Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Kunstpavillon

Im Alten Botanischen Garten
Sophienstraße 7a • 80333 M
Tel/ Fax +49 89 59 73 59
www.kunstpavillon.org kontakt@kunstpavillon.org
Di–Sa 13–19 Uhr • So 11–17 Uhr
eingeschränkt barrierefrei

 

Im Alten Botanischen Garten, Sophienstraße 7a
80333 München

Laufende Ausstellungen

Kathrin Partelli

Kathrin Partelli

um die Ecke

08.09.2017 - 22.10.2017
Was geschieht zwischen zwei Atemzügen? Gibt es eine Ruhe gleichzeitig vor und nach dem Sturm?
Durch konzentriertes Aneinanderfügen, Stellen und Lehnen, Montieren, Stecken, Kleben, Beschweren, Bemalen, scheinbar unvereinbarer Materialien wie Holz, Styropor, Gummi, Beton, Keramik und Gips, Blei und Schnüre schafft Partelli in der so neu strukturierten Architektur ein brüchiges Equilibrium, eine verlängerte Momentaufnahme, das die Reflexion über die eigene Position und Bewegung im Raum fordert. (Text: Karen Ernst)

Kathrin Partelli
und meinten dabei Installation
Foto: Verena Hägler

 
 

Kommende Ausstellungen


Vergangene Ausstellungen

Seerosenpreis 2017

Seerosenpreis 2017

11.08.2017 - 27.08.2017
Diesjährige Preisträger sind die Münchener Bildhauer
Hans Schork,  Kinetische Lichtobjekte (Abbildung Home, Reihung)
und
Jochen Sendler
, Skulpturen (Abbildungen Galerieseite und Home, Slider)

Bildrechte: Jochen Sendler
 / Hans Schork

 
 

Double Road

Double Road

Künstlerische Positionen aus Bangalore, Indien

29.06.2017 - 30.07.2017
Suresh Kuma
Sridhar Gangolli
Suresh Jayaram
Bhavani GS
Navin Thomas
Yashas Shetty

Towards new forms of artistic exchange between Karnataka and Bavaria
Globalisierung bringt Künstler näher

Sechs Künstlerinnen und Künstler aus der indischen Hightech-Metropole Bangalore sind 2017 mehrere Wochen zu Gast in München. Drei gleichzeitige Ausstellungen – MaximiliansForum in der Maximilianstraße, Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten am Stachus und whiteBOX.art am Ostbahnhof – zeigen ihre Arbeiten, die gängigen Klischees widersprechen. Trotz aller Unterschiede in kulturellen Details, verweisen die ästhetischen Herangehensweisen der indischen bildenden Künstlerinnen und Künstler auf Fragestellungen, die in beiden Metropolen das tägliche Leben bestimmen.
Suresh Kumar und Sridhar Gangolli bilden im Februar und März den Auftakt, beide Künstler beschäftigen sich mit dem öffentlichen Raum. Ihr künstlerisches Schaffen zeichnet sich durch einen performativen Ansatz aus, der häufig zu kollaborativen und selbstorganisierten Projekten führt.
Im Juni und Juli sind vier weitere Künstler und Künstlerinnen zu Gast in München: der Künstler und Kurator Suresh Jayaram, die Malerin und Filmemacherin Bhavani GS, der Bildhauer Navin Thomas und der Multimediakünstler Yashas Shetty. Ein reichhaltiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung. Die Eröffnung ist am Mittwoch, 28. Juni 2017 an allen drei Orten.
Der Kunstaustausch mit Bangalore ist das Ergebnis einer bereits länger bestehenden freundschaftlichen Zusammenarbeit Münchner Künstlerinnen und Künstler, die sich durch die BangaloResidency des Goethe Instituts in Bangalore entwickelt hat. Double Road ist ein Pilotprojekt aus Anlass der zehnjährigen Wirtschaftspartnerschaft zwischen dem Freistaat Bayern und dem indischen Gliedstaat Karnataka. Ziel ist eine nachhaltige Zusammenarbeit bildender Künstlerinnen und Künstler in beiden Großstädten.
Double Road ist eine Initiative der Münchner Künstlerinnen und Künstler Christian Engelmann, Beate Engl, Maximilian Erbacher, Fabian Hesse, Hermann Hiller, Ralf Homann, die mit Unterstützung des Freistaates Bayern, des Kulturreferates der Landeshauptstadt München und des Goethe Instituts die drei Ausstellungen im Sommer 2017 kuratieren.

Bildrechte: Fabian Hesse

In Kooperation mit: Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten, MaximiliansForum, whiteBOX.art
Weitere Infos unter: DoubleRoad.org

 

 
 

Maria & Neda Ploskow

Maria & Neda Ploskow

Swinging Stars

02.06.2017 - 18.06.2017
An den Wänden hängt eine umfangreiche Serie von SW-Zeichnungen die Himmelskörper abbildet und sich ihrem möglichen Aussehen zeichnerisch nähert.Maria Ploskow‘s Zeichnungen katalogisieren die lichtstärksten Sterne unseres Universums (Namen und Entfernungen in Lichtjahren siehe Booklet), kontrapunktisch ergänzt durch einige dunkle Materien und schwarze Löcher.
Neda Ploskow hat einen ca. 20 minütigen Soundtrack zu den Zeichnungen als interstellares Hörspiel eingespielt: eine turntable-istische Zeitreise, bestehend aus 60 Jahren quer durch die Musikgeschichte, die sich immer gerne mit dem universellen Themenkreis: Sterne, Universum, Kosmos und Galaxien beschäftigt hat.

 

 
 

Tiefes Loch auf Teppich

Tiefes Loch auf Teppich

Studenten der Klasse Oehlen der Akademie der Bildenden Künste München

21.04.2017 - 14.05.2017
Der Diener gar den Bückling machend, lässt es sich krachend, schallend, lachend, wieder auftauchen und kaum glaubend schauend was da so hängen mag: Aus dem Trichter raus wie eine Maus, guckt es sich hinaus und sucht sich aus das beste Stück. Das genügt alles natürlich nicht, so blickt es sich mit dem Bier in der Hand auf den Teppich auf den zu gehen wie aufm Wolkenmeere, so duckt es davon herunter, der Rest ist nicht unbekannt. Das ganze gleicht einem terpentingetränkten Inferno, nach fünfzehn Bieren, kriecht man davon auf allen Vieren.
 

Themenausstellung der Vereiningung Bildender Künstler (VBK)

31.03.2017 - 09.04.2017
 

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Junge Positionen im Rahmen der „Jewelry Week“

08.03.2017 - 12.03.2017
Peter Bauhuis, David Bielander, Florian Buddeberg, Shirin Damerji, Anna Eichlinger, Susanne Elstner, Sławomir Fijałkowski, Christiane Förster, Réka Lörincz, Daniel Michel, Anna Moll, Pavol Prekop, Nicola Scholz, Kristýna Španihelová, Gisbert Stach, Rose Stach, Norman Weber, Arek Wolski, Christoph Zellweger
Stühle statt Vitrinen!
Von der Hantelbank bis zur Sandsackmauer versammeln sich charakterstarke Sitzgelegenheiten gemeinsam mit außergewöhnlichen Objekten internationaler Schmuckkünstler und treten in einen spannenden Dialog.
Sonderöffnungszeiten: Mi - Sa 08.03. - 11.03.2017 11 - 19 Uhr
So 12.03.2017 11 - 17 Uhr
 

Vincent Mitzev – Valio Tchenkov

Vincent Mitzev – Valio Tchenkov

Balonpavillon

20.01.2017 - 19.02.2017
Der Kunstpavillon ist für uns eine Art Labor, wo wir die Möglichkeiten haben, die Geschehnisse um uns herum mit allen typischen Merkmalen zu reflektieren. Gesellschaftliche Eigenschaften wie Geschwindigkeit, Angst und Hoffnung könnten für unser Projekt ausschlaggebend sein. Dadurch, dass die Gegenwart von Stolpersteinen sozialer Natur, wie auch politischen und wirtschaftlichen Stürmen mit rasendem Tempo durchgeschüttelt wird, halten wir es für wichtig, dass wir die Möglichkeit haben uns kurzfristig und schnell positionieren zu können. Notfalls werden wir Lachgas einsetzen.
Mit Kopf, Herz und Fantasie, Zeichnungen, Objekte so wie Gegenständen des Alltags marschieren wir in das „Labor“ um eine Form zu finden unseren Anliegen Ausdruck verleihen.
 
 

Aktuell 2016

Aktuell 2016

02.12.2016 - 18.12.2016
Die Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler (VBK) zeigt im Dezember im Kunstpavillon München Werke seiner Mitglieder unter dem Motto 'Aktuell 2016'.

