Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Galerie Wolfgang Jahn

Reichenbachstr. 47-49 (Rgb.) • 80469 München
+49 89 29 79 69
www.galeriejahn.com info@galeriejahn.com
Tue – Fri 1 – 6 pm • Sat 12 am – 4 pm
and by appointment

Reichenbachstr. 47-49
80469 München

Current exhibitions

Rainer Fetting

Rainer Fetting

Neue Arbeiten

11.09.2020 - 30.10.2020
Seit September 2019 wird die Galerie Karl Pfefferle von dem Lands- huter Galeristen Wolfgang Jahn weitergeführt. Die bisher unter dem Namen „Jahn Pfefferle“ bekannte Galerie wird ab September unter dem neuen Namen „Galerie Wolfgang Jahn“ auftreten.

Zur Open Art 2020 zeigt die Galerie Wolfgang Jahn Arbeiten des Künstlers Rainer Fetting, der bereits bei Karl Pfefferle fester Bestandteil des Galerieprogramms war.

Die Galerie Wolfgang Jahn zeigt neue Arbeiten des Künstlers Rainer Fetting (*1949 Wilhelmshaven). Zu sehen sind unter anderem auch Bilder aus dem Werkzyklus „Sylt“. Seine Bilder lassen Farbräume voller Energie und malerischer Freiheit entstehen, die uns die Intensität des Malaktes spüren lassen - uns aber zugleich in die - mal raue, mal sanfte - Natur der Küstenlandschaft versetzen. Selbst in der stärksten Loslösung vom gegenständlichen Motiv bleibt die Eigendynamik des Bildsujets stets spürbar.

Die langjährige künstlerische Karriere von Rainer Fetting wird aktuell auch mit einer umfassenden Retrospektive „Here are the lemons“ im Schloss Gottorf gewürdigt.

Rainer Fetting
Blauer Surfer, 2020
Acryl auf Leinwand
120 x 80 cm
Copyright: Rainer Fetting und Galerie Wolfgang Jahn

 
 

Upcoming exhibitions


Past exhibitions

Bernd Zimmer

Bernd Zimmer

TERRAnaut
Malerei. Die Idee STOA169

10.06.2020 - 08.08.2020
Bernd Zimmer
Reflexion über Blitz (Spannung), 2017/19
Acryl/Lwd.
200 x 160 cm
© Bernd Zimmer und Galerie Jahn Pfefferle

 
 

Hermann Nitsch

Hermann Nitsch

Im Rausch der Farben – Bilder der letzten Jahre

12.03.2020 - 30.05.2020
Hermann Nitsch
Schüttbild, 2019
Acryl auf Leinwand
150 x 100 cm

 

 
 

Leif Trenkler

Leif Trenkler

Early Bird

14.11.2019 - 15.02.2020
Leif Trenkler
Early Bird, 2019
Öl auf Holz
195 x 130 cm

 
 

Hubert Scheibl

Hubert Scheibl

My Echoes, My Shadows and Me

12.09.2019 - 31.10.2019
Hubert Scheibl
Ones, 2016/17
Öl auf Leinwand
150 x 120 cm
Foto: © Pixelstorm, Wien

 
 

Duncan Swann

Duncan Swann

Conversations interrupted across time

04.07.2019 - 03.08.2019
Duncan Swann
Day to dusk, 2019
Acryl und Tinte auf Papier
46 x 38 cm

 

 
 

Malerei • Painting • Peinture

Malerei • Painting • Peinture

Eine Hommage an Karl Pfefferle

04.04.2019 - 29.06.2019
Am 23. Januar ist Karl Pfefferle von uns gegangen. Die Lücke, die er hinterlässt, ist unvorstellbar. In einer Hommage an sein Wirken als Förderer der zeitgenössischen Kunst zeigen wir eine einzigartige Auswahl an Werken seiner Künstler.

