Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Alexandra Bircken

A–Z
28.07.2021 - 30.09.2021
Alexandra Bircken

Die in Berlin lebende Künstlerin ist seit 2018 Professorin für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München und bekannt für ihre Skulpturen und Installationen, für die sie auf eine ungewöhnliche Bandbreite an Materialien zurückgreift: Von Alltagsgegenständen wie Verpackungen für Haarkolorationen, Schaukelpferden und zersägten Motorrädern über Textilien in Handarbeit und maschinell verarbeiteter Form bis zu organischen Stoffen, etwa Holz, Leder, Knochen oder sogar einer Plazenta – alles uns Umgebende kann zum skulpturalen Medium werden. „Meine Arbeit speist sich aus Beobachtungen menschlichen Lebens und unserer Umgebung. Es geht um unsere Verletzlichkeiten und unsere Mittel des Eigenschutzes. Und um die Leistung, welche die moderne Gesellschaft von uns erwartet und die wir uns selbst abverlangen. Häufig funktionieren wir wie Maschinen“, sagt Bircken. Und so ist es fast immer der menschliche Körper, an dem sich die Objekte ausrichten. Mit seinen komplexen Zuständen, Hüllen und verschiedenen Begehren dient er als zentraler Bezugspunkt in Birckens Werk, das man auch als Beitrag zu einer Medientheorie des Körpers verstehen kann. In thematisch gegliederten Räumen wird die Ausstellung das skulpturale Vokabular Birckens erstmals in vollem Umfang erschließen und Arbeiten aus allen Schaffensperioden in einen Dialog bringen, der den vielschichtigen Aussagen der Künstlerin zu Oberfläche, Körper, Bewegung, Hülle und Haut nachgeht.

Alexandra Bircken
„Snoopy“, 2014
Motorradanzug
153 x 161 x 14 cm
Udo und Anette Brandhorst Sammlung
© Alexandra Bircken
Foto: Andy Keate, Courtesy die Künstlerin, BQ, Berlin und Herald St, London

 

 

Ausstellungsort

Museum Brandhorst

Theresienstr. 35 a • 80333 München
Tel. +49 89 23 805 22 86
www.museum-brandhorst.de
Di–So 10–18 Uhr • Do 10–20 Uhr