Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Walter Storms Galerie

Schellingstr. 48 • 80799 M
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www.storms-galerie.demail@storms-galerie.de
Di–Fr 11–18 • Sa 11–16
eingeschränkt barrierefrei

Ismaningerstr. 51 • 81675 M
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nach Vereinbarung geöffnet

 

 

Schellingstr. 48
80799 München

Laufende Ausstellungen

Albert Hien –Bermuda

Albert Hien –Bermuda

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017 part 2

07.11.2017 - 02.12.2017
Im Rahmen des 40-jährigen Galeriejubiläums beginnt am 7. November der zweite Teil meines Ausstellungsmarathons. Im wöchentlichen Wechsel werden bis Weihnachten jeden Dienstag neue Ausstellungen in den verschiedenen Galerieräumen eingerichtet.

Wir starten mit Albert Hien. Uns verbindet eine 35-jährige Zusammenarbeit, die 1982 nach Ende seines Studiums an der Münchner Kunstakademie, wo er heute selbst als Professor lehrt, begonnen hat. Im selben Jahr wurde Hien zur documenta VII nach Kassel eingeladen, wie auch 5 Jahre später zur documenta XIII. Mit seinen raumgreifenden Skulpturen aus Alublech, Wasser und Feuer, stellte er auf ironische Weise den Fortschritt der Moderne in Frage.
Sein bibliophiler Ausstellungskatalog des Museum Abteiberg Mönchengladbach 1984 zeigte u.a. Hiens "Bermuda Triangle", eine Bodenskulptur, die restauriert nun nach vielen Jahren bei mir gezeigt wird. Zeitgleich erscheint ein Katalog "Sculptura Poetica" über den Werkkomplex 1982-90 mit einem Text von Martin Hentschel.

Weit bekannt ist Hien als Schöpfer von Neoninstallationen, Textbildern oder geometrischen Strukturen, wie in unserer aktuellen Präsentation. Unbedingt zu sehen bis 2. Dezember!

 
 

Mark Killian – erste Einzelausstellung

Mark Killian – erste Einzelausstellung

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017 part 2

14.11.2017 - 02.12.2017
Ausgehend von frühen Graffiti-Arbeiten fand Mark Killian (geb. 1991) in der Akademieklasse von Jean-Marc Bustamante zu Bildwerken mit blockhaften horizontalen und schlangenförmigen linearen Strukturen, die er vor zwei Jahren in der vielbesprochenen Ausstellung "concrete jungle" in meiner Galerie zeigte.

Heute entstehen seine Arbeiten in einem prozesshaften Vorgehen, indem Killian frei Hand Buchstaben und Zeichen mit Sprühlack durch ein Sieb in mehreren Schichten auf die hölzerne Bildoberfläche sprayt. Die Lettern sind bedeutungslos, verstehen sich als reines Gestaltungselement. Es geht dem Künstler dabei nicht um Ablesbares, sondern allein um die Handlung an sich, den malerischen Vorgang selbst. Schrift wird zu Bild.

Mark Killian
Clouds 4
Sprühlack auf MDF
119 x 84 cm

 

 
 
Klaus Kinold – portraitiert Kunstwerke

Klaus Kinold – portraitiert Kunstwerke

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017 part 2

21.11.2017 - 09.12.2017
In seiner 50-jährigen Karriere als einer der bedeutendsten Architekturfotographen dokumentiert Klaus Kinold auf seine unverkennbare Art und Weise die Leistungen der größten Architekten der Moderne vom Bauhaus bis in die heutige Zeit.

Auf seinen vielen Arbeitsreisen gelangen ihm außergewöhnliche Landschaftsansichten mit der Panoramakamera und - wie in unserer aktuellen Ausstellung - bildhafte Zeugnisse seiner ganz besonderen Hingabe zur Bildenden Kunst, insbesondere der Skulptur.
Mit trainiertem Auge für Licht und Schatten, körperhafte Proportionen, Raum und Dimension schenkt er den portraitierten Kunstwerken ikonenhafte Qualität und hält auch die Erinnerung an heute nicht mehr existierende Installationen wach. Für Kinold selbst ist dieses Bildarchiv sein privates "musée imaginaire".

Klaus Kinold
Head of a goddess (Aphrodite?)
Gyptothek, München
Foto 1985

 

 
 

Kommende Ausstellungen

Aquarelle – Jean-Marc Bustamante, Ulrich Erben, Raimund Girke, Giorgio Griffa

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017 part 2

28.11.2017 - 04.12.2017
 

Caro Jost – Invoice Paintings G. U.  

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017 part 2

05.12.2017 - 11.12.2017
 

Dedicated to Ad Reinhardt – Gotthard Graubner, Sean Scully, Günther Uecker

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017 part 2

12.12.2017 - 23.12.2017
 

Vergangene Ausstellungen

Alan Charlton

Alan Charlton

09.09.2017 - 28.10.2017
Alan Charlton (geb. 1948) lebt und arbeitet in Hatfield bei London. Er ist der bedeutendste britische Vertreter der minimalistischen und konzeptuellen Kunst der Gegenwart. Seit 1972 umfaßt sein künstlerisches Werk ausschließlich monochrom graue Farbtafeln, deren Formate und serielle Anordnung immer auf demselben Maßverhältnis basieren. Nach zahlreichen Teilnahmen an historischen Ausstellungen wie Prospect 73 in der Kunsthalle Düsseldorf, Fundamental Painting 1975 im Stedelijk Museum Amsterdam wurde Charlton 1982 zur documenta 7 eingeladen.
Diese Ausstellung ist Alan Charltons erste große Einzelpräsentation in München und gibt einen Überblick seines Schaffens der letzten Jahrzehnte.
Zur Ausstellung verlegt die Galerie zwei großformatige Siebdrucke von Alan Charlton in einer Auflage von nur 25 Exemplaren, gedruckt von Ekkeland Götze.

Alan Charlton
Pyramid Grid Painting, 2011
Acryl auf Leinwand
9 Teile je 54 x 72 cm, gesamt 171 x 378 cm

 
 

Gerhard Merz

Gerhard Merz

Von Alpha nach Omega

02.06.2017 - 29.07.2017
Ausstellungen von Gerhard Merz sind Inszenierungen mit bildhaften Darstellungen gedanklicher Prozesse.
Gerhard Merz hinterfragt literarische Vorgaben und Zeugnisse großer Denker und Meister. Dabei gelingen ihm Werke in klassischer, schlichter Schönheit.
Diese 4. Einzelausstellung in der Schellingstraße schlägt einen Bogen von frühen Tuschezeichnungen auf Millimeterpapier aus den '70er Jahren über vier monochrom schwarze Quadrate zu seinem jüngsten Großformat mit geworfenen Farben "Rissa in Galleria".

Am 25. Mai wurde Gerhard Merz 70 Jahre alt.

Gerhard Merz
Ohne Titel, 2017
Pigment auf Leinwand
260 x 200 x 6 cm

 

 
 

Roland Fischer

Roland Fischer

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017

09.05.2017 - 15.05.2017
2003 veranstaltete die Pinakothek der Moderne, München, eine Retrospektive des fotografischen Werks von Roland Fischer. Zur gleichen Zeit begann unsere gemeinsame Zusammenarbeit, die nun mit Fischers achter Einzelausstellung in meiner Galerie ihre kontinuierliche Fortsetzung findet. Höhepunkt unserer langjährigen Kooperation war die Produktion der "Chinese Pool Portraits" und ihre erstmalige Präsentation bei der Shanghai Art Fair 2007.

Fischers Werk ist gegliedert in zwei thematische Bereiche, dem Portät und der Architektur. Auf beiden Feldern hat Roland Fischer zu einzigartigen und umfangreichen Werkgruppen gefunden, die "typisch Fischer" sind und keine Vergleiche zulassen. Zahlreiche Publikationen begleiten und dokumentieren sein Schaffen.
Unsere aktuelle Präsentation zeigt ausgewählte, neueste Bildbeispiele aus den Werkgruppen "New Architectures", "Kathedralen" und "Fassaden".