Foto©: Oliver Soulas

 

 
 

Hell Gette

Hell Gette

Landscapes 3.0

24.01.2019 - 09.03.2019
Hell Gette
#Venus 3.0
Öl auf Leinwand
150 x 120 cm, 2K18

 
 

Bernd Zimmer

Kristallwelt

07.11.2018 - 19.01.2019
 

35 JAHRE GALERIE KARL PFEFFERLE

35 JAHRE GALERIE KARL PFEFFERLE

14.09.2018 - 03.11.2018
Zu OPEN art ausgestellte Künstler:
HANS-PETER ADAMSKI
ELVIRA BACH
PETER BÖMMELS
WALTER DAHN
MARTIN DISLER
DOKOUPIL
RAINER FETTING
CARSTEN FOCK
BRUNO GIRONCOLI
HELL GETTE
JAN VAN IMSCHOOT
DAVID LYNCH
MITRÍKOVÁ & DEMJANOVIČ
HUGHIE O ́DONOGHUE
SIGMAR POLKE
CLAUDE SANDOZ
TONY SCHERMAN
PETER SCHUYFF
PAUL SCHWER
ANDREAS SCHULZE
STRAWALDE
DUNCAN SWANN
STEFAN SZCZESNY
LEIF TRENKLER
EKREM YALCINDAG
ROBERT YARBER
BERND ZIMMER

Jiri Georg Dokoupil
Ohne Titel (Rosa Traum I.), 2017
Seifenschaum und Pigment auf Leinwand
90 x 100 cm

 

 
 

David Lynch

David Lynch

Lithographs and Woodcuts

21.06.2018 - 08.09.2018
David Lynch
Magic man outside my house, 2008
Lithografie
66 x 89 cm

 
 

Paul Schwer

Paul Schwer

Shift

22.02.2018 - 07.04.2018
Galerieseite und HOME /Reihung:
Pet-G, 2017
Leuchtstoffröhre
103 x 55 x 45 cm

HOME /Slider:
Ohne Titel, 42 x 45 x 50 cm

 
 

Dokoupil

Dokoupil

Lapislazuli

09.11.2017 - 03.02.2018
Jiri Georg Dokoupil
Ohne Titel (Lapislazuli-Ultramarin I.), 2017Seifenschaum und Pigment auf Leinwand
150 x 130 cm

 
 

David Lynch

David Lynch

Smiling Jack

08.09.2017 - 04.11.2017
David Lynch (*1946) studierte an der Kunstakademie Philadelphia und kam über die Malerei zum Film: „Es gibt Dinge, die sich mit Worten nicht ausdrücken lassen. Die Malerei zieht sich durch alles andere hindurch“, so Lynch.

Die zweite Staffel der legendären Serie Twin Peaks läuft bereits im deutschen Fernsehen. Nun zeigen wir mit Smiling Jack die neueste Ausstellung von David Lynch. Im November wird seine große Retrospektive in Torun, Polen, beginnen.

Wir zeigen eine Auswahl von Papierarbeiten, Bildern und Fotografien, die Lynchs einzigartigen Kosmos widerspiegeln. Der Künstler geht sparsam mit Farben um und die Bildtitel fügen sich oft als freie Schrift in seine Kompositionen ein. Lynch entwickelt seine Bildwelten aus der Dunkelheit heraus, sie scheinen mehr zu verbergen als preiszugeben und ihre Anziehungskraft ist oft in einer Mischung aus Bedrohlichem und Skurrilem begründet. Das Geheimnis liegt hinter und unter den Dingen und die Wahrheit in diesem Geheimnis.

David Lynch
All I Want For Christmas Is My Two Front Teeth, 2012
Mischtechnik auf Papier
53 x 75 cm
© David Lynch und
Galerie Karl Pfefferle

 
 

Jan van Imschoot

Jan van Imschoot

Flowers for Angela

22.06.2017 - 02.09.2017
Jan van Imschoot
The female struggle for justice, 2016
Öl auf Leinwand
116 x 89 cm
Bildrechte: Jan van Imschoot und Galerie Karl Pfefferle
 

Duncan Swann

Duncan Swann

if then else

06.04.2017 - 17.06.2017
Duncan Swann
David, 2017
Öl auf Leinwand
190 x 150 cm
SWA 025
Copyright: Duncan Swann und Galerie Karl Pfefferle
 

Ekrem Yalcindag

Ekrem Yalcindag

Floral. Seriell. Abstrakt. Monochrom

09.02.2017 - 01.04.2017
Ekrem Yalcindag
Der Baum / The Tree, 2016
Öl auf Leinwand
2-teilig, je 100 x 100 cm
 