Neunzehn engagierte Künstlerinnen und Künstler präsentieren Exponate, die sich mit dem Zeitgeschehen 2016 auseinander setzen. Es sind vom 2. bis 18. Dezember Arbeiten aus Malerei, Grafik, Cartoon, Foto sowie Skulpturen und Installationen zu sehen. Ausgewählt wurden sie vom Künstlerrat der VBK München und Oberbayern.
Die Arbeiten beinhalten Aspekte zum Thema Flucht und Integration, zu gesellschaftlichem und politischem Umbruch, zu unserem Verhältnis zu Mensch, Wissenschaft, Politik und Natur. Themen also, denen immer eine gewisse Aktualität inne wohnt und die jederzeit auch tagespolitisch eine Rolle spielen.

So ist für Joachim Graf der Aufbruch der arabischen Frau in die Moderne ein Anliegen. Karin Brandl thematisiert auf eigenwillige Weise Behördenwillkür. Für Serio Digitalino spielt das Mittelmeer eine zentrale Rolle. Ihm stellt Manuela Clarin die Meeresgöttin Lemanja zur Seite. Carl Nissens Sujet sind die menschlichen und politischen Verquickungen und Verwicklungen. Helmuth Hager sieht unsere Zeit als eine bleierne, ähnlich der schon einmal so bezeichneten 1970er Jahre in unserem Land. Günter Wangerin setzt sich kritisch-ironisch mit dem unscharfen Begriff Leitkultur auseinander und HP Berndl fordert mit seiner rätselhaften Installation einen RationalBayernTag. Die Exponate der weiteren Aussteller folgen, teils abstrakt, ähnlichen Ansätzen.

Es werden drei Wände mit Bildformaten ab 80 Zentimeter und eine Wand mit Kleinformaten unter 40 Zentimeter in Breite und Höhe gestaltet sein. Die Veranstalter versprechen sich davon eine optimale Darstellung von Exponaten im Kunstpavillon München unter den Bedingungen einer Gruppenausstellung. Auch für Skulpturen und Installationen gelten bestimmte Vorgaben, damit alle Exponate bestmöglich zur Geltung kommen.
Die Ausschreibung zu dieser Jahresausstellung ging diesmal nur an Mitglieder der VBK München und Oberbayern. Sie ist alljährlich fester Bestandteil im Jahresprogramm des Kunstpavillon München. Ebenso wie die Förderausstellung von Nachwuchskünstlern im November und eine Themenausstellung im März. Die VBK ist ein Berufsverband in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Fachgruppe Bildende Kunst.

Sergio Digitalino
Das Mittelmeer 2016

 
 

Yeonsoo Kim, Marius Diab, Eugen Happacher

Yeonsoo Kim, Marius Diab, Eugen Happacher

Wohin?

04.11.2016 - 27.11.2016
Die Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler (VBK) München und Oberbayern präsentieren in einer Förderausstellung Yensoo Kim, Marius Diab und Eugen Happacher

Eugen Happacher:
In seinen Arbeiten sucht Eugen Happacher nach Orten mit räumlichen Problemstellungen, die aus sozialen, funktionalen oder historischen Gründen einer Intervention benötigen. In seiner Abschlussarbeit  "Bergbegegnung" konzentrierte er sich auf die Außeinandersetzung mit einer Bunkeranlage aus dem 1. Weltkrieg und zeigt auf wie dieser historische Ort heute den Menschen zugänglich gemacht werden könnte.

Marius Diab:
Marius Diab befindet sich auf der Suche nach Glück und Zufriedenheit für sich selbst, für die Menschen um ihn herum, für die Menschheit an sich, für den Planeten und seine Lebewesen. Bekannt wurde er unter anderem durch seinen "Konsumstreik", mit dem er auf globale Probleme verursacht durch unser Kaufverhalten aufmerksam machen und den vorhandenen Wohlstandsmüll sichtbar machen möchte.

Yeonsoo Kim:
Vorüberziehen
Wenn ich mich bewege, werden alle Dinge um mich zu einer Landschaft. Ob ich ihnen bewusst oder unbewusst begegne, wird aus ihnen eine vorüberziehende Landschaft.
Selbst wenn ich die Dinge aufmerksam betrachtet habe, kann ich mir kein genaues Bild rekonstruieren. Doch eine Empfindung ist geblieben. Dass da ein Wald mit grünen Bäumen an mir vorbeizog, dass dort Wasser war, darauf grauer Himmel sich spiegelte... Und dass derWald nichts als Wald war, ruhig und trostlos, ohne jede menschliche Spur.
Als ich durch die vorbeiziehenden Landschaften fuhr, überzeugte ich mich davon, dass die Naturlandschaft ein Urbild ist, das wir alle instinktmäßig kennen. Daher können wir sie fühlen, obwohl ihre genaue Form unausgedrückt bleibt. Der Gedanke, dass wir sie genau erkennen können, ohne ihre genaue Form zu besitzen, interessierte mich. Wie man auch in dunkler Nacht Bäume, Wolken und Wind an ihren Konturen erkennt. Ich male solche Landschaften, die an mir vorüberziehen.

 
 

Gregoire Rousseau

Gregoire Rousseau

Modern Machine

09.09.2016 - 16.10.2016
Einzelausstellung des in Helsinki lebenden französischen Künstlers, der an den Grenzen von bildender Kunst, Medien und digitalen Prozessen arbeitet.
Am Anfang war ein Bild. Es erschien zuerst in der internationalen Zeitschrift Rab-Rab (Journal for Political and Formal Inquiries in Art) und zirkuliert seitdem. Gregoire Rousseau zeigt in seiner ersten Einzelausstellung in Deutschland einen großformatigen Ausdruck dieses Bildes. Es visualisiert die Software einer modernen Maschine und skizziert deren Funktion: Die Repetition von Klang. Der Code der Maschine generiert den visuellen Inhalt der Ausstellung, zu gleich ist die Funktion der Maschine hörbar. Diese digitalen Informationen können immer weiter reproduziert werden, während sich zunehmend die Repräsentation des Objekts von dessen materieller Funktion entfremdet. Sie kollabiert vor unseren Augen und Ohren, jedoch fügen unsere analogen Sinne die getrennten Teile erneut zusammen. In dem der in Helsinki unterrichtende französische Künstler den Widerspruch zwischen digitalen und analogen Verfahren ausspielt, gibt seine Ausstellung im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten am Stachus einen Impuls zur Reflexion über den aktuellen Wandel hin zu einer digitalisierten Welt.

Gregoire Rousseau
MACHINE 01 + 03
 

Seerosenpreis der Landeshauptstadt München 2016

Seerosenpreis der Landeshauptstadt München 2016

Tobias Krug und Franz Ferdinand Wörle

12.08.2016 - 28.08.2016
Tobias Krug
Es ist ein uraltes Thema, das Tobias Krug mit modernen Mitteln umsetzt und gestaltet.
"Was ist die Zeit? Wie ist sie darstellbar?"
Er setzt die Planetenstellung: heute, morgen, in 10 Jahren oder aus der Vergangenheit, von einem Moment oder für einen beliebig langen Zeitraum, in errechnete Bewegungspunkte graphisch, farblich oder hörbar (Akustik-Clock) um.
Es entstehen mittels dieser errechneten Daten z.B. Farbmengen konzeptionell als Konkrete Kunst bildnerisch dargestellt. Das heißt, die errechneten Zeitpunkte ergeben entweder ein konkretes Bild, oder eine Tonfolge (Sphärenmusik) oder Glasobjekte, deren Farben und Farbmengen aus zeitlichen Daten errechnet sind. Die Form dient als Träger und setzt den Fokus. Es entsteht eine konkrete Kunstform, die auf errechneter Zeit, Festkörper im All und Bewegung basiert.
Seit 2003 erklingt, mit dem Musiker Brian Cranford in Zusammenarbeit, die "Akustik-Clock - Planetenmusik". Die fortlaufenden Bewegungen der Himmelskörper bringen an bestimmten Tagen eine oder mehrere harmonische Winkelstellungen zwischen zwei oder mehr Planeten hervor. An anderen Tagen ist dies nicht der Fall und es gibt somit eine (musikalische) Pause. Im Zeitraffer (Jahre werden in Minuten und Sekunden wiedergegeben!) erklingt die zeitcharakterisische Melodie für die Erde. http://planeten-musik.de
Tobias Krug ist Jahrgang 1972. Geboren ist er in München.
Zunächst machte er eine Ausbildung als Glas- und Porzellanmaler in Neugablonz. Danach 7 Semester an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. L. Gosewitz (Meisterschüler, Diplom).
Ab 2001 ist er freischaffender Künstler in München.
Er hatte Ausstellungen in: Deutschland, Österreich, Italien, Finnland, Frankreich, Spanien und Malta.
Er ist seit 2003 Mitglied der Europäischen Künstlergruppe FREQUENZEN e.V. und im Vis-à-Vis Eresing e.V.

