Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Häusler Contemporary

Maximilianstr. 35 / Eingang Herzog-Rudolf-Str. • 80539 M
Tel. +49 89 210 98 03 • Fax +49 89 210 980 55
www.haeusler-contemporary.commuenchen@haeusler-contemporary.com
Mi–Fr 14–18 und nach Vereinbarung
barrierefrei

Maximilianstr. 35
80539 München

Laufende Ausstellungen

Brigitte Kowanz

Brigitte Kowanz

Codes and Cables 9

09.09.2017 - 30.10.2017
Brigitte Kowanz (*1957, Wien) thematisiert in ihrer Arbeit vor allem die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Lichts. Neben der Sprache dient ihr das Licht als künstlerisches Gestaltungsmedium, das in Behältnissen eingefangen, auf Flächen zerstreut oder in feste Formationen gezwungen wird und so stets neue Gestalt gewinnt. Licht wird dabei zum Material und zur Metapher bei der Suche nach neuen Formen der Darstellung der sichtbaren Wirklichkeit.

Brigitte Kowanz repräsentiert mit Erwin Wurm die Republik Österreich bei der 57. Biennale von Venedig.

„Wahrnehmung ist Übersetzung, Kunst ist Trans- formation – ein Wechselspiel aus Zeigen und Imaginieren, bei dem zugleich auch die Kriterien und Prämissen dieser Erfahrung transparent werden.” Brigitte Kowanz

Brigitte Kowanz
Charter of Paris for a New Europe 21.11.1990, 2017
Neon, Spiegel
90 x 90 x 19 cm
© Brigitte Kowanz und Häusler Contemporary München | Zürich

 
 

Kommende Ausstellungen

Judy Ledgerwood

Every Day is Different

24.11.2017 - 22.12.2017
 

Vergangene Ausstellungen

James Turrell

James Turrell

Alien Exam

18.05.2017 - 28.07.2017
»We do have prejudiced perception. I do use that to make up gentle reminders of how we could form up reality.«
James Turrell

Häusler Contemporary München freut sich sehr, das erste Werk aus James Turrells Reihe der »Perceptual Cells« zu präsentieren. »Alien Exam« von 1989 ist eine künstlerische Versuchsanordnung für die individuelle Wahrnehmung jedes Betrachters und ermöglicht eindrücklich die Erfahrung des Sehens an sich. Daneben zeigen wir erstmals in München die raren Inkjet-Unikate »From the Guggenheim, Aten Reign«, welche auf Turrells Lichtinstallation im New Yorker Guggenheim-Museum 2013 basieren.

James Turrell
Perceptual Cell Series: Alien Exam«, 1989
Installation 260 x 150 x 50 cm
Foto: © Florian Holzherr
 

Hamish Fulton

Hamish Fulton

Walking without a Smartphone

09.02.2017 - 28.04.2017
Hamish Fulton
Transition (Nepal)
2011
Foto/Text
Unikat
111.2 x 133.5 cm
Courtesy: Hamish Fulton und Häusler Contemporary München | Zürich
»Big experiences, small art, I reject all associations with any form of Land Art.«
Hamish Fulton

Häusler Contemporary München freut sich mit »Walking without a Smartphone« eine neue Einzelausstellung des englischen Künstlers, Hamish Fulton zu präsentieren. Mit einer speziell für die Ausstellung konzipierten Auswahl von Papierarbeiten, Skulpturen und einer neuen Wandarbeit dokumentiert Hamish Fulton einmal mehr seine Position als Vertreter einer Kunstauffasssung, die eine aktive Wahrnehmung physischer Ereignisse in den Fokus stellt.

 
 

Räume auf Papier

In Kooperation mit Florian Sundheimer

21.11.2016 - 19.12.2016
Bildhauerzeichnungen von
Norbert Kricke | Gary Kuehn | Olaf Metzel | Roman Signer | Keith Sonnier

Ort: Odeonsplatz 16

 

 
 

Roman Signer

Roman Signer

Arbeiten mit Sand

09.11.2016 - 10.01.2017
»Man sieht das oft bei meiner Arbeit, dass ich eigentlich einer Naturkraft die entgültige Gestaltung überlasse.« Roman Signer

Häusler Contemporary München freut sich, in seiner dritten Einzelausstellung des Schweizer Künstlers Roman Signer eine thematische Auswahl von Werken zu präsentieren, in denen Sand als gestalterisches Material im Zentrum steht. Neben Fotografien seiner »Zeitskulpturen« stellen wir exklusiv auch die Neuauflage seiner »Sandinstallation« von 2007 und die neue Skulptur »Hose« vor.

Roman Signer
Sand auf Radio, 1997
Videostills auf Aluminium hinter Glas | Ed. 1/10 |
aus 4-teiliger Serie, je 40 x 53 cm
Foto: Aleksandra Signer

 
 

Koka Ramishvili

Koka Ramishvili

Independent Organism

09.09.2016 - 03.11.2016
In Independent Organism setzt Koka Ramishvili dem vermeintlich realitätsabbildenden Aspekt der Fotografie formale Konzepte wie Kontur und Unschärfe, Stillleben und Bewegungsaufzeichnung entgegen. Seine poetischen Schwarzweiss-Aufnahmen vermögen die Struktur des Lichts einzufangen. Sie zeigen malerische Qualitäten der Fotografie auf und führen das statische Medium an die Grenze zum filmischen.

Die Skulpturenserie »Lost Landscape« erprobt hingegen in der Technik der Flämischen Alten Meister das Genre der Landschaftsmalerei als abstraktes, atmosphärisches Fragment. So agieren die subtilen Farbverläufe auf Holz zwischen Bild und Objekt.