Leif Trenkler

Leif Trenkler

La Bonaccia

10.11.2016 - 04.02.2017
 

Carsten Fock

Carsten Fock

Lives and works in Munich

09.09.2016 - 05.11.2016
Carsten Fock
Ohne  Titel, 2016
Mischtechnik auf Leinwand
55 x 46 cm

 
 

Peter Schuyff

Peter Schuyff

Gun in my Pocket

23.06.2016 - 03.09.2016
 

Auf Papier

Auf Papier

Künstler der Galerie und Gäste

21.04.2016 - 18.06.2016
In Kooperation mit Platform / www.platform-muenchen.de

Ausgewählte Beispiele der Ausstellung "Auf Papier" von Bernd Zimmer, Jiri Georg Dokoupil und Hans Peter Adamski.
© GKPF
 

Karel Dierickx

Karel Dierickx

Ausgewählte Arbeiten

03.03.2016 - 16.04.2016
 

Bruno Gironcoli

Bruno Gironcoli

Geheimnis

21.01.2016 - 27.02.2016
Bruno Gironcoli
ohne Titel (Ungeborenes)
Aluminiumguss, 2008
 

Rainer Fetting

Rainer Fetting

05.11.2015 - 16.01.2016
Rainer Fetting
Wolken Aufbruch, 2015
 

Bernd Zimmer

Bernd Zimmer

Baum. Licht

10.09.2015 - 31.10.2015
Bernd Zimmer
Pujuhapi II, 2013
200 x 150 cm
Copyright: Bernd Zimmer und Galerie Karl Pfefferle

 
 

Gefühl und Härte: Revisited

Gefühl und Härte: Revisited

Arbeiten der 1980er Jahre

26.06.2015 - 31.07.2015
 

Helmut Mauró . Bernd Zimmer

Helmut Mauró . Bernd Zimmer

WHITE SULPHUR

16.06.2015 - 20.06.2015
 

Larry Clark

Larry Clark

Paintings, Collages and Photographs

23.04.2015 - 20.06.2015
THEY THOUGHT I WERE BUT I AREN´T ANYMORE

Larry Clark
Heroin 5, 2014
Öl auf Leinwand
183 x 122 cm

OFFENES WOCHENENDE KINO DER KUNST 24 - 26. APRIL, 13 - 18 UHR
ARTIST TALK
FREITAG, 24. APRIL, 18.30 UHR, MUSEUM BRANDHORST,
MOD.: HEINZ PETER SCHWERFEL

KINO DER KUNST
FREITAG, 24. APRIL, 22 UHR, KINO DER HFF
DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG "THE SMELL OF US", FILM VON LARRY CLARK
 

Jan van Imschoot

Jan van Imschoot

Les phantômes de l'eau

05.03.2015 - 18.04.2015
Jan van Imschoot
Kinski, 2010
Aquarell auf Papier
36 x 26 cm
 

Paul Schwer

Paul Schwer

New Works

22.01.2015 - 28.02.2015
LARRY, GULFF, BENT UND ANDERE

Paul Schwer
Ausstellungsansicht 2014/2015
Museum Biedermann, Donaueschingen
 

Tony Scherman

Tony Scherman

Difficult women

06.11.2014 - 17.01.2015
 

Leif Trenkler

Leif Trenkler

Opal Colour day

11.09.2014 - 31.10.2014
Leif Trenkler
Tropicana, 2014
Öl auf Holz, 116 x 89 cm

 
 

Ekrem Yalcindag

Ekrem Yalcindag

Finding Turquoise

05.06.2014 - 31.07.2014
BIS ENDE AUGUST NACH VEREINBARUNG GEÖFFNET.
 

Martin Disler

Martin Disler

Alles Blut sammelt sich im Kopf...

03.04.2014 - 31.05.2014
 

Dokoupil

Dokoupil

Soap Bubbles and Candle Soot

23.01.2014 - 29.03.2014
 

Carsten Fock

Carsten Fock

Rave

08.11.2013 - 25.01.2014
Bitte beachten Sie, dass die Galerie vom 23.12. bis 6.1. geschlossen hat.
 