Franz Ferdinand Wörle
1952 geboren in München, Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. L. Kornbrust und Prof. A. Gangkofner, Diplom.
Lebt und arbeitet in München und Straußdorf.
1988 Debütantenpreis des Bayerischen Staates,1989 Kunstpreis der Stadt Ebersberg,
1999 Förderpreis Dr. Stöcker Kulturstiftung Rosenheim, 2008 Tyron Guthrie Art Center
Annaghmakerrig House Ireland, 2015 Europäisches Arbeitsstipendium Lviv Ukraine,
2016 Seerosenpreis der Landeshauptstadt München.
Klarheit und Ruhe strahlen die Eisenskulpturen Franz Ferdinand Wörles aus. Trotz
aller Reduktion besitzen sie eine phantasiegeladene Kraft, die sich nicht in das enge
Korsett der konkreten Kunst einzwängen lässt.
Wörle schafft seine Skulpturen aus einem kleinen Bestand geometrischer Formen, was
seinem Werk eine auffallende Stringenz verleiht. Seine Themen, geprägt durch strenge
Disziplin, weisen auf menschliche Bezüge und Aufenthaltsbereiche. Es geht um Tor,
Bodentor, Seelenhaus, Kasbah, Stele, Tisch. Die Stelen  können als Wegzeichen gelesen
werden, die Tore kann man nicht öffnen, aber ihre Betrachtung öffnet in uns Tore
einer neuen Sichtweise, seine Tische assoziieren einen Kommunikationsort auf Augenhöhe
und die Seelenhäuser laden ein zum Verweilen – mag es auch das letzte Verweilen sein.
Diese reduzierte strenge Formensprache übernimmt Wörle auch in sein graphisches
Werk. Hier realisiert er seine künstlerischen Vorstellungen von Formen auf Papier und
in Farbe.
Ein wichtiger Aspekt an Franz  Ferdinand Wörles Skulpturen ist deren Oberfläche. Die
Oxydation des Eisens, der Rost ist ein aufzeigen eines Zeitprozesses. Die Oberfläche,
die Haut hat eine lebendige Struktur und weist damit auf eine stetig fortschreitende
Vergänglichkeit hin.

Abbildungen
Galerieseite: Franz Ferdinand Wörle, Seelenhaus
Home, Reihung: Tobias Krug, Chronos & Kairos

 
 

Auktion zugunsten der Flüchtlinge

16.06.2016 - 19.06.2016
Mehr als 30 junge und etablierte Künstler aus München spenden Werke für den guten Zweck: Die Erlöse der am 19. Juni 2016 stattfindenden Benefizauktiongehen direkt zugunsten geflohener Kinder und Jugendlicher.Malerei, Fotografie, Skulpturen und Zeichnungen. Die zu versteigernden Arbeiten werden direkt von den Künstlern eingeliefert, die Rufpreise bewegen sich zwischen 50 und 900 Euro. Die Künstler spenden als Zeichen der Solidarität und Hilfsbereitschaft Arbeiten, bei denen die Startpreise deutlich unter ihren regulären Preisen liegen.
Ein Katalog mit Informationen zu den Arbeiten und den teilnehmenden Künstlern steht ab Mai 2016 unter www.dieauktion.org zur Verfügung.

Teilnehmende Künstler:
Kitty & Joy | Roland Burkart | David Blitz | Elina Uschbalis | Ben Schmid | Samaya Almas Thier | Viola Relle | Raphael Weilgundi | Volker Behrend Peters | Jonathan Drews
 | Kristina Schmidt | 
Johanna Strobel | Isabelle Tondre | Sebastian Schulz | Maria Justus | Claudio Matthias Bertollini | Mark Killian | Johannes Tassilo Walther
 | Wladimir Schengelaja | Thomas Kilper
 | Michael Mieskes | Philipp Gufler | Edie Monetti | Jonas von Ostrowski | Kalas Liefried | Anne Rößner | Berthold Reiss und weitere
 

Andreas Stetka

Andreas Stetka

Gretchen

01.06.2016 - 12.06.2016
Andreas Stetka bezieht sich in seiner Installation "Gretchen" explizit auf die Eigenheiten des sakralen Raums und umkreist in seiner Arbeit die Frage nach Sein, Schein und Heiligkeit. Er greift dabei auf Topoi klassischer Vanitas-Symbole zurück: Die Musik; das Motiv des Totenschädels; das Paradoxon, Vergänglichkeit dauerhaft festhalten zu wollen.
Frommer Gesang einer Frauenstimme; Klänge, hohl, gespensterhaft gedämpft, wie aus mulmenden Katakomben emporsteigend in sirrend gläserne Sphären und gleichsam als gespiegelter Widerhall aus dem längst Verstummten zurückkehrend ins Jetzt; sich auflösend im Knistern, Rauschen, ewigem Verklingen und ewiger Wiederkehr... Indes, um sich kreisend wie ein fernes Gestirn, das Abbild des Todes, der sich rücklings als selbstgebastelter Papiertiger zeigt.

"Gretchen", Video-Still
 

Studierende der Klasse Professor Stephan Huber

Studierende der Klasse Professor Stephan Huber

15.04.2016 - 08.05.2016
mit Eva Burkhardt, Peter Bulla, Nicole Desrochers, Rachel Fäth, Samuel Vincent Anton Ferstl, Kazan Fischer, Olga Goloshchapova, Daniel Goehr, Nicolai Gümbel, HyoJoo Jang, Felix Kruis, Annabell Lachner, Martin Lehmer, Kalas Liebfried, Jungmin Ma, Sophia Mainka, Judith Neunhäuserer, Paul Valentin Pfitzner, Domino Pyttel, Lilian Robl, Iwona Rozbiewska, Kasia Rozwadowska-Myjak, Alexander Scharf, Cordula Schieri, Sophie Schmidt, Adrian Sölch, Paulina Tanterl, Stela Vula, Victoria Wald, Kazuyo Yabuuchi und Frauke Zabel.

Die Klasse Stephan Huber (Akademie der Bildenden Künste München) widmet sich in einer Gruppenausstellung im Münchener Kunstpavillon unter dem Titel "UNBOXING PANDORA" den Themen Gewalt, Angst und Repression. Mittels einer multimedialen Installation in Form eines Kubusverbinden sich alle Einzelpositionen der Studierenden zu einem assoziativem Narrativ. DieAußenwände der Installation sind mit Skulpturen, Zeichnungen, Collagen und Fotografien bespielt. ImInneren des Würfels dominiert hingegen mit einer Vielzahl an Videoarbeiten das bewegte Bild. Derschräg eingebaute Kubus dient als Träger aller Themenkomplexe und lässt die Wände, wie auch denBoden des Ausstellungsraumes von den Arbeiten unberührt: Die Gewänder, in denen 'das Böse' in derWelt – konkret die Welt aus der Sicht der KünstlerInnen – erscheint, werden so in einem autonomenKonstrukt verdichtet. Die einzelnen Arbeiten, welche sich unter anderem mit Selbstoptimierung, zwischenmenschlichen Beziehungen, Mord, Überwachung und Schmerz auseinandersetzen, generieren ein umgreifendes Panoptikum der Allgegenwart.
Die Ausstellung wird von Prof. Stephan Huber und Verena Seibt kuratiert und von einem Rahmenprogramm begleitet.

Kalas Liebfried
Videostill, the time: anti (2016), 5:09 min.
 

Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit

Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit

VBK Themenaustellung

11.03.2016 - 03.04.2016
Am 10.März wird im Kunstpavillon München die thematische Ausstellung "Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit" der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler in ver.di Bayern,VBK eröffnet. 29 Mitglieder der gewerkschaftlichen Vereinigung und ihre Gäste sind dem Aufruf des VBK- Künstlerrats gefolgt und haben sich gestalterisch mit diesem Aufruf der französischen Revolution auseinandergesetzt.

Wo beginnt Freiheit und wo endet sie? Kann es universelle Freiheit und Menschenrechte überhaupt ohne Gleichheit und Solidarität geben? Sehr schnell wurde der hoffnungsvolle Aufruf von den jeweils Herrschenden in Europa zugunsten des Geldes in sein Gegenteil verkehrt. „Krieg und Leichen die letzte Hoffnung der Reichen“(John Heartfield). Aber auch Beispiele von Widerstand, Solidarität und Integration finden sich in der europäischen Geschichte.

Mit Zeichnungen, Gemälden, Fotos, Objekten und Installationen aus den Entstehungsjahren 2013 – 2016 reagieren die KünstlerInnen auf die aktuelle Situation massenhafter Verelendung und Fluchtbewegung durch weltweite Kriege, aber auch mit Werken für Solidarität und gegen rassistische Hetze.