Mit dieser Veranstaltung endet vorläufig der "Dienstags-Ausstellungs-Marathon" anlässlich des 40-jährigen Galeriejubiläums, der im Herbst wieder aufgenommen wird.

 
 

Günther Uecker

Günther Uecker

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017

02.05.2017 - 08.05.2017
Was sind 40 Jahre Galerietätigkeit im Vergleich zu über 60 Jahren künstlerischer Arbeit mit weltweiter Resonanz?
1970 hat Günther Uecker in der Kamakura Gallery, Tokio eine Sandmühle installiert, die jetzt nach 46 Jahren erneut inszeniert bei mir zu sehen ist.
In unserer langen und beständigen Zusammenarbeit konnte ich zahlreiche internationale Ausstellungen für Günther Uecker organisieren und Publikationen herausgeben. Seit 1977 ist das Werk Günther Ueckers zentraler Bestandteil für meine Galeriearbeit und gleichzeitig Inspirations- und Energiequelle.
In seinem souveränen Umgang mit verschiedenen künstlerischen Disziplinen ragt Ueckers Gesamtwerk in seiner Vielfalt und Leidenschaft an philosophischer Kontroverse als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Positionen hervor.

 

 
 

Ulrich Erben

Ulrich Erben

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017

18.04.2017 - 24.04.2017
In seiner letzten Ausstellung 2016/17 im Museum Goch überraschte Ulrich Erben mit einer Folge von 25 Architektur- und Landschaftszeichnungen, entstanden zwischen 1960 und 1975 nicht nur in seiner zweiten Heimat Italien, sondern auch in Berlin und New York. Aus diesen frühen Beobachtungen entwickelte Ulrich Erben sein bedeutendes malerisches Werk, das sich heute in kontemplativer Stille in Konzentration auf sich selbst darstellt. Es zeichnet sich besonders aus durch seine artistische Virtuosität und dem Sfumato beim Wechselspiel von Raum und Licht.
Aktuell präsentiert Ulrich Erben in meiner Galerie 40 skizzenhafte Pastelle und Collagen, Vorarbeiten und Entwürfe von heute für geplante Bilder von morgen. Folge seinen Überlegungen und erlebe, wie Form, Fläche und Farbe bei Erben zusammenfinden.
 

Rupprecht Geiger

Rupprecht Geiger

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017

28.03.2017 - 03.04.2017
"Für Rupprecht Geiger" lautete im Jahr 1983 der Titel der Ausstellung und Festschrift zum 75-jährigen Geburtstag des Großmeisters der neuen, nonfigurativen Malerei der deutschen Nachkriegsepoche. In tiefer Bewunderung für sein Lebenswerk hatte ich zu diesem festlichen Anlass Geigers liebste Künstlerfreunde Günter Fruhtrunk und Alf Lechner und aus dem Rheinland Raimund Girke, Gotthard Graubner, Konrad Klapheck, Norbert Kricke, Heinz Mack, Gerhard Richter, Reiner Ruthenbeck und Günther Uecker mit je einem großen Bildwerk in die "Galerie der Künstler" nach München eingeladen. Von da an blieb ich Rupprecht Geiger bis zu seinem Lebensende im Jahr 2009 als sein Galerist und auch Freund verbunden. Sein leuchtendes Markenzeichen waren und sind die Farben Rot und Magenta, mit denen er seine ursprünglich aus der Landschaftsmalerei stammenden Vorstellungen zum Glühen brachte.

Viermal war Rupprecht Geiger Teilnehmer der documenta in Kassel, noch als 94-jähriger stellte er bei der Biennale in Sao Paulo aus und war hochdekoriert mit städtischen und staatlichen Auszeichnungen.
Heute verwaltet seine Enkelin Julia Geiger das Archiv Geiger in München-Solln. Sie hat uns ausgesuchte Leihgaben und Graphiken zur Verfügung gestellt, die unsere Präsentation stimmig ergänzen. Im Studiolo werden wir mit kleinen Beispielen die Eingangs erwähnte Hommage an Geiger wieder aufleben lassen.

 
 

Marco Gastini

Marco Gastini

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017

21.03.2017 - 26.03.2017
Mit Marco Gastini verbindet mich eine lange persönliche Freundschaft. Zum ersten Mal habe ich ihn 1972 in Turin besucht, der Hauptstadt der "arte povera". Gastinis mit reduzierten Mitteln und Gestaltungsinhalten auskommende Malerei bot in den 70er Jahren ein optisches und mentales Gegengewicht zu den material-
intensiven "Bedeutungsschlachten" seiner Künstlerkollegen, wie Giovanni Anselmo, Luciano Fabro, Mario Merz oder Gilberto Zorio.
1976 und '82 hatte Gastini Einzelpräsentationen bei der Biennale von Venedig, er stellte vielfach in italienischen und deutschen Museen und Kunstinstituten aus, darunter zwei Einzelausstellungen mit Katalogen im Münchner Lenbachhaus. Jahrzehntelang wurde er vertreten durch Carlo Grossetti, Salone Annunciata, Mailand, Annemarie Verna, Zürich, und John Weber, New York; Galeristen, denen ich über die Schulter schaute,
um von ihnen zu lernen.
Heute lasse ich in einer übersichtlichen retrospektiven Anordnung kleinerer und mittlerer Arbeiten und zusätzlichen Dokumentationen unsere gemeinsame Zusammenarbeit seit Gastinis erster Ausstellung in München 1978 Revue passieren.
 

Steven Aalders

Steven Aalders

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017

14.03.2017 - 20.03.2017
Wer in diesen Tagen in München durch die Maffeistrasse zur Schumanns Tagesbar schlendert, kann nicht die 12 großen Schaufenster des Lodenfrey Stammhauses übersehen, die schon seit einigen Wochen die Farbinstallation FRAME von Steven Aalders zeigen. 12 Rahmen und Quadrate aus transparenten Filmbögen in sechs verschiedenen Farben sind einem klaren System folgend zentral auf den Fensterscheiben und Rückwänden der Schaukästen angebracht. Sie bilden Rahmen und Bühne für die Figurinen. Im Vorbeigehen verschieben und überlappen sich Rahmen und Quadrate, wodurch immer neue Farbvarianten entstehen.

In der Schellingstraße zeige ich ab Dienstag vier Gemälde von Steven Aalders ebenfalls zum Thema Quadrat und Kontur. Und wie auch bei FRAME gestaltet er die gläserne Galerieeingangstür mit einer individuellen Arbeit vor Ort. Steven Aalders kommt für diesen Abend aus Amsterdam nach München.

 
 

Prager Künstler  | Bostik, Jetelova, Kolar, Kolibal

Prager Künstler | Bostik, Jetelova, Kolar, Kolibal

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017

07.03.2017 - 13.03.2017
Stanislav Kolíbal und Walter Storms, München, 2013
1977 startete meine Galerietätigkeit mit einer Einzelausstellung von Jiri Hilmar in der Kaulbachstraße. Schon 10 Jahre davor begann durch Reisen nach Moskau, Belgrad, Warschau und Prag mein gesteigertes Interesse an Kunst aus mittel- und osteuropäischen Ländern. Mit der von mir kuratierten Ausstellung "8 Künstler aus Prag in München" 1983 in den Künstlerwerkstätten Lothringer Straße gelang mir ein in dieser Form und Konstellation erster öffentlicher Auftritt der nach der Okkupation von 1968 verfemten Prager Avantgarde. Besonders nah standen mir Vaclav Bostik, Magdalena Jetelova, Jiri Kolar und Stanislav Kolibal. Von diesen Künstlern habe ich eine kleine Ausstellung zusammengetragen.
 

Robert Voit – Karneval

Robert Voit – Karneval

40 Jahre Walter Storms Galerie | 1977 - 2017

28.02.2017 - 06.03.2017
Wöchentlich wechselnde Installationen mit Werken aus vier Jahrzehnten von Künstlern der Galerie.

