Initiative Münchner Galerien zeitgenößischer Kunst

 

Galerie Fenna Wehlau

Amalienstr. 24 • 80333 M
Tel. +49 89 28 72 44 85
www.galerie-wehlau.deinfo@galerie-wehlau.de
Di–Fr 13–18.30 • Sa 12–16 und nach Vereinbarung

Amalienstr. 24
80333 München

Laufende Ausstellungen

Margit Hartnagel

Margit Hartnagel

arising colors

12.09.2020 - 07.11.2020
Margit Hartnagel hat in Ihrer Malerei über viele Jahre die Möglichkeit
eines leeren Bildes erforscht. In ihren aktuellen Werken transformiert
sie diese Leere nun zugunsten einer verdichteten Fülle. Das
Ergebnis sind freudig, spielerisch, lustvoll und vollkommen leicht
wirkende Farbkompositionen.
Wir zeigen Hartnagels aktuelle Arbeiten auf Leinwand und Papier,
sowie Ihre lightspaces, Objekte in geöltem Seidenpapier und Kaishi,
ihr Künstlerbuch mit CD.
Margit Hartnagel (1970) hat an der Wiener Akademie der Bildenden
Künste bei Prof. Prachensky freie Malerei und experimentelles
Gestalten und Raumkunst an der Universität für angewandte Kunst
bei Brigitte Kowanz studiert. Margit Hartnagel lebt und arbeitet im
Allgäu. Das begleitende Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung
entnehmen Sie bitte unserer Website.

Margit Harnagel
o.T. (arising colors)
Pigmente in Weihrauchmilch auf Leinwand
90 x 95 cm

 

 
 

Kommende Ausstellungen


Vergangene Ausstellungen

Ich ging im Walde so für mich hin, und nichts zu suchen, das war mein Sinn

Ich ging im Walde so für mich hin, und nichts zu suchen, das war mein Sinn

06.03.2020 - 25.07.2020
Fotografien von Bruno Augsburger und
Holzskulpturen von Stephan Wurmer

Bruno Augsburger und Stephan Wurmer beschäftigen sich in unterschiedlichen Genres mit dem Thema Wald. Beide Künstler verbindet das intensive Erleben der Natur als Inspirationsquelle. Ihre Werke zeugen von der Magie und Kraft der Natur, des Waldes und des Material Holz im Spezifischen. Wie der Titel der Ausstellung, ein Zitat der ersten Strophe aus Goethes Gedicht „Gefunden“ andeutet, trägt sowohl Bruno Augsburger als auch Stephan Wurmer der Ansatz, des nicht Suchens, des Findens.

Bruno Augsburgers Waldbilder sind während langer Aufenthalte in British Columbia und Yukon entstanden, wo er wanderte, fischte oder Lachse beobachtete. Wenn er etwas sucht, dann die einfachen und archaischen Momente, die es nur draussen gibt. Die Natur ist für Augsburger wie ein Laboratorium, ein Erfahrungsfeld für das Leben. Allein vom Fischen hat er gelernt, dass die teuerste Angel, der richtige Köder, die perfekte Stelle, die perfekte Zeit keine Garantie geben, ob der Fisch anbeißt. „Diese Ungewissheit fasziniert mich“ sagt Augsburger «das ist, was ich mit meinen Bildern einfangen möchte, die Unzähmbarkeit.“ Der Schweizer Fotograf Bruno Augsburger (1968) hat an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich studiert. 15 Jahre lang war er in den Weiten Skandinaviens und Kanadas unterwegs. Heute lebt er in Zürich und dem Bergdorf Ardez im Unterengadin. Ausstellungen im In- und Ausland.

Stephan Wurmer’s Vorgehensweise ist die eines Archäologen. Er lässt sich in seinen konstruktiven Skulpturen von den lebendigen Eigenschaften des Material Holz anregen. Wurmer legt Schicht um Schicht frei und erzeugt dadurch ein Spannungsfeld vom freien Wachsen und gelenktem Gestalten, so dass in seinen Skulpturen der Atem der Natur spürbar bleibt. Das Ergebnis sind zumeist äußerlich kompakte Formen wie Würfel, Quader, Zylinder und Kegel, die ein spannungsreiches Innenleben aufzeigen. Einige, der in der Waldausstellung gezeigten Holzskulpturen nehmen eine Sonderstellung im Gesamtwerk des Künstlers ein. Stephan Wurmer hat ihr Ausgangsmaterial bei seinen Wanderungen durch die oberösterrische Bergwelt gefunden. Stephan Wurmer (1956) studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Seine Arbeiten sind in öffentlichen Sammlungen und in privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, Ausstellungen im In- und Ausland.