Bernd Zimmer

Bernd Zimmer

Alles fliesst. Bilder 2012 - 2013

13.09.2013 - 02.11.2013
Abbildung:
Bernd Zimmer
Alles fliesst IV, 2012
Acryl auf Leinwand
210 x 160 cm

Seit den späten Siebziger Jahren ist Bernd Zimmers gewaltiges Thema die Landschaft. In seinen neuesten Bildern und Holzschnitten widmet er sich einem in seiner Ambivalenz sowohl malerisch, als auch philosophisch herausfordernden Thema: panta rhei (griechisch: πάντα ῥεῖ, „Alles fließt“), dem ständigen Wechsel, dem Ephemeren der Beschaffenheit einer Wasseroberfläche. Dabei kommt er im Holzschnitt, selbst bei gleichem Motiv und verwandter Farbigkeit, oft zu gänzlich anderen Resultaten als auf der Leinwand.Wie immer entstehen Zimmers Arbeiten nicht direkt nach der Natur; es sind Bilder aus der Erinnerung, die weniger einen topographisch bestimmbaren Ort bezeichnen, als vielmehr den malerischen Schaffensprozess und das Phänomen des Darstellens thematisieren. Es geht um die Übersetzung von Natur in eine Bildsprache, also die Übertragung von allem „Natürlichen“, das nicht vom Menschen geschaffen wurde, hinein in alles, was vom Menschen erfahren und scheinbar verstanden wird. Wie ist es möglich, die Farbstimmung, das Licht, das Ursprüngliche einer Landschaft in einem präzise konstruierten zweidimensionalen Farbraum wider zu spiegeln? Das konsequente Arbeiten in Serien, ermöglicht es Bernd Zimmer, die Naturformen nicht auf ein einziges Bild von geschlossener Endgültigkeit zu reduzieren, sondern sich dem Phänomen der unendlichen Vielseitigkeit ihrer Erscheinungsformen anzunähern.
 

Joris Van de Moortel / Paul Schwer

Joris Van de Moortel / Paul Schwer

Das Fruchtfleisch unserer Architektur

06.06.2013 - 27.07.2013
Im August ist die Galerie geschlossen.
 

Rainer Fetting

Rainer Fetting

Pali Gap

21.03.2013 - 25.05.2013
Fotografien aus den 80er Jahren und neue Bilder
 

Peter Schuyff

Peter Schuyff

Selected Works 1986-2012

17.01.2013 - 16.03.2013
 

David Lynch

David Lynch

It Happened At Night

26.10.2012 - 22.12.2012
David Lynch
I Burn Pinecone, 2009
Mischtechnik auf Karton, Elektrik, Glühbirnen, hinter Plexiglas gerahmt, 183 x 274 x 23 cm, Foto: © David Lynch, Courtesy the artist
& Galerie Karl Pfefferle, Munich

Recent paintings and drawings

Zum ersten Mal werden in München großformatige Materialbilder, Gemälde und Zeichnungen des amerikanischen Künstlers und Filmemachers David Lynch (*1946) zu sehen sein. Seine letzte umfassende Ausstellung im Max Ernst Museum in Brühl 2010, dem Jahr, in dem Lynch auch den Goslarer Kaiserring für sein bildnerisches Werk erhielt, zeigte die ungeheure Kohärenz seines gesamten Schaffens. Lynch kam über die Malerei zum Film und sie begleitet sein Werk seit dem Malereistudium an der Kunstakademie Philadelphia in den späten 60er Jahren: „Die Malerei kann wahre Aussagen über alle Aspekte des Lebens machen... Das gleiche gilt für Musik. Es gibt Dinge, die sich mit Worten nicht ausdrücken lassen. Darum geht es in der Malerei und beim Filmemachen... Die Malerei zieht sich durch alles andere hindurch“, so Lynch.Seine szenografischen Materialarbeiten, die in Referenz zu Francis Bacon mit schweren Goldrahmen umfasst sind, werden zu Räumen oder Bühnen innerhalb derer sich Lynchs Lust an Geschichten ohne Ausgang und Rätseln ohne Lösung entfaltet. In die Bilder eingefügte Wortfetzen und Sätze wie „I burn pinecone...“ deuten beunruhigende Handlungsstränge zwar an, offenbaren aber nie deren Ausgang. Lynch spielt mit Proportionssprüngen, ignoriert die Gesetze der Perspektive, setzt Fernes und Nahes nebeneinander und ordnet so den Gegenständen im Bild Bedeutungsgrößen zu. Immer wieder wird das Auge des Betrachters vom Detail angezogen und der Blick in extremer „Naheinstellung“ gebannt. Eine Ameise ist bei Lynch so groß wie ein Haus, und ein „distant memory“ – die vage Erinnerung an das Antlitz einer Frau – hat die Größe eines Streichholzbriefchens. David Lynchs Bildwelten scheinen immer mehr zu verbergen als preiszugeben und sind gerade deshalb von einer überwältigenden Anziehungskraft, die oft in einer Mischung aus Bedrohlichem und Skurrilem begründet ist. Wie Werner Spies es formuliert: „Dem unerhört sensiblen, kalkulierten Umgang mit dem Unheimlichen entkommen wir nie.“
 