 
 

everyday epics

everyday epics

Schmuckausstellung im Rahmen der Munich Jewellery Week 2016

26.02.2016 - 01.03.2016
Alexander Blank
Kiko Gianocca
Sophie Hanagarth
Jing He
Jiro Kamata
Florian Weichsberger

Die international arbeitenden Münchner Schmuckkünstler zeigen zusammen mit von ihnen ausgewählten Gastkünstlern neue Arbeiten.

Sonder-Öffnungszeiten der Ausstellung: Freitag und Samstag 11.00 - 19.00 Uhr, Sonntag 11.00 - 18.00 Uhr

 

 

 
 

Emanuel Eckl

Emanuel Eckl

alle gleich

15.01.2016 - 14.02.2016
alle gleich
Wenn Emanuel Eckl Ausstellungen macht, beschäftigt er sich meist mit dem Ort und dem Raum in dem die Arbeiten gezeigt werden. Er nimmt den Raum in Besitz, verwandelt ihn. Nun ist der Kunstpavillon ein riesiger Kubus mit Oberlicht, ganz ohne Fenster. Schon lange wollte er dort ausstellen. Die gezeigten Arbeiten werden alle speziell für den Kunstpavillon gemacht. Wie es für Emanuel Eckl typisch ist mischen sich Malereien, Fotos und Skulpturen zu einem Gesamtkonzept. Da der Kunstpavillon eine Deckenhöhe von 8 Metern hat, wird er erstmals auch große Bilder zeigen. Anhand eines Modells spielt er unterschiedliche Raumsituationen durch, um die Dimension richtig einzuschätzen, dabei stellt sich heraus, dass das Bild was wegen seiner Größe im Atelier nicht im ganzen betrachtet werden kann (5m mal 3m) immer noch relativ klein wirkt. Was es letztendlich in die Ausstellung schafft ist noch nicht ganz klar, denn Eckl wird eine Woche vor Eröffnung sein Atelier in den Kunstpavillon verlagern um dort zu arbeiten.
Auch die Ausstellungstitel sind wichtig, sie lesen sich in Reihe wie eine Geschichte:
„Schöne Scheiße“, „Einer für Alle, Alle für Einen“, „Parceval“, „Herrengedeck“, „Sommerloch“, „Das Volk sieht nichts.“, „Karfreitag“, „oh gosh“, „Servus Seiler“, „immer wieder“, „Sommerloch 2 (es sprudelt und spritzt)“, „da kommt doch Freude auf“ und nun „alle gleich“
Emanuel Eckl ist 1982 in München geboren, nach einer Holzbildhauerlehre studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München Malerei und Grafik (Meisterschüler). Er arbeitete als Assistent an der Akademie in München bei Günther Förg und Matthias Dornfeld.
 

Das Repertoire der Einheit

Das Repertoire der Einheit

04.12.2015 - 20.12.2015
27 Künstler der 'Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler in ver.di München und Oberbayern' (VBK) stellen über einhundert Werke aus.

Das Repertoire der Einheit
So lautet das Motto der Jahresausstellung Bildender Künstlerinnen und Künstler in ver.di 2015 in München. Einen beispielhaften Eindruck davon bekommen die Besucher im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten München bei der Vernissage am Donnerstag, 3. Dezember ab 19.00 Uhr. Zur Eröffnung der Ausstellung stellt die VBK ihr neu erschienenes Künstlerverzeichnis vor. Darin sind auch die 27 Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung zu finden. Aus Vielfalt Einheit zu schaffen und die Einheit in der Vielfalt zu bewahren ist das erklärte Bestreben gewerkschaftlich organisierter Kunstschaffender. Die Einheit der Forderungen im Ringen um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse und der künstlerisch vielfältige Ausdruck dessen ergänzen sich vorzüglich und sind zugleich kulturell wie politisch eine spannende Herausforderung. Auf ganz individuelle Weise verarbeiten die ausstellenden Künstler das Tagesgeschehen dieses und der letzten Jahre. Dabei setzen die Einen auf die positive Kraft ästhetischer Farb- und Formgebung, Andere auf klar erkennbare Aussagen und entsprechende Stilmittel. Sie alle eint die Mitgliedschaft in der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler (VBK) in ver.di München und Oberbayern.
Besonders interessant dürften für einige Besucher jene Kleinformate sein, die für weniger als 200,- Euro zu erwerben sind.
Diese Aktion steht unter dem Motto: 'Kunst fürs Volk – wie immer: ohne Gewehr!'

Abbildungen
Galerieseite: Ute Illig, Der Traum des Ministers
Slider und Reihung:H. Riemer, Rondell, Fünf nach Zwölf,  30 x 30 cm
 

Pernilla Henrikson, Luiza Taracha, Lina Zylla

Pernilla Henrikson, Luiza Taracha, Lina Zylla

Lässt es sich unter Schaumkronen gut leben?

06.11.2015 - 29.11.2015
 Förderausstellung der VBK (Vorschläge für die Nominierung zu den Bayerischen Staatsförderpreisen 2015) 6.11.–29.11.

Flaumschaum [flau̮mʃau̮m], der; -[e]s: besteht aus einer Anhäufung von Blasen, die durch Härchen verbunden sind. Schillernde Schichten liegen übereinander und weisen eine Vielzahl an Farbigkeiten auf. Dabei wechseln sich feuchte und trockene Strukturen ab. Flaumfäden berühren sich und entwickeln Eigendynamik.
Schaumkronen aus Flaumschaum sind vergängliche Gebilde. Sie lösen sich partiell auf und enthüllen nach und nach was sich darunter verbirgt. Für einen Augenblick kann das Gebilde den Inhalt verdecken und das Bild der inneren Beschaffenheit trügen.

Unter dem Glasdach des Kunstpavillons werden alljährlich KünstlerInnen unter 40 Jahren von der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler in ver.di (VBK) gefördert, indem ihnen eine Ausstellung angeboten wird. Die drei Künstlerinnen Pernilla Henrikson, Luiza Taracha und Lina Zylla haben ein Hochschulstudium in München absolviert und studieren Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste. Sie bearbeiten das Thema malerisch und bildhauerisch. Dabei setzen sie sich mit Materie, ihrer Wandlung und schichtenweisen Ablagerung auseinander. Seit geraumer Zeit befassen sie sich mit der Transformation von Oberflächen und deren wuchernde Ausformung. Alle drei machen in ihren Werken den Arbeitsprozess transparent.

Pernilla Henriksons künstlerische Intention ist es, Objekte mit einer materiellen Präsenz zu schaffen. Sie stehen auf der Schwelle eine eigenständige Form zu werden. So verbleiben sie im Moment des Wachstums und machen den Prozess des Werdens sichtbar.

Luiza Taracha kreiert Objekte, die Gegebenes neu interpretieren. Sie arbeitet hauptsächlich mit Latex Handschuhen. Aus den einzelnen Teilen wachsen neue Gebilde heraus die sich von ihrer ursprünglichen Schutzfunktion verabschieden.

Lina Zyllas Schwerpunkt liegt im Freilegen malerischer Prozesse. Hier kommen an erster Stelle das Auftragen der Farbe und die Überlagerung von lasierenden und deckenden Schichten zum Tragen. Raum wird durch helle und dunkle Farbräume im Zusammenspiel mit dem starken Pinselduktus geschaffen. Thematisch bearbeitet sie zeitliche Veränderungsprozesse und Verfallsstrukturen aus ihrer Umgebung.
 

Jõao Onofre

Jõao Onofre

Tacet

11.09.2015 - 25.10.2015
Jõao Onofre
Tacet, 2014
Videoinstallation
Die Videoarbeit "Tacet” des portugiesischen Videokünstlers João Onofre ist Referenz an das ikonische Stück 4'33" des Komponisten John Cage. Mit dem Titel tacet“ - einer Spielanweisung für Musiker, einen kompletten Satz einer Komposition zu schweigen - markiert João Onofre seinen künstlerischen Ansatz, Herangehensweise und seine Interpretation des ikonischen Stücks 4'33" des amerikanischen Experimental-Komponisten John Cage. Wie bei John Cage beginnt Onofres Film mit dem Auftritt des Pianisten - João Aboim -, der den Pianodeckel schließt. In Divergenz zu Cages Anweisung an die Musiker, während der vier Minuten und 33 Sekunden nicht zu spielen, steckt der Pianist den Konzertflügel in Brand. Das sich zunehmend entwickelnde Feuer wird in Kontrast zur klassischen Szenerie zum dominierenden Klangbild des Videos.
“Tacet” wurde erstmalig 2014 in der Marlborough Contemporary Gallery in London gezeigt. Die Ausstellung im Kunstpavillon ist die erste Einzelausstellung des portugiesischen Künstlers in Deutschland.

João Onofre, geboren 1976 in Lissabon, u.v.a. Teilnehmer an der Biennale von Venedig 2001, gilt als einer der innovativsten Videokünstler Portugals.
 
