellungen, an denen Bernd Zimmer teilnimmt:
Geniale Dilletanten, Haus der Kunst, München.
Aufruhr in Augsburg. Deutsche Malerei der 1960er bis 1980er Jahre, Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast Augsburg.
Gipfeltreffen. Ernst Ludwig Kirchner und Bernd Zimmer, Museum Buchheim, Bernried
Die 80er Jahre. Figurative Malerei in der BRD, Städel Museum, Frankfurt am Main
 

Gefühl und Härte: Revisited

Gefühl und Härte: Revisited

Arbeiten der 1980er Jahre

26.06.2015 - 31.07.2015
 

Helmut Mauró . Bernd Zimmer

Helmut Mauró . Bernd Zimmer

WHITE SULPHUR

16.06.2015 - 20.06.2015
Eine Reise in die Nischen der eigenen Existenz
 

Larry Clark

Larry Clark

Paintings, Collages and Photographs

23.04.2015 - 20.06.2015
THEY THOUGHT I WERE BUT I AREN´T ANYMORE

Larry Clark
Heroin 5, 2014
Öl auf Leinwand
183 x 122 cm

OFFENES WOCHENENDE KINO DER KUNST 24 - 26. APRIL, 13 - 18 UHR
ARTIST TALK
FREITAG, 24. APRIL, 18.30 UHR, MUSEUM BRANDHORST,
MOD.: HEINZ PETER SCHWERFEL

KINO DER KUNST
FREITAG, 24. APRIL, 22 UHR, KINO DER HFF
DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG "THE SMELL OF US", FILM VON LARRY CLARK
 

Jan van Imschoot

Jan van Imschoot

Les phantômes de l'eau

05.03.2015 - 18.04.2015
Jan van Imschoot
Kinski, 2010
Aquarell auf Papier
36 x 26 cm
 

Paul Schwer

Paul Schwer

New Works

22.01.2015 - 28.02.2015
LARRY, GULFF, BENT UND ANDERE

Paul Schwer
Ausstellungsansicht 2014/2015
Museum Biedermann, Donaueschingen
 

Tony Scherman

Tony Scherman

Difficult women

06.11.2014 - 17.01.2015
 

Leif Trenkler

Leif Trenkler

Opal Colour day

11.09.2014 - 31.10.2014
Abbildung (Startseite und Slider Ausschnitt):

Leif Trenkler
Tropicana, 2014, Öl auf Holz, 116 x 89 cm

Bei „Opal Colour Day“ ist die Zentralfigur die vielfältige Erscheinung des Lichts selbst. Ihre Farbstränge, ihre schrille Überbelichtung erzeugen eine irritierende Fehlfarbigkeit auf den Bildern.
Konträr zu der übersteuerten Helligkeit stehen dunkle, schattige Malereien, welche das Rest- licht, wie bei schwarzen Opalen, reflektiert. Das wenige Licht wird in den Umriss, das Schemenhafte und das langsam zu erahnende Bild investiert.
Leif Trenkler

Eröffnung: Donnerstag, 11.9., 19–21 Uhr
Um 20 Uhr Künstlergespräch mit:
Daniel J. Schreiber, Direktor des Buchheim Museums, Bernried
 

Ekrem Yalcindag

Ekrem Yalcindag

Finding Turquoise

05.06.2014 - 31.07.2014
BIS ENDE AUGUST NACH VEREINBARUNG GEÖFFNET.
 

Martin Disler

Martin Disler

Alles Blut sammelt sich im Kopf...

03.04.2014 - 31.05.2014
 

Dokoupil

Dokoupil

Soap Bubbles and Candle Soot

23.01.2014 - 29.03.2014
 

Carsten Fock

Carsten Fock

Rave

08.11.2013 - 25.01.2014
Bitte beachten Sie, dass die Galerie vom 23.12. bis 6.1. geschlossen hat.
 