Die bei Häusler Contemporary München präsentierten aktuellen Werke von 2016 zeigen erneut, wie gekonnt der Künstler die Eigenschaften der verschiedenen Medien auslotet und deren Grenzen erweitert.

Koka Ramishvili (*1956 in Tbilisi, GE, lebt in Genf, CH) hat vor allem durch seinen Auftritt auf der Biennale von Venedig 2009 internationale Aufmerksamkeit erlangt. Unter anderem haben ihm das MAMCO in Genf (2004) oder das M HKA in Antwerpen (2011) umfangreiche Einzelpräsentationen gewidmet.

Koka Ramishvili
Lost Land (Night I), 2016
Öl und Amber auf Holz
Courtesy der Künstler und Häusler Contemporary München | Zürich
 

Collector’s Choice »Ordnung und Farbe«

Collector’s Choice »Ordnung und Farbe«

Ein Dialog mit der Sammlung Günter Hackenberg

06.07.2016 - 02.09.2016
Michael Venezia
Untitled TR7.12, 1993
Öl auf Holz | 21 x 90 x 7 cm
Foto: Kris Graves, Brooklyn

Häusler Contemporary München freut sich, in der Reihe Collector’s Choice eine von Günter Hackenberg kuratierte Ausstellung zu präsentieren. Der Sammler setzt ausgewählte Werke von James Turrell, Hubert Kiecol, David Reed, Michael Venezia, Brigitte Kowanz und weiteren Künstlern aus unserem Programm in Dialog mit Arbeiten von Antonio Calderara, die den Beginn seiner Sammlertätigkeit massgebend prägten. So bietet Günter Hackenberg einen exklusiven Einblick in seine Kollektion und eine breite Übersicht über unsere Galeriekünstler.
 

Jürgen Partenheimer

Jürgen Partenheimer

One Hundred Poets | Teil 1

12.05.2016 - 30.06.2016
Jürgen Partenheimer
Inside the Clouds, 2015
Gouache, Tinte und Bleistift auf Papier | Blattmasse 27 x 33 cm

»Ein Gedicht und sein inneres Bild als Spiegelung und gleichzeitige Eröffnung für eine Bildvorstellung.« Jürgen Partenheimer

Häusler Contemporary München freut sich, einen exklusiven ersten Einblick in das aktuelle Projekt »One Hundred Poets« von Jürgen Partenheimer zu präsentieren. Es basiert auf Partenheimers persönlicher Auswahl von 100 Gedichten, die er in seiner einzigartigen Bildsprache visuell umsetzt. Damit veranschaulicht er die Bedeutung der unterschiedlichen künstlerischen Gattungen in seinem Werk und formuliert gleichzeitig eine Hommage an seine bevorzugten Lyriker.

"One Hundred Poets"
Lesung von Jürgen Partenheimer
1.6.2016, 19 Uhr
Häusler Contemporary

 
 

Richard Allen Morris & David Reed

Richard Allen Morris & David Reed

From the Studio

07.04.2016 - 05.05.2016
»I learned it takes at least one artist to share your work with or art will die in a vacuum.«
John Baldessari

Häusler Contemporary München freut sich, erstmals die Maler Richard Allen Morris und
David Reed gemeinsam zu präsentieren. Mit ausgewählten Arbeiten beider Künstler
fokussieren wir in »From the Studio« auf die oft nicht sichtbaren Entstehungsbedingungen
der Kunst am Beispiel von zwei sehr unterschiedlichen künstlerischen Praktiken.

David Reed
»Color Study #65«, 2013/1015 | Öl und Alkyd auf Zeichenkarton | 31.8 x 40.7 cm
Richard Allen Morris
»From Start to Finish«, 2010 | Acryl auf Leinwand | 30.5 x 22.9 cm
 

Gary Kuehn

Gary Kuehn

Black Paintings

18.02.2016 - 01.04.2016
Gary Kuehn
Black-Painting, 1972
Acryl auf Leinwand
113 x 199,5 cm

»Materials and mechanical procedures have enormous expressive (or subjective)
potential.« (Gary Kuehn)

Häusler Häusler Contemporary München freut sich, die Ausstellung
Gary Kuehn »Black Paintings« anzukündigen – die europaweit erste umfassende
Präsentation dieser Werke seit rund zehn Jahren. Kuehn, wichtiger Vertreter
der Post Minimal und Process Art, hat diese Gemäldereihe 1969 begonnen.
Wie seine Skulpturen betonen auch die »Black Paintings« ihre Körperhaftigkeit
und beinhalten gleichzeitig eine metaphorische Ebene.

Gary Kuehn’s (*1939, New Jersey) grosse Retrospektive im Kunstmuseum
Liechtenstein 2014, die eine breite Auswahl seiner Skulpturen und Zeichnungen
beinhaltete, hat erneut seinen wesentlichen Beitrag zur Kunst nach 1960
veranschaulicht. Wegweisende Ausstellungen wie »Eccentric Abstraction« (1966) oder
»When Attitudes Become Form« (1969), an denen Kuehn beteiligt war, hatten seine
Bedeutung schon damals vorgezeichnet.
Wir freuen uns, nun mit einer Auswahl von frühen und jüngeren »Black Paintings«
diese wichtige Werkreihe von Kuehn zu präsentieren, die in Europa zuletzt 2008
umfassend zu sehen war. 1969 begonnen und bis heute fortgesetzt, offenbaren
die kraftvollen Bilder eine skulpturale Interpretation der Malerei. Wie typisch für
Kuehns Œuvre können auch diese Werke als Metaphern gelesen werden für das
Verhältnis von Kontrolle und Freiheit.
Eine begleitende Publikation, gestaltet von Peter Zimmermann, dokumentiert die
Entwicklung der Serie von 1969 bis heute.
 

