Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

„And the FORESTs will echo with laughter…”

Wald ohne Bäume in Kunst + Wissenschaft
27.06.2020 - 27.03.2021
„And the FORESTs will echo with laughter…”

Die Zeile aus einem Song von Led Zeppelin führt in eine Ausstellung,
in der der Wald als sozialer Raum im Fokus steht. Sein Ökosystem
funktioniert auf der Basis von Vernetzung und Kommunikation, Austausch und Symbiose. Vor unseren Augen verborgen, spielen sich
komplexe Prozesse ab, die nicht nur für die beteiligten Organismen
lebenswichtig sind. Denn der Wald ist mehr als nur Bäume: Als
Wirtschaftsgut, Lebensraum, Sauerstoffproduzent, CO2- und Wasserspeicher, aber auch als Sehnsuchtsort, mystischer Raum und
Gegenentwurf urbaner Zivilisation spielt er für den Menschen eine
essentielle Rolle. Zeitgenössische künstlerische Positionen eröffnen
unerwartete Zugänge in das Bedeutungsdickicht Wald, naturwissenschaftliche Vorträge werfen Schlaglichter auf das faszinierende Wood Wide Web.

John Baldessari
Luisa Baldhuber
James Benning
Persijn Broersen & Margit Lukács
John Cage
Miriam Ferstl
Fischli / Weiss
Tue Greenfort
Wolfgang Kaiser
Martin Kippenberger
Klaus Littmann
Marcus Maeder
Antje Majewski
Albert Oehlen
Marcellvs L. & Munan Øvrelid
Daniel Roth
Michael Sailstorfer
Hans Schabus

Martin Kippenberger
Jetzt geh ich in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald,
1993, Holz, Kunststoff, Siebdruck, Glas, Messing
173 x 160 x 71 cm
© Sammlung Johann Widauer
Foto: ERES-Stiftung, Thomas Dashuber

Vortrag online ab Mittwoch, 22. Juli 2020: www.eres-stiftung.de
Vernetzte Systeme in einem bedeutungsvollen Lebensraum
Prof. Dr. Hansjörg Küster, Institut für Geobotanik der Leibniz Universität Hannover
Der Wald hat wieder Konjunktur. Für die meisten ist er Inbegriff von Natur, eine Gegenwelt zur Zivilisation. Der Vortrag setzt den vielen Mythen und Mutmaßungen über das einmalige Naturphänomen Wald eine anschauliche Darstellung seiner permanenten Veränderung entgegen. Denn gerade angesichts der Erderwärmung kommt einer nachhaltigen und langfristigen Waldwirtschaft wachsende Bedeutung zu. Zudem beginnen Forscher zu verstehen, wie Bäume miteinander kommunizieren: zum einen über Duftbotschaften, zum anderen über Pilze, die wie ein Glasfasernetz den Waldboden durchziehen. Über ihr Feinwurzelsystem kommunizieren Bäume und Pflanzen mit diesen Pilzen. So entsteht ein unsichtbares Netzwerk, das sogenannte Wood Wide Web, das Internet des Waldes.

 

 

 

Ausstellungsort

Eres-Stiftung

Kunst + Wissenschaft
Römerstr. 15 • 80801 M
Tel. +49 89 388 79 079 • Fax +49 89 388 79 080
www.eres-stiftung.deinfo@eres-stiftung.de
Sa 10–18 • und nach Vereinbarung
Nur nach Online-Voranmeldung: www.eres-stiftung.de/besuch