Bernd Zimmer

Bernd Zimmer

Alles fliesst. Bilder 2012 - 2013

13.09.2013 - 02.11.2013
Abbildung:
Bernd Zimmer
Alles fliesst IV, 2012
Acryl auf Leinwand
210 x 160 cm

Seit den späten Siebziger Jahren ist Bernd Zimmers gewaltiges Thema die Landschaft. In seinen neuesten Bildern und Holzschnitten widmet er sich einem in seiner Ambivalenz sowohl malerisch, als auch philosophisch herausfordernden Thema: panta rhei (griechisch: πάντα ῥεῖ, „Alles fließt“), dem ständigen Wechsel, dem Ephemeren der Beschaffenheit einer Wasseroberfläche. Dabei kommt er im Holzschnitt, selbst bei gleichem Motiv und verwandter Farbigkeit, oft zu gänzlich anderen Resultaten als auf der Leinwand.Wie immer entstehen Zimmers Arbeiten nicht direkt nach der Natur; es sind Bilder aus der Erinnerung, die weniger einen topographisch bestimmbaren Ort bezeichnen, als vielmehr den malerischen Schaffensprozess und das Phänomen des Darstellens thematisieren. Es geht um die Übersetzung von Natur in eine Bildsprache, also die Übertragung von allem „Natürlichen“, das nicht vom Menschen geschaffen wurde, hinein in alles, was vom Menschen erfahren und scheinbar verstanden wird. Wie ist es möglich, die Farbstimmung, das Licht, das Ursprüngliche einer Landschaft in einem präzise konstruierten zweidimensionalen Farbraum wider zu spiegeln? Das konsequente Arbeiten in Serien, ermöglicht es Bernd Zimmer, die Naturformen nicht auf ein einziges Bild von geschlossener Endgültigkeit zu reduzieren, sondern sich dem Phänomen der unendlichen Vielseitigkeit ihrer Erscheinungsformen anzunähern.
 

Joris Van de Moortel / Paul Schwer

Joris Van de Moortel / Paul Schwer

Das Fruchtfleisch unserer Architektur

06.06.2013 - 27.07.2013
Im August ist die Galerie geschlossen.
 

Rainer Fetting

Rainer Fetting

Pali Gap

21.03.2013 - 25.05.2013
Fotografien aus den 80er Jahren und neue Bilder
 

Peter Schuyff

Peter Schuyff

Selected Works 1986-2012

17.01.2013 - 16.03.2013
 

David Lynch

David Lynch

It Happened At Night

26.10.2012 - 22.12.2012
David Lynch
I Burn Pinecone, 2009
Mischtechnik auf Karton, Elektrik, Glühbirnen, hinter Plexiglas gerahmt, 183 x 274 x 23 cm, Foto: © David Lynch, Courtesy the artist
& Galerie Karl Pfefferle, Munich

Recent paintings and drawings

Zum ersten Mal werden in München großformatige Materialbilder, Gemälde und Zeichnungen des amerikanischen Künstlers und Filmemachers David Lynch (*1946) zu sehen sein. Seine letzte umfassende Ausstellung im Max Ernst Museum in Brühl 2010, dem Jahr, in dem Lynch auch den Goslarer Kaiserring für sein bildnerisches Werk erhielt, zeigte die ungeheure Kohärenz seines gesamten Schaffens. Lynch kam über die Malerei zum Film und sie begleitet sein Werk seit dem Malereistudium an der Kunstakademie Philadelphia in den späten 60er Jahren: „Die Malerei kann wahre Aussagen über alle Aspekte des Lebens machen... Das gleiche gilt für Musik. Es gibt Dinge, die sich mit Worten nicht ausdrücken lassen. Darum geht es in der Malerei und beim Filmemachen... Die Malerei zieht sich durch alles andere hindurch“, so Lynch.Seine szenografischen Materialarbeiten, die in Referenz zu Francis Bacon mit schweren Goldrahmen umfasst sind, werden zu Räumen oder Bühnen innerhalb derer sich Lynchs Lust an Geschichten ohne Ausgang und Rätseln ohne Lösung entfaltet. In die Bilder eingefügte Wortfetzen und Sätze wie „I burn pinecone...“ deuten beunruhigende Handlungsstränge zwar an, offenbaren aber nie deren Ausgang. Lynch spielt mit Proportionssprüngen, ignoriert die Gesetze der Perspektive, setzt Fernes und Nahes nebeneinander und ordnet so den Gegenständen im Bild Bedeutungsgrößen zu. Immer wieder wird das Auge des Betrachters vom Detail angezogen und der Blick in extremer „Naheinstellung“ gebannt. Eine Ameise ist bei Lynch so groß wie ein Haus, und ein „distant memory“ – die vage Erinnerung an das Antlitz einer Frau – hat die Größe eines Streichholzbriefchens. David Lynchs Bildwelten scheinen immer mehr zu verbergen als preiszugeben und sind gerade deshalb von einer überwältigenden Anziehungskraft, die oft in einer Mischung aus Bedrohlichem und Skurrilem begründet ist. Wie Werner Spies es formuliert: „Dem unerhört sensiblen, kalkulierten Umgang mit dem Unheimlichen entkommen wir nie.“
 