Seit seinem Studienabschluss als Meisterschüler von Thomas Ruff an der Kunstakademie Düsseldorf gehört Robert Voit zum festen Künstlerstamm unserer Galerie. International bekannt wurde Voit mit seinen Bilderserien "New Trees" und "The Alphabet of New Plants".
2010 porträtierte er in Mexiko City  40 professionelle Clowns, die im Mittelpunkt einer kleinen Werkübersicht stehen. Dazu präsentieren wir die attraktiven Bildbände im Steidl- und Hatje Cantz Verlag.

Robert Voit
Yvette Argelia Rojano Rosales, 2001
 

40 Jahre Galerie, Jubiläumsausstellung Teil 1

Ulrich Erben, Shannon Finley, Günter Fruhtrunk, Raimund Girke, Günther Uecker u.a.

21.02.2017 - 23.05.2017
2017 In diesem Jahr besteht die Walter Storms Galerie seit 40 Jahren. Zu diesem Anlaß zeigen wir im Frühjahr und Herbst in einer besonderen Ausstellungsform die Künstler der Galerie.
Jeden Dienstag, 19-21 Uhr wechselnde Präsentationen mit Künstlern der Galerie aus vier Jahrzehnten, aktuelle Informationen erhalten Sie per Mail oder auf unserer Webseite.

 

 
 

Tim Freiwald

Tim Freiwald

Attracting Samples

21.02.2017 - 08.04.2017
Tim Freiwald
Fill-Up, 2015
Mischtechnik auf Holz und Papier
187 x 145 cm

Erste Einzelausstellung des Meisterschülers von Thomas Scheibitz in unserer Galerie.
Freiwald (geb. 1986) begann 2007 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei den Professoren Jerry Zeniuk und Thomas Scheibitz. Seine Studienzeit beendete er 2014 mit der Auszeichnung als Meisterschüler.
2015 beteiligte er sich an der Ausstellung concrete jungle, kuratiert von Caro Jost, und beeindruckte im vorigen Jahr mit einer aktuellen Werkfolge bei Tiefe nach Außen im BBK München. Typisch für Freiwald sind seine intarsienartigen Materialverbindungen und farbig gefassten Holzreliefs mit geteilten und wieder zusammen-gesetzten amorphen Formen. Damit erweitert er das Portfolio der Galerie um eine vielversprechende zeitgenössische Position.

 
 

Klaus Kinold

Klaus Kinold

La Tomba Brion

28.10.2016 - 28.01.2017
Klaus Kienold
Carlo Scarpia. La Tomba Brion
San Vito D'Altivole, 1985

Der Venezianer Carlo Scarpa (1906-1978) zählt zu den herausragenden Architekten des 20. Jahrhunderts - zugleich ein entscheidender Einzelgänger, der seine Disziplin als handwerklich fundierte Kunst verstand. Neben Bauten für Museen in Venedig, Florenz oder Verona gehört die Grabstätte für den Unternehmer Giuseppe Brion in San Vito d'Altivole (Treviso) zu seinen Hauptwerken. Hier hatte er die unumschränkte Freiheit, eine große Idee zu orchestrieren. Wasser, Erde, Licht und Natur verbinden sich mit dem in Sichtbeton ausgeführten Bauten (Grablege, Pavillon, Kapelle) zu einem der Meditiation verpflichteten, großartigen Gesamtkunstwerk.
Sieben Jahre nach Fertigstellung der "Tomba Brion" hatte Klaus Kinold Gelegenheit, diese besondere Begräbnisstätte fotografisch zu erkunden. In überlegt gebauten Bildern in Schwarz-Weiß, aber auch in subtilen Farben schildert er einen entrückten Ort, der unsere Vorstellung vom Werden und Vergehen in eine große, gebaute Symbolik übersetzt.

Zur Ausstellung erscheint im Hirmer Verlag ein Künstlerbuch mit Aufnahmen von Klaus Kinold und einem Essay von Hans-Michael Koetzle zum Preis von 35 Euro.
 

Cordy Ryman

Cordy Ryman

09.09.2016 - 22.10.2016
Cordy Ryman bewegt sich in seiner künstlerischen Arbeit im Grenzbereich zwischen Malerei und Skulptur. Als Bildträger verwendet er alltägliche Gebrauchsmaterialien und Baustoffe überwiegend aus Holz. Darunter sind nicht selten wiederverwertete Materialien aus früheren Installationen.  Die individuellen Eigenheiten eines jeden Materialstücks bedingen dessen weiteren Verarbeitungs- und Gestaltungsprozeß. Dementsprechend zersägt und bemalt Ryman dann die verschiedenen „Bausteine“  und arrangiert sie zu lebendigen, geometrischen Objekten und Reliefs.
Die Walter Storms Galerie zeigt mit 40 Exponaten einen umfassenden Überblick der für Cordy Ryman so typischen kleinformatigen und dreidimensionalen Wandarbeiten. Ergänzt werden diese durch zwei extrem schmale, mehrteilige Eck- und Raumobjekte.
Cordy Ryman (*1971) lebt und arbeitet in New York. Seine letzten Ausstellungen waren u.a. im PS1, New York, dem Visual Arts Center, New Jersey, im Museum of Contemporary Art, Miami und im Esbjerg Art Museum, Dänemark. Er wird vertreten von der Zürcher Gallery in Paris und New York, Konrad Fischer Galerie in Berlin und Walter Storms Galerie in München.

 
 

Reiner Leist

Reiner Leist

Window

09.09.2016 - 22.10.2016
Die Fotografien aus Reiner Leists Serie Window lassen uns an 20 Jahren New Yorker Leben teilhaben. Seit März 1995 fotografiert Leist den Ausblick aus dem Fenster seiner Wohnung im 26. Stockwerk eines Bürohochhauses an Manhattans 8th Avenue. Links erhebt sich das One Penn Plaza, daneben duckt sich der Madison Square Garden, rechts ist das ehrwürdige New Yorker Hotel zu sehen. In der fernen Bildmitte ragt aus zahllosen Wolkenkratzern das World Trade Center. So ist diese konzeptionelle Langzeitstudie nicht nur ein persönliches Tagebuch des Künstlers sondern wurde zufällig auch Zeuge der historischen Zäsur dieses Jahrhunderts.
Bis heute entstanden über 4500 Fotografien, angefertigt mit zwei historischen Großbildkameras.
Reiner Leists Langzeitstudie ist in der Galerie Walter Storms in exemplarischen Bilderserien der Tage 14., 30., und 31. eines jeden Monats von 1995 bis 2015 zu sehen.
Reiner Leist studierte Bildende Kunst und Fotografie in München, Kapstadt und New York. Von 1988-1994 lebte Leist in Südafrika. 2000-2003 lehrte er am MIT in Cambridge und ist aktuell Professor für Bildende Kunst am Hunter College der City University of New York.

Reiner Leist
Window Oct 11, 2012
Silbergelatine Print

 
 

Albert Hien

Albert Hien

papalapap

21.07.2016 - 30.07.2016
Unsere Bogenhausener Galerie, Ismaninger Str. 51, erstrahlt in farbigem Licht der Neonwerke von Albert Hien.

Die Ausstellung kann  nach Vereinbarung bis zum 30. Juli besichtigt werden.
 

Julia Mangold

Julia Mangold

Stahlarbeiten 1999 - 2002 / Papierarbeiten 2014 - 2016

10.06.2016 - 30.07.2016
Julia Mangold
o.T. (18.10.02), 2002
2teilige Wand- und Bodenskulptur, gewachster Stahl
200 x 50 x 26 cm

In unserer dritten Einzelausstellung präsentieren wir frühe Stahlarbeiten aus dem privatem Besitz von Julia Mangold und aus der Sammlung der Galerie, die wir in den letzten Jahren aus verschiedenen Plätzen in Europa zusammengeführt haben. Es ist eine seltene Gelegenheit, Mangolds Skulpturen aus den Jahren 1999-2002 in der wie dafür geschaffenen Ausstellungshalle in der Schellingstraße zu erleben.
Der zweite Teil unserer Sommerausstellung 2016 ist Julia Mangolds neue umfangreiche Werkgruppe von über 50 gerahmten Zeichnungen mit Wachs und Pigment auf Papier. Parallel zu den Arbeiten im Raum und diesen in Bedeutung gleichgestellt, entstehen im Schaffen der Künstlerin umfassende Serien auf Papier. Auf poetisch stille Weise übersetzt sie die Dreidimensionalität der bildhauerischen Arbeit in das zweidimensionale Medium.
Julia Mangolds (geb. 1966) Arbeiten stehen in Bezug zur klassischen Minimal Art und definieren doch selbstbewusst eine eigenständige Position. Es finden sich wichtige Charakteristika der Minimal Art - reduzierte, geometrische Grundstrukturen ohne symbolische, illusionistische oder metaphorische Bezüge ebenso wie das Moment der seriellen Wiederholung. Ihre Arrangements sind jedoch nicht anonym, sondern individuell gefertigt und arbeiten mit feinen Variationen. In den Stahlskulpturen wie auch in den Papierarbeiten ist das entscheidende Moment die Behandlung der Oberfläche mit Wachs. Die optisch sanfte, weiche Oberflächenwirkung, die sich daraus ergibt, steht in starkem Kontrast zur Härte der Konturen der streng linearen Formen.
 

