Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Hironobu Aoki, Manuel Rumpf, Yani Wang, Kirsten Zeitz

Neue Positionen
28.10.2016 - 20.01.2017
Hironobu Aoki, Manuel Rumpf, Yani Wang, Kirsten Zeitz

Malerei und Zeichnungen

Galerieseite:
Kirsten Zeitz
Ann 8, 2013
Bleistift und Tusche/Transparentpapier
42 x 29,7 cm

Home, Reihung:
Hironobu Aoki
ohne Titel, 2015
Acryl/Papier
30 x 20 cm

„Neue Positionen“ von vier Künstlern/Künstlerinnen, Absolventen der Akademie der bildenden Künste in München, versammelt die Galerie Rieder in ihrer aktuellen Präsentation.

Hironobu Aoki arbeitet konzeptuell. Seine kleinen, seriell angelegten Bildtafeln setzen sich aus pastoser, kompakter Acrylfarbe und Gips zusammen, die, auf Aluminiumuntergrund aufgetragen, eine sich stetig um geringe Nuancen verändernde Farbigkeit offenbaren. Ihre intensive, unregelmäßige Oberflächenbearbeitung verleiht ihnen einen zweidimensionalen, Räumlichkeit erzeugenden Charakter.
Parallel dazu arbeitet Aoki mit Papier, das durch eine spezielle, in mehreren Prozessen erfolgende Bearbeitung mit Acrylfarbe eine reliefartig strukturierte Oberfläche mit gesteigerter Farbintensität erhält.

Manuel Rumpf thematisiert in seinen Ölbildern Nicht-Orte, identitäts- und beziehungslose urbane Räume, nahezu zivilisationslose Stadt- und Naturlandschaften, Straßenzüge.
Sie entstehen in Anlehnung an fotografische Aufnahmen und geben die Realität ausschnitthaft, in einer sehr autonomen, intuitiv geprägten Wahrnehmung wieder.
Das Momenthafte, die Flüchtigkeit von Zeit, Bewegung und Geschwindigkeit werden durch die unscharfe Darstellung sowie Kontraste von hellen Punkten, Strukturen, Spiegelungen vor dunklem Hintergrund wahrgenommen; den entindividualisierten Orten ist eine eigentümlich melancholische, malerische Stimmung immanent.

Wang Yani demonstriert ihre aus der klassischen chinesischen Tradition stammenden Sujets (Natur und Pflanzen) in ungewohnten Perspektiven vor einer ruhigen, mit schwarzer Tusche grundierten Kulisse. Auf großformatigen Papierbögen, Holz- und Leinwänden entwickelt sich ein ausgewogenes, dynamisches Spiel mit Formen und Farben.
Während ihrer Ausbildung an der Münchner Kunstakademie hat Wang sich mit den westlichen Maltechniken beschäftigt. Sie variiert ihre expressiven, gestischen Pinselstriche mit kalligrafischen Zeichen und asiatischer Tuschemalerei; der akzentuierte Einsatz von Kolorit verleiht ihrer Malerei einen individuellen, emotionalen Ausdruck.

Kirsten Zeitz thematisiert Lebensräume. Auf flüchtige Erinnerungen zurückgreifend widmet sie sich in ihren zeichnerischen Serien der eigenen Vita und fremden Lebensläufen. Biografische Daten, Fotografien und Landkarten setzt sie in einen neuen Kontext. Aus den Vorlagen werden einzelne Körperlinien, Silhouetten, Falten nach einem von der Künstlerin erstellten subjektiven Schema mit Bleistift-, Tusche oder Acryl auf transparentes Papier transferiert. Strenge, grafische Linien fügen sich durch eine neue Platzierung zu filigranen Umrissen, einem Porträt mit fragmentarischen Zügen zusammen, welches sich dem Betrachter erst bei exaktem Hinsehen erschließt, die Brüche und Widersprüche eines menschlichen Lebens symbolisierend.

 

 

 

 

Ausstellungsort

Galerie Rieder

Maximilianstr. 22 • 80539 M
Tel. +49 89 29 45 17 • Fax +49 89 255 43 856
www.galerierieder.deinfo@galerierieder.de
Di–Fr 11–13/14–18 • Sa nach Vereinbarung

Ansprechpartner:
Edith Rieder
Stephanie Schnürer, M.A.