Kyung-Lim Lee

Kyung-Lim Lee

Echo of Geometry

03.11.2015 - 29.01.2016
Kyung-Lim Lee
2015, Pastell auf Papier
41,9 x 59,1 cm

Mit »Echo of Geometry« stellt Häusler Contemporary München erstmals die
gebürtige Koreanerin Kyung-Lim Lee mit ganz neuen Werken vor. Es freut
uns sehr, dass die geometrisch abstrakten, mystisch anmutenden Zeichnungen
der Künstlerin damit auch zum ersten Mal umfangreich dem europäischen
Publikum zugänglich gemacht werden.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
 

Sébastien de Ganay

Sébastien de Ganay

Fold

11.09.2015 - 30.10.2015
Sébastien de Ganay
Large Blue Folded Flat 01
Aluminium lackiert
134 x 150 x 15 cm

Häusler Contemporary München freut sich, zur Open Art 2015 drei neue Werkserien des nahe bei Wien lebenden Künstlers Sébastien de Ganay zu präsentieren, der konzeptuell die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur auslotet. Die neuen Objekte aus Aluminium, Betonstahl, Holz und Mosaiksteinen sind bewusst zwischen den gängigen, künstlerischen Kategorien angesiedelt und verführen den Betrachter spielerisch zu mentaler Beteiligung. Bild, Relief oder gar Skulptur? Wo beginnt das eine und hört das andere auf, wer entscheidet darüber? Und wie verhalten sich die Dinge zwischen Kunstwerk und Betrachter? Es sind diese oft zitierten und stets aktuellen Fragen, die Sébastien de Ganay (*1962, Boulogne-Billancourt, FR) umtreiben.
»I am interested in challenging the notion of categorization.«
Sébastien de Ganay
 

Keith Sonnier

Keith Sonnier

Portal Drone

04.06.2015 - 31.07.2015
»Everything that an artist does relates.« Keith Sonnier

Häusler Contemporary München freut sich, die neuste Werkserie des international
renommierten Künstlers Keith Sonnier präsentieren zu können, der zu den
einflussreichsten Bildhauern der Post Minimal-Ära gehörte. Die »Portal«-Serie zeigt
eine neue, formal reduzierte Phase in Sonniers Schaffen an und weist gleichzeitig
Referenzen zu früheren Werkserien auf. Einen Überblick über sein umfangreiches
und vielfältiges Œuvre bieten parallel eine Schau in unserem Ausstellungsraum
in Lustenau sowie eine Ausstellung mit Lichtwerken im MAMAC in Nizza.

Keith Sonnier
Drone C (Portal Variation Series), 2014
Neon, Kabel, Transformer | 81 x 51 x 21 cm
 

Harriet Korman

Harriet Korman

Developing Format – Malerei und Zeichnung 2010-2014

19.03.2015 - 06.06.2015
Harriet Korman
Point, 2011
Öl auf Leinwand
120 x 150 cm

Häusler Contemporary freut sich, erstmals Werke der amerikanischen Malerin
Harriet Korman (*1947, lebt in New York) zu präsentieren. Es gilt, eine spannende
Künstlerin wiederzuentdecken, die ihren Umgang mit Farbe und Form in den
1960er Jahren unter anderem als Schülerin von Richard Serra erlernt hat. In ihrer
ersten Einzelausstellung bei Häusler Contemporary zeigt Harriet Korman
Arbeiten der letzten vier Jahre und eine exklusive Auswahl an selten gesehenen
Ölkreidezeichnungen.

»Paintings are the moon in a dew drop – a reflection of everything. I think
humankind will no longer exist when there are no more paintings.«
Harriet Korman
 

Alejandra Seeber

Alejandra Seeber

22.01.2015 - 21.03.2015
Alejandra Seeger

Prism Pyramid, 2014
 

Alles Papier!

Alles Papier!

07.11.2014 - 17.01.2015
Jessica Diamond
Be Happy You Are Loved, 1990
collage on paper
61 x 97,7 cm

Gruppenausstellung mit Arbeiten von: Jessica Diamond, Hubert Kiecol, Judy Ledgerwood, Larry Bell, Reto Boller, Ryan Brown, Koka Ramishvili u.a.

Malerische Farbigkeit einerseits und zeichnerische Elemente
andererseits stehen im Fokus der Papierarbeiten, welche Häusler
Contemporary München zu einer spannungsreichen
Gruppenausstellung vereint hat. Wir freuen uns sehr, neben Künstlern
aus unserem Programm auch externe Positionen präsentieren zu
können, die der Ausrichtung unserer Galerie nahe stehen.
Neben Reto Boller, Hubert Kiecol, Gary Kuehn, Judy Ledgerwood, Koka
Ramishvili oder Erwin Redl werden so auch selten gesehene Werke von
Jessica Diamond, Ryan Brown oder Larry Bell gezeigt.
Die Arbeit auf Papier tritt in der zeitgenössischen Kunst in unglaublicher
Vielfalt in Erscheinung: Sie kann geklebt oder gesprayt, geschnitten,
gemalt oder auch gedruckt sein. Sie ist manchmal Experimentierfeld und
Vorstufe, manchmal bildet sie selbst eine abgeschlossene, repräsentative
Einheit für sich. In unserer aktuellen Ausstellung fokussieren wir auf zwei
spezifische Ausprägungen der Papierarbeit, die einander entgegen
gesetzt sind und sich spannungsreich ergänzen: die lineare geometrische
und die malerisch bunte Variante.
 

