Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Rudolf Wachter

Hommage
09.09.2016 - 22.10.2016
Rudolf Wachter

In den 1960er Jahren vollzieht Rudolf Wachter mit der Kettensäge erstmals an einem feuchten Baumstamm einen Schwundschnitt bis ins Herz und durchtrennt die noch geschlossenen Jahresringe. Sie schwinden, die Schnittstelle weitet sich zu einer Keilform aus und bringt eine minimalistische Skulptur hervor.
Der Schwundschnitt öffnet den Stamm, gibt dem Holz Raum für Veränderung; der Stamm, der zuvor den Raum bildete, wird als Körper im Raum wahrgenommen.
Die Skulpturen sind stets aus einem Stück Holz gearbeitet. Mit gezielt gesetzten Schnitten wird das Eigenleben des Materials so stimuliert, dass es sich durch Ausdehnen und Schrumpfen hin zu den von Wachter kreierten geometrischen und filigranen Formen Zylinder, Spirale, Würfel, Quader und Prisma mit hermetisch-reduziertem Charakter entwickelt.
Die neuartige Arbeitsweise wird Basis für sein Oeuvre, das in der singulären Formfindung sowie der Sichtbarmachung des Eigenlebens und der Energie des Holzes kulminiert.

Rudolf Wachter
Gebrochener Raum VII, 2006
Pappelholz
82 x 50 x 65 cm

 

Ausstellungsort

Galerie Rieder

Maximilianstr. 22 • 80539 M
Tel. +49 89 29 45 17 • Fax +49 89 255 43 856
www.galerierieder.deinfo@galerierieder.de
Di–Fr 11–13/14–18 • Sa nach Vereinbarung

Ansprechpartner:
Edith Rieder
Stephanie Schnürer, M.A.