Steven Aalders – Alan Charlton – Ulrich Erben

Steven Aalders – Alan Charlton – Ulrich Erben

08.04.2016 - 30.05.2016
Die Maler Steven Aalders, Alan Charlton und Ulrich Erben stellen jeweils in einem der drei großen Galerieräume Beispiele ihres aktuellen Schaffens vor. Was die drei Künstler verbindet, ist ihre konsequente Auseinandersetzung mit der Tradition der konkreten Kunst, wobei jeder innerhalb der begrenzten formalen Darstellungsmöglichkeiten seinen individuellen und unverwechselbaren Weg findet.

Steven Aalders ist bekannt für seine exakt gemalten konstruktiven Ölgemälde, in denen er sich nachhaltig mit dem Modernebegriff von Piet Mondrian, De Stijl und der Amerikanischen Minimal Art auseinandersetzt und diesen weiterführt. Bei seiner ersten Ausstellung in München zeigt Aalders eine neue Werkreihe zum Thema „Red, Yellow and Blue“, wobei die Flächen der Farbfelder dem Gesetz des „Goldenen Schnitts“ folgen. Ein umfangreicher retrospektiver Katalog erschien 2010 zu seiner Einzelausstellung im Gemeentemuseum, Den Haag. Steven Aalders, geb. 1959, lebt und arbeitet in Amsterdam.

Alan Charlton ist der bedeutendste britische Vertreter der minimalistischen und konzeptuellen Kunst der Gegenwart. Seit seiner ersten Ausstellung 1972 in der legendären Galerie Konrad Fischer umfaßt sein künstlerisches Werk ausschließlich monochrom graue Farbtafeln, deren Formate und serielle Anordnung immer auf demselben Maßverhältnis basieren. Nach zahlreichen historischen Ausstellungen, wie Prospect 73 in der Kunsthalle Düsseldorf, Fundamental Painting 1975 im Stedelijk Museum Amsterdam wurde er 1982 zur documenta 7 eingeladen.  Diese Ausstellung ist Alan Charltons erste große Präsentation in München.
Alan Charlton, geb. 1948, lebt und arbeitet in Hatfield bei London.

Ulrich Erben gilt als einer der profiliertesten deutschen Maler der Neuen Konkreten Kunst, mit dem wir seit 2000 fest zusammenarbeiten. Seine Arbeiten thematisieren die Farbe mit ihren Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten. Farbige Phänomene übersetzt Erben in minimalistische Kompositionen, sein Malmittel trägt er virtuos in feinsten Abstufungen auf. 1977 nahm Ulrich Erben an der documenta 6 teil und zeigte sein Werk in zahlreichen monografischen Museumsausstellungen, zuletzt 2012 in der Küppersmühle, Duisburg. Ulrich Erben geb. 1940, lebt und arbeitet in Düsseldorf.
 

Peter Krauskopf

Peter Krauskopf

29.01.2016 - 26.03.2016
Peter Krauskopf
Ohne Titel, B 130115, 2015
Öl auf Leinen
170 x 130 cm

Unter dem Titel „Gestrichen Gelb“ zeigt Peter Krauskopf eine Reihe neuer Arbeiten, die erstmals im Mai 2015, anlässlich seiner Ausstellung zum Falkenrotpreis im Berliner Künstlerhaus Bethanien, für Aufsehen sorgten.
Sehr pastos legt Krauskopf verschiedene Farbschichten übereinander, um sie anschließend mit gestischer, aber präziser Sicherheit wieder auszukratzen. Die Farbschichten erscheinen sodann als Farbverläufe und legen den Blick auf die grundierte Leinwand frei, auf ein lasierendes Leuchten der ersten, untersten Farbschicht – ein Leuchten, welches zwischen Leinwand und Farbe zu liegen scheint. Farbwülste stehen über die Rändern des Bildes, Reliefs durchfurchen die Fläche, und es entsteht ein farbliches Flimmern, dessen Tonigkeit sich erst durch die Anwesenheit weiterer Bilder manifestiert: „Die Beschwingtheit ist der Skepsis abgerungen, und das Bild ist die Party“, wie Jörg Heiser in einem Artikel in frieze treffend endet.
Peter Krauskopf (geb.1966) schloss sein Studium der Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig 1997 als Meisterschüler bei Prof. Arno Rink ab. Seither waren seine Arbeiten in zahlreichen institutionellen Einzelausstellungen zu sehen.
Peter Krauskopfs Werke sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten, u.a. im Kupferstichkabinett und der Galerie Neue Meister, Dresden, dem Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, der Berlinischen Galerie und dem Paul-Löbe-Haus für Bundestagsabgeordnete, Berlin.
Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.
 

Shannon Finley

Shannon Finley

18.11.2015 - 16.01.2016
Shannon Finley
Compile Heart, 2015
Acryl auf Leinwand
110 x 90 cm

Schon 2012 zeigten wir zum ersten Mal Arbeiten des kanadischen Malers, damals zusammen mit Werken von Rupprecht Geiger.

Finleys Bilder sind geometrische Kompositionen, mal streng symmetrisch, mal in offenen Konstellationen angelegt. Ihre Ästhetik entspringt der technoiden Welt der pixeligen Computerspiele der 80er Jahre und erinnert gleichzeitig an ihre kunsthistorischen Vorläufer Op Art, Futurismus und Kubismus.  Es existieren kristalline Strukturen, aufgefächert wie ein rotierendes Kaleidoskop, und in einer anderen Werkgruppe sich unendlich überschneidende Rundungen, die beide in ihrer systematischen Anordnung eine hypnotische Wirkung entfalten.
In einem aufwendigen, fast obsessiven Arbeitsprozess schichtet Finley bis zu 40 hauchdünne Schichten aus Acrylfarbe und Malgel übereinander. Statt eines Pinsels zieht er die Farben mithilfe maßangefertigter Stahlmesser über die Leinwand. Diese perfekt geglättete Oberfläche reflektiert je nach Lichteinfall eine der vielen darunterliegenden Farbebenen.
Finleys Bilder ziehen den Betrachter unmittelbar in ihren Bann. Man ist versucht, ihren Entstehungsprozess zu analysieren und verliert sich doch in die verschachtelten Tiefen und unauflösbaren Rätsel des Bildaufbaus.