Craig Yu

Craig Yu

Negative Form

12.09.2014 - 30.10.2014
Abbildung (Startseite und Slider Ausschnitt):

Craig Yu
Plane, 2014
Öl auf Pavatex
4,5 x 6 cm

Craig Yu (*1978) gehört zu einer jungen Generation von Künstlern, deren Schaffen sich vor dem Hintergrund massenmedialer Bilder entfaltet, die unsere optische Wahrnehmung und das kollektive Gedächtnis wesentlich prägen.
Dabei interessieren ihn vor allem Fragen der bewussten und unbewussten Manipulation unserer Vorstellung von Wirklichkeit. Mit der Ausstellung »Negative Form« präsentiert Häusler Contemporary die erste Einzelausstellung des in Hong Kong und England aufgewachsenen und heute in Chicago lebenden Künstlers.
Eine speziell für die Ausstellung entstandene Werkgruppe umfasst technisch brillante Arbeiten im Miniaturformat: auf kleinster Fläche werden monströse Ereignisse wie Krieg und Zerstörung aufgezeigt und zugleich malerisch verfremdet. Dabei setzt Yu unbestimmte Schwarz- Weiß- Graut&o uml;ne ein und mildert dadurch die drastische Botschaft zu vieldeutiger Anspielung weit über das konkrete Motiv hinaus.

Der Künstler ist zur Eröffnung anwesend.
 

Michael Venezia

Michael Venezia

Brooklyn Variations

06.06.2014 - 31.07.2014
 

Sie griff in den Tomatensalat und schob sich ein Stück Rot in den Mund

Sie griff in den Tomatensalat und schob sich ein Stück Rot in den Mund

curators choice, Jörg van den Berg

14.03.2014 - 31.05.2014
Abbildung:
Installationsansicht Reto Boller, Villa Merkel, Esslingen 2012
Courtesy: Häusler Contemporary München | Zürich

Mit der von Jörg van den Berg kuratierten Ausstellung »Sie griff in den Tomatensalat und schob sich ein Stück Rot in den Mund« setzt Häusler Contemporary die Reihe »loveparade« mit
Ausstellungen von Gastkuratoren fort.
Vier Künstler der Galerie – Reto Boller, Richard Allen Morris, David Reed und Michael Venezia –
treffen auf vier »Gäste«: Heike Kati Barath, Myriam Holme, Platino und Tilo Schulz. Alle acht Positionen zeigen jeweils sehr spezifische Weisen des Umgangs mit Farbe und damit mit einem der »Ur-Stoffe« der Kunst. Die Ausstellung wird durch ein extrem verdichtetes Netzwerk formaler Bezüge zusammen gezogen, um sich inhaltlich umso weiter auszudifferenzieren.
 

James Turrell

James Turrell

Projections 1968

08.11.2013 - 28.02.2014
 

Judy Ledgerwood

Judy Ledgerwood

Passing Through Color

13.09.2013 - 26.10.2013
Abbildung:
Judy Ledgerwood
Walking on the Sun, 2012
Enkaustik auf Holzpaneel
127 x 127 cm
Courtesy: Häusler Contemporary München | Zürich

»Passing Through Color« betitelt die Malerin Judy Ledgerwood (geb. 1959) ihre Gegenüberstellung von Malerei aus den 1990er Jahren und aktuellen Arbeiten in der selten eingesetzten Technik der Enkaustik. (Wachsmalerei). Indem sie lose Pigmente mit flüssigem Wachs verbindet, entstehen Bilder von intensiver Farbigkeit und ausgeprägt physischer Struktur.
Die Malerei Judy Ledgerwoods basiert auf einfachen geometrischen Grundformen wie Kreisen und Rechtecken und ist auch inspiriert von Populärkultur, Mode und Musik. Das konkrete Formenvokabular findet sich in ungewöhnlichen Konstellationen aus femininer Farbigkeit und ornamentaler Motivstruktur, um in den jüngsten Enkaustikarbeiten neuerlich selbstbewusst außer Kraft gesetzt zu werden.
Judy Ledgerwoods Werke wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt, u. a. in der Renaissance Society of Chicago und sind in bedeutenden Sammlungen wie dem Metropolitan Museum of Art in New York und dem Museum of Contemporary Art in Los Angeles vertreten. Seit 2003 unterrichtet die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin an der Northwestern University, Chicago.
 

sweet home

sweet home

17.05.2013 - 06.09.2013
Bitte beachten Sie, dass die Galerie vom 01. bis 17. August nur nach Vereinbarung geöffnet ist.

zu sehen sind Werke u.a. von:
Olaf Breuning, Sébastien de Ganay, Hubert Kiecol, Richard Allen Morris, David Reed, Alejandra Seeber, Roman Signer, Keith Sonnier, Nancy Spero und Erwin Wurm

So unterschiedlich die Aufgabenstellungen sein mögen, die Themen Raum – Objekt – Bild berühren sowohl Architekten, Designer als auch bildende Künstler, wenngleich mit den vielfältigsten Ergebnissen. Die Ausstellung Sweet Home lenkt den Blick, nicht ohne Ironie, auf Aspekte des Interieurs, umgesetzt in Bild, Objekt und Skulptur. Idyllen sind dabei nicht intendiert.

Alejandra Seebers jüngste Bilder „Mirrors“ greifen ein Thema auf, das die Maler seit jahrhunderten fasziniert: Der Spiegel als Medium der Reflexion und Fenster der individuellen Wahrnehmung. Zu betrachten gilt es in diesen Werken allerdings nicht das Abbild des eigenen Ich, vielmehr die In lichten Weiß-Grau-Blau Schattierungen gesetzten malerischen Gesten, mit denen Alejandra Seeber das Spiel des Lichts auf der Fläche suggeriert.