 
 

Stefanie Unruh – Dieter Villinger

Stefanie Unruh – Dieter Villinger

Seerosenpreis 2015

14.08.2015 - 30.08.2015
Reihung (Ausschnitt) und Galerieseite
Dieter Villinger
Laque Solferino, 2011
Pigment mit Acryl auf Leinwand, 201 x 207 cm

Slider (Ausschnitt):
Stefanie Unruh
Linien, 2010, Tuschestift, 42 x 30cm
Bildnachweis: Susanne Hesping

Seerosenpreis der Landeshauptstadt München 2015
für die Münchner Künstlerin Stefanie Unruh

Stefanie Unruh arbeitet im Bereich Zeichnung, gezeichnetes Video, Objekt, Installation und Fotografie: Ausgangspunkt für viele ihrer Arbeiten ist die Zeichnung, die sie mit Installationen und seit 2002 auch mit dem Medium Video erweitert.
Ihre Projekte, die sie manchmal über Jahre hinweg verfolgt, basieren auf ausführliche Recherchen vor Ort, im Internet und in den Printmedien. Sie beschäftigt sich mit Spuren und Erinnerungen von Orten, mit politischen Ereignissen sowie mit alltäglichen Situationen und Befindlichkeiten. Häufig verfremdet sie die alltägliche Wirklichkeit und schafft daraus surreale Situationen. Die Beschäftigung mit den spezifischen Mythen des Alltagslebens geht von ihrem Selbstverständnis als Person in einer Gesellschaft aus, die von zeitbedingten und  medialen Phänomenen nachhaltig mitbestimmt wird. „Ausgehend von der individuellen Wahrnehmung, von persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen über die Welt und das eigene Sein in ihr gestaltet Stefanie Unruh ihre leisen, unaufdringlichen, doch intensiven Werke, deren philosophische, soziale, gesellschaftskritische und ästhetische Aspekte einer vertiefenden Betrachtung würdig ist“ (Eva Ruhland)
Stefanie Unruh hat zahlreiche Preise und Stipendien (u.a. Bayerischer Staatsförderpreis,  DAAD-Stipendium, New York; Video-Installationspreis, Marl;) erhalten und an zahlreichen Ausstellungen (u.a. Museum Van Hedendaagse Kunst, Antwerpen; Kunsthalle Bremen, Goethe-Institut, New York; Glaskasten Skulpturenmuseum, Marl; Haus der Kunst, München) teilgenommen.

Seerosenpreis der Landeshauptstadt München 2015
für den Münchner Künstler Dieter Villinger

In seiner Malerei setzt sich Dieter Villinger mit den Möglichkeiten der unmittelbaren Wirkung von Farbe auseinander. Durch monochromen Farbauftrag versetzt er den Betrachter seiner Gemälde in eine unmittelbare Konfrontation mit der Farbe. Diese wird zum ausschließlichen Arbeitsfeld. Insbesondere in den großen Formaten dominiert die unmittelbare Präsenz der Farbe. Es erstaunt mit welcher Klarheit Villinger dem Thema »Monochromie« eine ganz individuelle Version und damit einen persönlichen Ausdruck abzugewinnen versteht. Villinger trägt die Farbe in mehreren Schichten auf, die sich gegenseitig durchdringen, und lässt letztlich die Lebendigkeit eines spontanen Zugriffs erkennen, wenn er kräftig strukturierte Pinselspuren an der Oberfläche reliefhaft stehen lässt. Aus dieser Spannung zwischen monochromer Ruhe und spontaner Bewegung des Auftrags leben seine Gemälde.

Die Beharrlichkeit mit der Villinger seine Arbeit seit mehr als vierzig Jahren verfolgt, hat zu weitreichender internationaler Beachtung seines Werkes geführt. Eine individuelle Ausdrucksmöglichkeit in diesem an sich sehr reduzierten Arbeitsfeld reiner Farbmalerei entwickelt zu haben, offenbart die Qualität des Werkes von Dieter Villinger.
 

Kunst-Kollektive

31.07.2015 - 02.08.2015
 

SpielRaum

SpielRaum

keine Hände / Konglomerat

22.05.2015 - 14.06.2015
Galerieseite und Slider: Florian Huber
Reihung: Rebecca Grollmann

Andreas Woller
Carina Westermaier
David Zahnke
Florian Huber
Florian Lechner
Michael Schmidt
Melina Hennicker
Michele Melillo
Rebecca Grollmann
Samaya Almas Thier

Die Ausstellungsleitung Pavillon e. V. stellt ihre Ausstellungsfläche zeitgenössischen, bildenden und darstellenden Künstlern zur Verfügung, um einen „SpielRaum“ zu schaffen, indem genreübergreifende Kunstwerke präsentiert und auch gattungsübergreifend entwickelt werden.

In diesem Sinne werden Künstler, die noch am Beginn ihrer Professionalität stehen, gemeinsam mit studierenden der AdBK München ein Experiment durchführen: Das Ausstellungsprojekt „SpielRaum“. Hauptziel ist es, den Ausstellungsraum des Kunstpavillons durch kreative Interventionen zu bespielen, worin schließlich multiple künstlerische Genres und Gattungen gemeinsam inszeniert werden. Dabei wird sich das Ausstellungsprojekt auf drei Ebenen mit dem vorhanden Freiraum auseinandersetzen: 1. Der Einzelausstellung von Florian Huber, „keine Hände“ (vom 21.Mai – 31.Mai); 2. Der Gruppenausstellung, „Konglomerat“ (vom 04.Juni – 14.Juni); und 3. der Schaffung neuer Zugänge zur Kunst, durch Performances und Workshops.

Während Florian Huber in der 1. Ausstellungsphase das Spiel um Form und Farbe, wie auch das subversiv befremdliche und zugleich wunderbare ins Zentrum der Betrachtung rückt, wird in der 2. Ausstellungsphase die Ausstellungsarchitektur in das sich entwickelnde Kunstwerk integriert. Dadurch entsteht eine Interaktion zwischen Architektur und Kunstwerk und avanciert von einem visuellen zu einem körperlichen Erlebnis für den Besucher. Ebenso Teil dieser Metamorphose sind die eingeladenen Performancekünstler, die den künstlerischen „SpielRaum“ schließlich noch um weitere Wahrnehmungsmöglichkeiten erweitern werden. Denn Ziel ist es, einen lebendigen künstlerischen (Lebens)Raum wirklich werden zu lassen.
 

RAUMSTATION.

RAUMSTATION.

Utopie-Experiment-Labor

24.04.2015 - 18.05.2015
Abbildungen
Galerieseite: Gebackene Luft, Modell des Münchner Stiglmaierplatzes
(Lehrstuhl für Gestalten im Freiraum, Prof. Maria Auböck, Akademie der Bildenden Künste München, 2012)

Home: Unterwegs im Kokon, Michaela Andrae auf den Weg zum Kunstpavillon
(Studentin der Klasse Res Ingold, Akademie der Bildenden Künste München, 2015)

Countdown (öffentlicher Aufbau): ab 24.04.2015
Lift Off (Eröffnung): 29.04.2015, 19:00
Landung (Ausstellungsende): bis 18.05.2015

Eine Zusammenarbeit von Studenten der Akademie der Bildenden Künste München und der Hochschule Kaiserslautern
Akademie der Bildenden Künste München, Innenarchitektur / Gestalten im Freiraum –
Prof. Maria Auböck und Martin Lersch
Akademie der Bildenden Künste München, Interdisziplinäre Projekte –
Prof. Res Ingold und Alexis Dworsky
Hochschule Kaiserslautern, Architektur – Prof. Andreas Gierer und Jochen Sinnwell

Zentrales Raumelement der Ausstellung und Display für die einzelnen Arbeiten ist eine baugerüstartige Konstruktion. An ihr docken unterschiedliche Module an, etwa Kokons, Raummodelle, Projektionsflächen sowie ein Kommunikationslabor.

Wir Innenarchitekten unterrichten in Zwischenräumen – es geht uns darum, die Entwurfsmethoden für die Stadt zu lehren. Zwischen Abstraktion und Praxis am Beispiel von „Der Innenraum der Stadt ist Außenraum“ lernen die Studenten von alltäglichen Situationen, denn die Stadt ist wie ein Schwamm.
Im Kunstpavillon arbeiten wir an Maßstäben, im Dialog mit dem Stadtraum. Wir untersuchen Distanzen und neue Räume. Daran üben wir Proportionen zu erkennen, zu übernehmen und im Entwurf richtig einzusetzen. Aus Durchdringungen und Überlagerungen entsteht die komplexe und unverwechselbare Atmosphäre: wir wollen davon lernen, wir wollen daran arbeiten im menschlichen Maßstab zu entwerfen: das bedeutet die einmalige Chance, innenräumliche Phänomene „außen“ anzuwenden.