Shannon Finley, geb. 1974 in Ontario, Kanada, hat an der Cooper Union in New York und dem Nova Scotia College of Art and Design in Halifax, Kanada, studiert. Seine Arbeiten waren ausgestellt in der Jessica Silverman Gallery, San Francisco, im Neuen Aachener Kunstverein, im KW Institute for Contemporary Art, Berlin, dem Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt, der Stadtgalerie Saarbrücken, der Kunsthalle Athena, Athen und der Prager Biennale.
Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.
 

concrete jungle

concrete jungle

11.09.2015 - 31.10.2015
Tim Freiwald
Caro Jost
Mark Killian
Christian Muscheid
Catalin Pislaru
Johannes Tassilo Walter

Für "concrete jungle" stehen 6 Künstler der aktuellen Münchner Kunstszene. Was sie vereint, ist die Abkehr von der geläufigen Malweise des Figurativen – ist ihre Hinwendung zum Überlegten, Geplanten, Konkreten.
Tim Freiwald, Caro Jost, Mark Killian, Christian Muscheid, Catalin Pislaru und Johannes Tassilo Walter sind verhaftet in ihrem Risiko auf der Suche nach Eigenständigkeit und Innovation. Als Basis ihrer Konzeption dienen die Traditionen des Konstruktivismus und der Kenntnis der Kunstgeschichte von Kandinsky bis ZERO. Unbeeindruckt vom Mainstream des Kunstmarktes agieren sie kraftvoll selbstsicher bei der Umsetzung ihrer konkreten Vorstellungen, mutig in Bewältigung der gewählten Formate, experimentell im Umgang mit ihren Werkstoffen und kommen in ihren Resultaten zu souveränen Bildschöpfungen. Als Bildträger kommen neben der klassischen Leinwand diverse Materialien zum Einsatz, die unkonventionelle Arbeitsmethoden bedingen. Die fertigen Bilder stellen das dar, was das Auge sieht und der Betrachter fühlt, sie leben von und mit ihrer Ruhe und Gelassenheit und sind schon zum Zeitpunkt ihres Entstehens zukunftsweisend.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit einem Vorwort von Dr. Eva Huttenlauch.

 

 
 

Prime Paper

Prime Paper

26.06.2015 - 01.08.2015
Ulrich Erben
Rupprecht Geiger
Raimund Girke
Gotthard Graubner
Stanislav Kolibal
Heinz Mack
Gerhard Merz
Otto Piene
Günther Uecker

Gezeigt werden ausgewählte Papierarbeiten der ZERO Künstler Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, sowie Aquarelle, Tuschen und Graphitzeichnungen von Ulrich Erben, Rupprecht Geiger, Raimund Girke, Gotthard Graubner, Stanislav Kolibal und Gerhard Merz.
 

Alf Lechner

Alf Lechner

90°

06.05.2015 - 20.06.2015
Foto: Reinhard Feldrapp

Alf Lechner ist einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer.
Sein Material ist massiver Stahl. Seit 1960 entwirft und realisiert Lechner konstruktive und konkrete Skulpturen, die ihre Form durch geplantes Teilen, Schneiden und Spalten von Würfeln, Kuben und Kugeln erhalten. Der technischen Arbeit gehen fest umrissene, rationale Überlegungen voran, die sich in den ausgeführten Werken geistig nachvollziehen lassen. Auch wenn er später in Techniken wie Stauchen, Falten, Bersten von Stahl zu freieren Lösungen kommt, so sind diese stets Resultate kontrollierten Tuns in absoluter Kenntnis des Materials und jahrzehntelangen Erfahrungen im Umgang mit Kraft, Energie und daraus folgenden physischen Reaktionen.
Hier in seiner Heimatstadt München finden sich mehrere große Skulpturen im öffentlichen Raum, z. B. in der Sammlung der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, auf der Skulpturenfläche an der Alten Pinakothek, oder seine monumentale Stele am Gasteig.
1995 wurde Alf Lechner Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seit 2001 lebt und arbeitet er mit seiner Frau Camilla in Obereichstätt im Altmühltal, wo er eine ehemalige Eisenhütte und späteren Steinbruch in einen spektakulären Skulpturenpark mit Wohnhaus, Ateliergebäude und Ausstellungshallen umwandelte. Die Alf Lechner Stiftung mit beeindruckendem Lechner Museum in Ingolstadt ist Hüter seines umfangreichen Werkes.
Mit dieser Ausstellung feiern wir den 90. Geburtstag von Alf Lechner.
 

Roland Fischer

Roland Fischer

Façades

25.02.2015 - 25.04.2015
Roland Fischer
Kitamagome Tokyo, 2013
C-Print/ Aludibond
180 x 125 cm
Auflage 5

Der Schwerpunkt unserer siebten Einzelpräsentation des Künstlers liegt auf der Werkgruppe der Facades.



Seit den Neunzigerjahren ist eine Serie von über hundert Fassaden entstanden, ein Vokabularium der globalen Architektur, ein Inventar der Landmarks der Metropolen, das nun in einer umfangreichen Monographie, herausgegeben von Petra Giloy-Hirtz, Hirmer Verlag München, vorliegt. Anlässlich der Buchpremiere präsentieren wir am Abend des 24. Februars das limitierte Multiple zum Motiv "Lenbachhaus".



In den Facades löst Roland Fischer die Architektur aus ihrem urbanen Kontext und konzentriert sich auf ihre rein äußerliche Hülle. Dabei reduziert er seinen Blick auf einen Detailausschnitt aus der kompletten Fassade  und überführt reale Oberflächenstrukturen in abstrakte, grafische Kompositionen. Übrig bleiben Farbe, Struktur, Rhythmen, die sich neben dem realen urbanen Abbild auch auf nicht-wirklichkeitsrelevante Zeichen und Systeme beziehen.

Gleichzeitig spiegelt sich in der Serie der Entstehungsprozess einer universalen architektonische Sprache, die durch die Globalisierung in den vor allem durch Konzerne, Banken und Investmentgesellschaften geprägten Großstadtzentren entstanden ist.



Zusätzlich zeigen wir einige jüngst entstandene Arbeiten aus der Werkgruppe New Architectures, Fotografien, die in quasi-kubistischer Manier zeitgenössische und moderne Architektur in Splitter zerlegen und in neuer Kombination nach dem Wesenskern des Gebäudes suchen.



Roland Fischer, geboren 1958, lebt in München und Beijing, ist eine der Schlüsselfiguren der deutschen zeitgenössischen Fotokunst. Photo Technik International zählt ihn neben Demand, Gursky, Ruff und Struth zu den 10 wichtigsten Fotografen Deutschlands. Sein Werk wird weltweit ausgestellt und ist in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Einzelausstellungen fanden statt in über 40 Museen und Institutionen wie Musee d"Art Moderne de la Ville de Paris, Pinakothek der Moderne, München, Centro Galego de Arte Contemporaneo (CGAC), Santiago de Compostela, Saarlandmuseum, Saarbrücken, Museo Casal Solleric, Palma, The Photographers" Gallery, London, Kunstmuseum Nijmegen, Kunsthalle Bielefeld, Goethe-Institut, Hongkong.

 

Gerhard Merz

Gerhard Merz

Königswurf

05.11.2014 - 31.01.2015
Gerhard Merz
GEMÄLDE DER BRAUT (...oder das Ende vom Lied)
2013, Lack auf Leinwand
225 x 460 x 6,6 cm

Gerhard Merz hat in diesem Jahr in seinem Atelier in Italien fünf großformatige Bildwerke geschaffen, die unter dem Titel "Königswurf" die Galerieräume in der Schellingstraße voll beanspruchen.
Das erste polychrome Stück besteht aus mehreren Pigmentschichten, die anderen vier sind aus Lacken hergestellt, einer künstlichen, kunstfeindlichen Substanz, im Auftrag zentimeterdick, in einem Wurf auf die Bildfläche verteilt, sind es Anti-Bilder bar klassicher Qualitäten.
Vorangestellt wird der Ausstellung ein Gedanke zum "Würfelwurf" des französischen Kunsthistorikers und Philosophen Georges Didi-Huberman aus einem Essay in seiner Schrift "Phasmes", 2001, über die Endlichkeit menschlicher Existenz.
 

5 Jahre Schellingstraße

5 Jahre Schellingstraße

12.09.2014 - 31.10.2014
Abbildung: Stanislav Kolibal, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger und Abraham David ChristianDie Zeit vergeht...

Vor fünf Jahren habe ich die große Ausstellungshalle in der Schellingstraße 48 im Münchner Kunstareal übernommen. Seit der Eröffnung fanden dort 26 Ausstellungen mit Malerei, Skulptur, Fotografie und Videokunst statt.