Auch Erwin Wurm konfrontiert uns mit einer Haltung, die seine ursprüngliche Bestimmung, als Homo erectus, auf überraschende Weise interpretiert. In der Arbeit „Grazer Kongress“(2001), einem herausragenden Beispiel seiner frühen One Minute Sculptures posiert er, auf dem Kopf stehend, an einer der Säulen in der Halle des Grazer Kongresszentrums. Die als Fotografien dokumentierten One Minute Sculptures zählen zu den bedeutendsten Werkreihen des Künstlers und postulieren eindrücklich sein Konzept eines erweiterten Skulpturbegriffs.
Wie funktional Skulpturen sein können, zeigen neueste Beispiele aus der „Carton Series“ von Sébastien de Ganay “, einem Werktyp, der durch das Interesse des Künstlers an der kubischen Form einfacher Kartonboxen inspiriert ist. Entstanden sind Objekte aus Metall in unterschiedlichen farbigen Lackierungen, durchaus geeignet als Ablage oder zur intensiven Benutzung als Sitzgelegenheit für diskussions- oder entspannungsfreudige Kunstfreunde. Die Objekte sind im Set und auch einzeln verfügbar.

Wir präsentieren in der Ausstellung „Sweet Home“ Werke von Nancy Spero und Olaf Breuning. Seine Skulptur „Time and Gravity is not existing“(2005) ist eine Anspielung auf den in unserer Zeit allgegenwärtigen „speed“, den ein über zwei Holzhockern verspannter Bogen aus Tischtennisbällen lapidar ironisiert.
Mit weiteren Skulpturen und Arbeiten auf Papier sind in der Ausstellung vertreten: Hubert Kiecol, Richard Allen Morris, David Reed, Keith Sonnier.

Abbildung
Richard Allen Morris
Gun Ho, 1982
13 x 27,5 x 3 cm
 

Mary Heilmann

Mary Heilmann

Another Green World

15.02.2013 - 04.05.2013
Mary Heilmann
Firey Pour, 2011
Oil on wood panel
101.6 x 80.65 cm (shaped)
Courtesy: Mary Heilmann

Mary Heilmann, eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart zeigt bei Häusler Contemporary München eine Installation aus Malerei, Keramik und Möbelobjekten. Die kraftvolle Farbigkeit ihres Werkes ist legendär und vertreibt im Nu jede Form von Winterblues.

Nach den Studium der Keramik und Literatur begann Mary Heilmann ihre Karriere als Malerin im Kalifornien der 1960er Jahre. Gegen die aktuellen Strömungen der Kunstszene, die bestimmt waren von den rigiden Ideen der Minimal Art, verwandelte sie Rechteck, Kreis und Quadrat, die Insignien der konkreten Abstraktion, in freie malerische Farbfelder, die geometrische Form zitieren, ihre formale Strenge jedoch lustvoll und ironisch unterlaufen.

Ausgangspunkt für Mary Heilmanns Bilder ist eine konzentrierte Innenschau: Erinnerungen, an einen Ort, eine Person oder Empfindung, fließen ein in den Arbeitsprozess und prägen die Motivik ihrer Werke ebenso wie Musik, Poesie und Tendenzen der Popkultur. Der Betrachter begegnet dieser Verbindung von emotionalen Aspekten und geometrisierender Formstruktur mit spontaner Empathie.
Mary Heilmanns Unmittelbarkeit, die „sinnliche Anarchie“ ihrer Bilder wirken ungemein anregend und haben Publikum, Sammler und Künstlerkollegen nachhaltig inspiriert.

Mary Heilmann, Trägerin des renommierten, vom Bonnefantenmuseum Maastricht verliehenen Baca Awards 2012, wird im März und Juni 2013 auch mit Ausstellungen im Neuen Museum Nürnberg und im Kunstmuseum Bonn gewürdigt.
 

Das kleine Schwarze

Das kleine Schwarze

Gruppenausstellung

11.01.2013 - 09.02.2013
Judy Ledgerwood
Friends and Enemies #4
2003, Acryl auf Bütten, 56 x 76 cm

Die Ausstellung vereint Arbeiten von fünfzehn Künstlern in kleinen Formaten und konsequenter Ausrichtung in Schwarz/Weiß.

Gezeigt werden Werke von Sébastian de Ganay, Reto Boller, Hubert Kiecol, Judy Ledgerwood, Hürgen Partenheimer, Marco Schuller, Tobias Collier, Craig Yu u.a.
 

Richard Allen Morris, Michael Venezia, Peter Young

Richard Allen Morris, Michael Venezia, Peter Young

Trip

27.10.2012 - 21.12.2012
Richard Allen Morris, For All of Those People, 1964, Öl auf Leinwand, 60,96 x 45 cm

Häusler Contemporary lädt mit der Ausstellung »Trip« zur Begegnung mit drei wichtigen Positionen der amerikanischen Malerei der 1960er und 1970er Jahre bis heute ein. Neben Richard Allen Morris und Peter Young stellen wir mit Michael Venezia erstmals einen weiteren bedeutenden Vertreter des Postminimal Painting vor.