Dazu zwei Zitate:
Man könnte im Abdruck eine für dieses Jahrhundert typische Form der Kritik an der klassischen Repräsentation sehen – die jedoch einen grundlegend anderen Weg einschlägt als die Abstraktion, denn statt sich radikal vom dargestellten Gegenstand, vom Realen abzuwenden, wendet der Abdruck sich ihm radikal zu, so radikal, daß er in der Berührung jede optische ‘angemessene Distanz‘, jede Konvention oder Evidenz der Sichtbarkeit, der Erkennbarkeit, der Lesbarkeit subvertiert.
Didi Hubermann
Negativer Raum bedeutet für mich über die Unterseite und die Rückseite von Dingen nachzudenken... Sowohl das Innere wie das Äußere bestimmen unsere physikalischen, physiologischen und psychologischen Reaktionen – die Art und Weise wie wir einen Gegenstand betrachten.
Bruce Naumann
Für Innenarchitekten bietet die Konversion von Innen und Außen die Chance, neue Aspekte in dem alltäglichen Arbeiten prüfen zu können. Die Durchreiche, der Wandverbau, die Wohnküche sind ikonische Topoi der Innenarchitektur – sie können Anwendungsbeispiele werden, um den öffentlichen Raum der Stadt zu  formen.
Wir wollen in diesem Semester Entwerfen als Sprache üben. Am Beispiel der Modelle aus den Übungen zu „Foyer“, „Stiege“, „Balkon“ zeigen wir die entwurfsentscheidenden Gestaltungen von Bauwerken.

Wir Künstler verstehen den Pavillon als urbanes Observatorium. Von dieser Raumstation aus starten wir Forschungsexpeditionen in das städtische Umfeld, sammeln Proben und testen Interventionen. Der Ausstellungsraum wird zur Plattform, auf der die überaus unterschiedlichen Recherchen und Experimente präsentiert und zur Diskussion gestellt werden.
Unsere utopischen, teils begeh- oder gar bewohnbare Kokons definieren neue Räume: Sie lassen Innenräume entstehen und bieten Rückzugsmöglichkeiten. Die Kokons und die sie verbindenden Geflechte repräsentieren die Bandbreite von Isolation bis Vernetzung… „Wie fängt ein Mathematiker einen Hasen? Er baut einen Zaun um sich herum und definiert den Außenraum als Innenraum.“
 

?MENSCH!

?MENSCH!

25.03.2015 - 12.04.2015
Themenausstellung der VBK in ver.di Bayern
KünstlerInnen der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler (VBK) erarbeiten eine Ausstellung zum Thema.

27 GrafikerInnen, MalerInnen und BildhauerInnen geben den Versuch nicht auf, ein demokratisches, widerständiges, analytisches, demonstrativ humanes Bild vom Menschen zu erarbeiten. Selbstbefragung und der Umgang mit den Darstellungstraditionen gehören ebenso dazu, wie die Kenntnis der technischen und wissenschaftlichen, sowie der politischen Voraussetzungen der Postmoderne.

Diese Ausstellung ist ein beispielhaftes Forum der individuellen Auseinandersetzung Münchner Künstlerinnen und Künstler zum Thema „Das Bild des Menschen“.
 

Lux is the Dealer

Lux is the Dealer

13.03.2015 - 17.03.2015
Alexander Blank
Kiko Gianocca
Stefan Heuser
Melanie Isverding
Jiro Kamata
Noon Passama

Die international arbeitenden Münchner Schmuckkünstler zeigen neue Werke.
 

Prekär

06.02.2015 - 01.03.2015
Samuel Ferstl, Stephan Janitzky, Franziska Kabisch, Sarah Lehnerer, Amedeo Polazzo, Angela Stiegler, Felix Leon Westner kuratiert von Konstantin Lannert und Frauke Zabel 
 

Jahresausstellung

05.12.2014 - 21.12.2014
Mitglieder der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler (VBK)
Gezeigt werden aktuelle Arbeiten gewerkschaftlich organisierter und engagierter Kunstschaffender aus München und Umgebung im Spannungsfeld zwischen künstlerisch kritischer Reflexion politischer Ereignisse in 2014 und fantasievollem Ausdruck alltäglicher Schönheit und reichhaltiger Gefühlswelt.
Die Ausstellungen der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler in ver.di (VBK) sind fester jährlicher Bestandteil des Kunstpavillon München. In dieser Eigenschaft lädt die Vereinigung ein zu ihrer Jahresausstellung 2014, mit aktuellen Arbeiten gewerkschaftlich organisierter und engagierter Kunstschaffender aus München und Umgebung.
Diese umfassen ein Spektrum von kritisch künstlerischer Reflexion politischer Ereignisse im Jahr 2014 bis zum fantasievollem Ausdruck alltäglicher Schönheit und reichhaltiger Gefühlswelt. Mit Malerei, Grafik, Installation, Skulptur, Medienkunst und Aktion zeigen Mitglieder der VBK ihre Positionen zum Zeitgeschehen.
Die Eröffnung ist am Donnerstag, 4. Dezember ab 19.00 Uhr im Kunstpavillon München im Alten Botanischen Garten. Dort begeistert  Eckhard Zylla mit einer seiner faszinierenden Mal-Aktionen, führt Carl Nissen mit einer Begrüßung in die Ausstellung ein. Und von Sabine Jörg erfahren wir 'Was Künstler zur Kunst sagen'.

Das Jahr 2014 zeigt sich aus unserer Sicht sehr fragil für den Frieden in weiten Teilen der Welt, Europas und des Nahen Ostens. Unsere künstlerische Arbeit sucht die Auseinandersetzung mit diesem Thema ebenso wie nach Lösungen für die Sicherung menschlicher Existenzen vor Gefährdungen durch alltägliche Gewalt, Ausbeutung, Elend, Vertreibung, Ausgrenzung und Abschiebung.
Wir sehen und zeigen auch die schönen und erhebenden Momente menschlicher Solidarität, friedlicher Auseinandersetzung und Lösung von Konflikten sowie eines klaren Bewusstseins für den gesellschaftlichen Wandel. Daher ist der VBK auch aktiv beteiligt an dem kulturellen Bündnis von KunstKulturRespekt.de der Landeshauptstadt München.
Die Ausstellenden verbindet ihre demokratische Grundhaltung für Solidarität mit abhängig Arbeitenden, Erwerbslosen und Menschen in prekären Verhältnissen. Wir stehen mit unseren Mitteln gegen Ausbeutung, Krieg, Unterdrückung und jedwede Art von Rassismus und nationalistischer Umtriebe bis hin zu brutaler Gewalt.
Hans-Peter Berndl im Auftrag des VBK-Künstlerrats
 

Klasse Julian Rosefeldt

Klasse Julian Rosefeldt

Meister&Werke

07.11.2014 - 30.11.2014
Klasse Rosefeldt
Maximilian Bayer, Constantin von Canal, Camill Egloffstein, Maria Justus, Paulina Nolte, Raphael Samay, Andres Torres, Janina Totzauer

Meister&Werke wird ab dem 6. November 2014 seinen temporären Flagshipstore im Münchner Kunstpavillon für Sie eröffnen. Im Kunstpavillon haben wir einen etablierten Partner gefunden mit dem wir Ihnen unsere Idee und Philosophie von Meister&Werke vorstellen möchten.
Kunst sollte für alle da sein. Doch vor Meister&Werke war das meistens ein blendender Schein:
Galerien bieten oft nur sehr hochpreisige, spekulative Werke an und Kunstmessen lassen eine persönliche Beziehung und langfristige Bindung missen.
Der Kunstmarkt ist ein undurchdringlicher Dschungel geworden: Auf der Suche nach erschwinglicher und authentischer Kunst stieß man bislang auf verschlungenes Gestrüpp. Meister&Werke ist angetreten, dieses zu lichten und einen neuen Raum für Kunst zu schaffen, der junge Sammler, interessierte Neueinsteiger und alle Kunstbegeisterten anspricht.
Meister&Werke entwickelt Ihr persönlich relevantes Kunstwerk.
Wir haben ein Team aus Künstlern, Kunsthistorikern, Kuratoren und Visionären, das sich Ihren Wünschen annimmt. In vertraulichen Gesprächen erarbeiten wir Ihr persönliches und individuelles Kunstwerk, von der konzeptuellen Idee bis zum handwerklichen letzten Schliff. Sie bekommen nicht nur ein Unikat, Sie bekommen Ihr Unikat.
Meister&Werke bietet ein reichhaltiges Programm von Malerei, Plastik, Film, Performance und Photographie für Sie an. Sie können zwischen Format, Materialität, Farbcodes und unzähligen anderen Möglichkeiten wählen. Ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt.
Ob für Privatpersonen, Firmen oder öffentliche Einrichtungen, von der kleinformatigen Malerei hin zu stadträumlichen gesellschaftsrelevanten Skulptur: Meister&Werke verpflichtet sich Ihrer, denn wir glauben an eine direkte, ehrliche und langfristige Beziehung zwischen Künstler und Kunstinteressierten.
Besuchen Sie uns in unserem Meister&Werke Flagshipstore und lassen Sie sich von unseren Art Consultants beraten um eine maßgeschneiderte Lösung genau für Sie zu finden.
 