In einer Jubiläumsausstellung zeige ich nun von jedem der von mir vertretenen Künstler ein besonderes Werk und habe dabei eine persönliche Auswahl getroffen, die meine Freude und Leidenschaft an dieser Kunst zum Ausdruck bringen wird.
Zu diesem besonderen Anlass publiziere ich einen umfangreichen Katalog, der die Aktivitäten in der Schellingstraße dokumentiert.
 

Peter Krauskopf

Peter Krauskopf

Bilderserie

28.06.2014 - 02.08.2014
Ismaninger Str. 51 | 81675 München
Besuch nur nach vorheriger Terminvereinbarung
unter 089/ 27 37 01 62

In dieser neuen Werkgruppe demonstriert Peter Krauskopf mit Übermalungen darunter liegender virtuoser Farbverläufe und dem anschließenden Herunterziehen der satten Farbaufträge einen antimalerischen Kraftakt.

Abbildung
Peter Krauskopf
Z, B 261013, 2013
Öl auf Leinen
130 x 110 cm
 

Günter Fruhtrunk

Günter Fruhtrunk

kontinuum

23.05.2014 - 02.08.2014
Günter Fruhtrunk (1923–1982) ist mit seinem eigenständigen und kompromisslosen Werk einer der herausragenden Vertreter der geometrischen konkreten Malerei der Nachkriegsgeneration in Deutschland. Er nahm 1968 an der documenta IV und an der Biennale in Venedig teil und war von 1967 bis 1982 Professor an der Kunstakademie München.

Ihm zu Ehren wurde im Mai 2014 die Günter Fruhtrunk Gesellschaft gegründet. Ihr Ziel ist es, das Vermächtnis des Künstlers zu erhalten, zu fördern und zu schützen. Dies soll durch die Erstellung eines kompletten und kommentierten Werkverzeichnisses erreicht werden. Des Weiteren soll der Erhalt der künstlerischen Gestaltungen Fruhtrunks im öffentlichen Raum sowie die Initiierung und Förderung von Ausstellungen in öffentlichen Museen und Institutionen Aufgabe des Vereins sein.

Aus Anlass der Vereinsgründung präsentiert die Walter Storms Galerie einen fulminanten Querschnitt durch das malerische und druckgraphische Œuvre von Günter Fruhtrunk.
Gezeigt werden Gemälde aus den 1950er-Jahren, als sich Fruhtrunk nach Paris hin orientierte und von Fernand Léger und Jean Arp beeinflusst wurde, aber auch Werke aus den 1960er- und 1970er-Jahren, als er seine charakteristische Bildsprache aus streng rhythmisierten, sich über die Bildgrenzen hinweg ausdehnen zu scheinenden Farbbändern entwickelt hatte. Ein Glanzpunkt der Ausstellung ist das expressive Bild "Zerschleissendes Lied" von 1981, in dem er die selbstauferlegten Beschränkungen gelöst hat und zu Mischfarben und gestischem Farbauftrag gekommen ist.
Der Galeriebesucher kann sich in einem „Atelierraum“ in die Gedanken- und Ideenwelt Fruhtrunks versenken und dessen literarische und musikalische Interessen unmittelbar nachvollziehen – denn Literatur und Musik waren essenziell für Fruhtrunks Bildfindung respektive sein Bestreben, Geistiges zu materialisieren.
 

Anthony James

Anthony James

Morphic Field No.1 - Bronzeskulpturen

28.02.2014 - 26.04.2014
Abbildungen (Slider:Ausschnitt):
Anthony James
Morphic Field No.1
Bronzeskulptur

Unter dem Titel Morphic Fields schuf Anthony James in einer Münchner Gießerei 21 amorphe Bronzeskulpturen auf Muschelkalksockeln. Inspiriert von Robert Rauschenbergs Cardboard-Serie, tauchte und modellierte der Künstler Pappkartons in Wachs, um sie dann zu verbrennen und in Bronze zu gießen. Der prozesshafte, fragile Moment des Übergangs von Feststofflichkeit zu Asche wurde so eingefangen und verewigt. Die Arbeiten untersuchen das Konzept von Vergänglichkeit und Erinnerung, sie reflektieren die Beziehung zwischen unserer Gegenwart und den Mythologien der Vergangenheit.
Außerdem zeigen wir die aktuelle Skulptur Waste Land. In der an das gleichnamige, 1922 in München verfasste Gedicht von T.S. Elliot angelehnten Arbeit entsteht durch die mehrfache Spiegelung eines versilberten Astgewächses ein grenzenloser, schaurig-schöner Zauberwald.

Anthony James studierte von 1994-98 am Central Saint Martin’s College of Art and Design in London. Nach seinem Abschluss zog er nach New York und 2008 nach Los Angeles, bevor er 2013 nach München kam. Seine Arbeiten sind international erfolgreich ausgestellt worden, darunter auch regelmäßig auf der Art Basel in Basel und in Miami Beach. Sie sind in zahlreichen öffentlichen wie privaten Sammlungen vertreten, unter anderem im General Motors Gebäude in New York oder dem Istanbul Modern Art Museum.
 

Gotthard Graubner

Gotthard Graubner

08.11.2013 - 21.12.2013
Abbildung:
Gotthard Graubner, ama I, 2002, Acryl(Mischtechniken) auf Leinwand über Synthetikwatte auf Leinwand, 134 x 104 x 8 cm, courtesy Nachlass Gotthard Graubner

Zum Kunstwochenende zeigen wir großformatige Werke von Gotthard Graubner aus den letzten Jahren.
Den Eröffnungstermin hatten wir noch mit Graubner abgestimmt, der unerwartet am 24. Mai diesen
Jahres verstorben ist. So ist unsere Ausstellung gleichzeitig eine Hommage an den großen Künstler und Freund.

Gotthard Graubner (1930-2013) zählt zu den herausragenden Malern der Gegenwart. Seit den 1960er Jahren untersucht Graubner intensiv die Autonomie der Farbe und erschließt ihr mit den frühen „Farbleibern“ und „Kissenbildern“ und ab 1970 mit seinen ebenfalls objekthaften „Farbraumkörpern“ eine räumliche Dimension, jenseits des Bildraumes. „Meine Bilder bauen sich auf im Wachsen des Lichts, verlöschen mit dem Licht; Anfang und Ende sind austauschbar. Sie bezeichnen keinen Zustand, sie sind Übergang. Die Aktion der Farbe ist das Entscheidende.“
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland demonstrieren Graubners
internationales Renomée. Aktuell ehren die Kunstakademie Düsseldorf und das Museum Kunstpalst in Düsseldorf den verstorbenen „Magier der Farbe“. Seine jüngsten großen Ausstellungen mit Katalog waren 2012 im Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop und 2010 im Kunstmuseum Liechtenstein.
Graubner war Teilnehmer auf der documenta 4 und 6 und repräsentierte Deutschland 1971 auf der
Biennale von Sao Paulo, sowie 1982 auf der Biennale in Venedig. 1988 entstanden zwei großformatige Werke für den Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin, Schloss Bellevue. Von 1969 bis 1995 war er Professor für Malerei an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und 1976 bis 1998 an der Kunstakademie Düsseldorf.
 

Roland Fischer

Roland Fischer

Sonderausstellung munich museums

26.09.2013 - 31.10.2013
In seiner bekannten Werkgruppe „Fassaden“ versammelt der Fotograf Roland Fischer seit über 10 Jahren Motive prägnanter, architektonischer Bilderscheinungen aus der ganzen Welt, zuletzt das neugestaltete Münchner Lenbachhaus.