Den Auftakt zu »Trip«, einer ideellen Reise durch die jüngere Geschichte internationaler Malerei macht Peter Young (*1940, Pittsburgh, PA, USA), der im New York der 1960er Jahre die strengen Formprinzipien der wesentlich von Donald Judd geprägten Minimal Art mit den Mitteln der Malerei durchbrach und ironisierend in Frage stellte. Youngs künstlerisches Konzept fand in der New Yorker Kunstszene große Beachtung, nach erfolgreichen Ausstellungen, unter anderem in der Galerie von Leo Castelli, verließ der Künstler dennoch New York in Richtung Arizona, wo er seitdem lebt und arbeitet.
Im großformatigen Werk »#10-1965«, einem raren Beispiel aus der frühen Werkphase des Künstlers, durchbricht eine strenge Linearkomposition alle Regeln der Geometrie: ein Viereck ist aus der Balance gesetzt und öffnet den Bildraum wie ein fragmentiertes Tor, gleichsam als eine symbolische Einladung zur Begegnung mit den unterschiedlichen künstlerischen Konzepten der Ausstellung. In den 1970er Jahren wandte sich Young einer von ethnischen und psychedelischen Impulsen geprägten Malerei zu. In der Ausstellung sind Beispiele seiner intensiv farbigen, ornamenthaften Kompositionen aus den 1970er und 1980er Jahren zu sehen, die von den Formrapporten indianischer Ornamentik geprägt sind. Eine subjektive Annäherung an abstraktes Formgefüge, ganz ohne ideologische Schwere. Peter Young löste sich in den 1990er Jahren aus diesen strengen Formund Farbrhythmen und erweiterte seine Malerei in eine schwungvolle, raumgreifende Geste, ohne die konkrete Abstraktion dabei gänzlich zu verlassen. Mit der umfassenden Retrospektive Peter Youngs 2007 im P.S.1 New York begann eine konsequente Wiederentdeckung dieses spannenden Oeuvres in der Gegenwart.

Der kompromisslose Formwille und sein besonderes Interesse an den Entwicklungen der abendländischen Malerei machen Richard Allen Morris (* 1933, Long Beach, CA, USA ) zu einem einflussreichen »Künstler«, den sein Freund und Kollege John Baldessari mit Henri Rousseau verglich. (»He is like what Rousseeau was to other painters in Paris...«). In einer intensiven Auseinandersetzung mit Werken von Giotto, Toulouse Lautrec, Daumier oder Kirchner führt Morris in den 1960er Jahren einen malerischen Dialog mit dem klassischen Motiv in einer radikalen Reduktion formaler Mittel, indem er Teile der Komposition nicht farbig ausführt, sondern die intendierte Farbgebung lediglich handschriftlich vermerkt. Die großformatigen Werke »From the Imperial Court (from Toulouse Lautrec)« und »Revival (from Giotto)«, beide aus 1962, stehen damit als wegweisende Beispiele konzeptueller Malerei. Aus dem Jahr 1965 stammt die der Ausstellung den Titel gebende Arbeit »Trip«, in der Morris Malerei und Collage zu einer Bildeinheit verbindet. Auf eine in rigoroser Geste bemalte Leinwand setzt der Künstler eine Postkarte des Fujiyama und entführt den Betrachter, nicht ohne Augenzwinkern, in geheimnisvolle exotische Welten. Mit »Gilroy« präsentieren wir einen der »Heads«, die ebenso prägend sind für das Werk und die späte Bekanntheit von Richard Allen Morris wesentlich mit begründet haben.

Michael Venezia (*1935, Brooklyn, N.Y., USA) ist erstmals in einer Ausstellung bei Häusler Contemporary vertreten. Auch er gilt als Erneuerer der Malerei der 1960er Jahre, besonders der stilprägenden Tendenzen des abstrakten Expressionismus, den er mit seinen eigenen Mitteln fortsetzen und interpretieren wollte, um ihm damit auch neue Aspekte von Qualität zu verleihen. Mit Freunden wie Dan Flavin, Sol Lewitt oder Robert Ryman entstanden die Grundlagen für den konzeptuellen Diskurs. Nach einer Periode, in der Venezia mit geometrisierenden Farbstreifen experimentierte, fokussierte er die malerischen Qualitäten des homogenen Bildgrundes und begann, das Bild von seinen äußeren Begrenzungen her zu bearbeiten. Das großformatige »Untitled_69_1« aus 1969 ist beispielgebend für die malerische Technik dieser Zeit, als Venezia Farbe mit einer Spraypistole auf die Leinwand aufbrachte. Die malerische Intervention konzentrierte sich auf die Bildränder, von wo aus die Farbe auf die Fläche gesprüht wurde und zur Bildmitte hin immer feiner und transparenter erschien. Es entstanden Bilder von kraftvoll sinnlicher Ausstrahlung, auch auf Papier, das durch teilweise Faltung die Farbfelder in scharfen Stegen durchtrennte. Zufall und Konzept blieben die wesentlichen Gestaltungsprinzipien Venezias bis heute.
Im Gegensatz zu den sich ungehindert ausbreitenden Farben auf der Fläche zwingt Venezia in seinen »Bars«, stabförmigen Bildobjekten, die Farbe auf eine kleinstmögliche Oberfläche. Die direkt bemalten Holzlatten werden zu Trägern unterschiedlichster Materialien: mit Spachtel oder Pinsel bringt er neben Öl und Acrylfarben auch Aluminiumpigmente, Blattgold oder Kupferfolie auf, um jegliche homogene Geschlossenheit der Oberfläche zu brechen. In der Arbeit »VS« aus dem Jahr 2007 greift Venezia diesen seit seinem Frühwerk bearbeiteten Werktypus wieder auf und segmentiert die laminierte Oberfläche des schmalen Stabes durch kraftvolle Farbigkeit.
 

Brigitte Kowanz

Brigitte Kowanz

„What next“

06.07.2012 - 06.10.2012
Die Galerie ist vom 4.8.–19.8. geschlossen.

