Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Carsten Weitzmann (Malerei) & Rüdiger Seidt (Skulptur)

30.10.2020 - 10.01.2021
Carsten Weitzmann (Malerei) & Rüdiger Seidt (Skulptur)

Ursprünglich malte und zeichnete Weitzmann so realistisch wie möglich, folgte dem, was er sieht. Heute folgt er allein seiner Intuition und willl durch seine Bilder Geschichten erzählen. Weitzmann arbeitet immer gleichzeitig an 30 bis 50 Bildern. Ist die Farbe trocken, hat die begonnene Geschichte entweder Bestand, wird um- oder nie zu Ende erzählt. Für den Betrachter entstehen facettenreiche Bildeindrücke, jeder Eindruck erzählt eine Geschichte. Dabei steht bei Weitzmann das Zeichnerische im Vordergrund, ist präzise. Die Hintergründe sind gleichsam virtuos, ein Zusammenspiel, aus Farbe und Muster, Rasterungen, Strukturen, Symbolen, Zeichen und Wörtern. Weitzmann zeichnet mit Tusche und Aquarell. Mit Öl oder Acryl malt er auf Leinwand. In unseren Galerieräumen stellen wir sowohl sein zeichnerisches als auch sein malerisches Werk aus.
1961 in Erfurt geboren, begann Weitzmann mit 3 Jahren zu zeichnen und wusste als 6-jähriger, dass er Maler werden möchten. Nach Abschluss der Ausbildung zum Restaurationssteinmetz. wird er mit 17 Jahren freischaffender Künstler. 1998 erhält er ein Stipendium des Kulturfonds Berlin, 2007 einen Lehrauftrag für Zeichnen an der Universität Erfurt. 2007 kommt ein weiterer Lehrauftrag für den Animationsfilm dazu, den er bis heute inne hat. Er lebt und zeichnet in Erfurt.
Ausstellungsbegleitend erscheint eine Broschüre.

Die Schwünge und Verdrehungen, die Rüdiger Seidt dem statisch scheinenden Material Stahl entlockt, hauchen seinen Skulpturen Eleganz und Harmonie ein und lassen sie eine ruhige Kraft ausstrahlen. Ausgehend vom Tetraeder, einer geometrischen Grundform, konstruiert aus vier gleichseitigen Dreiecken, wachsen die Skulpturen Seidts über diese Grundform hinaus. Der Stahl wird gebogen und gedreht, gestreckt und gestaucht, spiralförmig oder spitzzulaufend zusammen gefügt. Durch die Variationen der Flächen ist der Tetraeder auf den ersten Blick kaum mehr zu erkennen. Seidts Skulpturen wollen umrundet werden. Abhängig vom Standpunkt des Betrachters verändert die Plastik ihre Erscheinung und es entstehen neue Sichtweisen.
Der 1965 in Forbach im Schwarzwald geborene Künstler beginnt bereits mit Anfang zwanzig seine freischaffende Tätigkeit als Bildhauer. Seine Werke sind in zahlreichen öffentlichen als auch privaten Sammlungen vertreten. 2019 gewann Seidt den renommierten André-Evard-Preis der Kunsthalle Messmer. Seidt lebt und arbeitet im Schwarzwald.

Galerieseite und HOME, Slider
Carsten Weitzmann
o.T., 2020
Tusche, Aquarell, Farbstift
29,7 x 42 cm

HOME, Reihung
Rüdiger Seidt
Offene Spirale, 2020
Corten
45 x 44 x 12 cm

 

 

 

 

Ausstellungsort

Galerie an der Pinakothek der Moderne – Barbara Ruetz

Gabelsbergerstr. 7 • 80333 M
Tel. +49 89 288 077 43 • Fax +49 89 273 740 43
www.galerie-ruetz.de
Di–Fr 12–19 • Sa+So 12–18 (So nur Besichtigung) • Mo nach Vereinbarung
barrierefrei