Leif Trenkler

Leif Trenkler

Possible à chaque instant

13.09.2012 - 20.10.2012
Leif Trenkler
Orchideen, 2012
Öl auf Holz, 130 x 98 cm
Foto: Simon Vogel
Courtesy Galerie Karl Pfefferle

Leif Trenkler (*1960) nimmt in seinem neuesten, zur Open Art erstmals präsentierten Werkzyklus Bezug auf ein Diktum des französischen Lyrikers und Philosophen Paul Valéry. Es geht darin um die größtmögliche Freiheit im Umgang mit Sprache, das Auflösen festgefahrener Bedeutungen und die damit einhergehende Beschränkung der Wahrnehmung. Jedes einzelne Wort sollte jederzeit neu „gelesen“ bzw. rezipiert werden können. In seiner figurativen Malerei findet Trenkler eine Bildsprache, die den Betrachter immer wieder an die Grenzen eingefahrener Sehgewohnheiten führt. Bewusst wählt Leif Trenkler Alltagszenen oder scheinbar belanglose Begebenheiten: dabei sind es eher die kleinen Verschiebungen, die seine Aufmerksamkeit erregen als die spektakulären Gesten.
 

Dokoupil

Dokoupil

Der Ring des Nibelungen

21.06.2012 - 28.07.2012
Dokoupil, "Siegmund zieht Nothung aus der Esche", 1993, Ruß auf Leinwand;
Foto: Claus Bach; Courtesy Galerie Karl Pfefferle,
© Dokoupil / VG Bild-Kunst, Bonn

In Bezugnahme auf die diesjährigen Münchner Opernfestspiele mit ihrem Fokus auf Wagners Ring des Nibelungen, zeigt die Galerie Karl Pfefferle erstmals eine Reihe von Bildern und Skizzen, die Dokoupil (*1954) zu diesem Thema 1993 geschaffen hat.

Der „Einfallsreichtum, die innere Freiheit und bildnerische Intelligenz“, die Robert Fleck (Kurator der Ausstellung Dokoupil. Malerei im 21. Jahrhundert, Deichtorhallen Hamburg, 2005) dem Werk Dokoupils zuschreibt, spiegelt sich in diesen Arbeiten aufs Beste wider.

Ohne jeden Betroffenheits- oder Anklage-Ethos nimmt sich Dokoupil des von den Nationalsozialisten ideologisch funktionalisierten Mythenstoffes an: Er entwirft für den Bankettsaal des Hotel Elephant in Weimar, das 1937 als „Führer-Quartier“ auf der Achse München / Berlin erbaut wurde, einen 14-teiligen Bilderzyklus. Dabei nähert sich Dokoupil dem Wagnerschen Kosmos von Liebe, Macht und Verrat vollkommen frei an. Seine Darstellungen beziehen sich zwar auf die Bühnengestaltung Josef Hoffmanns für die Uraufführung des Rings in Jahr 1876, doch tauchen die Nibelungen-Gestalten nur als Umrisse, als flimmernd vibrierende Flammenspuren auf, die wie Heraufbeschwörungen von etwas Schatten- oder Geisterhaftem wirken. Das Trugbildhafte dieser mythischen Schlüsselszenen wird noch gesteigert durch die von Dokoupil Ende der 80er Jahre entwickelte Technik des Malens mit Kerzenruß, das den malerischen Gestus verschleiert. Das Dargestellte bleibt flüchtig, fragmentarisch und löst sich an den Bildrändern bis hin zur rein weißen Fläche auf. Einen genialen Kontrapunkt setzt Dokoupil, indem er durch die Initialen der Handlungsträger mit ihrer vordergründigen Signalwirkung ein dadaistisches Buchstabenspiel einfügt und damit dem Heldenepos seine Bedeutungsschwere nimmt.