 

 

 
 

Peter Lang und das Polarlicht / Grafik

Peter Lang und das Polarlicht / Grafik

18.01.2020 - 02.03.2020
Peter Lang
Norðurljósaskógu
Aquatinta, Pinselätzung
25 x 25 cm
Island 2019

 
 

Peter Lang und das Polarlicht / Malerei

Peter Lang und das Polarlicht / Malerei

09.11.2019 - 14.01.2020
Polarlichter, die Verlängerung des Dämmerlichtes, der kurz strahlende Himmel und das blaue Licht der Wintersonne - das sind die Themen, die Peter Lang auf seiner Malreise nach Island im Winter 2018/19 interessierten. Er hat seine Eindrücke während dieser achtmonatigen Malreise in unterschiedlichen Techniken wie Radierungen, Zeichnungen und Ölbildern umgesetzt.

Die Galerie Fenna Wehlau zeigt die in Island entstandenen Arbeiten in zwei aufeinanderfolgenden Ausstellungen:
Peter Lang und das Polarlicht, Malerei Eröffnung zur Plateau München am 8.11.2019, 19 bis 22 Uhr, es sprechen: Kristinn Jónasson und Sigfus Almarsson, Snæfellsbær, Island
Peter Lang und das Polarlicht, Grafik Eröffnung zum Open House am Freitag, den 17. Januar 2020, 19 bis 22 Uhr.

Zum Werkzyklus Polarlichter erscheint ein begleitender Katalog mit Vorwort von Joachim Haller, Leiter Museum und Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd; Dr. Andrea Weindl, Historikerin; David Kremer, Kremerpigmente; Fenna Wehlau, Galeristin.

Als Wohn- und Arbeitsort während seines Islandaufenthaltes wählte Peter Lang das ehemalige Rettungshaus des kleinen Fischerortes Hellissandur auf der Halbinsel Snaefellsness aus. Das Haus liegt leicht außerhalb des Dorfes, im Norden fällt der Blick zum Atlantik, im Süden zum Gletscher. Diese Gegend ist dem Maler bereits von seinem Aufenthalt 2012/13 bekannt. Damals reiste er mit seinem mobilen Ateliercontainer nach Island.

Der Titel der Ausstellung assoziiert Nordlichter, welche als faszinierende Lichterscheinungen in den Polarnächten leuchten und über den Himmel tanzen. Die Schönheit und die Mystik um diese Energie der Nacht hat Lang auf die Leinwand transformiert. Er schätzt aber auch die unentschiedenen Lichtstimmungen, wie die Dämmerung, sehr. Im Islandwinter sind diese Zeiten extrem verlängert, der Punkt der Dämmerung zieht sich über den ganzen und doch so kurzen Tag. Das indirekte Licht des blauen Himmels strahlt auf die Erdoberfläche, die Sonne selbst ist nicht zu sehen. Die Farben Islands leuchten.

Bei schlechtem Wetter ist es düster, grau, blau und oft extrem stürmisch, alles optimale Eindrücke für seine Radierungen und Zeichnungen. Die Natur braucht sich in Island nicht anzustrengen bedeutend zu sein, sie ist es. Bei einem Wintersturm ruht das gesamte Leben in Island, jeder muss warten bis sich das Unwetter wieder gelegt hat, nichts ist mehr möglich, jeder zieht sich in sein Haus zurück. Dieser Rhythmus der Natur bestimmt den kreativen Duktus. Außerdem verändert die lange Dunkelheit das persönliche Zeitempfinden, sie führt die Zweiteilung des Tagesablaufes ad absurdum. Arbeiten und Schlafen können nach der inneren Uhr erfolgen.

Im Sinne von Victor Hugo „Man findet Diamanten nur im Dunkel der Erde und Wahrheiten nur in den Tiefen des Denkens.“ hat sich Peter Lang auf die Suche nach den malerischen Diamanten der Polarnacht und nach dem blauen Licht des isländischen Winters gemacht.

So ungewöhnlich die Absicht, so ungewöhnlich ist auch die Maltechnik des Künstlers: Peter Lang bringt die unterschiedlichen Lichtsituationen direkt vor Ort in ganz spezifischer Art auf die Leinwand. Er legt mit Ei-Temperafarben eine Grundstimmung an, die er mit Schlagschnur-Linien in Öl überzieht. Durch diese Zweischicht-Technik und das Flirren der dicht gesetzten Linien entsteht ein faszinierendes Farbspiel von Übergang und Irritation. Die Landschaft ist vorhanden und gleichzeitig im Verschwinden. Spannend wird dies insbesondere bei den Polarlichtern, gerade noch vorhanden, verschwinden sie schon wieder im nächsten Moment.