In der Ausstellung »What Next« präsentiert Häusler Contemporary neue Arbeiten der österreichischen Künstlerin Brigitte Kowanz. Das Licht steht seit den 1980er Jahren im Zentrum ihres Werkes. Es wird dabei zum Material und zur Metapher bei der Suche nach neuen Formen der Darstellung der sichtbaren Wirklichkeit.

Mit Werkstoffen wie Glas, Spiegeln und Metall manipuliert die Künstlerin das Medium Licht und verbindet es mit Zeichen, Codes oder Schrift.

Die neuen Arbeiten von Brigitte Kowanz (*1957, Wien) kreisen um die wechselseitigen Beziehungen zwischen Licht, Raum und Sprache. Ihre Objekte und Installationen scheinen die Grenzen zum realen Raum zu weiten, zu überschreiten oder gar aufzulösen. Es öffnen sich neue virtuelle Räume voll atmosphärischer Dichte.

Im Glaskubus »CQ« (2012) einer Neonarbeit, in der durch halbdurchlässige Spiegel wiederholt die Buchstaben C und Q reflektiert werden, öffnet sich der existierende Raum in einen unendlichen virtuellen Raum. Hier durchdringen sich Realität und virtuelles Spiegelbild, so dass auch die Grenze zwischen Kunstwerk und Betrachter fließend wird. In den konzeptuell angelegten, jedoch poetisch anmutenden Werken verbergen sich stets konkrete Botschaften. CQ, ausgesprochen als ‚seek you‘ – ich suche dich – war der erste funktelegraphische Ruf in der Geschichte der Seefahrt, der 1909 in Morsezeichen abgesetzt wurde.

Die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen und verschiedenen Formen der Kommunikation, sei es Sprache, Schrift oder verschlüsselten Übermittlungsverfahren, führte zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Morsealphabet. Die Codierung ist im Werk von Brigitte Kowanz seit 15 Jahren wiederkehrendes Element. Die Künstlerin entwickelte einen Punkt-Strich-Code, bestehend aus Neonkreis und -rechteck, den sie in stets neue, eigenständige Werktypen integriert. Streng linear, expansiv oder geschwungen, an Handschrift erinnernd, formen sich Buchstabencodes, deren Bedeutung sich jedoch erst erschließt, wenn man den Code kennt. Botschaften in Arbeiten wie »A patient waiter is no loser«, »Enlighten«, »Now we see«, alle 2012, erläutern die Arbeit und greifen gleichzeitig historische und philosophische Bezüge auf.

In ihrer neuen Werkgruppe »Discs« bezieht sich Brigitte Kowanz inhaltlich auf die Morsecodierung, verleiht ihrem Medium Licht durch den Einsatz neuer Materialien jedoch neue Form und Gestalt. »In light of light« (2011) und »What Next« (2012) sind virtuelle Reliefs aus Licht und Schatten. Geschliffene Edelstahlscheiben bilden dabei einen matten Spiegel für Neonröhren, die mit Morsecodierung versehen auf den Platten aufgebracht sind. Die Lichtbrechung erscheint in diesen Werken nicht als harter Reflex, sondern als weicher Schimmer, der die Installation nicht mehr flach, sondern räumlich gekrümmt erscheinen lässt.

2009 wurde Brigitte Kowanz mit dem Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst ausgezeichnet. Sie lehrt an der Hochschule für angewandte Kunst Wien.
 

Jürgen Partenheimer

Jürgen Partenheimer

„Folded Spirits. Südafrikanisches Tagebuch“

15.05.2012 - 30.06.2012
Die Ausstellung »Folded Spirits. Südafrikanisches Tagebuch« zeigt erstmals alle 32 Papierarbeiten des neuen Künstlertagebuches von Jürgen Partenheimer, das 2011 in Südafrika entstanden ist. Großformatige Papierarbeiten und Ölgemälde, die in engem Bezug zum Tagebuch stehen, werden ebenfalls bei Häusler Contemporary präsentiert.

Jürgen Partenheimer (*1947, München) zählt international zu den bedeutendsten Künstlern seiner Generation. Sein malerisches, plastisches und zeichnerisches Werk sowie seine Künstlerbücher sind seit den 1980er Jahren in bedeutenden Einzel- und Themenausstellungen im In- und Ausland gezeigt worden.

Sowohl in Rom 2004, São Paulo 2006 und während seines Aufenthaltes im Nietzsche-Haus in Sils Maria 2006 sind bereits Folgen entstanden, in denen sich der Künstler in Form eines zeichnerischen Tagebuchs dem jeweiligen Aufenthaltsort nähert.
Das »Südafrikanische Tagebuch« ist das vierte Künstlertagebuch von Jürgen Partenheimer. Es umfasst 32 Arbeiten auf Papier, deren Ausführung in Bleistift, Tusche und Aquarell variiert. Das Werk entstand vom 15. September bis 15. November 2011 in Südafrika, als Jürgen Partenheimer Gast der Nirox Foundation war.
Die Künstlertagebücher von Jürgen Partenheimer sind stets eine Begegnung mit der Fremde und dem kulturellen Unterschied. Das Entfremden vom Selbst in der Fremde zu spüren und zu überprüfen
sowie das Unbekannte anzunehmen ist dabei seine künstlerische Grundhaltung.
Sprache, insbesondere Lyrik, sind in Jürgen Partenheimers Werk von zentraler Bedeutung. Im »Südafrikanischen Tagebuch« ermöglichte der konkrete Gedankenaustausch über die Lyrik des Landes eine Annäherung an die fremde Kultur: Im Werk und im Gespräch mit der südafrikanischen Poetin Lebogang Mashile eröffnete sich dem
Künstler die Seele des Landes.
Während seines zweimonatigen Aufenthaltes in Südafrika entwickelte Jürgen Partenheimer in der Auseinandersetzung mit der poetischen, bildreichen Sprache der Lyrikerin, umgeben vom Licht und der Farbigkeit der fremdartigen Vegetation und der Beschäftigung mit der Bildtradition Südafrikas, die keine Abstraktion kennt, seine Grammatik des Landes Südafrika.
Zeichnen versteht der Künstler dabei als Vorgang der Notation und des Erfassens einer imaginären Welt. In spielerischer Leichtigkeit
verdichtet er atmosphärische, formale und sprachliche Eindrücke zu Bildsymbolen, die auch an mythische Symbole der fremden Kultur
erinnern. Wie ein Kartograph eröffnet Jürgen Partenheimers Werk dem Betrachter unbekannte, imaginäre Bewußtseinsräume.