Leif Trenkler

Leif Trenkler

Possible à chaque instant

13.09.2012 - 20.10.2012
Leif Trenkler
Orchideen, 2012
Öl auf Holz, 130 x 98 cm
Foto: Simon Vogel
Courtesy Galerie Karl Pfefferle

Leif Trenkler (*1960) nimmt in seinem neuesten, zur Open Art erstmals präsentierten Werkzyklus Bezug auf ein Diktum des französischen Lyrikers und Philosophen Paul Valéry. Es geht darin um die größtmögliche Freiheit im Umgang mit Sprache, das Auflösen festgefahrener Bedeutungen und die damit einhergehende Beschränkung der Wahrnehmung. Jedes einzelne Wort sollte jederzeit neu „gelesen“ bzw. rezipiert werden können. In seiner figurativen Malerei findet Trenkler eine Bildsprache, die den Betrachter immer wieder an die Grenzen eingefahrener Sehgewohnheiten führt. Bewusst wählt Leif Trenkler Alltagszenen oder scheinbar belanglose Begebenheiten: dabei sind es eher die kleinen Verschiebungen, die seine Aufmerksamkeit erregen als die spektakulären Gesten.
 

Dokoupil

Dokoupil

Der Ring des Nibelungen

21.06.2012 - 28.07.2012
Dokoupil, "Siegmund zieht Nothung aus der Esche", 1993, Ruß auf Leinwand;
Foto: Claus Bach; Courtesy Galerie Karl Pfefferle,
© Dokoupil / VG Bild-Kunst, Bonn

In Bezugnahme auf die diesjährigen Münchner Opernfestspiele mit ihrem Fokus auf Wagners Ring des Nibelungen, zeigt die Galerie Karl Pfefferle erstmals eine Reihe von Bildern und Skizzen, die Dokoupil (*1954) zu diesem Thema 1993 geschaffen hat.

Der „Einfallsreichtum, die innere Freiheit und bildnerische Intelligenz“, die Robert Fleck (Kurator der Ausstellung Dokoupil. Malerei im 21. Jahrhundert, Deichtorhallen Hamburg, 2005) dem Werk Dokoupils zuschreibt, spiegelt sich in diesen Arbeiten aufs Beste wider.

Ohne jeden Betroffenheits- oder Anklage-Ethos nimmt sich Dokoupil des von den Nationalsozialisten ideologisch funktionalisierten Mythenstoffes an: Er entwirft für den Bankettsaal des Hotel Elephant in Weimar, das 1937 als „Führer-Quartier“ auf der Achse München / Berlin erbaut wurde, einen 14-teiligen Bilderzyklus. Dabei nähert sich Dokoupil dem Wagnerschen Kosmos von Liebe, Macht und Verrat vollkommen frei an. Seine Darstellungen beziehen sich zwar auf die Bühnengestaltung Josef Hoffmanns für die Uraufführung des Rings in Jahr 1876, doch tauchen die Nibelungen-Gestalten nur als Umrisse, als flimmernd vibrierende Flammenspuren auf, die wie Heraufbeschwörungen von etwas Schatten- oder Geisterhaftem wirken. Das Trugbildhafte dieser mythischen Schlüsselszenen wird noch gesteigert durch die von Dokoupil Ende der 80er Jahre entwickelte Technik des Malens mit Kerzenruß, das den malerischen Gestus verschleiert. Das Dargestellte bleibt flüchtig, fragmentarisch und löst sich an den Bildrändern bis hin zur rein weißen Fläche auf. Einen genialen Kontrapunkt setzt Dokoupil, indem er durch die Initialen der Handlungsträger mit ihrer vordergründigen Signalwirkung ein dadaistisches Buchstabenspiel einfügt und damit dem Heldenepos seine Bedeutungsschwere nimmt.