Als besonderes Element seines Gesamtwerkes hat Lang diesmal erstmalig eine Radierpresse nach Island transportiert. In der Radierung ist er vielfältig und klassisch unterwegs. Mezzotinto, Aquatina, Ätzradierung und Kaltnadel vermischt er mit Zucker-Aussprengtechnik und Salzwasser. Auch hat er die Präge-Tusche-Zeichnungen der letzten Jahren auf Island fortgesetzt.

Die Reise zu den Nordlichtern ist auch eine Reise der Begegnung. Neben isländischen Freunden und Bekannten hat der Künstler Besucher aus dem eigenem Land empfangen, die wiederum in ihrer Funktion kamen. Wie schon 2012 besuchte ihn der Freund und Pigmenthersteller David Kremer, um dort wieder eine Sonderedition Islandpigmente zu sammeln und herauszugeben.

Arbeiten aus dem Werkzyklus Polarlichter werden 2020 auch im Museum Pfalzgalerie, Kaisterlautern und im Museum und Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd gezeigt.

Peter Lang
Pungbuinn Himinn, 2019
Öl auf Leinwand
120 x 190 cm

 

 
 

Eberhard Ross

Eberhard Ross

refugium

13.09.2019 - 31.10.2019
Die ursprüngliche Quelle des Werks von Eberhard Ross ist die Beobachtung der Natur, ihrer Prozesse und Rhythmen.
In der Ausstellung refugium I eberhard ross bekommt der Betrachter die Möglichkeit eine BildKlangErfahrung zu machen. Ross zart flirrende und melodisch pulsierende Bilder aus den Werkreihen laudate, fermata, speicher und ganz aktuell in the nature of daylight erzeugen einen Klang der Stille, der Raum wird zu einer Art Refugium. In seinen Arbeiten verschmelzen die fein überlagerten Bildschichten zu einer vibrierenden, farblichen Einheit und bringen die Komposition auf faszinierende Art zum Leuchten I Klingen. Tatsächlich dehnen sich die Töne dieser Kompositionen weit in den Raum aus. Innehalten, den Farbklang spüren, so als wäre Malerei Musik – das ist sein Wunsch für den Betrachter.

Am Donnerstag, den 26. September lädt die Galerie FENNA WEHLAU zu einer “listening session“ ein. Der Maler Eberhard Ross wird uns die Musik vorstellen, die ihn während seiner Arbeit begleitet, trägt und initialisiert. Ein Abend der klangvollen Stille, der Gelegenheit bietet, sich unter dem Eindruck seiner Bilder vorrangig dem Genuss des Hörens zu widmen.

Eberhard Ross,
speicher, 2018
Öl auf Leinwand
100 x 80 cm

 

 
 

Bettina Bürkle, David John Flynn

Bettina Bürkle, David John Flynn

a sense of light

24.05.2019 - 25.07.2019
Schiebeobjekte in Acrylglas . Arbeiten auf Leinwand und Papier.

Die Ausstellung „a sense of light“ ist als Dialog der künstlerischen Positionen von Bettina Bürkle und David John Flynn zur Lichtwirkung des Objektes – des Bildes konzipiert.
Bettina Bürkle (geb. 1961) hat von 1981-89 bei Prof. Günther und Prof. Guisepppe Spagnulo an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart Bildhauerei studiert. Ein anschließender, von 1988-90 erfolgter Aufenthalt in New York war besonders prägend für Ihr künstlerisches Schaffen.
Die vorhandenen Besonderheiten städtischer Architektur wie Dächer, Fensterstrukturen und an die Fassaden angebrachte Lüftungsanlagen inspirierten sie nachhaltig. Ihre früheren Werkreihen „Boxes“ und „Klapp-Objekte“ bis hin zu den aktuellen Schiebeobjekten sind skulpturale Zitate architektonischer Elemente und gehen einen direkten Dialog mit dem Raum ein.
Bettina Bürkle beginnt bereits im Jahre 2002 Schiebeobjekte in Acrylglas zu arbeiten, die sich seitdem in ihrer Ausführung weiterentwickeln. Ihre Schiebeobjekte beziehen sich auf die Ikonographie des Fensters und thematisieren seine Funktion als Schnittstelle von Außen- und Innenwelt. Die Objekte bestehen aus mehreren, voreinander gestellten, farblich unterschiedlichen Acrylscheiben, die der Betrachter in einer Führungsschiene bewegen kann.  Durch diese Handlung wird der Betrachter Teil des Kunstwerkes, der Moment des Veränderns bezieht ihn ein. Mit dem Verschieben der Scheiben gestalten sich immer wieder neue Farbräume, die sich aus der Lichtwirkung der überlagerten transluzenten Flächen ergeben. Die Künstlerin selbst versteht ihre Arbeiten als Verbindung von Plastik und Malerei. In ihrem Schaffen widmet sie sich aktuell der Verschmelzung dieser Genres und bleibt dabei stets ihrer strengen konkreten Formensprache treu.