Das »Südafrikanische Tagebuch« wird Ende 2012 im Snoeck Verlag Köln in der Serie »Kienbaum Artist Books« erscheinen. Es enthält alle 32 Arbeiten auf Papier und Texte von Jürgen Partenheimer, daneben Texte der Kunstkritikerin Bronwyn Law-Viljoen und der Lyrikerin Lebogang Mashile, die 2006 mit dem NOMA-Preis, dem
bekanntesten Preis des Landes für afrikanische Literatur, ausgezeichnet wurde.

In engem Bezug zur Bildsymbolik des Künstlertagebuches entstanden neue großformatige Papierarbeiten und Ölgemälde, die ebenfalls in der Ausstellung »Folded Spirits – Südafrikanisches Tagebuch« bei Häusler Contemporary zu sehen sind.

Jürgen Partenheimer, der sein Werk konsequent aus der Abstraktion entwickelt hat, zählt zu den herausragenden Künstlern seiner Generation. Sein Werk wurde in zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen gewürdigt, u.a. in der
Nationalgalerie Berlin, The Museum of Modern Art, New York, und dem Stedelijk Museum Amsterdam. Er erhielt zahlreiche Preise und
Auszeichnungen, lehrte an international bedeutenden Instituten und war von 2009-2011 Gastprofessor an der Muthesius Kunsthochschule Kiel für das Lehrgebiet »Malerei«.
Hanna Kaiser
 

Roman Signer

Roman Signer

Aktion mit 15 schwarzen Regenschirmen

30.03.2012 - 05.05.2012
Roman Signer, Regenschirm, 2011, Foto Bodenmann/Signer

Roman Signer präsentiert bei Häusler Contemporary München seine »Aktion mit schwarzen Regenschirmen«, die er eigens für die Räumlichkeiten der Galerie konzipiert hat. Aus dieser Aktion entsteht eine Installation, die den Kern der Ausstellung bildet. Begleitet wird dieses Ereignis von einer Lesung des Schweizer Autors Thomas Hürlimann.
In der Ausstellung »Aktion mit schwarzen Regenschirmen« sind neben der Installation auch Fotoarbeiten sowie eine Skulptur zum Thema »Schirm« zu sehen. Die Ausstellung läuft vom 30. März bis 12. Mai 2012.

Roman Signer (* 1938, Appenzell, CH) gilt als einer der bedeutendsten Schweizer Künstler der Gegenwart. Mit seinen »skulpturalen Ereignissen« und Installationen leistet er seit den 1970er Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Neudefinition von Skulptur. Er bezieht Zeit, Beschleunigung und Veränderung in den skulpturalen Prozess ein und erkundet damit die Möglichkeiten des Mediums neu. Sand, Eimer, Stiefel, Ski oder Regenschirme zählen zu den Werkstoffen, die in seinem Œuvre stets wiederkehren.
Bei Häusler Contemporary München werden schwarze Regenschirme und mit Sand gefüllte, verzinkte Eimer zu Akteuren eines »skulpturalen Ereignisses«. Während Roman Signers Aktion wirken Sprengkraft und Schwerkraft auf die Gegenstände ein, die dabei neue Form und Bedeutung gewinnen. In seine Aktionen integriert der Künstler stets das Moment des Zufalls und lenkt damit den Blick auf das Skurrile im Alltäglichen.
Fotografien seiner »skulpturalen Ereignisse« ermöglichen ein Innehalten im zeitlichen Ablauf der Aktion und gewähren einen Blick auf die Poesie des Moments.
In der Ausstellung »Aktion mit schwarzen Regenschirmen« präsentiert Häusler Contemporary neben der exklusiven Installation der »Aktion mit schwarzen Regenschirmen« die Fotoserie »Schirme« 2011 und die neue Skulptur »Regenschirm« 2011.

Roman Signers Aktion wird begleitet von Thomas Hürlimann (* 1950, Zug, CH), der aus seinem Essay »Nietzsches Regenschirm« liest. In Hürlimanns Text wird eine der letzten Äußerungen Friedrich Nietzsches zu einer Quelle des hintersinnigen Sinns: „Ich habe meinen Regenschirm in Turin vergessen.“ Die Schrift erscheint im Februar 2012 in der Reihe »Akzente. Zeitschrift für Literatur« im Hanser Verlag. Thomas Hürlimann gehört zu den bekanntesten Schriftstellern der Schweiz. Sein Schaffen umfasst Prosa und Theaterstücke, die in viele Sprachen übersetzt und mit Preisen bedacht wurden. Roman Signer und Thomas Hürlimann realisieren bei Häusler Contemporary München erstmals ein gemeinsames Projekt.