Gruppenausstellung kuratiert von Barbara Edlinger (Werkstadt Graz / Graz Kunst)

Gruppenausstellung kuratiert von Barbara Edlinger (Werkstadt Graz / Graz Kunst)

raus hier!

12.09.2014 - 19.10.2014
Abbildung
(Slider und Reihung Startseite: Ausschnitt)
Fiona Rukschcio
cl_b131, 2013
Collage, 19 x 43,7cm

„raus hier“, war der energische Ausruf eines bekannten Künstlers während des Aufbaus in unseren Galerieräumen, weil er sich von verfrühten Besuchern in seiner Aufbauarbeit gestört fühlte.

„raus hier“ steht in einer Reihe von Ausstellungen, basierend auf Fiona Rukschcios legendären „Behauptungen auf Papier: nonchalant, en passant und absolut“ in der WERKSTADT GRAZ 2013 und setzt sich in der Selbstverständlichkeit von Aneignung von Räumen fort, seien es Wohnräume, öffentliche Räume, gesellschaftliche Räume, oder wie hier Denkräume und Ausstellungsräume.

„Die Erde ist rund – einst eine Behauptung, nun eine Gewissheit. Behauptungen konstruieren immer
eine Realität und damit eine Wahrheit, eine von vielen. Ähnlich eines Prismas verbreiten
Behauptungen, einmal aufgestellt, Wirkung und Gültigkeit. Wie schön wäre die Welt, wenn alle so wären wie ich, diese Aussage wird Margaret Thatcher unterstellt und damit ihr unerbittliches Vorgehen unter Umständen verständlicher, aber damit auch nicht tolerierbarer. Was mir gefällt, gefällt auch
anderen, diese Überzeugung und damit Behauptung treibt mich zum Beispiel an. Behauptungen
evozieren auch immer Gegenbehauptungen. Sie gelten so lange als vermeintlich gültig, bis sie durch eine weitere Behauptung entkräftigt werden... In dieser Ausstellung mit dem Titel: Behauptungen auf Papier – nonchalant, en passant und absolut wird mittels Arbeiten auf Papier als Trägermedium das Phänomen von Behauptungen aufgegriffen und - indem sie ausschließlich aus Künstlerinnen besteht -
eine zukünftige Norm mittels einer Behauptung etabliert.fR Zitat: Ausstellungskonzept Fiona Rukschcio, Behauptungen auf Papier: nonchalant, en passant und absolut“

Mit „raus hier“ nähern wir uns einer Vision, die uns gängige Normen der Macht vergessen lässt, die frei von Vorbehalten qualitätvolle, überzeugende und berührende Arbeiten ins Zentrum rückt und zu weiteren Überlegungen und Umsetzungen animiert. Überlegungen und Umsetzung von Kunstwerken, die im Sinne einer humanistischen Verbundenheit und empathischen Qualität neue Aspekte unseres Lebens und unseres Zusammenlebens erzeugen, unsere Sensibilität schüren und unsere Aufmerksamkeit schärfen.

„raus hier“ impliziert auch Flucht, es stellt sich gleichzeitig die Frage des Woher und Wohins, es ist ein Manifest einer Bewegung, es ist Verteidigung geistigen Territoriums, ist Zeugnis für eine Haltung zur Kunst. Kunst, die es schafft unsere eingeübten Handlungen und Überzeugungen in Frage zu stellen, die uns berührt, so dass uns nichts anderes übrig bleibt, als uns bewegen zu müssen.

In dieser Ausstellung werden ausgehend von den „Behauptungen auf Papier..“ ausschließlich Positionen von Künstlerinnen ausgewählt.
Nun werden jedoch Künstlerinnen, deren Herkunft sich über die europäischen sowie westlich konnotierten Territorien hinaus erstrecken, miteinbezogen.
B.B.E.
 

Seerosenpreis 2014 der Landeshauptstadt München 2014

Seerosenpreis 2014 der Landeshauptstadt München 2014

für die Künstlerin Annette Bastian und den Künstler Erich Auer

15.08.2014 - 31.08.2014
Abbildungen:
Galerieseite: Annette Bastian
Reihung/Startseite: Erich Auer (Ausschnitt)

Die 1944 in Tilsit geborene und in München lebende Malerin Annette Bastian studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und der HfBK Berlin bei Gerhard Hoehme und Alexander Camaro.
Ihre Arbeiten sind der narrativen Kunst zuzuordnen, nicht zuletzt wegen der Lust am Erzählen, der Freude am Aufzeigen von Absurdem und der Irritation; alles Eigen-schaften, die charakteristisch für ihren künstlerischen Ansatz stehen.
Ihren Bildern ist die Ausdauer und Präzision des Malvorgangs förmlich anzusehen. Die Zeit scheint angehalten zu sein, alltägliche Szenen wurden ausgeklammert, nur bestimmte Momente haben sich film-still-ähnlich abgebildet und wirken wie aus einem verlaufenden Zusammenhang geschnitten.
Diese Arbeitsweise eröffnet den überraschenden Aspekt, dass die Motive ihrer klar gegliederten und in den subtilen Farbabstufungen gemalten Bilder, sowohl in der realen wie auch der fiktiven Welt zu hause sind.

Für sein Lebenswerk erhält der 1936 in München geborene Maler, Zeichner und Objektkünstler Erich Auer den Seerosenpreis 2014 der Landeshauptstadt München.
Sein umfangreiches Werk umfasst teils großformatige Bilder und Objekte in Acryl auf Leinwand und Karton, Zeichnungen in vielschichtigen Techniken, Collagen mit Papiermaterialien, sowie Objekte aus Hanfschnüren und Maschendraht.
Häufig durchdringen und ergänzen sich die Gestaltungsmittel, es entstehen meist farbintensive, zwei- oder dreidimensionale Werke mit komplexer Binnenstruktur. Sie
sind Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den Ausdrucksmöglichkeiten bildnerischer Mittel und elementarer, ungegenständlicher Formen.
Erich Auer hat seit seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München
bei Professor Jean Deyrolle trotz oft widriger Lebensumstände kontinuierlich als Künstler in München gearbeitet und ausgestellt.
Er entwickelte dabei auch raumorientierte Konzepte, häufig realisiert in langfristiger Zusammenarbeit mit Künstlern, die er bei seinen Studienreisen unter anderem in Frankreich, Lettland und anderen osteuropäischen Ländern kennen lernte.
 

fLOWRES

fLOWRES

Audiovisuelles Festival

16.07.2014 - 10.08.2014
fLOWRES ist mehr als eine multimediale Installation oder ein audiovisuelles Kunstwerk.

Vom 16. Juli bis zum 10. August werden über 30 internationale Künstler den Kunstpavillon des alten Botanischen Gartens in eine Oase aus Licht und Klang verwandeln, um auf das weltweite Bienensterben aufmerksam zu machen.

Kern der Ausstellung wird ein interaktives Szenario sein, welches den Besuchern ermöglicht, ihr Handeln innerhalb eines virtuellen Ökosystems zu hinterfragen und zu erproben, welche Folgen eines jeden Handeln auf seine Umwelt hat.

fLOWRES ist als Idee organisch gewachsen und dennoch digital. Sie bezieht ihre Kraft aus dem Austausch von Gedanken unter allen beteiligten Künstler, Elektrizität verleiht ihr eine vorübergehende Form.

Seit Anfang des Jahres werden von Künstlern weltweit audio-visuelle Blumen, Blüten und Bienen angefertigt und weitergegeben, um mittels einer Projektion in die Architektur des Kunstpavillons eingearbeitet zu werden. Durch Licht- und Soundinstallation wird der Kunstpavillon tagsüber so zu einem virtuellen Bienenstock, dessen Brummen sich gegen den Verkehrslärm der Elisenstraße kaum abhebt, aber deutlich zu unterscheiden sein wird.