David John Flynn (geb. 1952) studierte von 1970-75 an der Virginia Commonwealth University in Richmond Fine Arts. Er lebt seit 1980 in München und arbeitet seit gut sieben Jahren in seinem Atelier im Streitfeld. Seit den späten 80er Jahren widmet sich David John Flynn konsequent der abstrakten Malerei. Wir zeigen Arbeiten aus den Werkreihen „recognitions“ von 2010 bis zu den heutigen „fabrics“.
Die für David John Flynn typisch leuchtende und zu Kontemplation einladende Farbigkeit geht einher mit einem Ineinanderfließen verschiedener Kunstrichtungen und Techniken. In seinen Werken lassen sich in der Lichtwirkung Anklänge an die französische Moderne eines Pierre Bonnard, durch den Einsatz von Schablonen an die Hard Edge Malerei eines Kenneth Noland, die Verarbeitung von plakativen Bildern an die Pop Art, und auch an die Schleierbilder eines Morris Louis finden – um nur einige zu nennen. Der Künstler selbst sagt „I work with contradicting ideas in my painting.“ Er zieht sich besondere Elemente einzelner Stile raus kommt damit zu einer eigene Bildsprache.
Flynn interessiert sich seit 1976 für die, aus der Antike stammende Maltechnik der Enkaustik. Indem er mit flüssigem Wachs und Dammarharz vermischte Pigmente auf- und abträgt, kommt er zu feinsten Farbnuancen. Inhaltlich setzt er mitunter seine persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen um, sie fließen ein und unterstreichen den poetischen Charakter seiner Arbeiten. In “it was no longer there” von 2010 spürt er den Moment eines plötzlichen Wetterwechsels über einem See nach: noch ist es hell ist, doch gleich verschwindet der See in den Wolken.

 
 

black and white

black and white

Arbeiten auf Leinwand und Papier, Objekte, Skulpturen in Mooreiche

05.04.2019 - 17.05.2019
Rupert Eder
Margit Hartnagel
Peter Lang
Stephan Wurmer

Rupert Eder
Sator, 2009
Öl auf Leinwand
160 x 120 cm

 
 

Line I Poetry

Line I Poetry

01.02.2019 - 29.03.2019
Carmen Hillers
Christine Leins
Dieter Kränzlein
Erin Wiersma

Arbeiten auf Papier und Voile,
Arbeiten in Stein und Kunstharz

 
 

Sheila Furlan

Sheila Furlan

Transparenzen

16.11.2018 - 18.01.2019
 

Rupert Eder

Rupert Eder

newlyn blue

15.09.2018 - 18.11.2018
Rupert Eder begreift Malerei als geistigen Prozess, der durch nichts Anderes ausdrückbar ist als durch die Malerei selbst. Seine Kompositionen thematisieren die Beziehung von Farbe, Form und Materialbeschaffenheit, ihr Zusammenspiel erschließt dem Betrachter den Bildraum. Eder arbeitet in altmeisterlichen Techniken, er mischt seine Farben aus einer Vielzahl von Pigmenten und findet so zu der für ihn typischen, starken Leuchtkraft bis hin zu einer transluzenten Farbmaterialität. Oft setzt er Farbakkorde einzeln nebeneinander, die sich dann in den Eckpunkten ihrer Überschreitungen neu vermischen.
Eder findet seine Inspiration in der intensiven Auseinandersetzung mit kunstgeschichtlichen und philosophischen Themen und in der Naturbetrachtung. Ein artist in residence Aufenthalt in Südengland im Frühjahr 2018 führte ihn zu newlyn blue, einer neuen blauen Farbpalette, die Ihren Ursprung in der Naturerfahrung und den Lichtverhältnissen in Cornwall hat. Die Ausstellung zeigt aktuelle Arbeiten aus Newlyn und zentrale Arbeiten aus den letzten Werkreihen.
Zur Ausstellung erscheint eine Edition bemalter Keramik.

Rupert Eder
newlyn blue, 2018
Öl und Pigment auf Leinwand
40 x 40 cm
© Rupert Eder