Zur Erstpräsentation dieses Werkes zusammen mit den beiden Motiven des Museum Brandhorst, die
2010/11 entstanden sind, lade ich Sie herzlich in meine Galerie in Bogenhausen ein.

walter storms galerie
Ismaninger Str. 51
81675 München
www.storms-galerie.de

nur nach Vereinbarung geöffnet
Tel.: +49(0)89-27370162
mail@storms-galerie.de
 

Stanislav Kolíbal

Stanislav Kolíbal

13.09.2013 - 30.10.2013
Abbildung:
Stanislav Kolíbal
Weißes Relief, 2011
Holz, Lack, Eisen, Graphit
150 x 108 cm

Seit Anfang der 50er Jahre hat der international profilierte tschechische Bildhauer Stanislav Kolíbal (geb. 1925) ein skulpturales und zeichnerisches Œuvre geschaffen, das in der systematischen Reduktion auf einfache Strukturen und Materialien Verbindungen zu minimalistischen und konzeptuellen Tendenzen sowie zur Arte Povera aufweist. Skulpturen, Reliefs und Zeichnungen aus unterschiedlichen Schaffensphasen von 1964 bis 2013 verdeutlichen die Konsequenz seines Schaffens.
Walter Storms präsentierte bereits 1979 – zu einer Zeit, als Ausstellungen tschechischer Künstler im Ausland zu einer Seltenheit gehörten – die erste Einzelausstellung Stanislav Kolíbals in Deutschland. Weitere internationale Ausstellungen, wie z.B. 1980 in der O.K. Harris Gallery, New York, 1993 dem Centre Contemporain, Tours, 1998 dem College of Art, Edinburgh und 2000 den Deichtorhallen, Hamburg folgten.  2006 widmete das Museum Mönchsberg in Salzburg im Rahmen der Präsentation der Sammlung Lenz Schönberg einen Raum dem Werk Kolíbals. Seine Werke befinden sich in vielen wichtigen Sammlungen wie der Albertina, Wien, dem Solomon R. Guggenheim Museum, New York, dem Centre Georges Pompidou, Paris und der Tate Gallery, London.
 

Ulrich Erben

Ulrich Erben

In Augenhöhe

07.06.2013 - 03.08.2013
Ulrich Erben
ohne Titel, 2013
Acryl und Pigment auf Leinwand
80 x 60 cm

Wir präsentieren eine Auswahl neuester Arbeiten, die vom Künstler mit vielfältigen Bezügen zwischen den Exponaten und unter Einbeziehung einzelner historischer Arbeiten getroffen wurde.

Ausstellungen wie »Geplante Malerei« im Westfälischen Kunstverein 1974 und seine Beteiligung an der Documenta 6 im Jahr 1977 machen Ulrich Erben als Vertreter einer neuen konkreten Kunst bekannt. Seine Arbeiten thematisieren die Farbe selbst mit ihren Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten.

Der Hauptraum der Ausstellung ist den großformatigen Farbtafeln gewidmet, mit denen Erben seine „Siria“-Werkgruppe, die zurückgeht auf eine 2007 unternommene Reise durch die Wüstenlandschaften Syriens, abschließt. Die dort vorgefundenen „farbigen Phänomene“, die erdigen Farbtöne und das Licht der Wüstenlandschaft übersetzt Erben in minimalistische Kompositionen. Mittels der Farben, die er virtuos in feinsten Abstufungen aufträgt, transportiert er die vorherrschenden Stimmungen und den Charakter der Landschaft in konkrete Malerei. Neben neuesten Werken, in denen Ulrich Erben räumliche Wirkung - am Rande der Wahrnehmbarkeit - allein durch horizontale Gliederungen und die Art des Farbauftrags erzielt, präsentieren wir die titelgebende Serie »in augenhöhe«.

Ulrich Erben, geb. 1940 in Düsseldorf, studiert an den Kunstakademien Urbino und Venedig, an den Kunsthochschulen Hamburg, München und Berlin. 1980-2005 übernimmt Erben eine Professur an der Kunstakademie Münster. Erbens Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen, so im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart in Berlin, im Museum Abteiberg, Mönchengladbach und Von der Heydt-Museum in Wuppertal vertreten. Ulrich Erben lebt und arbeitet in Düsseldorf und Bagnoregio, Italien.
 

Albert Hien

Albert Hien

La dolce vita – Neonskulpturen

08.03.2013 - 25.05.2013
Wir laden herzlich zu unserer aktuellen Ausstellung "La Dolce Vita" des Münchner Bildhauers Albert Hien in der Walter Storms Galerie ein. Nicht nur der Titel des berühmten Spielfilms Federico Fellinis aus dem Jahr 1960 klingt an, sondern auch der Müßiggang an den Stränden des sommerlichen Mittelmeeres mit seinen endlosen Feldern von Liegestühlen und Sonnenschirmen, mit Sonnenbrand und Langeweile. In der Erinnerung des Künstlers sind Rätselhefte, um Zeit und Urlaubsdepression tot zu schlagen, fester Bestandteil dieses Szenarios. Diese an sich unproduktive, öde Tätigkeit des Lösens von Kreuzworträtseln und Sudokus hat Hien schon als Kind verstört und fasziniert zugleich. Heute sieht er in dieser sinn- und zweckfreien geistigen Übung reinste "Schivanoia" (Ital.: "vor der Langeweile fliehen") und somit adäquates Gegenstück zweckfreier künstlerischer Beschäftigung. Dabei sind es nie die ungelösten Aufgaben, die leeren Kästchen auf den Seiten der Rätselhefte, auf die sein Augenmerk sich richtet, sondern vielmehr die Musterlösungen am Ende der Zeitschriften. Dort bilden sich in geometrischer Anordnung Zahlengruppen und Buchstabenkonstellationen, deren kryptischer Charakter die ursprüngliche Rätselhaftigkeit weit übertrifft. Für Hien beginnt mit der sichtbaren typographisch manifesten Lösung erst das Geheimnisvolle (Die Lösung ist das Rätsel!!) .
Dies bringt uns vom Liegestuhl am Strand direkt zur Beschäftigung mit den Werken der Konzeptkunst und Konkreten Poesie. Deren Künstler haben vielfach Neonschrift verwendet, um für den immateriellen Charakter der durch Schrift vermittelten Inhalte ein adäquates Medium zu finden. Auch Hien arbeitet seit einigen Jahren intensiv mit Neonsystemen. Als Bildhauer (vertreten auf der documenta 7 und 8) steht für ihn allerdings die Lösung der Zeichen und Buchstaben von der Fläche und ihre Rekombination als Skulptur im Vordergrund. Die spezielle Materialität und handwerkliche Fertigung der Neonsysteme sind neben der raumbestimmenden Farbwirkung weitere Komponenten für Hiens künstlerische Experimente.
In der großen Übersichtsausstellung "Deutsche Lichtkunst im 20. und 21. Jahrhundert", die 2013/14 das Kunstmuseum Celle ausrichten wird, ist Albert Hien ebenfalls mit wichtigen Neonarbeiten vertreten.
 

Sean Scully

Sean Scully

Change and Horizontals

11.01.2013 - 23.02.2013
Sean Scully
Change #7, 1975
Acryl und Klebeband auf Papier
57,2 x 77,7 cm

Die Ausstellung, kuratiert von Brett Littman und Joanna Kleinberg vom The Drawing Center in New York , zeigt 14 abstrakt-geometrischen Zeichnungen und fokussiert die Jahre 1974/75. Sie beinhaltet neben den beiden titelgebenden Zeichnungsserien zwei großformatige Gemälde und 60 Seiten aus einem der persönlichen Notizbücher Sean Scullys, die erstmals zusammen gezeigt werden.
Die beiden Zyklen Change und Horizontals, ausgeführt in Acryl, Tinte, Graphit und Abdeckdeckband auf Papier, sind in London und New York in aufeinanderfolgenden Jahren entstanden. An ihnen wird die Bedeutung von Farbe und Form in Scullys Abstraktionen deutlich. Da die Farbewahl im Werk Scullys immer im jeweiligen Entstehungsort verwurzelt ist, sind auch hier Impressionen der beiden Städte fundamental für die Zeichnungen. Zusammen mit den freihändigen Skizzen aus dem Notizbuch belegen diese Arbeiten grundlegende Veränderungen in Komposition und Gestik im Werk und gewähren einen einzigartigen Einblick in die singuläre Ästhetik des Künstlers.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Change and Horizontals wird anschließend zu sehen sein in der Galleria nazionale d’arte moderna e contemporanea, Rom, 14. März – 9. Juni 2013 und The Drawing Center, New York, 26. September – 10. November 2013.