Das Programm:

16.07.2014 The Dots
17.07.2014 Wavemarrow
18.07.2014 Mimicof
19.07.2014 Dinner
25.07.2014 Ash my Love + Silver Dolls
26.07.2014 Marlene Weber, Little Big Sea, Mäkkelä
01.08.2014 The Kotelett Yard
02.08.2014 Difficult music for difficult people mit Rumpeln
09.08.2014 Jono Ono, Michale Tanner + Hexxibition

Näheres zu Programm und Künstlern auf der Webseite von fLOWRES:
www.flowres.de
 

200 Jahre Alter Botanischer Garten meets Nicole Müller:

27.06.2014 - 13.07.2014
Das Baureferat Gartenbau der LHS München stellt in einer Ausstellung im Kunstpavillon die städtebauliche und landschaftsgärtnerische Geschichte und Entwicklung des Alten Botanischen Garten vor.
Die Münchner Künstlerin Nicola Müller stellt in ihrer Installation Prototypen von Landschaft entgegen.
Mit ihren netzartigen, gitterhaften, mitunter ins Abstrakte gewendeten Strukturen, die durch das Abtragen und Sezieren von Bildausschnitten entstehen, wirken Müllers Fotoprints angefressen, ausgewaschen und entkleidet – eine gezielte Verfehlung des Prinzips konventioneller Dreidimensionalität, wird hier doch weniger ein Illusionsraum aufgebaut als vielmehr ein Bildraum Schicht für Schicht abgetragen.
Die bildnerischen Vorlagen entstammen alle dem im weitesten Sinne wissenschaftlichen bzw. musealen Kontext, Nicola Müller geht es dabei weder um die Landschaft als Öffentlicher Raum, noch als pastorale Idylle. Ihre Vorlagen reproduzieren die inszenierten Landschaften von Zooanlagen und Botanischen Gärten (Gehege, Gewächshäuser). Sie sind Abbilder oder Ausschnitte der Natur aus wissenschaftlicher Perspektive.
Dabei scheint das Medium der Fotografie auf seine reine Materialität heruntergebrochen, wenn die Abbildungsfunktion mit Schere und Skalpell buchstÀblich herausgeschnitten und die Flachheit des (fotografischen) Bildes negiert wird.
Im Kunstpavillion des Alten Botanischen Gartens beschäftigt sich die Künstlerin mit Präsentationsformen naturwissenschaftlicher Sammlungen und der sogenannten „GrÃŒnlÃŒcke“. Ein Wellenbereich des Lichts zwischen rot und blau, der beim Menschen die Farbvalenz grün verursacht, für die Photosynthese von Pflanzen jedoch keinerlei Nutzen hat. An diesem Punkt begibt sich die künstlerische Arbeit in einen metaphorischen Bereich der Naturrezeption.
 

Die persönliche Meinung als öffentliche Erscheinung

Die persönliche Meinung als öffentliche Erscheinung

Künstler/innengruppe Department für öffentliche Erscheinungen (Peter Boerboom, Gabriele Obermaier, Carola Vogt und Silke Witzsch)

16.05.2014 - 22.06.2014
Abbildung:
Do you look on the black side?
Projekt im Findikli Park, Istanbul 2011
Photo: Department for Public Appearances

Das “Department für öffentliche Erscheinungen konzipiert und realisiert seit 1995 partizipative Projekte und Interventionen im öffentlichen Raum.
Der Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten widmet sich in einer umfangreichen Ausstellung dem Werk der Künstlergruppe. Sie besteht aus Peter Boerboom, Gabriele Obermaier, Carola Vogt und Silke Witzsch.
Den Mittelpunkt der Ausstellung im Kunstpavillon bildet die aktuelle Werkgruppe "Die persönliche Meinung als öffentliche Erscheinung". Dazu gehören die Projekte „easyVote“, Basel, 2013, „Farbe bekennen“, Dakar, 2013, „public[dis]/[re]appearance“, München, 2013, „Wie schwarz sehen Sie?“, Istanbul / Tirol 2011.
In verschiedenen Settings geht das „Department für öffentliche Erscheinungen“ im Stadtraum auf die Bevölkerung zu und erhebt vor Ort mit deren Beteiligung Stimmungsbilder, deren Zweck primär darin besteht, Öffentlichkeit partizipatorisch zu konstruieren.
In der Ausstellung transformiert das Department seine temporären Aktionen aus dem öffentlichen Raum. Sie werden vom Stadtraum in den Kunstraum geholt und von einer abgeschlossenen Vergangenheit in eine aktuelle Gegenwart gebracht. In besonderer Weise werden sie neu gefasst und einer Reflexion zugänglich gemacht, die Fragen komplexer Autorenschaften und Repräsentanz einschließet."

Die Ausstellung ist der Beginn einer Reihe von Veranstaltungen des Münchner Kunstpavillons im Alten Botanischen Garten, die sich jedes Jahr im Frühling mit den Arbeiten und kollektiven Arbeitsweisen einer ausgewählten Gruppe der zeitgenössischen Kunst auseinandersetzen wird. Der Kunstpavillon verbindet mit dieser Reihe zur Förderung kollektiver Arbeitsweisen auch eine Reflexion seiner eigenen Praxis als ältester Münchner artist-run space, der in besonderer Weise dem kollektiven Zusammenwirken von Künstlerinnen und Künstlern verpflichtet ist
 

Zwischen Streifen

Zwischen Streifen

Doron Polak, Eitan Vitkon, Ran Schwi, Michael Lazar, Norma Drimmer

25.04.2014 - 11.05.2014
Streifen als Wege, als Grenzen auf einer Landkarte. Oder auf einer Nationalflagge. Streifen auch als Schienen, worauf volle Züge fahren. Streifen auf Strafgefangenenanzügen. Symbolhafte Begriffe, die Doron Polak, international agierender Künstler, Kunstproduzent und Kurator aus Israel mit dem viel bedeutenden Wort assoziiert. Ein Ausdruck, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in sich birgt und eine besonderen Wert für ihn, Sohn eines Shoah-Überlebenden, annimmt.
In seiner Performance, die den ersten Abschnitt des Projekts füllt, das im April/Mai 2014 im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten vorgestellt wird, rückt die Verbindung zwischen ihm, seinem Körper und dem Körper seines der Vernichtung entronnenen Vaters in den Mittelpunkt, während die Erinnerung an das Trauma im Rahmen der eigenen Familie, im Zuge der Generationen wie auch in ihrer heutigen Wirkung analysiert wird. Daraus entsteht ein endloser Dialog über die Spuren und die Folgen des Krieges, worin Fotos, alltägliche Gegenstände Bücher, Zeitungsausschnitte, Bauwerke, Motive von Licht und Schatten und vieles mehr einfließen.

Zwei Videos der in Berlin und Tel Aviv lebenden Künstlerin Norma Drimmer, in denen sich die Verbindung zwischen Körpern und Eisenbahnschienen eindrucksvoll materialisiert, begleiten die Darbietung und bilden ein spannungsreiches Ganzes.

Norma Drimmer gehört zu der Künstlergruppe an, die Doron Polak in den letzten fünf Jahren auf seiner dramatischen Fahrt in die Dimension des Rückblicks begleitet haben. Die Empfindungen und Gedanken dieser mit unterschiedlichen Medien arbeitenden Kunstschaffenden gehen in eine facettenreiche Multimedia-Schau über, in der sich die komplexen Ergebnisse ihres Experimentieren zeigen.
So die Bilder des Fotografen Eitan Vitkon, der Doron Polak bis nach Riga folgte, wo seine ganze Familie ausgelöscht wurde, oder Shalom Neumans sensible Papierfaltboote mit Bleistiftzeichnungen, die die Shoah thematisieren. Dazu noch die Aufnahmen des jungen Ran Shevi, auf denen Reaktionen auf Bilder einer verschollenen Familie festgehalten wurden, deren Körper sich - unzertrennlich geworden - aneinander drücken wie auch Roni Ben Aris Videos mit sozialkritischem Inhalt. Nähe und Verdrängung, Berührung und Körperbeherrschung nehmen schließlich Gestalt in den Bildern von Polaks engstem künstlerischen Partner Michael Lazar an, in denen Körper und Erde wechselseitig als Sinnbilder für Leben und Tod stehen.

Die Werkschau ist dem vor einem Jahr allzu früh verstorbenen Münchner Künstler Stefan Moritz Becker gewidmet, der großen Einfluss auf Polaks vorausgegangenem Projekt „Bodies“ ausübte. Zum Gedenken an den verlorenen Freund werden zum ersten Mal zwei Videos von Norma Drimmer und Amir Cohen vorgeführt.
 

Rasso Rottenfußer

>linsen mit bayr. Grün an 5200k< 13/9.3-III aggregat

12.03.2014 - 30.03.2014
 

Im Falle der Zeit

Stundenten der KHM der Klassen Phil Collins und Julia Scher

07.02.2014 - 02.03.2014
 

Als Herr Keuner sich umdrehte..Feindbilder/Brandstifter

Als Herr Keuner sich umdrehte..Feindbilder/Brandstifter

VBK Themenausstellung

11.01.2014 - 26.01.2014
Quelle der Abbildungen:
linksfraktione.de