Noch pointierter wird alles weihevoll Teutonische in den linearen Filzstift-Zeichnungen und spontanen,
comicartigen Skizzen karikiert.

Zur Ausstellung gibt die Galerie zwei Portfolien unterschiedlicher Größe (Auflage 1 + 1 a.p.) mit jeweils 14 Pigmentdrucken zu dem Nibelungen-Zyklus von Dokoupil heraus.
 

Jan van Imschoot

Jan van Imschoot

Die Verführung des Lichts

29.03.2012 - 09.06.2012
Jan van Imschoot

Wir freuen uns, die Bilder von Jan van Imschoot (*1963), der in Gent lebt und arbeitet, in München erstmals in einer Einzelausstellung präsentieren zu können. Formal steht Jan van Imschoots Werk gänzlich in der Tradition der abendländischen Malerei: Es gibt Anklänge an Tintoretto mit seinen turbulenten und dramatischen Gegensätzen von überirdischem Licht und tiefen Schatten, an Manet mit seiner Vorliebe für die Farben der Nacht oder an Picabia mit der linearen Transparenz seiner
späten Frauenakte.

Jan van Imschoot entwickelt seine Bildwelten aus der Dunkelheit heraus. Oft scheinen sie mehr zu verbergen als preiszugeben und sind gerade deshalb von einer rätselhaften Anziehungskraft, die häufig in einer Mischung aus surrealer Symbolik und verstörender Versehrtheit begründet ist. Imschoot begreift die Oberfläche seiner Gemälde als eine linguistische Identität, die viele, teilweise
gegensätzliche Wahrheiten beinhaltet. Jede Sprache ist nur verständlich, wenn ihre Codes bekannt sind. Dies gilt sowohl für die gesprochene bzw. geschriebene als auch für die visuelle Sprache gegenständlicher Kunst. Imschoot ist daran gelegen, dem Betrachter diese Codes nicht zu entschlüsseln. Im Gegenteil: durch Titel wie „The secrets of banality“ oder „The end is never near“ führt er ihn in Gedankenräume, die weit jenseits jeder greifbaren Bildwelt liegen.

Imschoot sagt selbst: „Die Begriffe der Darstellung und der linguistischen Verworrenheit sind Konstanten in meinem Werk. Die Konfrontation zwischen dem Intuitiven, der Abschaffung des angehäuften Wissens, der linguistischen Konstrukte der Malerei, der Photographie, der Filmkunst und der Literatur bieten die Möglichkeit, mit diesen Begriffen zu spielen … Dadurch vermeide ich es, ein monotones und lineares Werk zu schaffen.“
 

Mélina Avouac

Mélina Avouac

09.02.2012 - 24.03.2012
CHAMPION ROBERT LE DIABLE (5556)

Wir freuen uns, das Werk der in Wien lebenden Künstlerin Mélina Avouac (*1982), die an der Münchner Akademie bei Olaf Metzel studiert hat, erstmals in einer Einzelausstellung in der Galerie Karl Pfefferle zu präsentieren. Mélina Avouac eignet sich die unerschöpfliche Bilderflut des World Wide Web zeichnerisch an. Dabei nimmt sie wie ein Flaneur, ohne Eile oder bestimmtes Ziel, Eindrücke auf, die spontan ihre Aufmerksamkeit erregen, und übersetzt sie in großformatige Kohlezeichnungen, Wandreliefs oder Skulpturen. Indem sie in ihren Werkzyklen scheinbar zusammenhanglos unterschiedlichste Bild- und Textzitate zu einer visuellen Lektüre verschränkt, schafft sie ein komplexes eigenständiges Gefüge, das uns mit einer individualisierten Bildwelt jenseits des schnellen Konsums konfrontiert.
 

Group Show

Group Show

Sägerauh

21.10.2011 - 04.02.2012
Pascale Marthine Tayou, Gateaux de chaussettes, 1996