Noch pointierter wird alles weihevoll Teutonische in den linearen Filzstift-Zeichnungen und spontanen,
comicartigen Skizzen karikiert.

Zur Ausstellung gibt die Galerie zwei Portfolien unterschiedlicher Größe (Auflage 1 + 1 a.p.) mit jeweils 14 Pigmentdrucken zu dem Nibelungen-Zyklus von Dokoupil heraus.
 

Jan van Imschoot

Jan van Imschoot

Die Verführung des Lichts

29.03.2012 - 09.06.2012
Jan van Imschoot

Wir freuen uns, die Bilder von Jan van Imschoot (*1963), der in Gent lebt und arbeitet, in München erstmals in einer Einzelausstellung präsentieren zu können. Formal steht Jan van Imschoots Werk gänzlich in der Tradition der abendländischen Malerei: Es gibt Anklänge an Tintoretto mit seinen turbulenten und dramatischen Gegensätzen von überirdischem Licht und tiefen Schatten, an Manet mit seiner Vorliebe für die Farben der Nacht oder an Picabia mit der linearen Transparenz seiner
späten Frauenakte.

Jan van Imschoot entwickelt seine Bildwelten aus der Dunkelheit heraus. Oft scheinen sie mehr zu verbergen als preiszugeben und sind gerade deshalb von einer rätselhaften Anziehungskraft, die häufig in einer Mischung aus surrealer Symbolik und verstörender Versehrtheit begründet ist. Imschoot begreift die Oberfläche seiner Gemälde als eine linguistische Identität, die viele, teilweise
gegensätzliche Wahrheiten beinhaltet. Jede Sprache ist nur verständlich, wenn ihre Codes bekannt sind. Dies gilt sowohl für die gesprochene bzw. geschriebene als auch für die visuelle Sprache gegenständlicher Kunst. Imschoot ist daran gelegen, dem Betrachter diese Codes nicht zu entschlüsseln. Im Gegenteil: durch Titel wie „The secrets of banality“ oder „The end is never near“ führt er ihn in Gedankenräume, die weit jenseits jeder greifbaren Bildwelt liegen.

Imschoot sagt selbst: „Die Begriffe der Darstellung und der linguistischen Verworrenheit sind Konstanten in meinem Werk. Die Konfrontation zwischen dem Intuitiven, der Abschaffung des angehäuften Wissens, der linguistischen Konstrukte der Malerei, der Photographie, der Filmkunst und der Literatur bieten die Möglichkeit, mit diesen Begriffen zu spielen … Dadurch vermeide ich es, ein monotones und lineares Werk zu schaffen.“
 

Mélina Avouac

Mélina Avouac

09.02.2012 - 24.03.2012
CHAMPION ROBERT LE DIABLE (5556)

Wir freuen uns, das Werk der in Wien lebenden Künstlerin Mélina Avouac (*1982), die an der Münchner Akademie bei Olaf Metzel studiert hat, erstmals in einer Einzelausstellung in der Galerie Karl Pfefferle zu präsentieren. Mélina Avouac eignet sich die unerschöpfliche Bilderflut des World Wide Web zeichnerisch an. Dabei nimmt sie wie ein Flaneur, ohne Eile oder bestimmtes Ziel, Eindrücke auf, die spontan ihre Aufmerksamkeit erregen, und übersetzt sie in großformatige Kohlezeichnungen, Wandreliefs oder Skulpturen. Indem sie in ihren Werkzyklen scheinbar zusammenhanglos unterschiedlichste Bild- und Textzitate zu einer visuellen Lektüre verschränkt, schafft sie ein komplexes eigenständiges Gefüge, das uns mit einer individualisierten Bildwelt jenseits des schnellen Konsums konfrontiert.
 

Group Show

Group Show

Sägerauh

21.10.2011 - 04.02.2012
Pascale Marthine Tayou, Gateaux de chaussettes, 1996