Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Rencontre

Sati Zech trifft auf Pomona Zipser
06.06.2013 - 27.07.2013
Rencontre

Galerieseite, links:
Atelieraufnahme Pomona Zipser

Startseite, Reihung (Ausschnitt):
Atelieraufnahme Sati Zech

Eine Gegenüberstellung von MARCEL HÜPPAUFF und ASGER JORN eröffnete 2011 unsere Reihe Rencontre.
Die zugrundeliegende Idee dieser „Begegnungen“ war es, feste Positionen aus unserem Galerieprogramm auf externe Künstler und Künstlerinnen treffen zu lassen und so den Bezugsrahmen zu erweitern.
Mit SATI ZECH und POMONA ZIPSER, von der größere Plastiken bereits 2008/09 in der Galerie Marie-José van de Loo gezeigt wurden, begegnen sich nun zwei Bildhauerinnen, die sich über ihre gemeinsame Studienzeit bei dem ehemaligen SPUR-Mitglied LOTHAR FISCHER in den 80er Jahren kennen und die künstlerische Entwicklung der jeweils anderen seitdem – zumindest aus der Ferne – interessiert verfolgt haben. Zu einem engen persönlichen Austausch kam es jedoch nicht.
Um so mehr freuen wir uns, dass die beiden unserem Vorschlag gefolgt sind und hier nicht nur ihre Werke präsentieren, sondern sich darüber hinaus gemeinsam den Fragen von Dr. Fritz Jacobi gestellt haben. Der Kunsthistoriker und ehemalige Kustos der Neuen Nationalgalerie Berlin ist mit den Arbeiten beider Künstlerinnen schon lange vertraut, was sich bislang in mehreren Katalogbeiträgen und Eröffnungsreden niedergeschlagen hat.
Im folgenden Gespräch spürt er den verbindenden Ansätzen zwischen Pomona Zipser und Sati Zech nach, die sich formal zunächst in den eher zweidimensional gehaltenen Papiercollagen beider Künstlerinnen zeigen, die sich aber auch in einer ähnlich konsequenten Haltung zu ihren Zielen in der Kunst äußern. Über die Gemeinsamkeiten offenbaren sich gleichzeitig große Unterschiede: Während Pomona Zipsers Arbeiten – um Fritz Jacobi zu folgen – „einen stärker spitzigen, konstruktiveren, fragilen, aber dennoch in sich gefestigten Charakter“ aufweisen, herrscht bei Sati Zech „das Organische, Plastische, zuweilen das aggressiv Aufgeladene, aber trotzdem Verletzbare und Gefährdete“ vor.
In dieser Ausstellung, die Pomona Zipsers konsequente Entwicklung der Wandarbeiten von Collagen hin zu „zweidimensionalen Skulpturen“ und schließlich zum Schattenriss verfolgt und von Sati Zech ebenfalls die verschiedenen Werkgruppen der Papier-, Leinwand- und Lederarbeiten versammelt, können solche Feststellungen ebenso wie viele andere Thesen des Gesprächs von jedem selbst und im direkten Gegenüber mit den Werken überprüft werden.

 

Taking place at

Stiftung van de Loo

Showroom Gabelsbergerstr. 19 • 80333 München
+49 89 22 62 70
By appointment
www.stiftung-vandeloo.de