Neben zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen weltweit richteten 1989 die Whitechapel Art Gallery, London, und die Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, 1995 das Hirschhorn Museum, Washington, 2001 die Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 2006 das Metropolitan Museum of Art , New York und 2009 das Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg große Retrospektiven seines Werkes aus. Die jüngste Überblicksschau Sean Scully: Retrospective wurde 2012 im Kunstmuseum Bern und im Lentos Kunstmuseum, Linz gezeigt. Sean Scully lebt in New York, Barcelona und Mooseurach bei München.
 

Rupprecht Geiger / Shannon Finley

Rupprecht Geiger / Shannon Finley

Licht

26.10.2012 - 22.12.2012
Unter dem Titel LICHT präsentieren wir erstmals Arbeiten des kanadischen, in Berlin lebenden Malers Shannon Finley zusammen mit Bildwerken Rupprecht Geigers.
Zur Eröffnung anläßlich des Kunstwochenendes München laden wir Sie herzlich ein!
Die beiden ungegenständlich arbeitenden Maler konzentrieren sich inhaltliche auf die Farbe selbst und den Bezug zu optischen Phänomenen, insbesondere des Lichts. Während sich Geiger in seinen Modulationen der fluoreszierenden Qualität der Tagesleuchtfarben bedient, um eine nahezu immaterielle Wirkung zu erzielen, schichtet Finley in einem intensiven Prozess unzählige durchscheinende Lagen Acrylfarbe in rein geometrischen Formen auf die Leinwand. In der prismatisch anmutenden Oberfläche, zerfällt die Wirklichkeit wie in einem Kaleidoskop in buntes Leuchten. Von Rupprecht Geiger bisher noch nie gezeigte, letzte Arbeiten des Altmeisters der deutschen Nachkriegsmalerei werden ergänzt von einer hochkarätigen Sammlung von Werken aus den 50er Jahren. Die Werke Shannon Finleys sind alle jüngst für diese Ausstellung entstanden.

Shannon Finley, geb. 1974, in Ontario, Kanada, lebt und arbeitet in Berlin. Einzelausstellungen (Auswahl) 2012 BISCHOFF/WEISS, London, 2011 Galerie Christian Ehrentraut, Berlin, 2010 Silverman Gallery, San Francisco, 2007 Kunst Klub Berlin. Gruppenausstellungen (Auswahl) 2012 Künstlerhaus Bethanien, Berlin, Biksady Galéria, Budapest, Neue Galerie Gladbeck, Kunsthalle Erfurt, 2011 Kunst- und Kulturzentrum Montabaur, Kunstverein Ulm, Nettie Horn Gallery, London, 2008 Neuer Aachener Kunstverein.

1949 war Rupprecht Geiger (1908-2009) Mitbegründer der Gruppe ZEN 49. Viermal nahm er an der documenta in Kassel teil. Bereits 1965 widmete ihm das Von der Heydt-Museum Wuppertal eine Einzelausstellung, 1967 die Kestner-Gesellschaft Hannover. Es folgten zahlreiche wichtige Einzelpräsentationen, u.a. 1978 und 2008 Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, 1985 Akademie der Künste Berlin, Städtische Kunsthalle Düsseldorf, 1988 Haus der Kunst München, 1994 Russisches Museum St. Petersburg, 2008 Neue Nationalgalerie, Berlin und Haus der Kunst, München. 1999 schuf Geiger großformatige Farbfriese für das Berliner Reichstagsgebäude. 2002 war er Vertreter Deutschlands bei der XXV. Bienal de São Paulo.
Shannon Finley und Julia Geiger, Enkelin und Archivarin Geigers, sind zur Eröffnung anwesend.
 

Giuseppe Spagnulo

Giuseppe Spagnulo

14.09.2012 - 20.10.2012
Abbildung: Atelieransicht

Giuseppe Spagnulo, geb. 1936, hat sich durch seine Souveränität im Umgang mit Stahl internationale Reputation erarbeitet und gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer der Gegenwart.
Schon im Gründungsjahr der Galerie 1977 stellte Spagnulo zum ersten Mal bei uns aus. Die aktuelle Ausstellung versammelt neue Arbeiten des Künstlers rund um ein Thema, mit dem er sich schon seit Anfang der 1970er Jahre auseinandersetzt – das der „ferri spezzati“, zu Deutsch „gebrochene Eisen“. Hierbei spaltet er mit gezielten Eingriffen massive Stahlblöcke. Es gelingt ihm dabei, den rotglühend erhitzten Stahl durch Biegungen und Knicke aus seiner scheinbar unnahbaren Form zu lösen.

Wichtige Stationen seiner künstlerischen Karriere sind die Teilnahme an der documenta 6 (1977) und die Vertretung Italiens auf den Biennalen von Venedig 1972 und ´86. Von 1987 und 2002 war Spagnulo Professor an der Kunstakademie Stuttgart. Er lebt und arbeitet in Mailand.
 

Jean-Marc Bustamante

Jean-Marc Bustamante

06.06.2012 - 28.07.2012
Jean-Marc Bustamente, Boisdale, 2008,
Serigraphie auf Plexiglas, 255 x 195 cm

Schon seit über einem Jahr ist der französische Künstler Jean-Marc Bustamante Professor für Malerei an der hiesigen Kunstakademie. Mit dieser seiner ersten Einzelausstellung in München stellen wir Dir den Künstler mit ausgewählten und exemplarischen Bildwerken vor.
Bekannt wurde Bustamante Anfang der 1980er Jahre durch großformatige Fotografien; später widmet er sich auch der Bildhauerei und Malerei und versucht dabei stets die strengen Grenzen der Gattungen zu überwinden und die verschiedenen Medien einander anzunähern.
In der aktuellen Werkreihe Peintures, Gemälde, setzt sich Bustamante mit dem traditionellen Konzept der Zeichnung auseinander, wobei er digital bearbeitete Papierzeichnungen mittels Siebdruck auf Plexiglasplatten überträgt. Einige dieser grafischen Vorlagen sind erstmals hier bei uns zusammen mit ihren entsprechenden Umsetzungen in Plexiglas zu sehen. Der besondere Reiz der Peintures entsteht durch den spannenden Kontrast von artifiziellem, kühlem Material und dem malerischen, weichen Duktus.

Jean-Marc Bustamantes Werk wurde in zahlreichen internationalen Museumsausstellungen gewürdigt, u.a. in der Villa Medici, Rom (2012), der Kunsthalle Bregenz (2006), der Tate Gallery London (1998), dem Kunstmuseum Wolfsburg (1994) und der Galerie Nationale du Jeu de Paume Paris (1996). 2003 stellte er den französischen Beitrag auf der Biennale von Venedig, war Teilnehmer an der documenta VIII, IX und X und gilt heute als einer der renommiertesten Künstler Frankreichs.

August: geschlossen
 

Gerhard Merz

Gerhard Merz

Die Braut

23.03.2012 - 26.05.2012
Ausstellungsansicht Gerhard Merz

Unter dem Titel „Die Braut“ zeigen wir bis zum 26. Mai eine Installation bestehend aus sieben monochromen Bildern, mehreren Objekten aus Glas, Edelstahl und Holz, einem Wandtext, sowie einem retrospektiven Buchwerk. Es ist dies ein Kommentar von Gerhard Merz über Marcel Duchamps Münchner Zeit, der auch die Ausstellung „Marcel Duchamp in München 1912“ vom 31. März bis zum 15. Juli 2012 im Kunstbau der Städtischen Galerie im Lenbachhaus gewidmet ist.

Gerhard Merz, geboren 1947, hat an der Münchner Akademie Malerei studiert. Er lebt heute in Pescia bei Lucca in Italien, lehrte 1991-2004 an der Kunstakademie Düsseldorf und seitdem an der Akademie der Bildenden Künste München. In diesem Frühjahr beendet er seine Lehrtätigkeit. Gerhard Merz ist viermaliger documenta–Teilnehmer und gestaltete 1997 zusammen mit Katharina Sieverding den deutschen Pavillon bei der Biennale von Venedig.
 

Block

Block

Peter Krauskopf

05.11.2011 - 23.12.2011
Peter Krauskopf, Landschaft mit abstraktem Gemälde, 2011, Öl auf Leinen, 70 x 63 cm