Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Anita Fricek

„Body Languages of Care“
12.03.2021 - 24.04.2021
Anita Fricek

Die Ausstellung Body Languages of Care setzt Anita Friceks Interesse an der Beziehung zwischen Mensch und Pflanze fort, indem sie den Fokus auf Haltungen und Gesten der Gartenarbeit legt. Körper, die gärtnern, sind auch immer mit der Ausübung von Pflege verbunden. Die lebensgroßen Figuren sind nach von der Künstlerin aufgenommenem Videomaterial gemalt und befinden sich in einem Zustand maximaler Spannung und Bewegung. Aber über einen reinen “Realismus” hinaus sind die Figuren auch leicht abstrahiert und verbinden den dokumentarischen Aspekt der Gemälde mit einem eher metaphorischen Inhalt. Die abstrahierten, geometrischen Haltungen verkörpern die unabhängige Intelligenz der Natur, die sich in der Entschlossenheit und Klarheit der Figuren zeigt. Insofern erforscht Friceks Ausstellung, wie unser sorgsamer Umgang mit der Natur auch jener der Natur mit uns ist und setzt damit ihr langjähriges Interesse an sozialen Betreuungssystemen fort. Ob als Gartenarbeit oder durch weitläufige soziale Einrichtungen, Pflegesysteme richten unser Leben auf die Zukunft aus und reflektieren die Intelligenz der Natur. Schließlich spiegelt der Fokus der Ausstellung auf den Körper und seine Gesten Friceks künstlerische Methode wider, bei der sie das Ausgangsmaterial durch ihren eigenen Körper und seine kognitiven Fähigkeiten auf die Leinwände “wirft” und auch das Malen zu einer Körpersprache der Fürsorge macht.
Anita Fricek wurde 1967 in Wien geboren, wo sie lebt und arbeitet. Sie studierte Kunst am Studio Hamilton in Florenz, an der City University of New York, Queens College und an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie war Gastwissenschafterin an der University of Western Sydney, Australien, Empfängerin des Österreichischen Staatsstipendiums für Bildenden Kunst und hatte Artist-in-Residency-Aufenthalte in London und Sydney. In den letzten 25 Jahren stellte sie in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen aus, darunter Turner Contemporary, Margate; MUSA, Wien; Künstlerhaus, Wien; Stedelijk Museum,  Amsterdam;  Frankfurter Kunstverein; Sala Rekalde, Bilbao; Museum der Moderne, Salzburg; Artspace, Sydney und CAC, Vilnius. Über 15 Jahre hindurch entwickelte sie ein umfangreiches Malprojekt zur Erforschung pädagogischer Modelle und arbeitet derzeit am Thema Gartenarbeit.

Anita Fricek
Isa Sows Spinach, Community Garden Alsergrund (Body Languages of Care)
2020, oil on canvas
106 x 155 cm

 

Ausstellungsort

Boutwell Schabrowsky Gallery

Theresienstr. 48 • 80333 M
Tel. 49 (0)152 56004062
www.susanboutwell.com contact@susanboutwell.com
Mi–Fr 12–18 • Sa 12–15
Öffnungszeiten im Juli und August: Di–Fr 12–19 • Sa–So 12–15
barrierefrei

Nach fünfzehn Jahren als Direktorin der Boutwell Draper Gallery in Sydney begann Susan Boutwell im September 2017 mit einem neuen Ausstellungsprogramm in München.
Boutwell Draper in Sydney konzentrierte sich auf Künstler vor allem aus dem asiatisch- pazifischen Raum, die in einem breiten Spektrum von Medien arbeiten, von Malerei und Fotografie über Skulptur, Installation, Video und digitale Kunst. Die Galerie präsentierte auch internationale Künstler wie Curtis Anderson, Andy Goldsworthy, Ian Hamilton Finlay, Ryoji Koiji, Yong Deok Lee, Jay Mark Johnson, Christina Lissmann, Martin Mlecko, Ulrich Rückriem und Rosemarie Trockel.
Susan Boutwell in München engagiert sich weiterhin für die Förderung von jungen und etablierten Künstlern aus Australien und Neuseeland und ergänzt ihr Programm mit deutschen und internationalen Künstlern.
Ihr aktuelles Ausstellungsproramm umfasst Charlotte Acklin (München, Deutschland), Christopher Croft (Melbourne, Australien, lebt in München) Peter Daverington (Melbourne, Australien, lebt in New York), Jonah Gebka (München, Deutschland), Claudia Hirtl (Wien, Österreich), Stefanie Hofer (München, Deutschland), Gavin Hurley (Auckland, Neuseeland), Mira Makai (Budapest, Ungarn), Jan Schünke (München, Deutschland), Melanie Siegel (München, Deutschland),David Stephenson (Hobart, Australien), Claudia Terstappen (Melbourne, Australien), Leona Tobien (Berlin, Deutschland), Peter Westwood (Melbourne, Australien) und Peter Wüthrich (Bern, Schweiz).